Kundenrezension

55 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz großes Spiel im Kleinen., 19. November 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Elder Scrolls V: Skyrim (X360, Standard-Edition) (Videospiel)
Da es hier schon 29082 Rezensionen gibt, welche die großartigen Gesamteindrucke dieses Spiels loben, möchte ich in meiner stattdessen mal die vielen liebevollen Details aufzählen, die zeigen, mit welcher Hingabe die Entwickler hier gearbeitet haben und die zwar nur am Rande auffallen, das Spiel aber so herrlich abrunden, dass ich es ohne Zweifel als das beste Konsolenspiel bezeichnen würde, das ich jemals gespielt habe:

- In der Welt von Skyrim gibt es allerhand zu entdecken: Regelmäßig werdet ihr von Banditen überfallen, von Tieren angefallen, trefft auf Händler, Karawanen, Assassinen, Jäger, die Wild durch die Landschaft jagen, Trolle mit ihren Mammutherden, ja, manchmal landet sogar ganz unverhofft ein riesiger Drache direkt vor euren Füßen. Es passiert praktisch nie, dass ihr fünf Minuten einfach nur so durch die Gegend lauft, ohne dass nichts passiert.

Besonders faszinierend war bei Skyrim für mich, dass Herumlaufen nicht langweilig ist wie in vielen anderen RPGs und das lag nicht bloß an den NPCs, die einem begegnen. Es gibt so sensationell viel zu entdecken, dass Langeweile erst gar nicht aufkommt: Praktisch an jeder Ecke könnt ihr Pflanzen, Kräuter, Pilze, Beeren, Insekten, Vogeleier, Überreste von Tieren etc. sammeln um daraus später Tränke oder Gifte herzustellen.

- Die Läden haben nicht wie in anderen Spielen einfach dauerhaft geöffnet, sondern feste Öffnungszeiten: von morgens 8 bis abends 8.

- In vielen anderen Spielen trifft man alle NPCs auch bei Nacht genauso an wie am Tag. Nicht in Skyrim: Nachts liegen die meisten Bewohner in ihren Betten, vom einfachen Schmied bis zum König. Die Häuser sind nachts größtenteils abgeschlossen, dafür ist, wie in der Realität auch, in den örtlichen Tavernen ordentlich was los.

- NPCs reagieren auf eure Handlungen: Wenn ihr neben einer Person steht und euren Feuerball einsatzbereit macht, kommt: ,,Hey hey, passt mit dem Feuer auf, ihr fackelt hier sonst noch alles ab." Setzt ihr einen Zauber ein, kommt: ,,Oh bitte, zeigt eure angeberischen Zauberkunststücken jemandem, der sie auch sehen will."

- NPCs agieren frei miteinander: Wenn man in freier Wildbahn schon einem Troll oder einem Mammut begegnen kann, warum sollte der Troll dann das Mammut nicht auch jagen können? Tut er, die Tierwelt interagiert ganz unabhängig von euch miteinander.

- In vielen Spielen bleiben Leichen nach ihrer Tötung einfach lieblos an Ort und Stelle liegen und man kann unrealistischerweise durch sie hindurchlaufen. Nicht in Skyrim! Mit Zaubern wie ,,Feuerball" lassen sich Leichen wegschnicken. Dabei bewegt sich nicht bloß der starre Körper, sondern die einzelnen Gliedmaßen schlackern beim Flug durch die Luft kraftlos herum. Wer schon einmal ein Drachenskelett von einem Berghang gepustet und dabei zugesehen hat, wie es leise klackernd im Wind auf und davon wirbelt, um schließlich irgendwo mitten im Dorf am Fuße des Hügels krachend zu landen, weiß, wovon ich rede.

- Nicht nur nach der Tötung, auch im Kampf könnt ihr manche Gegner als Fußball missbrauchen: Hierbei wird sowohl die Art eurer Attacke als auch das Gewicht eures Gegners berücksichtigt: Benötigt ihr bei dem Standard-Banditen eine Blitzattacke, um ihn vom nächsten Turm zu pusten, reicht bei einem untergewichtigen Skelett bereits ein kleiner Feuerball, um das gute Stück ein paar Meter weit durch die Luft zu katapultieren.

- Items, Items, Items! Man findet in Skyrim wirklich ALLES an Items, nicht bloß die üblichen Schwerter, Äxte und Bücher, nein, es kommt durchaus vor, dass man in Schränken von Skelettkriegern das ein- oder andere Bügeleisen vorfindet. Aha! Gegenstände wie Kessel, Kochtöpfe, Eimer, Hasenkeulen, Münzen, Bergblümchen, Schädel, Äpfel, Knochenmehl, Weizen und Ziegenkäse dürfen natürlich auch nicht fehlen.

- Die Gespräche der NPCs sind angenehm abwechslungsreich. Man stelle sich vor: Man bricht in die Bude eines blutrünstigen Barbaren ein, huscht hinter die Wand, auf deren anderen Seite der Typ gerade steht, wählt munter seine Waffen und Zauber aus, mit denen man den armen Kerl gleich von seinem kriminellen Dasein befreien wird, während dieser so Sätze loslässt wie: ,,Diese Schl***, das Kind ist nicht mal von mir. Könnte von jedem sein." ,,Ich hab ihm oft genug gesagt: Gib mir dein Gold. Aber hört der Kerl auf mich? Nein, natürlich nicht. Jeedes Mal müssen die sich wehren." ,,Ich sage es ja immer, die wahre Kunst ist das Stehlen: Anschleichen, Börse klauen, wegschleichen, und niemand hat dich gesehen oder gehört." Und das wohlgemerkt im Monolog einer Nebenfigur.

