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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spekulativ, aber trotzdem lesenswert, 21. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Über den Schmerz (Taschenbuch)
Schmerz als Sühne für Schuld, als Weg zu Gott, als bittere Medizin zur Veredlung des menschlichen Charakters oder auch, wenn der Schmerz andere betrifft, als Mittel zum Hervorrufen positiv verstandenen Mitgefühls, - über all das denkt C.S.Lewis in seinem Buch „Über den Schmerz“ nach.

Doch wie bei Glaubensthemen wohl kaum anders zu erwarten, bleibt nach dem Lesen natürlich der Eindruck, dass es sich bei alledem letztlich nur um, wenngleich gut durchdachte, Spekulationen handelt, die zutreffen könnten oder auch nicht.

Besonders im Kapitel über den „Schmerz des Tieres“ (ab S. 131), wo auch über ein mögliches Weiterleben von Tieren nach dem Tod spekuliert wird, oder im Kapitel über den „Fall des Menschen“ (ab S. 67), wo Lewis phantasievolle Gedanken über den prähistorischen Menschen entwickelt, wird das sehr deutlich.

Konsequenterweise sagt Lewis selbst, dass sein Buch „einzig von dem Problem spricht, das der Schmerz für das Denken darstellt“ (S. 7).

Manches versteht man vielleicht nicht gleich auf Anhieb. Ich jedenfalls musste die folgende Aussage im Zusammenhang mit der von Gott Abraham auferlegten Gehorsamsprüfung (Opferung seines Sohnes Isaak) mehrmals lesen, um sie zu verstehen:
„Wenn ich sagen würde: ‚Gott hätte dieses Experiment nicht nötig gehabt’, dann würde das heißen: Weil Gott es wusste, brauchte das, was er wusste, gar nicht existieren.“ (S. 102)

Trotzdem fällt es meist nicht allzu schwer, die von C.S. Lewis auf den 157 Seiten des Buches anschaulich ausgebreiteten Gedanken mitzudenken und sich an Wortschöpfungen wie „selbstische Liebe“ (S. 47), „gottwärts gerichteter Wille“ (S. 99) oder „goldener Apfel der Selbstheit“ (S. 156) zu erfreuen.

Eingerahmt werden die Spekulationen „über den Schmerz“ von der interessanten Frage, ob „die Größe und Leere des Universums“ nun ein Indiz gegen (S. 9) oder für (S. 156 f.) Gott ist.
Der Schmerz jedenfalls ist für Lewis, den bekehrten Atheisten, kein Indiz gegen einen guten Gott – im Gegenteil.
Doch auch nach dem Lesen des Buches muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er dem zustimmt.

„Über den Schmerz“ ist nach meiner Meinung ein lesenswertes Büchlein, besonders für alle, die Lewis und seine Art zu schreiben (vielleicht aus „Pardon, ich bin Christ“), kennen und mögen.
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