Kundenrezension

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fesselnder Rosenkrieg aus der Antike, 8. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Medea: Griech. /Dt. (Taschenbuch)
Es ist in der Tat unglaublich, wie zeitgemäß - vielleicht abgesehen von der Eigentümlichkeit der Sprache - dieses Stück ist.

Euripides benutzt einen mythologischen Stoff, um die Gekränktheit der Medea, deren Ehemann Jason sich eine andere Frau nimmt, in einen Rachefeldzug ausarten zu lassen, der sie nicht nur ihre Nebenbuhlerin, sondern auch die eigenen Kinder umbringen lässt, nur um ihren Ehemann leiden zu sehen.

Würde man die Sprache anpassen, könnte das Stück direkt in das 20. Jahrhundert übernommen werden, so fulminant werden die egoistischen Motive des Mannes und der emanzipatorische Ansatz der Frau deutlich, die in einem sinnlosen Gewaltakt kulminieren.

Dabei ist das ganze auch noch psychologisch präzise und fesselnd zu lesen.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.04.2012 09:38:30 GMT+02:00
Pelleas07 meint:
"...nur um ihren Ehemann leiden zu sehen."??
Modernere Bearbeitungen des Stoffs gibt es unzählige. Einige tendieren in ihrer Darstellung zu einem "Freispruch für Medea".

Besonders eindrucksvoll ist Franz Grillparzers Trilogie "Das goldene Vließ", in der der Mythos in seinen übergeordneten Zusammenhang (Jason und die Argonauten) gestellt wird. Geschrieben ist dieses "dramatische Gedicht" in unregelmäßigen, rhythmischen Versen ohne Reim und lässt sich sehr gut lesen.

Eine psychologische Deutung im thematischen Rahmen von Integration und Geschlechterkampf bietet die Fassung von Hans Henny Jahnn.

Etwas eigenwillig ist Heiner Müllers Bearbeitung "VerkommenesUferMedeamaterialLandschaftmitArgonauten".

Einen feministischen Blick auf den Medea-Mythos wirft Christa Wolf in ihrem Werk "Medea. Stimmen."
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