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Kundenrezension

131 von 153 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer jetzt neu kauft sollte zur Haswell Mikroarchitektur greifen., 10. Juli 2013
Von 
Kurzversion: Die reinen Leistungswerte der neuen Haswell Mikroarchitektur überzeugen. Wer jetzt neu kauft, sollte unbedingt zu Haswell (i5/i7 4xxx) greifen.

Features:
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Zuerst zur reinen Ausstattung. Der Intel Core i7 4770k mit wird mit 4 SMT fähigen Kernen ausgeliefert. Der Basistakt beträgt 3.5 GHz, welcher im Turbomodus auf bis zu 3.9 GHz gesteigert werden kann. Dem Prozessor stehen 8MB L3-Cache zur Verfügung. Weiterhin enthält er die neue Grafik-Einheit HD Graphics 4600, welche mit 1,24 GHz betrieben wird (beworben werden 1.25 GHZ, das ist aber nur richtig sofern man mit dem Umrechnungsfaktor von 1000 und nicht 1024 rechnet). Der Multiplikator ist wie bei allen k-Modellen offen. Die CPU wird wie ihr Vorgänger Ivy Bridge im 22nm Fertigungsprozess hergestellt.

Der Prozessor benötigt zwingend den neuen Socket LGA1150 sowie den Z87 Chipset. Eine Abwärtskompatibilität gibt es nicht.
Es werden weiterhin DualChannel DDR3-1600-DIMMS oder Low-Voltage-DIMMS verwendet. Durch die neuen Speicherteiler sind Module bis zu 2933 MHz möglich. Der Maximalausbau auf einem Z87 Mainboard liegt bei 32 GB.

Was ist neu an Haswell?
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Sehr oft wird behauptet, die CPU sei wenn überhaupt nur marginal schneller als ihr Vorgänger. Diese Aussage muss man differenziert betrachten, denn sie stützt sich nur auf die Ergebnisse von künstlichen Benchmarks. Auch hier gibt es Ausreißer, so bescheinigt etwa 3DMark Vantage CPU Test dem Vorgänger i7 3770k 60817 Punkte während der i7 4770k 68948 Punkte erreicht.

Neue Features der Haswell Mikroarchitektur:
- Die integrierte GPU (genannt iGPU) ist mehr als doppelt so schnell wie die Vorgänger Version
- Es gibt einen neuen Stromsparmodus: S0ix Active Idle
- Die Lese-Bandbreite für den Zugriff auf den L1-Cache wurde von 32 Byte/Zyklus auf 64 Byte/Zyklus verdoppelt
- Die Schreib-Bandbreite für den Zugriff auf den L1-Cache wurde von 16 Byte/Zyklus auf 32 Byte/Zyklus verdoppelt
- Es gibt zwei zusätzliche Execution Ports
- Folgende interne Datenspeicher (Buffer) wurden zum Teil deutlich vergrößert und optimiert: Out-of-Order Window, In-Flight Stores, In-Flight Loads, Integer Register Files, FP Register Files, Allocation Queues und Scheduler Entries
- Die Unified Translation Lookaside Buffers (auch bekannt als L2 Unified TLB) wurde stark erweitert: von 4KB, 4-Wege-Zugriff ,512 Slots auf 4KB, 8-Wege-Zugriff, 1024 Slots+2MB Core-SharedMemory
- Neuer Befehlssatz Advanced Vector Extensions 2 (kurz AVX2)
- Die Base Clock Rate ist eigenständig taktbar.

Viele technische Begriffe, aber was bedeuten sie konkret?
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Erstens hat es Intel geschafft, die Single-Thread-Performance pro MHz um beachtliche 17% zu steigern. Gerade die Single-Thread-Performance spielt bei oft genutzten Anwendungen oder Spielen noch immer eine sehr wichtige Rolle. Mittlerweile sind fast alle Benchmarks komplett auf Multithreading ausgelegt und spiegeln daher diese Fortschritte nicht richtig wieder.

Die für viele wissenschaftlichen Anwendungen (Kryptografie, Hashing, Indexing usw.) wichtige Integer-Leistung pro Zyklus wurde im Vergleich zum Vorgänger sogar mehr als verdoppelt.

