Kundenrezension

2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ein schlechter Witz, 21. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs] (DVD)
den einen Zusatzstern gibts für die wenigstens traditionelle Inszenierung, aber das wars dann auch schon:

Hermann Prey ist ein glänzender, kraftvoller Sänger und ein markanter Mann, aber in der Rolle des Beckmesser so "gut" aufgehoben, als ließe man Hans Sachs von Otto Walkes verkörpern, eine Katastrophe! Das vielschichtige dieses Charakters, das unterwürfige, das drohende, das leicht lächerliche, dann doch wieder menschlich rührende geht ihm völlig ab, er dräut nur während der gesamten Inszenierung vor sich hin und spielt die Rolle völlig kaputt!
Eigentlich sind alle Sänger als Schauspieler für ihre Rollen komplette Fehlbesetzungen, aber wirklich jeder wirkt hier (vielleicht mit Ausnahme der Lene) wie nur zufällig in die Inszenierung hineingeraten:
die Meister allesamt öde und blutleer, besonders der bohnenstangenlange, vollbärtige Hans Sachs, für den Otto W. vielleicht wirklich die bessere Wahl gewesen wäre; der David ist hier ein Scherzbold, der nichts ernst nimmt; die größte Enttäuschung aber ist Siegfried Jerusalem, der hier völlig wie gelähmt wirkt und immer nur wie bestellt und nicht abgeholt in der Gegend herumsteht.

Die Kirche im ersten Akt wirkt beengend und bedrückend, der Platz zwischen Sachsens und Pogners Haus zerrissen, Sachsens Stube steril und künstlich; da reißt die nette Idee der Tanzlinde in der Schlußszene auch nichts mehr raus.

Man langweilt sich und ärgert sich über diese verquere Inszenierung und Richard Wagner hätte sein Söhnchen dafür geschwind übers Knie gelegt.
Habe das Teil anschließend sofort wieder verkauft.
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.09.2011 15:13:30 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.06.2012 17:42:22 GMT+02:00
'Man langweilt sich und ärgert sich über diese verquere Inszenierung und Richard Wagner hätte sein Söhnchen dafür geschwind übers Knie gelegt.'

Warum sollte Richard Siegfried übers Knie legen, wenn Wolfgang es verbockt hat? Im übrigen hat es Wolfgang nicht verbockt. Ich habe mir die DVD mittlerweile auch zugelegt und finde die Inszenierung sehr ansprechend. Es ist eine traditionelle, gut gemachte Aufführung, von verquer keine Spur.

Veröffentlicht am 04.06.2012 14:01:32 GMT+02:00
Rainer Ruby meint:
M.E. ein ständiger Fehler, Beckmesser als miesepetrigen, gehässigen und verschlagenen Intriganten darzustellen. Erstens ist er 'Meister' und zweitens Bewerber um Eva, somit Rivale von Stolzing. Diese Form der Charakterisierung geht noch auf den Antisemitismus des 3. Reiches zurück und die Legende von Wagners 'Seitenhieb' auf den Kritiker Hanslick. Von allen Darstellern ist Prey am weitesten von dieser Form entfernt. Seine Aktionen erscheinen getrieben vom Wissen um seine geringen Chancen, sodaß er auch zu unredlichen Mitteln greift. Endlich ein Beckmesser nicht aus dem Stimmen-Ausgedinge, sondern ein Kontrahent zu Sachs, welcher bei B. Weikl nicht sehr intellektuell wirkt, dafür umso 'blutvoller', bodenständiger. Und den David nimmt man den übermütigen Lehrbuben gerne ab, zumal auch das Timbre brilliant passt. Unter all dem Regietheater-Mist eine Wohltat, wenn auch keine perfekte!
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