Kundenrezension

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Depeche Mode Made Epigone, 20. April 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Man Made Machine (Audio CD)
Wer die Depeche Mode der 1980er mag, ordentlich gewürzt mit EBM, etwas Eurotechno, ein bisschen 8-bit und nur einer Spur Dubstep-Bässen ... ist hier goldrichtig!

Großzügig unterstützt werden "Motor" auf diesem Album beim beeindruckenden titelgebenden Song "Man Made Machine" von Depeche-Mode-Mastermind Martin Gore, beim Gastbeitrag "The Knife" von Nitzer-Ebb-Frontmann Douglas McCarthy, von Gary Numan, dessen Stimme ich auf dem Stück "Pleasure in Heaven" zugegebenermaßen niemals erkannt hätte, sowie der mir zuvor frevelhafterweise unbekannten Billie Ray Martin und Reni Lane.

Die Sounds passen perfekt zu den illustren Gaststimmen, mit denen mir Motor-Sänger Bryan Black einen Riesengefallen tut, da für meinen Geschmack sämtliche Gastbeiträge viel stärker sind als seine eigenen Versuche: Martin Gore etwa singt, dass es eine Freude ist und man für ein paar Minuten schon ein neues Depeche-Mode-Album zu hören meinen könnte. Überhaupt schimmern mehrfach Depeche-Mode-Anleihen durch das teils angenehm knarzig-trockene Soundgewand, eine Folge der Tour 2009 als Vorband von Depeche Mode? Ich kann zum Beispiel gar einfach nicht anders, als vom Hören von "In The Dark" einen Ohrwurm von "But Not Tonight" zu behalten. :)
Was die treffsichere Auswahl der Gäste angeht: Auch Douglas McCarthys Beitrag könnte jederzeit als bislang unveröffentlichter Song von Nitzer Ebb durchgehen. Das ist alles gut, wenn auch wenig überraschend. Vielleicht ist das auch ein Problem: so richtig originär neu klingt hier nichts, alles ist Reminiszenz, ob gewollt oder nicht. Wer schon mal elektronische Musik gehört hat, mag sich an Kraftwerk, eben Depeche Mode, Recoil, Daft Punk und die Nine Inch Nails erinnert fühlen, um nur die offensichtlichsten Vorbilder zu nennen.

Dass "Control" frappierend beginnt wie "Personal Jesus" macht das Stück ja nicht schlecht. Und wäre "Automne" eine Depeche-B-Seite, würde ich sie lieben. Nur weil ich weiß, dass es nicht so ist, wird der Track nicht schlechter ... und dennoch, so ist es nunmal "nur" ein Instrumental auf dem neuen Motor-Album und erinnert mich arg an Daft Punks furiosen Tron-Soundtrack.

Motors Strahlkraft allein ist für mich auf diesem Album nicht groß genug; die fünf Gaststimmen machen das Album für mich schon aus; zusammen mit ihnen aber wird das, Fazit, eine feine Retroplatte für die Elektrodisko - mit viel Remixpotential. Andererseits ist da nach Luft nach oben ... daher gute 4 Sterne.

Die CD steckte übrigens zumindest in der ersten Auflage in einem verklebten silberfarbenen Umschlag, in Anmutung der antistatischen Hüllen elektronischer Bauteile. Lustiges Gimmick. Liebe Sammler: zuschlagen und auf keinen Fall öffnen! :-P
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.04.2012 14:33:39 GMT+02:00
Alf Urbschat meint:
in dieser rezension sind für mein fall zu viele vergleiche mit anderen platten. man sollte die platte lieber als eigenständiges produkt beurteilen, als ständig auf Depeche Mode zu verweisen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.04.2012 20:21:01 GMT+02:00
Guido meint:
Ich stimme Ihnen zu, es wäre schon wünschenswert, jede Platte als eigenständiges Produkt zu beurteilen. Zumal ja nicht jeder den gleichen Kanon kennt. Andererseits sind all die Vergleiche und Referenzen (was etwas anderes ist als Vergleiche), die sich so zahlreich in so vielen Rezensionen finden, auch verteufelt hilfreich, oder können es jedenfalls sein.

Also, diese Platte ganz ohne Vergleiche und Referenzen beschrieben: "Musik aus einer eher düsteren Ecke zwischen Synthipop und Techno. Irgendwie meint man vieles schon mal gehört zu haben." :-)
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