Der neue Stromsparmodus hilft im täglichen Einsatz tatsächlich deutlich Energie und Stromkosten zu sparen ohne dabei auf Geschwindigkeit verzichten zu müssen. Der Wechsel zwischen den einzelnen Stromspar-Modi im Kernel (C-Stages) erfolgt um 25% schneller. Die doppelt so schnelle iGPU ist schön und gut, aber wohl nur für reine Office-Systeme relevant. Für ernsthafte GPU-Berechnungen ist sie viel zu langsam, für aktuelle, grafisch anspruchsvolle Spiele unbrauchbar.

Testsystem
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Das Testsystem besteht aus einem ASUS Z87-Deluxe Motherboard mit Prolimatech Megahalems Luftkühlung. Als Gehäuse wurde das Lian Li PC-A70F mit Schalldämpfungsmatten verwendet. Alle Lüfter sind für Silentbetrieb ausgelegt.
Eine HD 7970-Grafikkarte, 16 GB DDR3 1600 RAM und ein Netzteil mit 80-Plus-Platinum Zertifikat sind verbaut.

Stromverbrauch
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Im idle Modus auf dem Desktop verbraucht das System 43,9 Watt, ein deutlicher Fortschritt gegenüber den 55.4 Watt der 3770k. Wird die CPU mit Prime95 voll ausgelastet, so verbraucht das Gesamtsystem 117.3 Watt, der Vorgänger 3770k lag bei 120.9 Watt.

Overclocking
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Wer sich einen "k" Prozessor kauft, möchte ihn meistens auch übertakten. Intel hat den Spannungswandler nun in der CPU integriert, zusätzlich gibt es die Möglichkeit die Base Clock Rate durch Teiler vom restlichen System zu entkoppeln. Damit ist erstmals die BCR eigenständig übertaktbar. Wichtig ist das für alle Nicht-k-Prozessoren, denn dort kann über die BCP jetzt auch um bis zu 25% übertaktet werden.

Ohne eine Erhöhung der Core-Spannung war es problemlos möglich, die CPU permanent auf 4.5 GHz zu betreiben. Auch nach 12 Stunden Prime95-Maximum-Heat gab es keinerlei Probleme. Dazu wurde nur der Multiplier von 35 auf 47 (bzw. von 8-39 auf 8-45) erhöht und der Turbomodus abgeschaltet. Alle Energiesparfunktionen bleiben aktiv. Durch eine Erhöhung der Core Spannung auf 1.275 V und setzen des Multipliers 47 waren 4.7 GHz stabil möglich.

An diesem Punkt wollte ich nicht weiter gehen. Ich vermute, man könnte mit Luftkühlung und etwas Glück stabil auf 4.9 GHz kommen. Dafür müsste ich mein Gehäuse besser belüften, auf das Silent-System will ich aber nicht verzichten.

EDIT: Aktuell sind ohne weitere Eingriffe 4.9 GHz mit Luftkühlung nicht zu machen. Es gibt einige Berichte, dass bereits für 4.7 GHz 1.35 V Core-Spannung benötigt werden. Möglicherweise betrifft das vor allem Prozessoren aus frühen Produktionen, sicher ist das aber nicht. Zumindest die Charge die wir bekommen haben, ist auch mit deutlich weniger VCore bereits stabil.

Wärmeentwicklung
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Der i7 4770k hat eine TDP von 84 Watt, welche ohne Übertaktung bereits mit dem Standardkühler ohne Probleme abgeleitet werden können. Das bedeutet, die CPU arbeitet auch nach langer Volllast noch im spezifizierten Bereich und ohne internes Throttling. Für mich ist das auch das einzige relevante Kriterium. Ob die CPU nun maximal 50°C, 70°C oder 90°C warm ist, ist mir persönlich ziemlich egal.

Bei der Übertaktung auf 4.7GHz werden unter CPU Volllast 75 Watt mehr verbraucht als ohne Übertaktung. Diese 75 Watt kann der Prolimatech Megahalems CPU Kühler auch bei der derzeitigen Innenraumtemperatur von 35°C noch bewältigt. Nach 12 Stunden Prime95-Max-Heat stieg die Kerntemperatur auf 90°. Das sind immer noch 20° unter der kritischen Grenze, ab der die CPU zum Schutz vor Schäden selbständig langsamer wird.

EDIT: In der Tat sind 90°C Kerntemperatur 10°C (nicht 20°C) unter der Temperatur, ab welcher der Chip anfängt Spannung und/oder Takt zum Selbstschutz zu senken. Ab 130°C schaltet sich der Chip zum Schutz vor schweren Schäden ganz ab. Zu finden sind diese Angaben auf Seite 73 und 87 der Intel Spezifikation (da Verlinkung nicht erlaubt ist bitte auf google nach "4th-gen-core-family-desktop-vol-1-datasheet" suchen und den ersten Treffer auf der Intel-Webseite wählen). Ich empfehle nicht, die CPU dauerhaft mit 90°C zu betreiben. Das war die Maximale Kerntemperatur nach 12h Prime95 Test und hochsommerlichen Temperaturen.

