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Kundenrezension

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Milton Friedmans wichtigste Kampfschrift, 21. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Kapitalismus und Freiheit. (Broschiert)
Diese Schrift ist ein brillantes Plädoyer, eine wortgewaltige Kampfschrift für die Freiheit: für freie Bürger, die selbstbewusst und unabhängig der staatlichen Obrigkeit auf Augenhöhe begegnen möchten, die sich nicht einer Rundumbetreuung von "Papa Staat" einpferchen lassen wollen.
F. A. v. Hayek zählte einmal zwei Bücher auf, welche die schlimmsten Giftbücher der Volkswirtschaftslehre" sind: Einmal ist dies die "Allgemeine Theorie ..." von Lord Keynes und zweitens nennt Hayek das Buch "Essays in Positive Economics" von Milton Friedman.
Hayek ist damit voll im Recht. Die älteren Vertreter der sog. 'Chicagoer Schule der Ökonomie', zu denen Milton Friedman gehört, waren persönlich Männer, die in den Ideen der Freiheit verwurzelt gewesen sind, so dass sie ihre ökonomischen Modelle nur immer im Streit für die Freiheit und nicht dagegen einsetzten. Aber Prof. Dr. Hülsmann argumentiert korrekt, wenn er anmerkt, dass das ökonomische Theoriegebäude der Chicago-Boys auch freiheitsfeindlich verwandt werden kann. Milton Friedman, der Vater des Monetarismus, war seinem Gegner in der reinen theoretischen Modell-Ökonomie - dem Keynesianismus - wohl näher als er selber geglaubt hatte.

Dies nun gilt nicht für dieses Buch. Es ist dies kein Buch der mathematisch-ökonomischen Modelle, sondern ein politikwissenschaftliches Wirtschaftsbuch: ein Buch, welches in die Kategorie "Politische Ökonomie" eingeordnet ist.
Hier spricht Milton Friedman wortgewaltig zum Leser, analysiert die Bedingungen der Freiheit, macht klar, dass es ohne wirtschaftliche Freiheit in einer staatlichen Kommandowirtschaft keine Freiheit geben kann, dass es keine Feinsteuerung der Konjunktur im Sinne Keynes geben kann.
Sprachgewaltig, mit einleuchtenden Beispielen und geradezu funkelnden Formulierungen geht Friedman daran den Leser des Buches - einen eventuellen Gegner - zu überzeugen. Punkt für Punkt werden alle Politikfelder untersucht, in welchen die Staatsregierungen sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts einmischen und sich anmaßen alles besser als die Bürger leisten zu können.
Ein Beispiel:
Auch das staatliche Erziehungswesen kommt so auf den Prüfstand. Friedman schlug vor, dass die staatlichen Schulen konsequent - ohne den Vorteil einer kompletten finanziellen Absicherung und Monopolisierung - im Wettbewerb mit privaten Schulen stehen sollten. Ein Gutscheinsystem pro schulpflichtiges Kind und einlösbar an allen zugelassenen Schulen - staatlich oder privat - solle den Wettbewerb gewährleisten. Die Politik müsse beweisen, ob sie etwas besser könne.
Ein Thema, welches in Deutschland ein Tabu ankratzt: hat doch das Bundesverfassungsgericht kürzlich (21.7.2009) grundgesetzwidrig die Rechte der Eltern bei Erziehungsfragen weiter beschnitten und möchte die Bundesfamilieministerin den Eltern die Kinder schon als Kleinstkinder wegnehmen, um die Kinder so früh wie möglich indoktrinieren zu können. Die Erziehungsdiktatur in Deutschland naht mit Sieben-Meilen-Stiefeln.
Das Buch enthält Vorschläge, die auch heute 40 Jahre nach der ersten deutschen Auflage, in den Ohren der wohl überwiegenden Zahl der Deutschen radikal und unmöglich wirken. Deutschland ist nun einmal davon geprägt, dass seine Bevölkerung stets und ständig nach dem Staat ruft, der Staat soll alles richten, alles regeln und für Rundumbetreuung sorgen. Der Staat als vorsorglicher Familienvater, der seine Kinder - egal wie alt diese sind - von der Wiege bis zur Bahre umsorgt und alle Verantwortung von ihnen abhält. Dies ist seit Kaisers Zeiten das vergötzte Staatsbild der Deutschen.
Von daher sind solche Bücher wie dieses hier wichtig und sollten immer aufs Neue aufgelegt werden. Eventuell schafft es ein solches Buch, wenn es denn einige Leser zum Mitdenken anregt, den Glauben an die Allmacht des Staates, an die allumfassende staatliche Machbarkeit bei wenigstens einigen Lesern aufzubrechen.
Für eine Zukunft in Freiheit wäre dies für Deutschland sehr zu wünschen.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.02.2011 22:06:07 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.02.2011 22:07:52 GMT+01:00
J. Paul meint:
Ich lese gerade "Die Schockstrategie - Der Aufstieg des Katastrophenkapitalismus" von Naomi Klein. In diesem Buch wird beschrieben, Wie Milton Friedmann seine Ziele erreichen will und was die Folgen seiner Anweisungen für die Politik in der Praxis bedeuten. Von daher weiß ich jetzt, wie ich ihre Rezension zu verstehen habe. Ganze Gesellschaften werden durch diese Konterrevolutionäre zerstört, damit die Geldelite reich sein darf und der Rest bettelarm. Wer sich wehrt oder überzeugter Linker ist, wird ausgeschaltet bzw. gefoltert und getötet. Das ist die Strategie der Chicago Boys.

