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Mädchenhandel mitten in Europa, 1. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Zu verkaufen: Mariana, 15 Jahre: Mein Kampf gegen den Mädchenhandel (Taschenbuch)
Iana Matei erzählt ihr Leben, ein Leben, das sie von Rumänien über Serbien nach Australien führte und zurück in ihre Heimat Rumänien. Doch das ist nur die eine Seite des Romans. Ausführlich berichtet Iana Matei darüber, wie rumänische Mädchen ins Ausland verkauft werden und dort als Prostituierte arbeiten müssen. Die wenigen, denen es gelingt zu fliehen, betreut Iana in einem Haus in Rumänien. Mit erschütternden Worten erzählt sie das Schicksal der Mädchen, die brutal gebrochen werden und nur noch um ihr Überleben kämpfen. Behutsam versucht sie und ihr Kollektiv, diese Mädchen wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Dabei erlebt sie nicht nur Erfolge, sondern auch Niederlagen. Sie zeigt auf, was es für die Mädchen bedeutet, gegen ihre Peiniger aussagen zu müssen. Die Autorin prangert auch die gesellschaftlichen Zustände, insbesondere in Rumänien, an. Bestechlichkeit sorgt dafür, dass sich die Mädchen selbst bei der Polizei nicht sicher fühlen können, sondern befürchten müssen, an ihre Zuhälter ausgeliefert zu werden. Selbst wenn die Mädchen im Ausland aussagen, stehen die Strafen für die Zuhälter in keinem Verhältnis zu dem Leid, dass den Kindern angetan wurde. Nur in wenigen Ländern steht ihnen ein Schmerzensgeld zu. Iana Matei sagt klar und deutlich, was sich ändern müsste. Sie weist darauf hin, dass sich die Verhältnisse in den letzten Jahren verschlechtert haben. Das Buch ist emotional stark berührend. Die geschilderten Verhältnisse, unter denen die Mädchen leben müssen und die Strafen, die ihnen drohen, gehen unter die Haut. Als Leser ist es kaum zu verstehen, warum die gesetzlichen Möglichkeiten gegen die Zuhälter nicht ausgeschöpft werden. Es ist unerträglich, wenn die Autorin aufzeigt, dass ein Diebstahl härter bestraft wird als der Handel mit Minderjährigen. Das gilt übrigens auch für Deutschland. Ich möchte für dieses Buch eine Leseempfehlung aussprechen, da es packend geschrieben ist und eine dunkle Seite der Wirklichkeit in bewegenden Worten zeigt.
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Zu verkaufen: Mariana, 15 Jahre: Mein Kampf gegen den Mädchenhandel 3404602811
Iana Matei
Bastei Lübbe (Bastei Verlag)
Zu verkaufen: Mariana, 15 Jahre: Mein Kampf gegen den Mädchenhandel
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Mädchenhandel mitten in Europa
Iana Matei erzählt ihr Leben, ein Leben, das sie von Rumänien über Serbien nach Australien führte und zurück in ihre Heimat Rumänien. Doch das ist nur die eine Seite des Romans. Ausführlich berichtet Iana Matei darüber, wie rumänische Mädchen ins Ausland verkauft werden und dort als Prostituierte arbeiten müssen. Die wenigen, denen es gelingt zu fliehen, betreut Iana in einem Haus in Rumänien. Mit erschütternden Worten erzählt sie das Schicksal der Mädchen, die brutal gebrochen werden und nur noch um ihr Überleben kämpfen. Behutsam versucht sie und ihr Kollektiv, diese Mädchen wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Dabei erlebt sie nicht nur Erfolge, sondern auch Niederlagen. Sie zeigt auf, was es für die Mädchen bedeutet, gegen ihre Peiniger aussagen zu müssen. Die Autorin prangert auch die gesellschaftlichen Zustände, insbesondere in Rumänien, an. Bestechlichkeit sorgt dafür, dass sich die Mädchen selbst bei der Polizei nicht sicher fühlen können, sondern befürchten müssen, an ihre Zuhälter ausgeliefert zu werden. Selbst wenn die Mädchen im Ausland aussagen, stehen die Strafen für die Zuhälter in keinem Verhältnis zu dem Leid, dass den Kindern angetan wurde. Nur in wenigen Ländern steht ihnen ein Schmerzensgeld zu. Iana Matei sagt klar und deutlich, was sich ändern müsste. Sie weist darauf hin, dass sich die Verhältnisse in den letzten Jahren verschlechtert haben. Das Buch ist emotional stark berührend. Die geschilderten Verhältnisse, unter denen die Mädchen leben müssen und die Strafen, die ihnen drohen, gehen unter die Haut. Als Leser ist es kaum zu verstehen, warum die gesetzlichen Möglichkeiten gegen die Zuhälter nicht ausgeschöpft werden. Es ist unerträglich, wenn die Autorin aufzeigt, dass ein Diebstahl härter bestraft wird als der Handel mit Minderjährigen. Das gilt übrigens auch für Deutschland. Ich möchte für dieses Buch eine Leseempfehlung aussprechen, da es packend geschrieben ist und eine dunkle Seite der Wirklichkeit in bewegenden Worten zeigt.
matheelfe
1. Mai 2012
- Insgesamt:
5

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