Insgesamt wird damit der 4770k deutlich wärmer als sein Vorgänger, liegt aber auch bei einer Übertaktung von 4.5-4.7GHz noch gut im grünen Bereich. Sogar bei dem sehr sparsam belüfteten Testsystem.

Nachtrag (12.09.13):
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Es scheint auch beim 4770k große Schwankungen in der Übertaktungsfähigket zu geben. Ich habe selber 3 Exemplare davon zu Hause. Einer läuft ohne Probleme auf 4.5GHz mit Default VCore, die beiden anderen musste ich auf 1.30V heben um sie auf 4.3 GHz stabil betreiben zu können.
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-10 von 22 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.07.2013 16:13:43 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.07.2013 16:14:07 GMT+02:00
Tester934 meint:
Diese Rezension kann man getrost vergessen, weil sie schlicht von falschen Informationen nur so strotzt.
Beispiel? "Erstens hat es Intel geschafft, die Single-Thread-Performance pro MHz um beachtliche 17% zu steigern"

Schauen wir mal ob das stimmt: http://www.computerbase.de/artikel/prozessoren/2013/intel-haswell-prozessor-fuer-desktop-pcs-im-test/23/

Und was sehen wir im EINZELkern-CPU-Test: Die Leistung wurde nur um 7% gesteigert und nicht um 17%.

Noch ein Beispiel: "Der neue Stromsparmodus hilft im täglichen Einsatz tatsächlich deutlich Energie und Stromkosten zu sparen".

Die Realität sieht anders aus: Die Leistungsaufnahme ist entweder +- wenige Watt identisch oder Haswell verbraucht gar bis zu 20% mehr - unter Vollast nämlich.

Allerdings ist Haswell ein echtes Heizkraftwerk (http://www.computerbase.de/artikel/prozessoren/2013/intel-haswell-prozessor-fuer-desktop-pcs-im-test/17/), welches sich in der Regel mit einem Standardkühler nur mit hohen Drehzahlen (und damit starkem Lärm) kühlen lässt.

Was für Haswell spricht: Die integrierte Grafik, die deutlich schneller ist als der Vorgänger. Nur nutzt die nicht jeder!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.07.2013 16:29:02 GMT+02:00
Thalic meint:
Ich kann ihren Vermutungen und Einschätzungen nur Praxis entgegen setzen.

Ich sprach nicht von Leistung/Kern, sondern um die Single-Thread-Performance. Thread. Nicht Task, nicht Core. Hier zählen vor allem die Verbesserungen in der Sprungvorhersage sowie die schnelleren und größeren Buffers. Der geringere Stromverbrauch, der vor allem durch neue Stromsparmodi kommt, kann natürlich nicht unter Vollast greifen. 20% mehr unter Vollast ist schlichtweg falsch, ich habe es selber gemessen. Der dem boxed beiliegende Kühler dürfte wohl als "Standard" gelten. Er ist nicht laut. Wer allerdings overclocking betreibt "K-Prozessor..." wird es wohl eher selten beim Boxed-Kühler belassen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.07.2013 17:25:56 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.07.2013 17:34:08 GMT+02:00
Tester934 meint:
Ein Thread wird auf einem Kern abgearbeitet. Was zählt, ist also die gesteigerte Pro/Mhz Leistung pro Kern (die u.a. mit besserer Sprungvorhersage etc. erreicht wird, wie sie richtig sagen). Genau das ist die Single-Thread-Performance. Und die ist eben um 7% gestiegen. Das belegen alle Single-Thread-Benchmarks, EGAL ob theoretisch oder praktisch in einer Anwendung mit Stoppuhr (z.B. beim LAME-Encoder, welcher Single-Threaded ist).

Sofern Sie keine thermischen Probleme haben, hatten Sie vielleicht Glück und haben ein Modell mit niedriger VID erwischt. Alle andere haben ganz massive Probleme und bestätigen das, was ich sage:
http://www.bit-tech.net/news/hardware/2013/06/06/haswell-heat/

Und Thema Stromverbrauch: Es gibt auch im Idle keinen Vorteil von Haswell. Das ist in JEDEM Test einsehbar.

