Kundenrezension

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keane goes 80s..., 30. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Perfect Symmetry (Audio CD)
Eigentlich wollte ich nur mal lesen, was andere Hörer über die neue Keane denken, weil mir nach einigen Durchgängen bereits schwante, dass die Fanbase dieses Album spalten wird.
All denen die nun also meinen, "Perfect Symmetry" sei der Untergang, sei mal folgedes gesagt:
Eine Band ohne Gitarrist, die auf ihrem Erstling wunderschön intonierte Balladen mit einfachsten Strukturen eingespielt hat, wird wohl kaum jahrelang diesen Stil in gleicher Weise wiederholen können - sonst würden die Fans wohl irgendwann in Langeweile erstarren.
Schade, wenn Fans von vorn herein eine Abwehrhaltung einnehmen.
Als Beispiel seien die fast "baugleichen" Starsailor genannt, die mit ihrem letzten etwas rockigeren Album völlig baden gingen, obwohl es eine sehr ordentliche Platte war.

Wenn ich also keine Gitarre habe und mir diesbezüglich auch treu bleiben will, sind Synthies keine schlechte Idee. Die gab es aber auch schon bei UTIS in hoher Dosis.

Jetzt aber mal zum Album:
Die Auswahl von Stuart Price als Producer macht sich sofort mit dem Opener, der Single "Spiralling" bemerkbar - die ich nach einigen Durchläufen und anfälliglichem Zweifel voll ins Herz geschlossen habe.
Der Zug fährt gnadenlos Richtung 80s. Erinnert schwer an Duran Duran.
"The Lovers are losing" ist eine typische Keane-Hymne, die an sich klasse ist, aber vollkommen überproduziert wurde. Ich stimme den Vorrednern zu - hier wird es zum ersten mal sehr deutlich - das Tom Chaplins Stimme viel zu weit in den Hintergrund gemischt wurde,unter den Synthiewänden untergeht und teilweise regelrecht verfremdet klingt. Trotzdem ne Klasse Powerballade.
Bei "Better than this" wird jeder etwas Ältere beim Intro an David Bowies "Ashes to Ashes" denken, genau der Synthie feiert hier nach 30 Jahren Auferstehung. Eine schräge und sehr coole Nummer, vielleicht der beste auf dem ganzen Album - auch wenn das viele anders sehen werden.
Danach mit "You havent told me..." ein Ausfall, der abgedudelt und schlecht produziert daher kommt.
Nun also "Perfect Symmetry" - was haben die H&F-Freunde denn? Eine lupenreine, wunderschöne Ballade ohne Bombast und Ballast. Erinnert ein bißchen an "Bedshaped".
"You dont see me" folgt als Lückenbüßer mit schwachem Songwriting, Song vorbei und gleich vergessen.
"Again and Again" ist eine schöne Up-Temponummer, einziger Nachteil der billige Synthie am Anfang.
"Playing along" dann wieder schwach, rein raus und so oft "turn up the volume" zu singen führt eher dazu das jeder leiser stellt.
Dann kommt mit "Pretend" der absolute Tiefpunkt, nervig-heiterer Radiobeat, uhuh-Chorus - braucht wirklich niemand.
"Black burning Heart" geht dann wieder voll ins Herz, auch wenn das Fehlen des französichen Schmeichlers zum Ende auch kein Verlust gewesen wäre.
"Love is the End" schließt als schöne Ballade ab und kann ganz gut mit "Try again" verglichen werden.
Fazit: 7 von 11 gefallen mir - sicher kein Jahrhundertalbum, aber schon eine ordentliche Fortsetzung der Vorgänger.
Die Elektrospielereien sind teilweise gut gelungen, oft aber auch übertrieben und speziell die künstlichen Hintergrundchöre stören nicht selten.
Ich freu mich aufs Konzert und würde den Jungs raten, beim nächsten mal einen anderen Producer zu holen - Elbow hat dieses Jahr vorgemacht wie man ein perfektes Melanchopop-Album macht, am besten mal anrufen.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.05.2009 11:19:45 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.05.2009 11:20:08 GMT+02:00
Chefmaus 68 meint:
Diese Rezension enthält mindestens neun Kritikpunkte am Album (überproduziert, Stimme zu weit runtergemischt, Ausfall, abgedudelt, schlecht produziert, Lückenbüßer, schwaches Songwriting, billiger Synthie, schwach, absoluter Tiefpunkt, nervig-heiter, braucht wirklich niemand, übertrieben, künstliche Hintergrundchöre stören ...) - sorry, aber dann verstehe ich die 4 Sterne nicht.
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