Kundenrezension

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Objektiv gesehen gar nicht mal schlecht, 10. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Abrahadabra (Audio CD)
Dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu. Wie schon die letzten paar Dimmu-Alben, so spaltet auch dieses Album die Fans wieder in zwei Lager, und wieder scheinen diejenigen, die das Album mögen, in der Überzahl zu sein. Also, im Forum der Band kommt das Album mal sehr gut an. Ich sah diesem Album sehr kritisch entgegen, da ich von In Sorte Diaboli total enttäuscht war. Als ich dann die Single Gateways hörte, war ich voller Hoffnung, denn - auch wenn sich einige an dem Song stören - der Song ist wirklich gut. Dann kam Born Treacherous, nicht ganz so gut wie Gateways, aber gut, und meine Hoffnungen auf ein gutes Album stiegen weiter. Dann hatte ich Gelegenheit das gesamte Album mehrfach ganz durchzuhören und muss dann doch leider sagen, dass ich wieder etwas enttäuscht bin.
Zum Positiven: zunächst finde ich die Songs Gateways, Born Treacherous, Dimmu Borgir und Chess with the abyss richtig gut. Ein paar neue Ideen - z.B. ein paar Riffs in Chess with the abyss, die echt nach Galders Handschrift klingen - und ein paar alte Stärken, z.B. die symphonischen Elemente in Dimmu Borgir. Dann der Gastauftritt der Dame - den Namen spare ich mir jetzt mal, zu lang - in Gateways, gewöhnungsbedürftig, aber ein toller neuer Aspekt der Musik. Der Gesamtsound hat sich im Vergleich zum Vorgänger verbessert. Die Gitarren klingen wieder besser - und es gibt mal wieder ein paar Leadpassagen -, auch wenn der Gitarrensound immer noch nicht an die gute Zeit von 96 bis 2001 ranreicht... oder an Stormblast2005. Das Schlagzeug hat wieder einen besseren und satteren Sound, das war ja Billigsound hoch fünf auf dem Vorgänger. Gute Arbeit vom Vesania-Drummer Daray. Und das Orchester klingt... ja, echt, griffig. Nicht so klinisch und unecht abgemischt wie auf DCA.
Negativ: Leider finde ich den Rest der Songs ziemlich uninteressant. Nicht schlecht, aber wieder uninteressant wie vieles von In Sorte Diaboli, wobei ich sagen möchte, dass das Material objektiv betrachtet schon sehr viel besser ist als das des Vorgängers. Die bei mir aufkommende Langeweile liegt wohl daran, dass Dimmu mal wieder - wie auf DCA - zu viel aufs Orchester gesetzt hat und die Gitarren meist eher uninteressant begleitend dazu schrubben. Die kurzen Leadpassagen retten da nicht viel, da sie zu kurz sind. Dann sind kaum echte Keyboards zu hören, alles ist mit Orchester gemacht, was den meisten ja gefällt, mir aber nicht. Ich ziehe Keyboards und Synths einem Orchester vor. Außerdem sind viel zu viele verspielte Orchesterpassagen und -schnipsel in den Songs, welche die Musik öfters ausbremsen. Dann, Bass ist mal wieder nicht zu hören. Schade. Snowy Shaw als Vortex-Ersatz als Clean-Sänger macht seine Sache ganz gut, aber trägt kaum dazu bei, dass das Niveau irgendwie nach oben ausschlägt. Und zu guter letzt Shagraths Gesang... seit DCA mag ich den gar nicht, weil er von traditionellen BM-Screams auf diese merkwürdig gelangweilten und völlig unaggressiven Growls umgestiegen ist. Auch das mögen viele Fans und sehen dies als großes Markenzeichen und Unterscheidungsattribut zu anderen Bands des Genres. Für mich klingt das aber immer - besonders live - so, als ob da oben ein müder alter Mann stünde, der die Songs emotionslos herunterrasselt und darauf wartet, dass er endlich aufhören kann zu singen. Von daher begrüße ich es, dass auf diesem Album die Vocals erstens nicht so extrem im Vordergrund im Mix stehen wie auf dem Vorgänger, und zweitens dass Shagraths Stimme häufig per Filter oder Ähnlichem verzerrt und nach unten gepitcht wurde, sodass sein Gesang phasenweise wieder düster und etwas aggressiver klingt. Echt schade... Silenoz und Galder haben beide brutale und aggressive Stimmen, aber Shagrath lässt weiterhin seinen Gähngesang ab.
Insgesamt kann ich nicht genau sagen, was es ist, das mich an diesem Album stört. Ein Großteil des Materials ist eben nicht so das Wahre. Mit Mustis oder Vortex an Bord wäre es aber bestimmt auch nicht viel besser oder viel anders. Ein Aufwärtstrend in Sachen Material und vor allem in Sachen Sound ist aber da. Vielleicht sollte Dimmu einfach mal den ganzen Orchestermist über Bord werfen und wieder zu dem alten, früheren Stil und Sound zurückkehren. Mit Stormblast2005 hats ja auch geklappt.
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