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Kundenrezension

730 von 813 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Klang-Desaster statt Kunstgenuss, 4. Februar 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Born To Die (Deluxe Edition Digipack inkl. 3 Bonus Tracks) (Audio CD)
Musikalisch hätte die CD Einiges zu bieten. Neben den erwarteten Highlights wie "Video Games", "Born To Die" und "Blue Jeans" gibt es eine solide Mischung aus durchaus guten und sehr guten Titeln, die sich teilweise erst nach mehrmaligem Anhören erschließen. Mit Anleihen aus verschiedenen Stilen gelingt es, eine wundervolle, emotionale und eigene Welt zu erschaffen. Das Spektrum reicht von düsteren Balladen über eigenständig und geschickt eingesetzte Hip-Hop-Elemente bis zu Pop-Titeln mit girlie-artigen Quiecksern, wobei die Präferenzen wahrscheinlich für jeden Hörer nach Geschmack variieren werden.

Jedoch fällt es schwer, unter dem Klang-Desaster zur musikalischen Qualität vorzudringen. Leider wurde die Produktion ein Opfer des sogenannten "Loudness War". Im kontraproduktiven Wahn, alles auf maximale Lautheit (vereinfacht ausgedrückt, auf eine gleichbleibend hohe Lautstärke) zu trimmen, wurde den Stücken das wichtige musikalische Element Dynamik genommen. Um dieses eigentlich unnatürliche Ziel zu erreichen, wurde die Produktion durch übermäßige Kompression der Audiopegel (nicht zu verwechseln mit Datenkompression bei MP3) vollkommen an die Wand gefahren und klingt dadurch monoton, langweilig und gleichzeitig aber auch nervenaufreibend.

Eine Folge sind außerdem deutliche Verzerrungen, die über die gesamte CD verteilt immer wieder hörbar sind. Dabei handelt es sich keineswegs um Erbsenzählerei oder audiophile Esoterik. Man braucht keine goldenen Ohren und keine besonders hochwertige Anlage, um diese gravierenden Probleme zu hören. Selbst während der Autofahrt stören die Verzerrungen deutlich. Beispiele: Titel "Video Games", bei 2:46 min das Wort "ever" oder bei 3:24 min "everything I do...". Das zieht sich durch nahezu alle Titel. Es ist unbegreiflich, wie man den Hörern Derartiges zumuten kann. Die Plattenindustrie schämt sich für nichts! Einziges Ziel dieses Audio-Vandalismus ist es, bei allen Gelegenheiten (Radio, Supermarkt, ...) möglichst lauter als die Konkurrenz zu sein. Die miserable resultierende Audioqualität wird bewusst in Kauf genommen.

Vermutlich sind viele der folgenden Eigenschaften, die in einigen Rezensionen erwähnt werden, auf die extrem verringerte Dynamik zurückzuführen:

- langweilig, monoton, leblos; alles klingt gleich
- aufreibender Höreindruck, bis zum Wunsch, sofort Abzuschalten (führt oft zum unwillkürlichen Verringern der Abhörlautstärke)
- muffiger Klang, wie durch eine Filzmatte

Ich wage die These, nein, ich bin mir sogar sicher, dass der Rückgang von CD-Verkäufen auch auf diese schlechten Produktionen zurückzuführen ist. Als leidenschaftlicher CD-Sammler stelle ich jedenfalls an mir selbst fest, dass ich immer weniger CDs kaufe, weil ich diese mindere Qualität nicht ertrage. Auch gehe ich fest davon aus, dass selbst Hörer, denen die obigen Zusammenhänge nicht bekannt sind, intuitiv weniger Musik kaufen, da es sich für diesen Sound nicht lohnt. Liebe Plattenindustrie, beim Loudness War gibt es nur Verlierer, nämlich die Hörer, die Künstler und vor allem die Plattenindustrie selbst! Bitte beendet diesen Unsinn!

Hier jedenfalls wurde die Chance auf einen herausragenden Longplayer vertan. Die wundervolle Musik wurde durch die Produktion zerstört. Ich beneide jeden, der damit leben kann. Mir aber bleibt der Genuss der CD verwehrt, sie ist für mich nicht anhörbar. Fehlende Dynamik und ständige Verzerrungen machen die Scheibe zur Qual, so dass ich die CD definitiv zurücksende.

Fünf Sterne für die Musik, null Sterne für die Audioqualität macht im Durchschnitt 2,5 Sterne, aber die Audioqualität führt zur Abwertung.