- Wer oft mit Werwölfen am Boden ringt, seinen Hals im Kampf mit Vampiren riskiert und muffelige Zombies zu Brei kloppen müss, dessen Immunsystem muss eine ganze Menge aushalten. So auch in Skyrim: Ihr könnt krank werden. Und auch hier zeigt sich wieder die detailverliebte Flexibilität der NPCs: Leidet ihr beispielsweise an Hirnfäule und betretet ein Dorf, werden die Bewohner euch ansehen und sagen: ,,Ihr seht krank aus, mein Freund! Vielleicht solltet ihr euch etwas ausruhen."

- ,,Schlafen - Noch nie wirkten Grundbedürfnisse so realistisch!", damit hätte Skyrim werben können: Wenn ihr zu Bett geht, was ihr übrigens nicht in fremden Betten, sondern nur in gemieteten oder euren eigenen könnt, müsst ihr auswählen, wie lange ihr schlafen wollt. Wacht ihr morgens auf, so fühlt ihr euch nach einer Nacht in einem gemieteten Bett ,,ausgeruht", in eurem eigenen ,,sehr ausgeruht".

- Ja, kann schon mal vorkommen, dass ihr euch an einen Zombie anschleicht, gegen einen Topf auf dem Boden stoßt, der dann elend langsam einen Vorsprung runterkullert, einen Heidenlärm verursacht und euch der ganze Raum voller Gegner entdeckt. Realistischer geht es nicht mehr.

- Indiana Jones-würdige Fallen: Von Fallgruben, Tretminen und Klingenpendeln über Pfeile aus der Wand bishin zum klassisch-genretypischen Totenschädel auf dem Podest in der Mitte des Raumes ist wirklich alles in Skyrim vorhanden. (Der Totenschädel war übrigens zur Abwechslung mal KEINE Falle. Danke trotzdem für den Nervenkitzel.)

Diese und noch viel mehr liebevolle Kleinigkeiten finden sich in der schier endlos weiten Welt von Skyrim. Dies nur als kleine Ergänzung zu den Rezensionen, welche die vordergründigeren Spielaspekte zurecht lobend erwähnen.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.11.2011 23:23:33 GMT+01:00
Markus Thiel meint:
Gute Rezension, vielen Dank!

Veröffentlicht am 08.12.2011 10:27:33 GMT+01:00
Flo meint:
Liest sich für mich als wäre dies das erste mal das der Rezensent ein Open World (oder vielleicht sogar westliches) RPG gespielt hat.

Ich meine, das reguläre Geschäfte zur Nacht Schlafenden Zeit nicht geöffnet haben ist nichts besonderes. Gab es schon zu seeligen Baldurs Gate Zeiten und vermutlich weit davor. Und das NPC`s in einem Open World RPG einen eigenen Tagesablauf haben kann seit dem ersten Gothic eigentlich bei jedem Open World erwartet werden. Ebenso wie Gespräche zwischen selbigen. Und eine Physic Engine ist auch eher als Standard zu bewerten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.12.2011 02:43:46 GMT+01:00
Dorian Gray meint:
Nein, Skyrim war nicht mein erstes RPG.

Ich habe auch nicht behauptet, dass die hier beschriebenen Details besonders einzigartig wären. Natürlich gibt/gab es manches teilweise schon in anderen Rollenspielen, aber auch das habe ich nicht behauptet. Aus der Rezension soll man herauslesen, dass die Welt von Skyrim an jeder Ecke kleine Details parat hält, die in ihrer Gesamtheit (nicht in ihrer Einzigartigkeit) dieses Spiel lohnenswert machen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.01.2012 06:49:16 GMT+01:00
H. Sven meint:
Also erstmal...Das heisst IndianA Jones und nicht IndianER Jones ;-)
Generell eine gute Rezension, für meinen Geschmack aber ein wenig zu "euphorisch" mir haben die, durchaus existierende und teilweise Spielspass mindernden, Negativpunkte gefehlt. Evt kannst du da ja noch ein wenig ergänzen, dann wäre es eine Superrezension.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.01.2012 17:58:48 GMT+01:00
Dorian Gray meint:
Ach stimmt ja :D
Stimmt, natürlich gibt es auch Negativpunkte, die mir teilweise auch selbst aufgefallen sind. Allerdings sind das hauptsächlich die vielen Bugs. Geht allerdings so in Ordnung, denke ich, da ich mich hier explizit nur auf die Detailverliebtheit konzentriere. Gesamtrezensionen, welche die Schwachstellen des Spiels abdecken, findet man zuhauf.

Veröffentlicht am 04.02.2012 09:48:02 GMT+01:00
WEED-KING meint:
Wirklich super Rezension Danke ;)
Wenn du weitere solche Games suchst mit gleichen Eigenschaften im bezug auf Tiere, realismus der Umgebung (Ladenöffnungszeiten,NPCs, Interaktion mit der Spielwelt) kauf dir Red dead redemption hammer Game nur halt im Wilden Westen.
Nur so als kleiner Tipp :D

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.02.2012 08:50:49 GMT+01:00
nurso meint:
Ich finde es schade, daß es für diese ganzen Berufe und Fertigkeiten keine Gewerkschaft in diesem Spiel gibt........ich meine sowas wie Verdi oder so.
Magiergewerkschaft oder Elfengewerkschaft.
Ich meine das wäre doch eine gute Idee........... demonstrieren und streiken und so, wenn man zu wenig Mana oder Lebenstränke hat.
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