Kundenrezension

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Richtig gutes Rennspiel mit technischer Macke, 21. November 2013
Von 
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Need for Speed: Rivals - Limited Edition (Computerspiel)
Jaja...Need for Speed...damals die größte Rennspielserie überhaupt und irgendwann ging es nur noch Berg ab. Hier und da ein nettes Spiel, aber die alten Qualitäten der Serie konnten nie erreicht werden. Rivals soll das nun ändern. Neuer Entwickler, großartige Engine, nahtlose Integration von Multiplayer und Singleplayer...kann Need for Speed Rivals an alte Höhen anknüpfen?

Story: Ja...es gibt eine Story...aber vergessen wir sie einfach. Die ist nur dazu da um ein wenig das Spielen von Rennen und und Events zu fördern. Aber in meinen Augen ist das für ein Rennspiel kein großes Problem. Bei einem Super Mario erwartet auch niemand eine große Story. Hier geht es um das Gameplay.

Gameplay:

Mittlerweile serientypisch haben wir wieder eine offene Welt. Diese ist mit wüstenartigen Gebieten, Küstenbereichen, Wäldern, Schneegipfeln und mehr auch sehr schön designed. Grundsätzlich muss man sich erst einmal entscheiden, welche Seite man spielen will: Polizei oder Racer. Ein Wechsel zur anderen Fraktion ist jeder Zeit möglich. Wie man wahrscheinlich bereits vermutet, haben die Racer die Aufgabe Rennen zu fahren und vor der Polizei zu fliehen. Diese wiederum soll natürlich die Racer aufhalten. Sehr simpel, aber absolut grandios umgesetzt.
Sämtliche Rennen finden in der offenen Welt statt und werden nicht in instanzierte Abschnitte verfrachtet. Findet man einen anderen Racer, so kann man direkt auf Tastendruck ein Kopf-an-Kopf Rennen starten. Das Spielen von Rennen und Verfolgungsjagden gestaltet sich dadurch extrem dynamisch. Überall ist etwas los und findet etwas statt. Für alle Aktionen bekommt man Speedpoints, welche als Währung im Spiel gelten. Racer bekommen sie durch Rennen, Events und Verfolgungsjagden. Je mehr Chaos sie dabei stiften, desto höher wird der Gesucht-Multiplikator. Dies führt zum Einen dazu, dass mehr Polizisten auf euch angesetzt werden, zum anderen bekommt ihr aber mit höherem Gesucht-Wert auch mehr Speedpoints. Polizisten hingegen bekommen mehr Speedpoints, wenn sie Racer mit hohem Gesucht-Wert ausschalten. Das verleiht dem Spiel erneut eine sehr hohe Eigendynamik. Der Clou an der Sache: Die Speedpoints werden nur auf das Konto übertragen, wenn man in eine Basis fährt. Sofern man viele Speedpoints und einen hohen Multiplikator gesammelt hat und plötzlich endgültig von einem Polizisten zerstört wird, verfallen alle gesammelten Punkte. Man muss also stets abwägen, ob ich den Multiplikator weiter ausnutze oder Halt in einer Basis mache, damit die Punkte auch gewertet werden. Das führt zu ner ganzen Menge Spannung. Sehr cool!

Damit die "Kämpfe" zwischen Racern und Polizisten aber noch interessanter werden, kann man sich kleine Gadgets an den Wagen bauen. Zwei kann man zu jeder Zeit ausgerüstet haben. Das sind EMP-Schüsse, Schockwellen, EMP-Minen, Nadelkissen und mehr. Das passt wunderbar in die ganze Inszenierung und den Spielablauf. So starken Einfluss wie in einem Blur oder Mario Kart haben die Gadgets natürlich nicht.

Das Besondere in diesem Spiel neben der gigantischen Eigendynamik ist die nahtlose Integration von Multiplayer und Singleplayer. Sofern ihr es nicht entsprechend ändert, startet ihr immer in einem Spiel mit bis zu 5 weiteren Mitspielern. Diese können zudem beiden Fraktionen angehören. Spieler der gleichen Fraktion können also zusammen arbeiten bzw. gegeneinander Rennen fahren, oder versuchen sie als Polizei aufzuhalten.

Das ist richtig spannend und keineswegs nervig. Da die Welt wirklich groß ist und insgesamt nur 6 Spieler auf der Map sind, läuft man sich nicht ständig über den Weg, sodass es nur nervige Rangeleien sind. Dennoch fährt man sich ausreichend oft über den Weg und man kann sich über das integrierte Navi direkt zu Spielern leiten lassen. Diese Integration von anderen Spielern fördert die tolle Eigendynamik noch einmal viel weiter. Das macht einfach wirklich ne ganze Menge Spaß!

Im Gameplay gibt es für mich als einfach gar nichts auszusetzen. Das Prinzip Racer vs. Polizei funktioniert tadellos.

Technik: Kurz und knapp zum Sound: Hervorragend, hört sich alles wirklich, wirklich toll an. Das Grundgerüst ist hier die Frostbite 3 Engine, welche auch in Battlefield 3 und 4 zum Einsatz kommt und dort für einen wahren Augenschmaus gesorgt hat. Die Stärke der Engine sieht man auch in Need for Speed Rivals. Das Spiel sieht abgesehen von der fehlenden Kantenglättung wirklich, wirklich toll aus!

