Kundenrezension

57 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Begeistert von der ersten bis zur letzten Seite, 19. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Plötzlich Fee - Sommernacht: Band 1 - Roman (Gebundene Ausgabe)
*Worum geht's?*
Meghan Chase setzt all ihre Hoffnungen in ihren sechzehnten Geburtstag, der alles verändern soll. Sie glaubt fest daran, dass aus ihrem unscheinbaren Ich, das nirgendwohin zu gehören scheint, eine selbstbewusste Ballkönigin werden wird - schließlich läuft das so in den Geschichten. Doch an ihrem Geburtstag wird ein schreckliches Märchen wahr, vor dem Meghan am liebsten fliehen würde: Ihr bester Freund Robbie gesteht ihr, dass er eine Fee, ihr kleiner Bruder Ethan durch ein Wechselbalg vertauscht worden und sie selbst nicht die Tochter ihres verschwundenen Vaters, sondern die des Feenkönigs Oberon ist, der über den Lichten Hof herrscht und im ständigen Konflikt zur dunklen Königin Mab steht. Mit all dem will Meghan nichts zu tun haben! Um Ethan zu retten, begibt sie sich trotzdem in das Feenreich Nimmernie und trifft dabei nicht nur auf ihren leiblichen Vater und unzählige Gefahren, sondern auch auf Mabs Sohn Ash, in den sie sich auf keinen Fall verlieben darf...

*Kaufgrund:*
Ich bin schon auf das englische Original aufmerksam geworden und stand kurz davor, es mir zu kaufen. Zum Glück kam der Heyne-Verlag mir zuvor und hat den Einstieg in die "Iron Fey" -Reihe ins Deutsche übersetzt.

*Meine Meinung:*
"Plötzlich Fee - Sommernacht" ist ein gelungener Einstieg in Julie Kagawas Reihe. Allein der Schreibstil der Autorin fasziniert und ist es Wert, gelesen zu werden. Sehr detailliert und bildhaft beschreibt sie Umgebungen und Situationen, sodass es dem Leser bereits zu Beginn gelingt, sich Meghans Welt genau vorstellen zu können und sich in diese hineinzuversetzen. Der Schreibstil ist so flüssig und flockig, dass selbst die knapp 500 Seiten des Romans im Nu gelesen sind.

Die Geschichte wird aus Meghans Sicht erzählt. Wir lernen sie als unglückliches, gewöhnliches Mädchen kennen, das sich verzweifelt nach der ersten großen Liebe sehnt. Sie ist sehr naiv und blind vor Sehnsucht, dazugehören zu können. An ihrem sechzehnten Geburtstag, in den Meghan all ihre Hoffnungen gesetzt hat, erlebt sie eine große Überraschung - allerdings nicht die erhoffte positive Wende in ihrem Teenagerdasein, sondern eine Wahrheit, die ihr Leben ins Chaos stürzt: Sie ist eine halbe Fee. Ab hier beginnt sich die Protagonistin zu verändern. Meghan vollzieht einen tiefgründigen, weitgehenden Wandlungsprozess. Es passiert Schritt für Schritt, jedes Geschehnis wirkt sich auf sie aus und macht aus ihr eine mutige Kämpferin, die alles für ihre geliebten Menschen tun würde. Während die alte Meghan zu Beginn der Geschichte heulend auf dem Schulklo sitzt, stellt sich die neue Meghan jeglichen Gefahren, um ihren Bruder zu retten, und riskiert dabei sogar ihr eigenes Leben. Durch ihre sarkastische Art macht Meghan sich noch sympathischer. Sie bringt die Leser zum Grinsen und sorgt dafür, dass man sich sehr leicht mit ihr identifizieren und mit ihr mitfühlen kann.

Auch die Nebencharaktere haben mich begeistert. Besonders Meghans bester Freund Robbie, Mabs Sohn Ash und der sprechende Kater Grimalkin, die die Protagonistin auf ihrer abenteuerlichen Reise begleiten, wurden großartig ausgearbeitet. Man erfährt im Laufe der Handlung sehr viel über die beiden Jungen, wodurch ihre Art und ihre Handlungen verständlicher werden. Sie wirken niemals oberflächlich oder unnatürlich. Zu viel wird im ersten Teil der "Plötzlich Fee"-Reihe jedenfalls nicht über sie verraten, sodass man noch immer neugierig bleibt. Grimalkin, genannt Grim, ist und bleibt ein geheimnisvoller Kater, der nicht gerne Dinge über sich preisgibt, sich aber trotzdem sofort in die Leserherzen schleicht. Hoffentlich erfährt man in den Fortsetzungen mehr über ihn und die vielen anderen Nebencharaktere wie Oberon, Mab und Narissa. Sie bieten alle großes Potential.