Weil es grad so schön ist, ein kleiner Witz:
Was ist der Unterschied zwischen einer Marketingabteilung und einem "treuen Fan"? Im Gegensatz zur Marketingabteilung glaubt der Fan die Lügen wirklich!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2013 11:41:24 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.07.2013 12:05:41 GMT+02:00
Thalic meint:
Leider herrscht hier ein großes Durcheinander an Begriffen, kombiniert mit unspezifischer Verallgemeinerung.

Sie schreiben: "Ein Thread wird auf einem Kern abgearbeitet."
Ein Thread ist eine Abfolge von Instruktionen, welche in einer bestimmten Reihenfolge ausgeführt werden müssen. Diese werden vom RAM in den gemeinsamen Level-2-Cache geladen, welcher selber entweder mit den kernspezifischen L1 Cache oder mit dem etwas langsameren L3 kommuniziert. Der L2 Cache wird seit der Nehalem-Architektur mit Prozessortakt betrieben. Um die Single-Thread-Performance zu erhöhen, gibt es also ganz allgemein vier Strategien:
1. Erhöhung der Taktrate
2. Effiziente Schaltungen und dadurch schnellere Abarbeitung der einzelnen Instruktions-Arten
3. Besseres Caching um möglist genau die Daten im L1-Cache zu halten, welche die CPU benötigt
4. Parallelisierung
Der wohl bekannteste Vertreter von Strategie 1 ist der "Turbo-Modus". Dieser ist nur dann effizient, wenn die Parallelisierung der Instruktionen im Sinne von CPU-Zeit zu aufwändig ist. Ein Beispiel für Strategie 2 bei Haswell ist etwa AVX2 und FMA3, für Strategie 3 die Erhöhung der L1/L2-Bandbreite. Bei Strategie 4 geht Haswell neue Wege. Unter anderem durch den integrierten Speichercontroller und die geänderten Buffers, ist es jetzt oft schneller Befehle nicht in ihrer ursprünglichen Reihenfolge von einem Kern ausführen zu lassen, sondern "Out-Of-Order" von mehreren Kernen parallel. Mehr dazu http://www.realworldtech.com/haswell-cpu/3/
Früher war dieses Aufteilen und Zusammenführen sehr zeitintensiv. Daher wurde auch von den Betriebssystemen versucht, ihre Threads möglichst auf einem Core zu halten. Seit Haswell stimmt das nicht mehr. Ihre Aussage "Ein Thread wird auf einem Kern abgearbeitet." beruht vermutlich auf Wissen von früheren Architekturen.

Sie schreiben: "....Und die ist eben um 7% gestiegen. Das belegen alle Single-Thread-Benchmarks, EGAL ob theoretisch oder praktisch in einer Anwendung mit Stoppuhr (z.B. beim LAME-Encoder, welcher Single-Threaded ist)."
Mit allen Befehlserweiterungen kennt ein moderner Prozessor hunderte von Instruktionen, welche je nach Anwendung unterschiedlich oft verwendet werden. Es ist also recht unspezifisch von 7% zu reden. Ein Konkrete Beispiel. Linpack 10.3.7 mit AVX ist auf einem i7-3770 um 2.7% schneller als auf einem i7-4770. Die aktuelle Version, welche die Haswell spezifischen Verbesserungen verwendet, ist Linpack 11.0.3 mit AVX2 und FMA3. Linpack 11.0.3 ist auf einem i7-4770 69,8% schneller. Ein anderes Beispiel ist der SiSoft Sandra 2013 Multimedia-Test, welcher auch bereits die neuen Haswell-Fähigkeiten verwendet. Hier ist Haswell beispielsweise um mehr als 100% schneller als Ivy. Wenn also behauptet wird, es sind immer 7%, ist das falsch. Selbtverständlich muss der Code auch die neuen Fähigkeiten der Haswell nutzen. Die Aussage "17%" beruht auf einer Statistik, welche die neuen Fähigkeiten nur sehr vorsichtig gewichtet. Man könnte auch "100% mehr" schreiben ohne dabei zu lügen. Nur weil jemand ein 1-Liter-Auto entworfen hat, braucht ihr Fahrzeug nicht automatisch weniger. Mann muss die Technik erst verwenden bevor sie etwas bringen kann.

