Kundenrezension

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5.0 von 5 Sternen Der König des Entertainments regiert Las Vegas, 2. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Dinner at Eight (Audio CD)
Vom 01. bis 15. Dezember 1975 trat Elvis wieder einmal im Hilton Hotel in Las Vegas auf. Sein Engagement im August brach er nach drei Tagen wegen Krankheit ab. Doch im Dezember ist er wieder in Topform, das Publikum ist begeistert. Elvis gab täglich um 20 Uhr eine Show (die sogenannte Dinnershow), Samstags auch noch eine um Mitternacht. Eine Vielzahl lustiger Geschichten ranken sich um dieses Engagement: Elvis, der auf der Bühne Skateboard fährt; Elvis, der sich nach „Polk Salad Annie" völlig außer Atem auf die Bühne legt um von einem weiblichen Fan per „Mund-zu-Mund-Beatmung" wiederbelebt zu werden; Elvis, der seine Jojo-Künste präsentiert; Elvis, der versucht die italienische Originalversion seines Hits „It's Now Or Never" („O sole mio") zu singen ...
Die Show (Dinnershow vom 13.12.1975) beginnt - jedenfalls auf der CD - damit, dass Elvis das Intro zu „See See Rider" abbricht - „Also sprach Zarathustra" fehlt wieder einmal. Nachdem Elvis einen kurzen Seitenhieb auf Jackie Kahane (ein Komiker aus dem Vorprogramm seiner Show) losgelassen spielt die Band erneut die ersten Töne zu dem Song, mit dem Elvis (fast) alle Konzerte der 70er Jahre eröffnete. Er ist gut drauf, das hört man! Und auch das Medley „I Got A Woman/Amen" klingt nicht einfach dahingesungen. Atemberaubend auch J.D. Sumner („die tiefste Bassstimme der Welt"), mit dem Elvis kurz herumspaßt. Und das Elvis gut gelaunt ist wird auch während der Begrüßung des Publikums deutlich. Mit „Love Me" - Elvis „imitiert" kurz Elton John - endet schließlich der Eröffnungsblock.
Auf besonderen Wunsch der Eltern seiner Lebensgefährtin Linda Thompson singt Elvis nun das selten live dargebotene „Help Me Make It Through The Night". Eine wunderschöne Fassung! Diese überbietet er aber noch mit einer bluesigen Version von „Trying To Get To You" - um Längen besser als seine Studioversion von 1955!
Mit „And I Love You So", einer wunderschön vorgetragenen Ballade, präsentiert Elvis aktuelles Material, bevor er einen kurzen (nur knapp über drei Minuten langen) Oldieblock beginnt. Nach einem kurzen „All Shook Up" stimmt er ein etwas längeres Medley „Teddy Bear/Don't Be Cruel" an.
Was nun folgt kann man als eine kleine Sensation bezeichnen! Nachdem Elvis ein wenig mit dem Publikum geplaudert hat singt er „etwas für die kleinen Kinder im Publikum", unter anderem seine Tochter: „Wooden Heart"! Er ist nicht ganz textsicher - erinnert sich dann aber schließlich sogar an die deutsche Zeile „Muss i denn..."!
Nun greift Elvis wieder auf aktuellere Songs zurück. Den Beginn macht ein absolut stark vorgetragenes „You Gave Me A Mountain". Und schon ertönt Jerry Scheffs Bass, der damit „Polk Salad Annie" einleitet. Leider ohne das gesprochene Intro - sonst aber sogar besser als die Versionen von 1970! Die anschließende Verschnaufpause nutzt Elvis, um seine Backgroundsänger und die Mitglieder seiner Band vorzustellen. James Burton (Gitarre) bekommt die Gelegenheit für ein starkes und absolut hörenswertes Solo, er spielt „Johnny B. Goode". Es folgen wahnsinnige Soli von Ronnie Tutt (Schlagzeug), Jerry Scheff (Bass) und Glenn D. Hardin (Piano). Und schließlich darf auch noch das Joe Guercio Orchestra „Long Live Rock And Roll" zum Besten geben.
„How Great Thou Art" wurde, so Elvis Ansage, oft gewünscht. Also bringt er diesen Gospelsong, für dessen Livedarbietung er im Vorjahr einen Grammy gewonnen hatte. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen - die von Elvis locker erfüllt werden!
Eigentlich war von RCA gewünscht worden, dass Elvis während der Konzertreihe einige neue Songs präsentiert, mit, gemischt mit Studioaufnahmen, auf einem neuen Album veröffentlicht werden sollten. Doch diese Pläne wurden verworfen - und Elvis übernahm nur zwei der von ihm geprobten Songs ins Programm. Der erste ist „Softly", der von Sherrill Nielsen gesungen wird. Elvis rezitiert lediglich die einzelnen Zeilen. Der zweite folgt gleich darauf: „America The Beautiful", die inoffizielle Nationalhymne der Vereinigten Staaten. Elvis legt seinen gesamten Patriotismus in den Song - vielleicht nicht jedermanns Sache, doch trotzdem hörenswert!
Mit dem Medley „Mystery Train/Tiger Man" läutet Elvis das Ende seiner Show ein. Doch bevor er sich mit „Can't Help Falling In Love" von seinen Fans verabschieden kann erfüllt er einen zur Jahreszeit passenden Publikumswunsch: „Blue Christmas".
Eine absolut hörenswerte CD! Lediglich die Tonqualität ist ein wenig enttäuschend (das liegt an der verwendeten Aufnahmetechnik - das Konzert sollte nie offiziell veröffentlicht werden, daher ist auch kaum Publikum, sondern fast nur Elvis, Band und Backgroundsänger zu hören). Aber Elvis ist bestens gelaunt, in Topform. Mit „Wooden Heart" präsentiert er einen absoluten Knaller! Einzelne Songs herauszuheben ist jedoch unmöglich, im gesamten Konzert jagt ein Höhepunkt den nächsten! Für Elvisfans Pflicht! Und für alle anderen durchaus hörenswert! Der vielleicht größte Entertainer aller Zeiten in einem seiner besten Konzerte. Was will man mehr?
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B. Langer
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