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Kundenrezension

70 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Wiedergeburt eines Mörders?, 16. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Kind: Psychothriller (Gebundene Ausgabe)
Mit "Das Kind" hat der Star des deutschen Psychothrillers, Sebastian Fitzek, seinen dritten Psychothriller vorgelegt und auch diesmal weht eine Spur Mystery um den Plot, dessen Protagonist ausnahmsweise einmal kein Psychologe ist.

So ist es der erfolgreiche, doch in privaten Dingen weniger beneidenswerte, Strafverteidiger Robert Stern, der einem ungewöhnlichen Treffen mit seiner Ex-Freundin, der Krankenschwester Carina zugestimmt hat. Der Anwalt staunt nicht schlecht als sie um einige Minuten zu spät mit einem Krankenwagen vor Ort erscheint und ihm einen 10jährigen Jungen als Patienten vorstellt, der seine Hilfe benötigt. Simon Sachs ist todkrank und ein Fall des Jugendamtes, doch all das hat seinem einnehmenden Wesen offensichtlich keinen Schaden bereitet, nur eines belastet Simon zutiefst, er glaubt in seinem letzten Leben ein Mörder gewesen zu sein und will sich deshalb stellen. Seit einer "Rückführung" in sein früheres Leben verfolgen Simon schreckliche Albträume und sie scheinen wahr zu werden, als die drei im Keller einer aufgelassenen Fabrik tatsächlich menschliche Überreste entdecken. Zunächst dem allem noch ablehnend gegenüberstehend, sieht sich Stern bald mit einer mysteriösen Videobotschaft konfrontiert, die das unmögliche möglich erscheinen lässt, könnte sein als Baby plötzlich verstorbener Sohn noch am Leben sein? Die Stimme am Videoband fordert Stern auf Simons Visionen weiter nachzugehen, wenn er erfahren will was aus seinem Sohn Felix geworden ist...

Nach 2 Taschenbüchern ist das Kind Sebastian Fitzeks erstes Buch, das im Droemer-Verlag als Hardcover erschienen ist, womöglich um auszutesten, wie gut sich ein Fitzek auch außerhalb des günstigen Taschenbuchformats bewährt. Und Fans werden nicht enttäuscht, denn auch der dritte Fitzek-Psychothriller nutzt das bewehrte Schema eines privaten Tragödien unterworfenen Protagonisten, der sich gezwungen sieht einem verschwundenen Menschen nachzujagen und dabei ein psychologisches Geheimnis enträtselt, das auch sehr reale Auswirkungen und Bedrohungen für alle Beteiligten verursacht. Dabei ist das Kind nicht nur ein wendungsreicher und spannender Krimi, sondern auch von Cliffhangern durchzogen und eine Aufforderung zum Weiterlesen, wie es sich für Pageturner auch gehört. Einleitende Zitate großer Persönlichkeiten am Anfang der Kapitel regen auch an, sich selbst einige Gedanken zum Leben nach Tod oder Wiedergeburt zu machen.

Brillant sind dabei die Einblicke des ehemaligen Journalisten in die Kinderpornographie-Szene Berlins, welche gegen Ende hin eine sehr bedeutsame Rolle in "das Kind" einnimmt und sicher nicht unbedingt etwas für jeden Leser ist. Dessen ungeachtet bleiben aber gerade die Charaktere relativ farblos, sich in sie hineinzuversetzen wird eindeutig erschwert und schließt den Leser in mancher Weise aus. Sebastian Fitzek ist zwar kein Genie, aber dennoch einer der besten deutschen Krimi-Autoren und auch wenn seine Bücher mehr durch die richtige PR als sein unbestreitbares Talent bekannt wurden, so hat das auch etwas gutes an sich, etwa dass mit dem Hardcover (zumindest in den ersten Auflagen) ein Gratis-Downloadcode für das ungekürzte Hörbuch beigelegt wurde.

Fazit:
Solider Psychothrill für einige Stunden anregender Unterhaltung.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.11.2012 10:41:26 GMT+01:00
Es stimmt mich traurig, wie gern sich der heutige Leser von Pseudoautoren die Taschen vollhauen lässt. Literarische Mängel mal großzügig übersehen (obwohl das schwerfällt), fällt mir als erstes ein, Herrn Fitzek anzuzeigen, weil er sich Kipo reinpfeift, oder hat er die haarsträubenden Szenen erfunden um die Hysterie zu schüren? - Na das ist ihm aber gelungen! Glückwunsch. Sebastian Fitzeks Buch 'das Kind' ist eine knapp 389 Seiten dauernde freche und unverschämte Verhöhnung des intelligenten Lesers.
Der einzige Wert dieses Buches ist sein Brennwert, zu gut deutsch, schade ums Papier.

Lothar Ebermann

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.11.2013 10:39:59 GMT+01:00
aa2 meint:
Tun wir uns zusammen und zünden diesen unglaublichen Mist an.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.11.2013 13:06:25 GMT+01:00
Es zeugt von der unglaublichen Verwahrlosung unseres Literaturbetriebes, dass Autoren wie dieser Fizzek sich mit solcher Art Machwerken überhaupt einen Namen machen kann. Man fragt sich, was das für ein Verlag sein soll, der solche Abartigkeiten druckt und andere ablehnt, schließlich hat Fizzek mit "Das Kind" jeglichen Maßstab unterboten. Mit Verbrennen hatte ich wegen historischer Parallelen bisher immer Probleme, aber Fizzek ist es gelungen, Papier den Wert der Geduld zu nehmen und es auf seinen Heizwert zu reduzieren. Also verbrennen wir es, haben Sie einen Kamin, Frau oder Herr aa2, ich bring den Wisky mit?!
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