Sie schreiben: "Sofern Sie keine thermischen Probleme haben, hatten Sie vielleicht Glück und haben ein Modell mit niedriger VID erwischt. Alle andere haben ganz massive Probleme und bestätigen das, was ich sage..."
Vielleicht hatte die erste Charge wirklich Probleme mit der Hitzeabführung. Fakt ist, die aktuell gelieferten Haswell laufen innerhalb der spezifizierten Parameter. Bei uns wurde wegen ohnehin anstehender Erneuerung die komplette Entwicklungs-Abteilung mit neuen Haswell-Desktops ausgestattet. Knapp 200 Rechner, keiner davon hat Probleme mit einer überhitzenden CPU.

Sie schreiben: "Und Thema Stromverbrauch: Es gibt auch im Idle keinen Vorteil von Haswell. Das ist in JEDEM Test einsehbar."
Ich habe zum Spaß bei google "haswell idle power consumption" eingegeben und einfach auf den ersten Treffer geklickt: 3770k: 45.9W Idle, 4770k: 34.4W Idle (http://www.extremetech.com/computing/157337-the-haswell-paradox-the-best-cpu-in-the-world-unless-youre-a-pc-enthusiast)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2013 14:14:31 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.07.2013 14:22:59 GMT+02:00
Tester934 meint:
Nun wird es aber bunt ;)

1) Zunächst zum Thread-Problem:
Alle modernen Architekturen (mit Ausnahme des Atom) ab dem Pentium II sind "Out-Of-Order"-Architekturen. Das ist keine Neuerung von Haswell. Das, was Sie da lesen, gilt für die optimierte Abarbeitung INNERHALB eines Kernes. Ein Threads kann aber nach wie vor nur von einem Kern abearbeitet werden. Weswegen ja auch die Single-Thread-Performance von Haswell nur im Zuge der gesteigerten Pro-Mhz Leistung wächst und nicht mit Anzahl der Kerne ;) Wenn Sie mir aber auch nur ein Beispiel darlegen wo ein Haswell -Quadcore schneller bei Single-Thread ist als ein Haswell-Dualcore, weil er einen Thread auf mehr Kerne aufteilen kann, bekommen Sie ein Preisgeld! Versprochen!

2) "Mit allen Befehlserweiterungen kennt ein moderner Prozessor hunderte von Instruktionen, welche je nach Anwendung unterschiedlich oft verwendet werden"

Ja, die lieben Befehlserweiterungen. Der Crux daran ist, dass diese in der Regel erst nach Jahren wirklich unterstützt werden, von Sonderfällen und theoretischen Tests abgesehen. Aktuell ist die Pro-Mhz Leistung von Haswell (gemittelt über alle Tests) schlichtweg nur 6-8% mehr.

3) "Bei uns wurde wegen ohnehin anstehender Erneuerung die komplette Entwicklungs-Abteilung mit neuen Haswell-Desktops ausgestattet"

Sofern man einen Haswell nicht voll auslastet, gibt es sicher keine Probleme. Allerdings sind die Foren voll von Nutzern, die im Sommer ihre CPU voll ausgelastet haben und kurz vorm Throtteln waren. Aktuelle Chargen ändern daran nichts.

4) "Ohne eine Erhöhung der Core-Spannung war es problemlos möglich, die CPU permanent auf 4.5 GHz zu betreiben"
Wie ich bereits sagte: Sie haben Glück und haben eine sehr gute CPU erwischt. In der Regel sind bei Haswell nur 4,3-4,4 Ghz drin maximal - und auch das nur mit Spannungserhöhung von 0,1V oder mehr. Bei abartiger Hitzeentwicklung.

5)
"Ich habe zum Spaß bei google "haswell idle power consumption" eingegeben und einfach auf den ersten Treffer geklickt"
Anandtech sind so ziemlich die einzogen und sehr einsam im Testfeld, die einen Vorteil für Haswell gemessen haben ;)

Also, damit das nicht falsch rüberkommt:
Ich habe nichts grundlegendes gegen Haswell, aber jeder, der seinen PC richtig auslastet, soll sich im klaren darüber sein, was im Sommer auf ihn zukommt, wenn er nicht gerade ein Glücksmodell erwischt wie Sie. Und wer keinen Mega-Kühler hat oder die CPU köpft, kann zu 99% anständiges OC vergessen.

Man sollte eben immer ruhig bleiben, Pros und Contras anwägen und nichts blindlings über den grünen Klee loben - so etwas machen nur Marketingabteilungen oder Fans, die die Scheuklappen nicht abnehmen wollen!

