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Kundenrezension

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hypnotische dunkle Seereise in das Verderben, 21. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Bericht des Arthur Gordon Pym, 2 Audio-CDs (Audio CD)
Ein beeindruckendes Hörerlebnis, das den Atem anhalten läßt.
"Der Bericht des Arthur Gordon Pym" ist ein nervenaufreibendes Seeabenteuer allererster Güte.
Gleichzeitig eine unheilvolle Reise in die Finsternis, jenseits des Verstandes ,in unvorstellbares Grauen der Seele, in die Fremdheit seltsamer Mythen und Vorkommnisse. Ein Traumgespinst voller Rätselhaftigkeit.
Edgar Allan Poe's längste Erzählung böte auch soviel Stoff für einen grossen Kinofilm.
Insofern verwundert es, daß sich noch niemand ernsthaft mit dem Gedanken einer Leinwandadaption trug.
Um es nur einigermaßen filmisch adäquat umzusetzen ist das finstere Seemannsgarn auch tatsächlich an vielen Stellen zu unsagbar grauenhaft und entsetzlich. Wenn es David Lynch vielleicht einmal nach einem Ausflug auf das Meer gelüstete, wäre es vielleicht eine Option.
Da eignet sich Kopfkino schon besser und in hervorragender Weise läßt dieses Hörspiel die Höllenreise eines siebzehnjährigen blinden Passagiers, Arthur Gordon Pym vor unserem inneren Auge Wirklichkeit werden.
Die Abenteuergeschichte bietet soviele Facetten , soviel schillernde Fabulierkunst und tiefenpsychologische Neurosen, daß viele Kritiker "Pym" als Poes ausgereiftestes Werk ansehen.
Alle düsteren Visionen des Erzählers, seine dunklen Ängste, arabesken Halluzinationen finden sich hier in einem einzigen schillernden Schauerstück vereinigt.
Legendär ist auch der geniale Kniff der Erzählung gegen Ende, es handelt sich ja um gefundene Tagebuchaufzeichnungen, im Moment des grössten surrealen Schreckens einfach im Satz abzubrechen.
Die aufregende Verstörung, Unheimlichkeit und die Ahnung des Ungewissen die Poe damit bei Lesern und hier jetzt auch Hörern auslöst, ist grandios.
Er läßt uns im Rätsel, im Erspüren unbekanntem, unaussprechlichen Grauens alleine zurück.
In seinen Andeutungen eines geheimnisvollen Mysteriums aus der Vorgeschichte der Menschheit, einer seltsam überirdischen Kraft oder Wesenheit ist Poe auch als eine Inspirationsquelle eines späteren H.P.Lovecraft zu nennen.
Bei Erscheinen der Erzählung sorgte dies für so einen grossen Diskussionsstoff, daß sich Freund und Bewunderer Jules Verne mit dem offenen Ende nicht zufrieden gab und eine inoffizielle Fortsetzung , "Die Eissphinx" schrieb.
"Mein Name ist Arthur Gordon Pym aus Nantucket", so beginnt die zweistündige morbide Reise ins Übernatürliche, die einem zuweilen die Haare sträuben lassen wird.
Gordon Pym ist , wie soviele junge Protagonisten der klassischen Abenteuerliteratur fasziniert vom Meer, von der Weite und den unbekannten Abenteuern, die der glitzernde unendliche Horizont zu bieten hat.
Und wie ein Jim Hawkins auf der "Hispanola" oder ein Ismael auf der düsteren "Pequod" wird er sich unüberlegt auf eine gefährliche Reise begeben.
Eine Reise entsetzlicher, phantastischer , surrealer, als alle genannten literarischen Werke es je zu erzählen vermochten.
Sein ebenfalls leichtsinniger Freund Augustus versteckt ihn heimlich auf dem großen Walfangschiff seines Vaters.
Bei Auslaufen befindet sich Gordon Pym eingezwängt in einer winzigen dunklen Verschalung im Schiffsboden.
Unfähig sich aus eigener Kraft aus dem selbst erwählten Verlies zu befreien.
Augustus verspricht ihn mit Wasser und Nahrung zu versorgen.
"Als ich aus meine Träumen erwachte, war es tiefste Schwärze. Das Essen war verfault und kein Tropfen Wasser war mehr im Krug, wie unendlich lange musste ich geschlafen haben?"
Poe und diese Hörbuchadaption schildern die Ängste vor dem hilflosen Verdursten, dem hungrigen Delirium, der Angst die Arthur nun durchsteht nervenzerfetzend spannend.
Das hilflos Lebendig begraben sein; Poes schwärzestes eigenes Angsttrauma findet hier furchteinflößend seine Entsprechung.
Mittlerweile ,ohne daß er es in seinem Versteck bemerkte, ist das Schiff nach einem blutigen Aufstand in der Hand von Meuterern.
Was nun folgt ist eine Odyssee in das Grauen, eine Reise ins Herz der Finsternis.
In der ersten Hälfte des Hörspiels wird Gordon in schreckliche Lebensgefahr geraten.
Sturm, Schiffbruch, die Psyche kurz davor dem Wahnsinn anheimzufallen.
Grausam und blutrünstig erzählt Poe.
Auch vor Szenen von Kannibalismus schreckt er in nicht in seiner Geschichte zurück.
"Als wir uns an seinem Blut gestillt hatten, wurden Hände und Füsse abgetrennt und in die strudelnde See geworfen". Ein Nachtmahr, ein Inferno des Horrors, diese Schicksalsreise.
Schritt für Schritt gleitet die Erzählung in die Gefilde des Irrationalen ab.
Der geisterhaft vermoderte, leichenübersäte fliegende Holländer kreuzt den Weg der Unglücklichen.
In der zweiten Hälfte wird Gordon Pym , nun als Schiffbrüchiger gerettet die Reise zum Südpol antreten.
Unerforschte Gebiete, mörderische Eingeborene, dorthin wo bei den Ureinwohner die Farbe Weiß unendlich gefürchtet wird.
Gefährliche Hinterhalte, riesige Felsklüfte, die die Form von "titannischen", ägyptischen Buchstaben haben und dahinter das Niemandsland.
Wabernde psychedelische Traummetamorphosen. Vögel mit riesigem Gefieder, kryptische Katarakte aus Dampf und Nebel. Weiß ,die Farbe des Todes
"Gordon Pym" ist unsagbar packend und grandios ist hier die Umsetzung des Labels Serotonin gelungen.
Auf zwei Stunden wird die Geschichte, die doch im Original durch viele nautische Abschweifungen auch die ein oder andere Länge aufweist, reduziert , ohne das sie an Faszination einbüßt. Eine geniale Adaption.
Alle Sprecher überzeugen. Allen voran Heiner Heusinger als Erzähler.
Bedrohlich, dramatisch, dann wieder surreal die unheimliche Musik, die genau plaziert unglaublich die Atmosphäre mitbestimmt.
Dazu eine nicht zu überladene (wie man es des öfteren heute findet) sondern sehr präzise und treffsicher eingesetzte Geräuschkulisse.
So wirkt das Hörspiel niemals hektisch sondern atmet den nachhaltigen Spannungsaufbau epischer Erzählkraft.
Wenn sie das Licht löschen und lauschen wähnen Sie sich schon auf schwarzen Meereswellen, auf der Reise in das Ungewisse.
"... da plötzlich erhob sich vor unseren Augen eine gigantische weiße Gestalt.."
"..Ich habe es in den Berg geschnitten, meine Rache in den Staub des Felsens...."
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