Kundenrezension

170 von 186 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Readers Digest lässt grüssen..., 9. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die schönsten Sagen des klassischen Altertums (Gebundene Ausgabe)
...obwohl, noch nicht mal Readers Digest hat sich bislang getraut, einen Klassiker der Weltliteratur bis zur Unkenntlichkeit derart zu kürzen und umzuschreiben wie hier geschehen.Ich zitiere mal aus dem Nachwort: "Der Schwab wurde vielfach gekürzt und bearbeitet, so auch in der vorliegenden Ausgabe, die nur Sagen des ersten Bandes enthält. Auch von diesen wurden einige ausgelassen...Die aufgenommenen Sagen sind sämtlich gekürzt und sprachlich bearbeitet worden..."

"Bearbeitet" ist gut, nach der hier vorgenommenen sprachlichen und inhaltlichen Komplettamputation bleiben beispielsweise von der Prometheus-Saga 4 Seiten, von Ödipus 15 Seiten, von Orpheus 4 Seiten und von Tantalos 1,5 Seiten übrig. Selbst der legendäre Halbgott Herakles muss sich mit 40 faden Seiten begnügen. Dementsprechend uninspiriert und langweilig liest sich das dann auch. Fast stichwortartig werden die Heldentaten der Protagonisten runtergeleiert wie das Kleingedruckte in einem Versicherungsvertrag. Zu keinem Zeitpunkt kommt so etwas Ähnliches wie Spannung auf. Als kleines Beispiel hier nur mal die "überaus packende" Darstellung des "Kampfes" des Theseus gegen den Minotaurus:

"Ariadne gab Theseus ein Zauberschwert, womit er das Ungeheuer töten könnte. So geschah es."

Tja und das war er auch schon, der legendäre Kampf - da bleibt einem doch die Spucke weg.

Wichtige Anmerkung zum Schluss: Meine Rezension bezieht sich nur auf die Arena-Ausgabe mit 215 Seiten und der ISBN-Nummer: 3401056980. Leider hat amazon meine Rezension bei mehreren zwar gleichnamigen, aber inhaltlich sehr unterschiedlichen Ausgaben von "Die schönsten Sagen des klassischen Altertums" veröffentlicht
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Kommentare


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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 14.08.2009 09:02:24 GMT+02:00
Kai Zweifel meint:
Wie soll man aus der Unmenge der diversen Ausgaben die richtige finden? nur mit kritischen Kommentaren wie hier! Endlich mal klare Worte!

Veröffentlicht am 10.01.2010 19:19:07 GMT+01:00
M. Mullers meint:
danke...ich hätte es mir f a s t bestellt.
nach dieser rezension bestimmt nicht! Möchte keine "amputierten" Geschichten....
nochmal sdanke!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.02.2010 00:35:51 GMT+01:00
M. Klugmann meint:
Diese Rezension stammt aber von 2008, diese Ausgabe von Reclam von 2009 - wäre schön zu wissen, welcher Kommentar sich auf diese Neuausgabe bezieht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.03.2010 09:01:57 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.03.2010 17:57:57 GMT+01:00
Die von mir besprochene Ausgabe stammt vom Februar 2005, hat 215 Seiten und die ISBN-Nummer lautet: 3401056980. Ihre Frage ist berechtigt, denn leider mischt Amazon gerne die Kommentare verschiedener Ausgaben durcheinander und hat meine Kritik bei mehreren zwar gleichnamigen, aber inhaltlich sehr unterschiedlichen Ausgaben der Schwab´schen Heldensagen veröffentlicht. Auch die hier von Amazon erstellte Eingangsbeschreibung entspricht NICHT dem Inhalt der Arena-Ausgabe, so gibt es z.B. in diesem Buch auch - anders als behauptet - keinerlei Bilder.

Zur Unterstreichung des von mir Gesagten folgt daher nun noch eine weitere vor Spannung nur so knisternde Szene, diesmal eine Heldentat des Herakles (S. 133):

"Der Held zog mit seiner kleinen Mannschaft den herannahenden Minyern in einem Engpass entgegen. Hier konnte dem Feind die Größe seiner Streitmacht nichts nützen: Erginos selbst fiel in der Schlacht und fast sein ganzes Heer wurde aufgerieben. Herakles rückte nach der Schlacht schnell gegen die Hauptstadt der Minyer vor, drang zu den Toren ein, verbrannte die Königsburg und zerstörte die Stadt".
Woah, selten so gebibbert vor Spannung - gell? Und stilistisch mindestens eines Nobelpreises würdig!

Die Beschreibung der trojanischen Kriege nach einer leichten Überarbeitung durch diese "Autoren" stelle ich mir daher ungefähr so vor:

"Die Griechen griffen Troja an, eroberten es nach vielen Jahren mit Hilfe eines Holzpferdes und zerstörten es schließlich. Als ungemein tapfer erwiesen sich dabei Achill, Hektor, Ajax, Odysseus und viele andere."
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