Ihr Post klang aber genau so bzw. kam so rüber - wie aus dem Herzen einer Werbeagnetur - darum habe ich Anstoß genommen und ein paar Punkte kritisch beleuchtet.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2013 14:21:30 GMT+02:00
Thalic meint:
Es tut mir leid das sie offensichtlich nicht gewillt sind, sich mit Praxiserfahrung und aktuellem Wissen aufklären zu lassen. Damit ist die Diskussion mit ihnen beendet.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2013 14:25:59 GMT+02:00
Tester934 meint:
Von jemand, der behauptet, ein Thread kann auf mehrere Cores verteilt werden, sollte man sich auch wirklich tunlichst nicht aufklären lassen ;)

Erzählen Sie das bitte bloß niemand, es kann sonst peinlich werden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2013 14:36:18 GMT+02:00
Thalic meint:
Aha, nachdem ich SÄMTLICHE ihrer Thesen wiederlegt habe, wird man also beleidigend und editiert die Beitrage nachträglich. Wenn ich mir ihre anderen Bewertungen so ansehe, scheint das bei ihnen ja die übliche Methode zu sein. Ich habe selten Rezessionen gesehen, die von hunderten anderen Kunden als nicht-nützlich bewertet werden. Ihre Kartei ist voll davon.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2013 16:03:11 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.07.2013 17:00:54 GMT+02:00
Tester934 meint:
Ich wüsste nicht, wo ich hier beleidigend geworden wäre. Es ist nun mal eine sehr alberne Aussage, ein Thread könnte von mehr als einem Kern abgearbeitet werden. was soll ich dazu noch groß sagen? Das IST peinlich, wenn Sie das jemand erzählen.

Wenn Sie eine Aussage machen, müssen Sie die auch irgendwo belegen. Senden Sie doch z.B. wenigstens mal einen validierten CPU-Z Screen (+CoreTemp Shots+Fotos des Kühlers) ihrer OC-Ergebnisse ein sowie CoreTemp-Ergebnisse und Hörproben der Kühlers ihrer "Entwickler-PCs" im Sommer bei 100% Dauer-Last. Ansonsten kann jeder viel behaupten. Ich kann auch sagen "Mein Trabant fährt 200 km/h". Damit habe ich aber niemand widerlegt, der sagt das geht nicht und auch Argumente anführt.

Also: Ich habe JEDE Aussage mit mehreren (!) Quellen untermauert, Sie keine einzige. Sie stellen bloß Behauptungen auf, denen komischerweise aber nicht nur alle renomierten Fachmagazine widersprechen wie auch PC-Hersteller: http://www.computerworld.ch/news/hardware/artikel/haswell-wird-zu-warm-63535/

Und nochmal:
Ich möchte Haswell nicht grundsätzlich "verteufeln", ich habe nur etwas gegen "Schönmalerei". Und das betrifft nicht nur die reine CPU, sondern auch das "Lobpreisen" von AVX und co. Sind tolle Features, aber wie berechtigt hier Gelassenheit ist, zeigt ein Blick auf die Nehalem CPUs. Obwohl sie 5 Jahre alt sind und nicht mal AVX1 bieten, haben sie abseits der Performance-Nachteile durch die ältere Architektur in quasi keiner aktuellen Anwendung Nachteile wegen fehlender Befehlssätze. Weil eben selbst heute nicht mal AVX1 wirklich unterstützt wird von wenigen Ausnahmen abgesehn!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2013 18:36:59 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.07.2013 20:08:21 GMT+02:00
Tanja meint:
@tester934: Intel hat die Technik Singe-Thread-Multi-Core bereits 2010 vorgestellt.

http://www.xbitlabs.com/news/cpu/display/20100519235548_Intel_Outlines_New_Tech_to_Boost_Performance_of_Single_Threaded_Software_on_Multi_Core_Chips.html
"According to Intel, the proposed hardware/software scheme outperforms previous hardware-only schemes to implement the idea of combining cores for executing single-thread applications in a multi-core design by more than 10% on average on Spec2006 for all configurations."

Bisher glänzen sie mit Links, deren Text sie vielleicht mangels fachspezifischer Qualifikation nicht ganz erfassen. Das ist nicht weiter tragisch, nicht jeder kann sich in den Details von Intel Architekturen auskennen. Dann sollten sie aber auch aufhören, ihre Meinung mit Halbwissen zu verteidigen. Schon alleine ihr letzter Absatz...ich will gar nicht näher darauf eingehen.
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