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Kundenrezension

17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Ansätze, aber viel zu viel undifferenzierte Politik, 16. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Kurven-Rebellen: Die Ultras - Einblicke in eine widersprüchliche Szene (Broschiert)
Zunächst kann man Christoph Ruf zu seinem Buch "Kurvenrebellen" durchaus gratulieren. Ruf beginnt mit einem interessanten Einblick in die deutsche Ultraszene und beschreibt die Grundprinzipien dieser Subkultur differenziert und ausführlich, indem er sowohl die positiven als auch die negativen Seiten beschreibt. Bis zum 6. Kapitel („Feinbild Polizei“) wird das Buch durchaus dem Titel und Klappentext gerecht. Bei mir kamen in eben jenem Kapitel dann allerdings die ersten Zweifel auf, ob – zumindest für diese Thematik – wirklich genug recherchiert wurde, denn die Tatsache, dass die Polizei für die Ultras ein Feindbild darstellt, wird insgesamt eher als generelle Ultra-Mentalität ohne wirkliche Begründung dargestellt.

Leider wurde es nach dem Kapitel über die Polizei extrem einseitig: Ruf geht ab hier fast nur noch auf linksgerichtete Szenen bzw. Gruppen ein, für die der Kampf gegen Rassismus, Sexismus und Homophobie scheinbar wichtiger ist, als der eigentliche Fußball, um den es letzten Endes ja eigentlich gehen sollte. So wundert es auch nicht, dass sich insgesamt neun von 19 Kapiteln nahezu ausschließlich und zum Teil leider auch sehr einseitig mit diesen Thematiken beschäftigen. Einseitig heißt in diesem Zusammenhang definitiv nicht, dass auch Nazi-Meinungen in dem Buch hätten dargestellt werden sollen, das muss man sich wirklich nicht antun. Aber jene, zum Teil antifaschistischen, Gruppen, die in diesem Buch zu Worte kommen, werden von Ruf leider kaum bis gar nicht kritisch hinterfragt. Eben dieses kritische Hinterfragen sollte jedoch eines der Grundprinzipien aller Ultras und auch Journalisten sein.
Das dies nicht der Fall ist, wird bspw. mit Rufs Spruchbandbeispiel „Refugees Welcome“ eindeutig. Zu der Thematik kann man stehen wie man will, aber zumindest sollte man als Ultra (und auch als Nicht-Ultra) auch hier Pro und Contra abwägen, was die Verfasser des o.g. Spruchbands offensichtlich nicht gemacht haben, sonst würden sie wohl kaum pauschal alle Flüchtlinge bedingungslos willkommen heißen. Inwiefern solch ein Spruchband in einem Fußballstadion überhaupt Sinn macht, erschließt sich mir im Übrigen nicht. Insgesamt wird dieser große linkspolitische Teil des Buches so gut wie gar nicht kritisch hinterfragt. Sehr schade!

Da man weder anhand des Titels, noch des Untertitels, noch des Klappentextes einen dermaßen linkspolitischen und teilweise antifaschistischen Schwerpunkt des Buches feststellen kann, war ich zwischenzeitlich wirklich enttäuscht und gelangweilt. Nicht nur, weil hauptsächlich nur die linken Sichtweisen profund dargestellt worden sind, sondern weil kaum Gruppen, die bundesweit als unpolitisch - was laut Ruf und diverser linker Gruppen sowieso nicht geht - gelten, zu Wort kommen. Dass Politik nicht gleich Politik ist, sollte man Christoph Ruf wohl kaum erklären müssen. So kann man den Kampf gegen den modernen Fußball oder für fanfreundliche Anstoßzeiten nicht mit Themen wie der Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns oder der EU-Einwanderungspolitik vergleichen. Das Ruf und seine präferierten Gruppen dies anders sehen, wird dem Leser leider ziemlich schnell klar. Diese Einstellung wird dadurch untermalt, dass die als eher unpolitisch geltenden Gruppen respektive Szenen (Commando Cannstatt, Ultras Karlsruhe) lediglich auf elf Seiten thematisiert werden.

Insgesamt hat mir das Buch schon gefallen, aber die Mitte war einfach deutlich zu linkslastig und nicht differenziert genug. Wer sich mehr für antifaschistische als fußball- und fanpolitische Themen interessiert, wird mit dem Buch noch viel mehr Spaß haben als ich. Wer allerdings wirklich was über die Ultras im Allgemeinen lernen oder lesen will, wird nicht ganz auf seine (ihre [für die gender-geilen Leute]) Kosten kommen. Deshalb nur drei von fünf möglichen Sternen.
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