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Herrlicher Klamauk mit Bully und leichtem Tiefgang!, 20. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Bademeister - Weiber, Saufen, Leben retten (DVD)
Schlicht und sehr einfach, aber es gibt in der Tat eine Story: Die beiden Kumpel Paul (Michael Herbig) und Böller (Hilmi Sözer) sind zwei einfach gestrickte Urproleten aus dem kleine Ort Cann bei Wanne-Eickel. Die Serie "Baywatch" und der Bademeister des hiesigen Schwimmbades haben ihnen gezeigt, wie man als Totalversager doch ein respektables und einfaches Leben führen kann: Sie müssen nur Bademeister werden, dann sind ihnen der Respekt der Männer und die Herzen der Frauen gewiss! Bei einem Eignungstest für zwei Bademeisterstellen auf Sylt (Originalzitat Böller:" Kalle, was ist ein Sylt?!") schaffen die beiden es tatsächlich durch kräftige Manipulation an die ersehnten Posten zu kommen. Vor Ort schlittern die beiden "Vokuhila"-Träger gleich in den Dunstkreis eines hoch angesehene Modeschöpfers, der sich in einer Schaffenskrise befindet. Er hält die beiden für Besucher aus Cannes in Frankreich und glaubt den neusten Stil auf die Schliche gekommen zu sein: Die Achtziger sind wieder da! Flugs übernimmt das Gefolge den Trend und plötzlich sind Paul und Böller die umfeierten Helden und die Frauen liegen ihnen zu Füßen. Alles wäre also nach dem einfach gestrickten Wünschen der beiden, wenn sich Paul nicht in eine hübsche Umweltschützerin (Dorkas Kiefer) verliebt hätte, die so gar nichts mit der hohen Gesellschaft zu tun haben will und gegen ihre dekadenten Essgewohnheiten kämpft... Michael Herbig, heute besser bekannt als "Bully" mit seinem Megahits "Der Schuh der Manitu" und "Traumschiff Surprise", machte bei seiner ersten Hauptrolle (noch keine Regie, obwohl man das meinen möchte) schon das, was er am besten kann: Gnadenlos rumblödeln! Das "Gehirn" hinter diesem Film ist aber der Autor Mathias Dinter, der sich auch für Geschichten wie "Fußball ist unser Leben" mit Uwe Ochsenknecht oder "Der letzte Lude" mit Lotto King Karl verantwortlich zeichnet. Er hat offensichtlich ein Faible für schräge Charaktere in noch schrägeren Situationen. Und dies zeichnet auch den Film "Die Bademeister" aus. Dabei kommt ein wenig überraschend so etwas wie Gesellschaftskritik auf, als die hohe Gesellschaft, als welche sie sich auch selber ansieht, die Kleidung und das Gehabe der beiden Hauptfiguren zur neusten Mode erhebt. Man mag hier Spuren eines Vorwurf der Selbstverherrlichung der oberen Zehntausend heraus zu hören und es als leichte Hommage an die 80er Jahre verstehen, dass Paul und Böller doch sympathische und ehrliche Typen sind, die sich nicht von Frack und Zylinder beeindrucken lassen. Ob gewollt oder nicht: Im Grossen und Ganzen kann der Film aber durchaus unterhalten. Ernst zu nehmende Filmkritiker dürften mit ihrem Urteil sicher härter sein. Mein Fazit: Natürlich ist ein Klamotte dieser Art beileibe nicht jedermanns Sache, aber es gibt dennoch eine große Fangemeinde von Mathias Dinter, für die dieser Film Kultstatus besitzt. Wer sich an die Filme von Didi Hallervorden („Der Schnüffler“) oder Mike Krüger und Thomas Gottschalk („Die Supernasen“) erinnert und die Art dieser Komödien mochte wird seinen Spaß haben. Ich für meinen Teil habe mich sehr amüsiert. Daher von mir 4 Sterne für dieses sympathische "Machwerk".
