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Schlampiges Übersetzung, gute Story,
1. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers (Gebundene Ausgabe)
Was hätte man aus dieser Biografie machen können! Leider ist sie ein bisschen zu lang geraten. Die Übersetzung ist schlampig und auf geradezu lächerliche Weise schlecht.
Das Buch wurde von C. Bertelsmann rasend schnell auf den deutschen Markt geworden. Aber liebe Bertelsmänner: Muss das so hundsmiserabel sein? Hätten Sie sich nicht ein paar Tage länger Zeit nehmen können, um die Versionen der sechs Übersetzer besser zu lektorieren und zu glätten? Ocder bessere (oder besser bezahlte) Übersetzer nehmen können?
Einige Kostproben sind ja schon beschrieben, etwa die Solizium-Silikon-Verwechslungen.
Schön ist auch diese Stilblüte: "An den auf dem Markt befindlichen Handys war ihm etwas seltsames aufgefallen: Sie stanken allesamt, genau wie früher die tragbaren Musik-Player. 'Wir sprachen viel darüber, wie wir unsere Handys hassten', erzählte er. 'Sie waren viel zu kompliziert. Manche Funktionen waren unmöglich zu verstehen, inklusive des Adressverzeichnisses. Geradezu byzantinisch.' (Isaacson, 548). Warum stanken sie? Und stanken wirklich alle Handies? Und stanken auch die Sonys. Oder stanken sie nur ihm. Dem Herrn Jobs und seinen Freunden. Weil sie zu kompliziert waren? Und was ist daran 'byzantinisch'?
Das sind natürlich viele Minuspunkte.
Die Story selbst ist gut erzählt.
Meine Einstellung zu Jobs hat sich dadurch stark verändert. Er ist kein Heiliger und menschlich auch kein Vorbild. Ich würde ihn einen sozialen Autisten nennen.
Aber als Marketing-Guru war er unschlagbar.
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