Das Spiel selbst wurde allerdings auf 30 FPS limitiert. Für mich ist das kein Problem, da die letzten Racing-Spiele, die ich gespielt habe, auf der Konsole meist auch mit 30 FPS liefen. Dennoch schleicht sich hier ein dickes Problem ein: Ich habe an vielen (meist den immer gleichen) Stellen mit massiven Einbrüchen in der Framerate zu kämpfen. Mein System mit einem i7 3770, einer Geforce 660GTX 2GB und 16GB Arbeitsspeicher sollte stark genug sein. Änderungen in den Grafikoptionen des Spiels haben weder positive, noch negative Einflüsse auf die Framerate. Teilweise sind die Einbrüche sogar so stark, dass ich zwischen 10 und 15 Bildern pro Sekunde liege. Das Ganze Spiel fühlt sich dabei an wie in einer Zeitlupe. Das präzise Navigieren des Fahrzeugs wird damit unmöglich. Und da die Einbrüche doch an einigen Stellen vorkommen, ist das schon ein dickes Problem.
Änderungen im stets aktuellen Grafiktreiber haben hier auch keine Verbesserung mit sich gebracht.

Fazit: Das Gameplay ist großartig, funktioniert und fühlt sich gut an. Die Optik ist abgesehen von der Kantenglättung toll. Wegen hier und da ein paar kleinen Haaren in der Suppe würde ich für das gesamte Spiel vermutlich 4 Sterne, wenn nicht sogar 5 geben. Da die Einbrüche in der Framerate aber an diesen Stellen massiv dem Spielfluss schaden, muss ich hier jedoch Punkte abziehen, sodass ich bei 3 Sternen verbleibe. Sollte sich hierbei etwas ändern, wird die Rezension entsprechend aktualisiert.

Ein kurzes Update:
Ich sehe mich gezwungen noch einen Stern abzuziehen. Die Framerate hat an einer Stelle einen Einfluss auf das Spiel, den es so nicht geben darf. Es gibt ein Kommando für die Kommandozeile, mit welcher sich 60FPS als Limit aktivieren lassen. Nur mit diesem Kommando läuft das Spiel aber auch in doppelter Geschwindigkeit.
30 FPS entsprechend somit der normalen Geschwindigkeit. 60 FPS sind doppelt so schnell und Einbrüche auf 15 FPS führen umgekehrt zur Zeitlupe durch halbe Geschwindigkeit.
Jetzt kommt der Witz: Die Geschwindigkeit, wie schnell ein Timer in den Zeitrennen abläuft, ist nicht an die Spielgeschwindigkeit geknüpft. Das heißt, dass das 60 FPS-Kommando somit eine Art eingebauter Cheat ist, da man das Rennen mit doppelter Geschwindigkeit fahren kann. Gleichzeitig kriegen alle Leute, die durch die schlechte Optimierung Einbrüche in der Framerate haben, nochmal einen Tritt in den Hintern, weil sie an den Stellen in Zeitlupe fahren müssen, während der Timer gemütlich weiterläuft.

Sorry EA, das Spiel selber vom Gameplay her gefällt mir ja echt gut. Aber sowas ist mal total daneben...
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 21.11.2013 07:25:43 GMT+01:00
Peer Linder meint:
Tolle Rezension, kann mich inhaltlich größtenteils anschließen. Das mit den 30 fps liegt wohl wirklich einfach im Auge des Betrachters.

Grüße,
Peer

Veröffentlicht am 22.11.2013 20:50:41 GMT+01:00
David meint:
Die negativen Rezensionen beziehen sich lediglich auf die fehlende Lenkrad und Joypad Unterstützung. Das NUR der Xbox 360 Controller unterstützt wird ist natürlich irgendwie ärgerlich, denn nicht jeder kann/will sich einen kaufen bzw. umsteigen.

Aber davon abgesehen scheint das Spiel gut zu sein, da das Gameplay wirklich einsame Spitze zu sein scheint und der Multiplayer toll umgesetzt wurde.
Über die Story kann man sich nicht beschweren, da es schlichtweg keine gibt.

Das wäre eventuell das erste Need for Speed seit Jahren, das ich Kaufen würde.
Most Wanted (2005) war mein letztes.

Was mich nurnoch vom Kauf abhält sind die Technischen Probleme.
Ich hoffe diese werden bald behoben...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.11.2013 02:26:06 GMT+01:00
Chaz0r meint:
Abwarten und Tee trinken. Es sind nicht alle Spieler betroffen, aber im offiziellen EA Answer-HQ häufen sich die Beschwerden.

Ich hab schon alles Mögliche versucht. Zusammenfassung des Ergebnis: Egal wie niedrig ich die Anforderungen des Spiels (Auflösung, Upsampling, Details, ...) setze, die FPS bleiben immer auf dem exakt gleichen Niveau mit den Aussetzern in der Framerate auf die immer gleiche Höhe an den immer gleichen Stellen.

Umgekehrt ist das wiederum genau so. Ich hab per Upsampling die gerenderte Auflösung verdoppelt. Damit konnte ich quasi das fehlende Anti-Aliasing ausgleichen. Das Spiel sieht damit gleich nochmal viel besser aus. Witziger Weise hatte die doppelte, gerenderte Auflösung auch keinen Einfluss auf die FPS, auch nicht negativ. Alles genau so wie immer.

Da scheint die Tendenz zu einem Problem in der Engine immer weiter in den Vordergrund zu rücken. Ich hoffe das wird gefixt. User im EA Answer HQ berichten, dass Need for Speed The Run zu Release ähnliche Probleme hatten, die aber (leider wohl erst nach 1-2 Monaten) schließlich gefixt wurden. Ich hoffe hier wird das auch passieren.

Das Spiel selber ist im Großen und Ganzen wirklich super. Was ich noch ankreiden würde ist, dass das Tuning hätte größer sein können. Gerade das wär noch bei dem toll integrierten Multiplayer interessant gewesen. Aber ansonsten ist das Spiel meiner Meinung nach wirklich gut geworden...Nur mit den Problemen nicht wirklich spielbar.
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