Kundenrezension

41 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Havers außer Rand und Band, 24. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Just One Evil Act (Inspector Lynley Book 18) (English Edition) (Kindle Edition)
Ich liebe Elizabeth Georges Inspektor-Lynley-Krimireihe. Seit Helens Tod, wenn nicht gar früher, hat die Qualität der Krimis allerdings nachgelassen. Beginnen wir mit dem Positiven: "Just One Evil Act" lässt sich lesen. Der Roman enthält einen hohen Havers-Anteil, die larmoyante Nervensäge Deborah St. James kommt nur marginal vor und Ardery wirkt sympathischer als sonst. So kurz die Kooperationen auch sind, so gefällt mir die Zusammenarbeit von Havers/Lynley mit dem italienischen Inspektor Lo Biano.

Was mir das Buch verdirbt: Havers' Verhalten. Eine starke Involvierung von Havers ist eigentlich Anlass für Freudensprünge. Hier hingegen verdirbt sie einem die Geschichte. Havers war schon immer etwas unkonventionell, aber hier handelt sie einfach inkompetent, irrational und lässt sich von ihren Gefühlen für den Professor korrumpieren. Hätte sie nur ein, zwei schwache Momente, ließe sich das tolerieren. Aber das ganze Buch über legt sie gefühlsbedingt einen Tunnelblick an den Tag, agiert störrisch und lässt jeden Berufsethos vermissen. Dass sie damit am Ende sogar durchkommt und für ihre unethische, korrumpierbare Polizeiarbeit quasi geadelt wird, schlägt dem Fass den Boden aus.

Weiterhin zehren die vielen Italienisch-Zitate den Lesefluss. Sie stören den Lesefluss und tragen nichts bei.

Unglaubwürdig finde ich: die Darstellung von Taymullah Azar, den Mord, der irgendwie keiner ist und die blassen Charakterisierungen. Wurde Haddiyah in den Vorgängerbüchern plastisch und lebhaft dargestellt, so ist sie in "Just One Evil Act" nicht mehr als eine kleine Schülerin. Schade auch, dass Lynley passiv ist. Dass sich vieles in Drehschleife wiederholt (die Interaktionen zwischen Barbara und dem Journalisten, die Interaktionen mit den Detektiven/Technikexperten, die Zusammenstöße des italienischen Inspektors mit seinem Vorgesetzten) wertet das Buch auch nicht gerade auf. Viele Handlungsstränge und -abzweigungen weisen Lücken auf - in Logik und gesundem Menschenverstand.

Ist das Buch empfehlenswert? Für eingefleischte George-Fans vielleicht schon. Leute, die nicht aus Prinzip jeden Lynley-Roman kaufen, sollten sich den Erwerb des Buch noch einmal durch den Kopf gehen lassen. 2.5 Sterne. Wäre Havers nicht komplett neben der Spur geschrieben, wären es drei geworden. So hat George leider einen ihrer Hauptcharaktere geköpft, da kaputtgeschrieben.
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.02.2014 10:51:11 GMT+01:00
annero meint:
Mir ging es beim Lesen des Buches so wie Ihnen. Während Lynley immer blasser wird, wird Havers immer selbstzerstörerischer und unberechenbarer.

Das Buch selbst ist zu ehrgeizig. Da wollte uns Elizabeth George wohl zeigen, wie vertraut sie mit Italien und den Italienern ist und herausgekommen sind dabei Stereotypen, die mich persönlich gelangweilt haben.

Was mich ganz besonders nervte, waren die italienischen Kurzsätze.

Es gibt leider viele amerikanische Schriftsteller, die der Versuchung nicht widerstehen können, ihre Bücher mit Sätzen in anderen Sprachen aufzupeppen. Meist ist offensichtlich, dass weder der Schriftsteller noch sein Editor die jeweilige Sprache beherrschen. Und ich warte noch auf das erste Buch, wo diese (oft sehr simplen Sätze) für die Handlung relevant wären.
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