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Bademeister - Weiber, Saufen, Leben retten B0007U5V0M
Michael Bully Herbig
Universum Film GmbH
Bademeister - Weiber, Saufen, Leben retten
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Herrlicher Klamauk mit Bully und leichtem Tiefgang!
Schlicht und sehr einfach, aber es gibt in der Tat eine Story: Die beiden Kumpel Paul (Michael Herbig) und Böller (Hilmi Sözer) sind zwei einfach gestrickte Urproleten aus dem kleine Ort Cann bei Wanne-Eickel. Die Serie "Baywatch" und der Bademeister des hiesigen Schwimmbades haben ihnen gezeigt, wie man als Totalversager doch ein respektables und einfaches Leben führen kann: Sie müssen nur Bademeister werden, dann sind ihnen der Respekt der Männer und die Herzen der Frauen gewiss!
Bei einem Eignungstest für zwei Bademeisterstellen auf Sylt (Originalzitat Böller:" Kalle, was ist ein Sylt?!") schaffen die beiden es tatsächlich durch kräftige Manipulation an die ersehnten Posten zu kommen. Vor Ort schlittern die beiden "Vokuhila"-Träger gleich in den Dunstkreis eines hoch angesehene Modeschöpfers, der sich in einer Schaffenskrise befindet. Er hält die beiden für Besucher aus Cannes in Frankreich und glaubt den neusten Stil auf die Schliche gekommen zu sein: Die Achtziger sind wieder da! Flugs übernimmt das Gefolge den Trend und plötzlich sind Paul und Böller die umfeierten Helden und die Frauen liegen ihnen zu Füßen. Alles wäre also nach dem einfach gestrickten Wünschen der beiden, wenn sich Paul nicht in eine hübsche Umweltschützerin (Dorkas Kiefer) verliebt hätte, die so gar nichts mit der hohen Gesellschaft zu tun haben will und gegen ihre dekadenten Essgewohnheiten kämpft...
Michael Herbig, heute besser bekannt als "Bully" mit seinem Megahits "Der Schuh der Manitu" und "Traumschiff Surprise", machte bei seiner ersten Hauptrolle (noch keine Regie, obwohl man das meinen möchte) schon das, was er am besten kann: Gnadenlos rumblödeln! Das "Gehirn" hinter diesem Film ist aber der Autor Mathias Dinter, der sich auch für Geschichten wie "Fußball ist unser Leben" mit Uwe Ochsenknecht oder "Der letzte Lude" mit Lotto King Karl verantwortlich zeichnet. Er hat offensichtlich ein Faible für schräge Charaktere in noch schrägeren Situationen. Und dies zeichnet auch den Film "Die Bademeister" aus. Dabei kommt ein wenig überraschend so etwas wie Gesellschaftskritik auf, als die hohe Gesellschaft, als welche sie sich auch selber ansieht, die Kleidung und das Gehabe der beiden Hauptfiguren zur neusten Mode erhebt. Man mag hier Spuren eines Vorwurf der Selbstverherrlichung der oberen Zehntausend heraus zu hören und es als leichte Hommage an die 80er Jahre verstehen, dass Paul und Böller doch sympathische und ehrliche Typen sind, die sich nicht von Frack und Zylinder beeindrucken lassen. Ob gewollt oder nicht: Im Grossen und Ganzen kann der Film aber durchaus unterhalten. Ernst zu nehmende Filmkritiker dürften mit ihrem Urteil sicher härter sein.
Mein Fazit: Natürlich ist ein Klamotte dieser Art beileibe nicht jedermanns Sache, aber es gibt dennoch eine große Fangemeinde von Mathias Dinter, für die dieser Film Kultstatus besitzt. Wer sich an die Filme von Didi Hallervorden (Der Schnüffler) oder Mike Krüger und Thomas Gottschalk (Die Supernasen) erinnert und die Art dieser Komödien mochte wird seinen Spaß haben. Ich für meinen Teil habe mich sehr amüsiert. Daher von mir 4 Sterne für dieses sympathische "Machwerk".
Heiko
20. September 2006
- Insgesamt:
5

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Ort: Bremen
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