Loudness War kills music!
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Von 13 Kunden verfolgt

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51-60 von 66 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2012 18:37:35 GMT+02:00
P. Will meint:
Die ca. 10 Ohr-Stecker, die ich getestet habe, fielen nach kurzer Tragezeit aus den Ohren. Meine 'Testzeiten' waren daher kurz und die Ergebnisse mager. Es war keiner dabei, der so gut klang, dass ich den lockeren Sitz bedauert hätte. Auf Deutsch: Nett, dass sie von selbst herausfielen.

Ich glaube Ihnen aber gerne, dass es auch gute In-Ear-Hörer gibt.

Mit der guten alten Zeit haben Sie Recht. Ich suchte nach einer Möglichkeit, einen guten, alten Braun-Verstärker in ein WLAN-Netz einzubinden, damit ich meine Musikfiles ohne CD-Brennerei hören kann. Wahrscheinlich komme ich leider um den Kauf eines Netzreceivers nicht herum und kann den hochwertigeren Braun in den Keller stellen. (Ts, ts, wer benutzt denn heute noch jahrzehntelang die gleichen Geräte; her mit dem neuen i-Phone, Jubel, Jubel. Bin mal gespannt, wann Apple die Produktzyklen auf 6 Monate verkürzt, damit könnten die den Aktienkurs sofort um 100% nach oben treiben.)

Veröffentlicht am 23.09.2012 09:19:10 GMT+02:00
H. Ziegler meint:
Auch eine derjenigen Künstlerinnen, die völlig überschätzt werden. Hatte die "Ehre", sie beim New Pop Festival live singen zu sehen und zu hören. Da stand sie wie ein Opferstock mit Null Ausstrahlung und der Live-"Gesang" war unterirdisch. Dieses depressive Getue nervt einfach. Mal davon abgesehen, dass sie live absolut nichts draufhat und das Gejaule im Studio sehr gut weggemischt werden kann.

Veröffentlicht am 05.10.2012 14:04:07 GMT+02:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 06.10.2012 10:43:31 GMT+02:00
Einfach alle Titel um 14 db verringern, dann eigene CD brennen. Das wirkt Wunder, und die
Kompression ist nicht halb so schlimm wie zum Beispiel bei Amy Winehouse. Aber im Prinzip
haben sie Recht, auch wenn bereits Motown in den 60ern damit angefangen hat.

Veröffentlicht am 06.10.2012 21:46:19 GMT+02:00
Peter Max meint:
Schade, dass man nicht einmal mehr CDs blind kaufen kann. Leider habe ich diese Rezension erst nach Kauf gelesen. Sie erklärt einiges. Ich glaube ich lasse das künftig mit dem CD-Kauf.

Veröffentlicht am 08.10.2012 07:37:36 GMT+02:00
Vollste Zustimmung.
Arme Kinder die damit groß werden müßen, und keine Möglichkeit haben Emotionen aus der eigentlich guten Musik zu erlernen , zu erleben, körperlich zu spüren wenn einem der Dynamiksprung auch nach 30 Jahren noch die Gäsehaut bereitete.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.10.2012 13:53:20 GMT+02:00
Wie geht die db-Reduzierung?
Welche Freeware sollte ich dazu benutzen?
Vorab bereits vielen Dank.

Veröffentlicht am 11.10.2012 17:04:39 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 25.06.2013 15:35:07 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.10.2012 14:42:28 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.10.2012 14:43:16 GMT+02:00
Meine Frage zum Kommentar von Rainer Polter vom 6.10.12
"Einfach alle Titel um 14 db verringern, dann eigene CD brennen. Das wirkt Wunder, "

Wie mache ich das ?
Mit welchem Programm geht das?

Meine email ist:
cherde@web.de

Vielen Dank
Christian Herde

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.10.2012 07:56:16 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.10.2012 07:58:15 GMT+01:00
hubertus meint:
Wenn die Lieder zB. als MP3 vorliegen, dann kann mit Hilfe von MP3Gain (http://mp3gain.sourceforge.net/) eine Reduktion in 1,5dB Schritten erfolgen (also entweder 13,5dB bzw. 15dB).

Eine Reduktion macht bei dieser Form der "Loudness-Kompression" aber keinen Sinn. Es kann zwar die "Gesamtlautstärke" im Vergleich zum Original reduziert werden, aber dennoch bleiben die beschriebenen "Artefakte". Auch wenn es dann "leiser" ist, klingt alles gleich laut. Und die Übersteuerungen, die bei der Produktion entstanden sind, bleiben leider auch erhalten.

So ein produktionstechnischer Mist kann nachträglich nicht mehr rückgängig gemacht werden. Es besteht nur die Hoffnung, dass eine neue Version (evtl. Born To Die - The Paradise Edition ) besser produziert wird.