Obwohl es sich um einen Fantasy-Roman handelt und viele altbekannte Motive und Themen genutzt werden, erwecken sie niemals einen abgekupferten Eindruck. Alle wurden klasse umgesetzt und toll mit Kagawas neuen Ideen verwoben. Besonders die Eisenfeen, mit denen sich die komplette Buchreihe beschäftigen wird, haben mich fasziniert.

Die Handlung erweckt zunächst den Eindruck, als würde sich "Plötzlich Fee - Sommernacht" in eine typische paranormale Highschool-Schnulze entwickeln würde. Aber falsch gedacht! Dramatik, Action, Tragik und viele Überraschungen ziehen sich durch den gesamten Roman. Die Geschichte entwickelt sich rasant zu einem abenteuerlichen Kampf um Leben und Tod. Meghan und ihre Begleiter müssen sich ohne jegliche Verschnaufspause einer Gefahr nach der anderen stellen. Mit jeder Seite des Buches baut sich die Spannung weiter aus, Langeweile kommt niemals auf. Man gerät in einen so starken Lesefluss, dass man überhaupt nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Keine der 500 Seiten war überflüssig.

Natürlich gibt es - wie sollte es auch anders sein - eine Liebesgeschichte. Es hat mich wirklich überrascht, dass sie erst während des letzten Drittels eine wichtigere Rolle einnimmt. Auch wenn sich die Gefühle schon vorher anbahnten, entwickeln sie sich erst recht spät. Ein absoluter Pluspunkt, das so Meghans eigentlich Absicht - die Rettung ihres Bruders - nicht in den Hintergrund gerät, sondern den Handlungsverlauf maßgeblich bestimmt. Insgesamt ist die Liebe im ersten Teil der Reihe aber ein wunderschöner Aspekt, der in den Folgeteilen hoffentlich näher betrachtet wird.

Kagawa hat den ersten Teil ihrer Serie genau im richtigen Moment beendet. Die Haupthandlung der Geschichte ist abgeschlossen, trotzdem bleiben viele offene Fragen zurück. Es handelt sich aber keinesfalls um einen nervigen Cliffhanger. Die unbeantworteten Fragen dienen als perfekte Grundlage für die Fortsetzung, die ich schon voller Sehnsucht erwarte. Im Herbst 2011 soll es dann soweit sein!

Der einzige kleine Makel, der mir während des Lesens aufgefallen ist, ist die Bezeichnung "Fee". Ich finde es gut, dass die Übersetzer diesmal genau blieben (im englischen Original bezeichnet Kagawa die Wesen schließlich auch als "fairies"), allerdings finde ich den Begriff unangebracht. Die Feen erinnern viel mehr an Elfen. Dieser kleine Kritikpunkt ist allerdings nicht so irritierend, dass er den Lesefluss stören würde.

*Cover:*
Das Cover ist wunderschön gestaltet worden und läd sofort zum Träumen ein. Allerdings sieht es im Internet viel schöner aus, als wenn man es in Wirklichkeit in der Hand hält: Man sieht den blättrigen Wimpern leider stark an, dass sie auf das Auge animiert worden sind.

*Fazit:*
Ein großartiger Auftakt einer neuen Serie, der Lust auf mehr macht. Bis auf die Sache, dass die Feen eigentlich Elfen sind, habe ich auch gar nichts zu meckern. Kagawa hat einen großartigen Schreibstil, die Charaktere sind interessant und sympathisch, und jede einzelne Seite im Buch bringt die Handlung voran. Deshalb kann ich gar nicht anders, als volle 5 Sterne zu vergeben!
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Kommentare


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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.03.2011 20:53:04 GMT+01:00
Seraphina meint:
Ich hingegen freue mich daß man die englischen "faries" mal endlich mit "Feen" übersetzt hat, wie es eigentlich richtig wäre ( denn "Elfen" wären auf englisch eigentlich "elves" ).
Konnte den Begriff "Elfen" schon langsam nicht mehr hören/lesen.
Hoch leben die Feen!!! ^^

