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3.0 von 5 Sternen Gleis eins: bitte einsteigen!, 28. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Leaving Babylon (Audio CD)
Seit knapp 15 Jahren gehört Covenant zu meinen persönlichen Top 10. Es vergehen durchaus mal mehrere Jahre, bis die Schweden wieder eine neue CD veröffentlichen. Fünf Jahre gingen zwischen "Skyshaper" und "Modern Ruin" ins Land. Um so überraschter war ich, dass die Halbwertszeit das Warten um die Hälfte reduzierte und der neue Silberling bereits nach zweieinhalb Jahren in den Läden steht. Hier meine Bewertung der einzelnen Titel:

1. Leaving Babylon

Sehr komprimiert und etwas noise-lastig beginnt der Opener des neuen Albums der Schweden. Eskil Simonssons Stimme wird immer wieder von offiziellen Stimmen aus der Welt der Angestellten und Beamten unterbrochen. Monotonie pur - Monarchie und Alltag. Aber ohne Fehlfarben. Ich sage mal: drei Sterne.

2. Prime Movers

Durchdesigned bis in die letzte Ecke startet der zweite Song von Covenant. Ich war voller Erwartungen und wurde bereits nach wenigen Takten eher enttäuscht. Das ist so Standard-Programm. Electro-Patterns, die die Schweden schon seit 1995 im Programm haben. An sich nichts Schlechtes - aber auch nicht wirklich etwas Neues. Von daher: zwei Sterne.

3. For our Time

Uncut Diamond. Roh und ungeschliffen startet der Song mit der tollen Stimme von Eskil Simonsson. Allerdings nimmt der Song im Lauf der Zeit kaum Fahrt auf, sondern verliert sich in erstaunlich langweiligen Lyrics und mausert sich überhaupt nicht. Ein Lückenfüller und für mich enttäuschend: nur einen Stern.

4. Thy Kingdom Come

Cembalo-Intro mit interessanten Sounds aus der Electro-Schublade. Und kaum einen Wimpernschlag später ist man voll drin: in der Welt von Covenant in Reinkultur. Alles ist bekannt und vertraut, aber trotzdem angenehm. Wie nach Industrie-Standard. Ich lehne mich zurück und denke: es ist so viel Zeit vergangen. People come, people go. Toll. Fünf Sterne.

5. I Walk Slow

Sanfte Gitarrenklänge nach einigem Noise und Rückkoppelungsgeheul können nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Song eher so BETA-Status hat. Für mich entwickelt er kaum Spannung - alles bleibt auf dem gleichen Level. Eher schwach - von daher: nur einen Stern.

6. Ignorance & Bliss

Yeah! Endlich! Endlich genau das, worauf ich gewartet habe! Der Arpeggiator tut pflichtbewusst seinen Dienst, der Fairlight verlängert die Nullen und Einsen zu einem orchestralen Chor - und schon nach einem Bruchteil von Sekunden bin ich live dabei. Nicht alles ist neu, was glänzt, aber der Song macht Spaß und Laune. Zumindest eine zeitlang. Bei 01:41 gibt's einen seltsam-versöhnlichen Einschub, der überhaupt nicht zum bisherigen Verlauf passt. Wo bin ich hier gelandet? In einem Aufzug? Ist das amerikanische Aufzugs-Musik? Ich musste an OMD in ihren besten oder schlechtesten Zeiten denken. So toll der Song begonnen hat, so unglaublich flach endet er. Schade - das hätte eine richtig große Sache werden können. Tut mir leid - nur drei Sterne.

7. Last Dance

Das "Monochrome" der Neuzeit. Oder war es "Call the ships to port"? Egal - ein starker Song. Mit dem ja eigentlich kaum jemand gerechnet hat - in diesem Sommer. Von Covenant. Aber egal - mir gefällt er nicht so gut. Aber das ist ja Geschmacksache. Objektiv betrachtet ist er toll - von daher: fünf Sterne.

8. Auto (Circulation)

Hier haben wir auch wieder die "Ahs" und "Ohs" aus dem Fairlight, die man ja schon seit "West End Girls" der Pet Shop Boys kennt. Ein Beweis, dass auch Dinge, die fast dreißig Jahre alt sind, heute immer noch gut klingen können. - Das aber eher als Ausflug in die Geschichte der Elektronik. Und der Musik. - Der Song ist etwas bemüht, aber durchaus nicht schlecht. Nur kommt er kaum in Fahrt - plätschert eher so vor sich hin. Objektiv betrachtet. Subjektiv mag ich ihn - vier Sterne! Typisch Covenant eben.

9. Not To Be Here

Seltsamer Lückenfüller. Ich würde am liebsten keinen Stern vergeben. Also: einen Stern. Sorry, boys!

10. Unnamed

Der Song beginnt aseptisch wie einst bei Kraftwerk oder Tangerine Dream. Und setzt so auch seinen Weg fort. Verzerrte, verlangsamte Stimmen untermalen das Hochmoor. Etwas überrascht war ich schon, dass Covenant die Hörerinnen und Hörer so kraftlos in die Ewigkeit entlassen. Aber wahrscheinlich ist das dann einfach so. Bis zum nächsten Flug zum Mond. Oder Mars. Oder wohin auch immer. Gibt hier nur einen Stern.

Drei Sterne für die CD. Ich freue mich auf den nächsten Live-Act der Sound-Tüftler aus Schweden. Live sind sie unschlagbar mit ihrem Repertoire an Songs. Stalker - let's go!
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