Ganz ok, reicht aber nur für 3,5 Punkte,
19. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: The Anthology (Audio CD)
Auch von Nazareth gibt es ja doch etliche "Best Of" und andere Zusammenstellungen. Keine ist durchgängig gut, vollständig schon gleich gar nicht.
Warum werden diese Zusammenstellungen gemacht? Heute wohl eher, um eine nicht mehr aktuelle Gruppe wieder einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, oder die Personen anzusprechen, die meinen, ein Querschnitt des Schaffens reicht aus. In diese Kategorie fällt auch The Anthology.
Wie bei der aktuellen NazBox ist Cd1 gleich mal die Beste und bekommt trotz des Fehlens einiger, wie ich meine, wichtiger Titel 5 Punkte! Morning Dew und Dear John sollten schon mit drauf sein, ebenso Witchdoctor Woman, Silver Dollar Forger, Changin' Times, Beggar's Day, Vancouver Shakedown und Somebody To Roll, um nur noch einige der Klassiker zu nennen. Expect No Mercy und No Mean City sind dann aber gut vertreten.
Ab hier beginnen dann aber leider die viel zu vielen Kuschelrock Lala-Liedchen. Deshalb gibt es für CD2 nur noch 2,5 Punkte. Die 80er waren zwar "auch so", Nazareth konnte sich aber, anders als diverse andere Gruppen ihrer Zeit, nicht mehr von diesem Image befreien. Wie ein anderer Rezensent schon geschrieben hat: Für die Rocker zu weichgespült, für die anderen stellenweise immer noch zu hart.
Die einzig wirklich sinnvolle Zusammenstellung ist für mich immer noch deren damals erste: Greatest Hits. Die machte wirklich Sinn. Hatte man doch auf einer Platte die zum damaligen Zeitpunkt wirklich größten Hits auf einer LP, inklusive vieler 7"-Singles. Allzu viele sind seit damals leider nicht mehr dazugekommen.
Als Empfehlung für Einsteiger und Fans würde ich deshalb zur ersten CD-Version oder zur aktuellen remasterten Version von Greatest Hits raten, denn da sind alle Titel der Original LP drauf + ein paar neuere Hits. Hier stimmt einfach die Mischung!
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