Obwohl ... Elfen gibt's schon. Bloss daß hier in diesem Buch diese kleinen Flatterdinger gemeint sind und auch als "Blumenelfen" bezeichnet werden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2011 20:59:48 GMT+01:00
Leselurch meint:
Ich bemängel ja auch gar nicht die Übersetzung. Das sie es so beibehalten haben, finde ich gut.
Grundsätzlich sind diese Feen in "Plötzlich Fee" aber nicht die, die man aus alten mythologischen Sagen kennt. Und genau mit denen verbinde ich eben gewisse Eigenschaften, und ich denke, dass es vielen da genauso ergeht wie mir. Deswegen hielt ich es durchaus für erwähnenswert in meiner Rezension :)

PS: Hast du mich jetzt als "Nicht hilfreich" bewertet, weil du den Begriff "Elfen" nicht mehr hören kannst? :D

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2011 21:30:32 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.03.2011 21:31:50 GMT+01:00
Seraphina meint:
Nö. Warum? Nur weil du "Elfen" mehr magst als "Feen".
Mir gefällt deine Rezi.
Sie ist sehr ausführlich und gut gestaltet.
Definitiv hilfreich.

Seltsam. Eigentlich sind diese Feen schon die aus den mythologischen Sagen, finde ich ( nun ja, Titania und Oberon sind natürlich von Shakespeare ).
Jene Sagengestalten waren da auch schon so ... vielgestaltig. Neben dem Adel, den sog. Sídhe ( das ist der irische Begriff ... von dem ich leider zugeben muß, daß ich nicht mehr weiß, ob er auch auf deutsch mit übernommen wurde ... hab zu schnell gelesen ), dann noch diese Feenwesen mit tierischen Attributen.
Feenkatzen bzw. Feenhunde gab's in den Mythologien auch schon.
Ich weiß also gar nicht, was du eigentlich meinst.

Übrigens hat auch auch Lesley Livingston mit ihren Feenromanen das Trio Oberon, Titania und Mab hergenommen und eine eigene interessante Geschichte damit gebastelt. Diese ist *Schleichwerbemodus an* definitiv lesenswert ( Band 1: Wondrous Strange ) Wer was ganz Neuartiges mag ( nämlich eine Geschichte aus der Monaco-artigen Welt Avalon als Zwischenwelt in der Feen und Menschen nebeneinander koexistieren ), der sollte es mal mit den Faeriewalker-Büchern von Jenna Black probieren ( Band 1: Glimmerglass ) *Schleichwerbemodus aus*
Ich HOFFE daß man diese auch ins Deutsche übersetzen wird ( da wäre es mir sogar wurscht, ob man "Feen" oder "Elfen" hernimmt! ^^

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2011 21:37:31 GMT+01:00
Leselurch meint:
Schön, dass dir meine Rezension gefällt. Danke für dein Lob :)
Ich ärgere mich nur etwas um meine schlechte Bewertung, die ich für diese Rezension bekommen habe, deswegen wollte ich wissen, ob sie von dir stammt. Ich HASSE es, wenn Leute andere schlecht bewerten, ohne einen Grund anzugeben... Ich hätte gerne etwas Kritik, damit ich daran in Zukunft arbeiten kann.

Heutzutage ist es einfach so, dass viele Leute mit dem Begriff "Fee" die kleinen Flatterwesen wie Naseweiß aus Peter Pan verbinden. Bei mir ist das nicht anders. Und die sind bei "Plötzlich Fee" ja nun kaum gemeint. Ich möchte nicht, dass jemand mit falschen Erwartungen an das Buch herangeht, deswegen möchte ich diesen Punkt in meiner Rezension kurz erwähnt haben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2011 22:09:44 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.03.2011 22:15:31 GMT+01:00
Seraphina meint:
Ach so. Das meinst du. ^^
Diese kleinen Flatterwesen stammen aber aus der Renaissance und wurden dann im 19.Jahrhundert ( wärend der Zeit der Romantik ) noch weiter verniedlicht ( bis auf Goethe, denn der hat mit seinem "Erlkönig" die ursprüngliche Auffassung der Feenwesen wieder aufgearbeitet ).
Die mythologischen Feen sind NICHT diese kleinen Flatterdinger.
Zumindest wenn ich meinen Sachbüchern zum Thema Glauben schenken darf.
Die früheren ( also mystischen ) Versionen der Feenwesen waren nämlich so, wie sie hier beschrieben werden.
Launisch, gefährlich, wild, unmoralisch ( jedenfalls im menschlichen Sinne ), Kinder-raubend ( siehe den o.e. Erlkönig ), mit verräterischen tierischen Körperteilen bestückt ( was glaubst du, wie man in der moderen Fantasy-Literatur denn auf die spitzen Ohren gekommen ist? In früheren Versionen waren die Spitzohren sogar mit Fell bedeckt ) ... nun ja, sie waren für die Menschen des späten Altertums die Verkörperung der Mächte der zwielichtigen Natur!
Das wird schon in den frühmittelalterlichen Quellen belegt. Diese enthalten allerdings auch eine gute Portion christlichen Glaubens dazugemischt ( nun ja, die Autoren der Chroniken waren nunmal Mönche ) und deshalb werden Feen plötzlich zu Nachkommen der gefallenen Engel und Dergleichen oder müssen Zoll an die Hölle zahlen in Form von Menschenopfern ( is klar, daß die Kelten wohl kaum an Engel oder den Teufel aus der Hölle glaubten *zwinker* ).

