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41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
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Rezension bezieht sich auf: Piece By Piece (Audio CD)
Sie überlegen, ob sie das Album kaufen sollen? Hier ein kurzer Tip vorweg: mögen Sie die "ruhigeren" Alben von Kate Bush, Tori Amos, Suzanne Vega und ähnlichen Künstlerinnen? Dann wird ihnen "Piece by Piece" sicher gefallen. :)Dies ist eines dieser Alben, die man eigentlich erst mehrmals hören muss, dann erschließt sich einem die volle Wirkung der Songs und deren Schönheit. Der Effekt ist zugleich: man kann das Album immer wieder hören, ohne dass es zu "Abnutzungserscheinungen" kommt - was oft geschieht bei Musik, die sehr eingängig und mit "Ohrwurmqualität" daherkommt: nach dem vierten, fünften Mal fängt es an, banal zu werden. Kritisiert wurden Meluas angeblich substanzlose Texte: nun, zum einen liegt es sicher beim Hörer, was er/sie für sich in den Texten sieht oder sehen will. Zum anderen die provokative Frage: Was ist dann bitte so tiefgründig an Texten zu Songs wie "Yeah, Yeah, Yeah" oder "Mandy" oder "De Do Do Do, De Da Da Da" - alles heute Klassiker? ;) Wenn Katie Melua also von 9 Mio Fahrrädern in Peking singt, kann man auch wohlwollend sagen: das ist zwar vielleicht kitschig, aber das Romantische hat nun einmal oft eine Tendenz zum Kitsch. Melodisch hat der Song jedoch viel Charme. Was die Stimme betrifft, die auch oft als "mädchenhaft" geschmäht wird: ähnlicher Kritik sah sich die heute als Ikone verehrte Kate Bush zu Beginn ihrer Karriere ausgesetzt. Aufgrund damals noch nicht vorhandener technischer Möglichkeiten musste sie sich wenigstens nicht vorwerfen lassen, ihre Stimme sei künstlich aufpoliert worden. Aber Bemerkungen, ihre Stimme sei "kieksig" oder "nur ein piepsiges Stimmchen" etc. gab es genug. Was die "andere" Katie ;) = Melua betrifft, finde ich, dass ihre Stimme sogar voller und gereifter klingt als Kates Stimme Ende der 1970er. Zudem trällert Melua ihre Songs nicht herunter, wie so manches Casting-Starlet, sondern man merkt, dass sie die Texte "mitdenkt" bzw. mitfühlt, mit ihrer Stimme spielt, mal zart, mal leicht rauchig, mal kraftvoll, mal bewusst sanft singt. Reinhören mit Realplayer würde ich in diesem Fall sogar nur bedingt empfehlen - an einem einfachen Notebook z.B. bekommt man einfach nicht die volle Klangfülle, die aber für Meluas Songs wichtig ist. Lesen Sie noch ein paar Rezensionen und dann riskieren Sie im Zweifel ruhig den Kauf - dieser wird sich in 99% der Fälle nicht als Fehlkauf erweisen! ;) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag:
20.04.2010 10:16:34 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.04.2010 10:19:46 GMT+02:00
Mentor54 meint:
Diese musikalische Schlaftablette mit Kate Bush zu vergleichen ist echt 'ne Frechheit. Nicht nur die Stimme von Letzterer war "besonderer", sondern vor allem deren originelle und teilweise avantgardistischen Kompositionen. Die müssen einem nicht unbedingt alle gefallen, aber wenigstens hat sich Kate Bush getraut, auch außerhalb des Chart-kompatiblen Mainstreams zu experimentieren.
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
20.04.2010 15:25:13 GMT+02:00
Dodo meint:
Gut, so sehen Sie das also. Danke.
Von einer "Frechheit" zu reden scheint mir aber übertrieben.
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
16.05.2010 01:29:04 GMT+02:00
Norbert Carls meint:
An Schlaftabletten erinnert mich eher Kate Bush, und zwar deshalb, weil sie irgendwann um 1977/78 genau eine Tournee gegeben hat und dann mehr oder weniger von der Live-Bühne verschwand. Katie Melua ist hingegen eine Künstlerin zum Anfassen, der es auch nach 7 Jahren Karriere sehr viel bedeutet, Konzerte zu geben. Und was Charts und Formatradios betrifft: da war Kate Bush seinerzeit deutlich öfter zu hören als Katie Melua!
Sagt ein großer Kate-Bush-Fan!
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
16.05.2010 01:35:05 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 16.05.2010 01:35:28 GMT+02:00]
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
17.05.2010 21:17:12 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.05.2010 21:18:57 GMT+02:00
Dodo meint:
Eben. Ich finde sowohl Melua, als auch Bush gut - jede hat eben ihren Stil.
Auf den Vergleich bin ich gekommen, weil ich zufällig kurz vorher einen Artikel zu Bush gelesen hatte, in dem stand, dass zu Beginn ihrer Karriere (heute glaubt man es kaum) von manchen Musikjournalisten ihre Stimme kritisiert wurde. (Außerdem wurden natürlich auch Bushs Texte und Songs an sich nicht nur gelobt.) Als ich dann hier in manchen Rezis ähnliche Bemerkungen zu Melua las, dachte ich an "die andere Kat(i)e..." ;-) PS: Zumindest in den 1980ern war Bush durchaus zum "Mainstream" zu zählen, sie erreichte damals hohe Chartplazierungen mit ihren Singles und wurde auch im Radio auf und ab genudelt, ich erinnere mich noch an "Experiment IV", "Running up that Hill" und auch "Wuthering Heights".
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