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Nick Hornby auf dem Deck,
8. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Slam, 6 Audio-CDs (Audio CD)
Wie geht das? Nick Hornbys -'Slam- scheint, jedenfalls hier bei amazon, die Hörer, oder auch Leser, völlig unterschiedlich anzusprechen. Es gibt eine Menge Bücher oder Filme, bei denen ich diese unterschiedlichen Reaktionen bestens verstehe, bei 'Slam- bin ich jedoch ein wenig verwirrt.
Die meisten Nick Hornby-Leser mögen den Stil und die Storys des Engländers. Ob '-Fever Pitch- -High Fidelity- oder -'A long way down-, Hornby ist immer am Puls der Zeit. Er weiß, wie die Protagonisten, gäbe es sie in der realen Welt, sprechen und handeln würden. Sein Humor ist speziell, detailgetreu und intelligent. Seine Beobachtungsgabe bringt verworrene Sachverhalte explizit auf den Punkt. Oft braucht Hornby dafür nicht mehr als ein paar Sätze oder eine hingeworfene Bemerkung. Das hat Klasse und ist überaus unterhaltend.
Genau diese Eigenschaften weist -'Slam- auf. In diesem Roman erzählt Hornby aus der Sicht des 15jährigen Skaters(Das ist ein Skateboarder!) Sam, der die gleichaltrige Alicia kennen lernt. Die beiden schlafen zusammen und Alicia wird schwanger. Eigentlich eine alltägliche Geschichte, mag man denken. Aber Sam ist selbst Sohn einer Mutter, die ihn mit 16 Jahren zu Welt brachte und Alicias Eltern fühlen sich gegenüber Sam und seiner Mutter irgendwie ein bisschen -besser-. Na ja, und dann hat Sam noch dieses Tony Hawk(Das ist DER Skater)-Poster an der Wand hängen. Haben ja viele Jugendliche. Aber nicht jeder spricht mit einem Poster und wartet darauf, dass der abgebildete Skate-Gott auch noch Ratschläge gibt. Sam macht genau das! Und lernt dabei fürs Leben. Das ist allerdings schwer genug. Sam und Alicia schippern von einer Krise in die nächste, sind zusammen und wieder auseinander. Das Leben geht dabei gnadenlos weiter...
Berichterstatter dieser jugendlichen Eltern-Beziehung ist Nick Hornby; mit Leib und Seele. Er versetzt sich gekonnt in die jungen Eltern hinein und zeigt uns ihre Sicht der Dinge. Das ist in jedem Fall gelungen.
Die gekürzte Hörbuchversion zerreißt den Stoff nicht. '-Slam- kommt in einem Guss rüber. Matthias Schweighöfer liest auf den sechs CDs mit voller Hingabe und erinnert mich manchmal an den jungen Klaus Hoffmann. Schweighöfer findet Hornbys Pointen und bringt sie ohne Verlust an den Leser. Ich habe mich gut unterhalten und fand vom Schmunzeln bis zum lautstarken Lacher jede Nuance des Nick-Hornby-Humors wieder.
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