Freiheit ist immer die Freiheit der Bestie, die sich ungezügelter Markt nennt. Freiheit ist nicht diejenige der Andersdenkenden, die durch diktatorische Folterregime ausgeschaltet werden. Und auch der einzelne Arbeitnehmer wird dazu gezwungen, sich auszubeuten bzw. ausbeuten zu lassen, während die Oberschicht und die börsennotierenden Unternehmen ungeheure Gewinne machen. Soziale Rechte bei Milton Friedman? Fehlanzeige. Politische Partizipation. Ebenso. Aber "der Markt, der Markt, der hat immer recht."

Ich denke, ich muß dieses "Freiheits"buch dieses Miton Friedman nicht lesen.

Aber trotzdem möchte ich sie vor diesem Hintergrund fragen: Was meinen sie mit
"Für eine Zukunft in Freiheit wäre dies für Deutschland sehr zu wünschen."?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.02.2011 07:31:53 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.02.2011 12:58:10 GMT+01:00
Hubert Milz meint:
Im Gegensatz zu Ihnen bin ich der Meinung, dass Milton Friedman keineswegs "unternehmer- oder reichenfreundlich" war, sondern die Ansicht vertrat:
"Der Markt kann selbst Egoisten und Neider zwingen, sich so zu verhalten, als ob sie am Wohlergehen ihrer Mitmenschen interessiert sind. Die Politik kann das nicht " (Prof. Weede).
Dass die "Feinde der Freiheit" gebetsmühlenartig das Gegenteil behaupten ist mir bekannt.

Zu Ihrer Frage kann ich nur sagen, dass diese in meiner Besprechung des Buches von Milton Friedman schon beantwortet ist, nämlich, dass:
Freiheit heißt auch, dass es wirkliche "Citoyens" gibt, welche sich selbstbewusst gegen die Allmacht der "politischen Kleptokratie" stellen;
Aber die Deutschen sind in fürchterlich großer Zahl nur staatshörige Untertanen, die in einem System glücklich sind, welches von Ernst Jünger in "Blätter und Steine" wie folgt beschrieben wurde: "Die Sklaverei lässt sich bedeutend steigern, indem man ihr den Anschein der Freiheit gewährt." Und gerade für die BRD sehe ich dies so bestätigt, hier herrscht (wie Gerard Radnitzky dies sehr anschaulich darlegte) eine Partiokratie, die das Land unter sich aufgeteilt hat und die Untertanen glauben in Freiheit zu leben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.11.2011 10:48:09 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.11.2011 11:00:49 GMT+01:00
Rubesco meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.11.2011 08:41:06 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.11.2011 08:41:41 GMT+01:00
Natalia meint:
Solche Typen wie Sie (Rubesco) habe ich im real existierenden Sozialismus, in diesem allgemeinen Zuchthaus bin ich leider aufgewachsen, zur Genüge kennengelernt.
Wer sich - wie Sie - auf Karl Marx beruft gehört zu den Anti-Denkern und zu den Verfechter des Anti-Mensch-Sein!
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