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Kundenrezension

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen immer weiter ins Licht, 17. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Shelter (Audio CD)
Die Vorfreude war gross,als ein neues Album der Franzosen von Alcest angekündigt wurde. Schon das letzte Album "les voyages del ame" war ein grosser Schritt weg von Metal Richtung eigenständiger, atmosphärischer Sounds und ist bis dato eines der schönsten Alben ever im Bereich ätherischer Rock/Metal Sounds.

Das bereits im Herbst als Appetizer funktionierende Video zur Single "opal" war in jedem Fall der perfekte Anheizer, lebt der Song auch als Opener der Platte von einer beeindruckenden hochmelodischen Gitarren-hookline, die seinesgleichen sucht. In jedem Fall super poppig...hat schon fast was von Alternativen Pop-Anwandlungen like Coldplay...zumindest im hymnenhaften Klang der Gitarren.

Extrem euphorischer lebensbejahender Shoegazer-Gitarrenrock, der von einer poppigen Melodie getragen sich aufs gemeinste in den Gehörgängen festbeisst...ein perfekter Auftakt. Mit dem folgenden "la nuit marche avec moi" darf man weiter verweilen auf der eben aufgesprungenen Euphorie-Welle , ist dieser Song mit einer wiederum unwiderstehlichen,süchtig machenden Melodie ausgestattet, die durch tolle Gitarrenriffs,ätherisch shoegazernde Sphärik und melancholischen Gesang zu glänzen weiss.

Das erinnert mich an die stets unterbewerteten Italiener von Klimt 1918, die auch auf schönste diesen Mix aus treibenden rockigen Effekt-beladenen Gitarren und Shoegazer / Postrock-Elementen hinbekamen, und sich immer auf sehr emotionale Weise in des Hörers Seele bohrten.

Die nun folgenden "voix sereines" sowie "Léveil des Muses" leben teilweise von eher drückenden,heavy ausladenden Rhythmen, in jedem Fall wieder sehr melancholisch weltvergessen.
Frontmann Neige liebt und assoziiert viel mit dem Meer, und dieses verträumte,melancholische Element ist in jeder Zeile,jeder Sekunde zu spüren.
Alcest erschaffen hier wieder mal ihren völlig eigenen schwebenen Soundkosmos, der dieses Mal sicher auch durch die Zusammenarbeit mit dem isländischen Produzent Birgir Jon Birgisson(Sigur Ros) zur nächsten Evolution im eigenen Bandkontext führen musste,sind Referenzen an die Vorzeige-Isländer nicht von der Hand zu weisen.

Bandkopf Neige versteht es wie kaum ein anderer,grosse Emotionen zu schüren, und das trotz einer ständig präsenten Unaufdringlichkeit, die vor allem durch den zurückgenommenen französischen Gesang, der immer irgendwie so eine gewisse Unschuld vermittelt, unterstrichen wird.
Alcest leben von ihren einnehmenden Arrangements, lassen sphärische Gitarrenteppiche den Hörer durch neblige Weiten driften,niemals düster,aber immer greifbar wehmütig,letztlich aber oft von einer hoffnungsvollen Euphorie beseelt.

Seltsam das gerade Musiker, Bands wie Alcest, Anathema oder über viele Jahre auch The Gathering,die in den frühen Jahren eher dem Metal-Genre zugeordnet werden mussten,nach Jahren durch eine Verfeinerung,Sensibilisierung ihres Sounds in oftmals sphärisch,psychedelische Weiten mit einer besonderen Emotionalität punkten, die sich von der reinen Genre-Klassifizierung wie Shoegazer,Postrock oder Black-Metal komplett abhebt,hat man doch einen völlig eigenen Ausdruck erreicht, der sicher mit diesen Genre-Elementen spielt, diese aber eher einer gewissen Verbeugung/Tribut an oder vor Grossmeistern wie Slowdive(RIP) darstellen durfte.

Metal-Fans, die mit den Erstwerken von Alcest noch glücklich wurden,spielten immer wieder Blast-Parts oder nordische Metalparts eine gewisse Rolle,können sich spätestens jetzt verabschieden, ist der nächste Schritt mit "shelter" Richtung atmosphärischen Pop/Rock genommen.

Dazu passt natürlich,dass man sich auf dem tollen "away",dem vorletzten Song der Platte, mit Slowdive-Sänger Neil Halstaed eine Koryphäe gattern konnte, der mit der Leihgabe seiner tollen Stimme letztlich eine perfekte Verlinkung zu Indie/Alternative-Pop Grössen wie The National oder Elbow schafft,die Alcest optional für die Zukunft eine weitere Verschiebung im Sound zutrauen lässt.

Definitiv ein klasse Song, der hymnisch pastoral an englische Steilklippen, Meer und viel viel Weite denken lässt. Der 10-minütige Epik-Rausschmeisser "delivrance" baut sich dann noch mal mit einfach nur hypnotischen,postrockigen Gitarrenakkorden ein letztes Mal auf und fadet bzw. driftet gen Ende sehnsüchtig aus, lassen Gesang und Melodie schon irgendwie Parallelen an spacige, frühe Porcupine Tree bzw. aktuelle Anathema denken.

Sicherlich sind z.B. mit "Opale" sehr poppige,moderne Anleihen vorhanden,ist der Kontrast verschwunden, den die Black-Metal Elemente auf den Vorgängern hervorriefen, trotzdessen bleibt ein Füllhorn an wunderschönen schwerelosen Melodien, die lange durch den Kopf geistern.

Tolle Platte eines Musikers,eines Visionärs, eines Träumers, der seine Einflüsse nicht verleugnet,dies aber immer mehr in Richtung alternativer moderner Pop-Elemente like Sigur Ros voranschreitet, dies aber immer mit hohem emotionalen Ausdruck. In einer Zeit, geprägt von Schnelligkeit,Technologie,Reizüberflutung,einem Overkill an sinnentleerten Informationen sind Alcest ein ruhendes Meer,ein Zufluchtsort.In diesem Sinne...take the dream!
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 31.01.2014 20:06:03 GMT+01:00
Levanah meint:
besser hätte man s nicht formulieren können .... das album ist einfach traumhaft!

Veröffentlicht am 16.05.2014 10:57:27 GMT+02:00
Nephilim777 meint:
Von mir auch ein Danke. Album ist bestellt :-)
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