Jedenfalls werden Feen und Elfen unterschiedlich verwendet ( in der dt. Literatur ). Manchmal sind Feen klein mit Flügeln, manchmal groß ( siehe Märchen ) und genauso verhält es sich mit den Elfen.
Hierzulande scheint man beide Begriffe nach Lust und Laune zu verwenden.
Im englischsprachigen Raum scheint es allerdings so zu sein, daß "elves" v.a. in der High Fantasy verwendet werden ( wenn man solche Wesen wie Elben meint ). "Faeries" hingegen werden häufig verwendet, wenn es um die mythologischen Kreaturen ( wie von mir oben beschrieben ) geht.
Aber ich freue mich dennoch, daß man für dieses Buch mal "Feen" hergenommen hat. "Elfen" kommen schon so häufig vor, daß ich es absolut gerecht finde, daß auch mal die anderen dran sind.
Ausserdem:
f: Faeries -> Feen
e: Elves -> Elfen
schon logisch, nee?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2011 22:14:56 GMT+01:00
Leselurch meint:
Vielen Dank für die ganzen Infos! Du kennst dich ja ganz schön aus. :)

Und ja, das mit den englischen Begriffen ist natürlich logisch. Wie gesagt, ich habe auch niemals die Übersetzung anzweifeln wollen! Das die "fairies" mit "Feen" übersetzt worden sind, finde ich total gut. Besonders bei den ganzen Übersetzungsfehlern, die sich mittlerweile in die Bücher hineinschleichen...

Besonders die jüngeren Leserinnen werden diese Infos aber nicht im Hinterkopf haben. Die lesen "Feen" und denken an "Flügelchen" und "klein". Es wäre doch schade, wenn sie dann mit falschen Erwartungen an Kagawas Buch herangehen und später enttäuscht sind, weil es nicht das ist, was sie sich erhofft haben. Schließlich ist es doch so ein schönes Buch!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2011 22:36:55 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.03.2011 22:41:04 GMT+01:00
Seraphina meint:
Ja leider. Die Verniedlichungs-Propaganda funktioniert schon seit Jahrhunderten hervorragend.

Natürlich ist es gut, die Leser zu warnen, da nur die wenigsten auch Sachbücher zu Elfen & Feen gelesen haben. Das ist klar.
Das von Ditte und Giovanni Bandini finde ich übrigens ganz gut:
Das Buch der Elfen und Feen

Da tut es nur gut, daß moderen Autoren sich mal an die urprünglichen düsteren Versionen der "faeries" wagen.
Angefangen von Holly Black ( die hat mich damals vor 8 Jahren echt geschockt mit ihren finstren "faeries" - hierzulande leider wieder "Elfen" - da ich noch die HdR-edlen Elben im Kopf hatte ) über Melissa Marr und Maggie Stiefvater zu den neueren Autoren.
Das neue Subgenre der "faerie fantasy" ( nee hab ich grad erfunden den Begriff ^^ ) wird - zumindest im englischsprachigen Raum - immer mehr bereichert.
Da die "faeries" so unterschiedlich aussehen und so unterschiedliche Charaktere haben können, kann man viele Geschichten drum spinnen und es wird nie langweilig. Im Ernst. Bisher hat mich kaum ein moderner Feenroman enttäuscht ( bis auf manche, die mir zu kindlich gestaltet waren, wie "Elfennacht" oder "Das Vermächtnis der Feen" ... keine schlechten Bücher, aber eben wieder "back to the cute" ) oder gelangweilt.
Sogar in der "urban fantasy" leben sie schon neben solchen Wesen wie Vampiren oder Gestaltwandlern ganz selbstverständlich ( schöne Beispiele wären "Die Chroniken der Unterwelt" oder "Hex Hall" )

Ich wünsche jedenfalls den "echten vielgestaltigen faeries" alles Gute und daß sie ihren Lesern noch lange erhalten bleiben mögen! ^^
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