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Kundenrezension

28 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ICH BIN EIN MANN UND LIEBE TWILIGHT!!!, 4. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Eclipse - Bis(s) zum Abendrot (Fan Edition) [2 DVDs] (DVD)
Höhöhö, ja so isses. Und ich bin ein Fleischfresser, der zünftige Steaks mag, ein Sachse, der Bockwurst mit Kartoffelsalat verehrt.. ach ja, und ich bin heterosexuell und das ist auch gut so. So, jetzt aber jenuch der peinlichen Elogen à la Wowereit.

Es war Liebe auf den ersten Blick. Bellas leidenschaftsloser drogenvernebelter Blick von einem Plakat herab hatte mich schon in Twilight I unheilbar behext. Spätestens bei den drei Trendsetter-Spitzzähnchen Feuerlocke, Hip-Hop-Vamp und James Blond, die auf einem Fließband mit schnuffigen Wölkchen herangeschwebt kamen, und eine Partie Vampirbaseball verdelten, war ich Twilight & Konsorten rettungslos verfallen.

Jaja, Twilight. Das bringt uns zum hiesigen Filmchen. Selten so einen unfreiwillig komischen Unfug gesehen - selbst bei Hangover habe ich nicht ansatzweise so viel und laut gelacht. Und doch, Twilight hat seine Faszination für mich, wie jeder Hype um ein grottenschlechtes Werk, das nichtsdestotrotz Millionen zu paralysieren weiß. Warum eigentlich? Warum dreht sich das ganze wonnigliche Filmchen eigentlich um diese unscheinbare dumme Gans namens Bella? An der ist doch nichts dran, oder?

Esel ich! Da stelle ich mir die halbe Zeit diese Frage und habe damit die halbe Zeit die Antwort vor Augen: Ein unscheinbares dummes Ding - von einem tadellosen Gentleman hofiert und einem kernigen Naturburschen verehrt. Zusammen gegen Sinn und Vernunft, zusammen gegen die Welt. Ein banaler Jungmädchentraum ohne jeden Sinn und wichtiger noch ohne jede Tiefe. "Fehler dürfen gemacht werden, schließlich sind wir jung..."- feuert ein dummes Schulmädchen mit stupiden Revoluzzerstolz von der Kanzel hinab. "Macht Liebe.." Oh Gott.

Nur eines geht mir nicht in den hölzernen Schädel herein. Twilight und die liebe Liebe. Meiner Treu, was hier für steife P-h-r-a-s-e-n geschwungen werden, da hätte selbst ein Shalkespeare seine wahre Freude, bevor er sich mit einer Kugel durch den Kopf einen Rest an Gehirn zu retten weiß.

Klar, davon lebt Twilight: Das diese platte Phrasengedresche b-i-e-r-e-r-n-s-t genommen wird. Ich hab's versucht und es funktionierte... o Gott, welch hehre Liebe, welch trautes Paar... anderthalb Sekunden später machte es *klirr* und ich warf einen Blick auf dieses Jammertal, was sich unter den geschnurrten Plattitüden versteckt, und konnte nur noch hilflos auflachen.

"Desto größer die Lüge, desto eher wird sie geglaubt." Treu enough. Die sog. "Liebe" von Edward und Bella wird zelebriert, bezeugt, dauerbeschallt, heruntergeleiert, pompös ausgebreitet und endlos bekniet - und ist so falsch und unehrlich wie Champagner aus Burgund. Nicht ein einziges Mal konnte ich diesen Möchtegern-Verliebten ihre Rollen abnehmen. Keine Chemie, nur sinnfreies Liebesgeholze. Belle Bella springt von einem Kerlchen zum nächsten, trägt mal dessen Armband, um im nächsten Augenblick das nächste Jüngelchen am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen. Gottlob sind ihre Jungs ebenso platonisch wie sie heilig. Und weit und breit kein Mann in Sicht...

Schauspielerisch ist das Liebestriangel eine einzige Peinlichkeit. Eddie ist die kastrierte Hühnerbrust, Jakey hat seinen bockigen Kleinkind-Blick noch immer nicht abgelegt und Bella ist die gewohnte Eisprinzessin, die so emotional tot und abgeklärt divenhaft daherkommt, dass ich den Sieger beim Rennen um ihre Hand nur bemitleiden kann.

Unter'm Strich: unschlagbar amüsant der Film. Mir fällt auf Ehre kein weiterer Film geschweige denn ganze Reihe ein, bei der ich so oft schallend lachen muss und den Rest der nie wirklich langweiligen Zeit dergestalt dauerfeixe, -gluckse, -grinse,- schmunzele und die Mundwinkel so herrlich wohltuend nach oben verziehe. Augenblicke wie die trinitäre Nacht im Zelt sind einfach nur episch, episch und nochmal episch. Höhöhö.

Wenn ich allerdings einmal meinen gestrengen Blick von diesen lausigen Gestalten abwende, kann ich dem Regisseur nur die Ehre entbieten, die er auch verdient: handwerklich genial. Es ist erstaunlich, wie sich die Nebenfiguren langsam an ihr tragisches Schicksal als Schauspieler in dieser läufigen Reihe gewöhnen und ungewohnt auftrumpfen. War es sonst nur die grüne Ashley, so vermochte mich nunmehr der sonst so knuffige Jasper schwer zu begeistern. Irre gut, der Junge, unheimlich abgeklärt und cool. Auch Billy Burke als Bellas Vater und die anderen Cullens spielten auf ungewohnt hohem Niveau. Interessanterweise hat der Regisseur aus seinen Nebenfiguren eine "Tiefe" herausquetschen können, die ich angesichts des banalen Quarks durchaus gelungen fand. Wenn Eddies blondes Schwesterlein von ihrer Verwandlung zum Vampir berichtet, dann habe ich ironischerweise nicht die Spur grinsen können - vielmehr hat es mich erstaunlich bewegt, so dass es mich im Anschluss schwer geärgert hat, wie die dumpfe Bella ein "Ich verstehe Dich!" absondert, ohne dass sie auch nur ansatzweise echte Gefühle verstehen kann und die Tragik dieses Augenblicks - wie so ziemlich alle Augenblicke, an denen sie beteiligt ist - in den banalen Dreck zerrt.

Im Übrigen ist die Inszenierung schwer gelungen, die Kämpfe perfekt durchchoreographiert (mit Ausnahme der Porzellan-Vamps) und Musik& Kamera sind toll und toller. Ohne das Liebesdreieck hätte es glatt ein guter Film werden können.

Fazit:

4 Sterne für eine handwerklich perfekte Kriegserklärung an echtes Liebesdrama.

"Unsäglich platt" oder "grausig banal" wären zwar in der Tat die korrekten Bezeichnungen. Da es sich aber vorliegend um eine bügelbrettflache Teenieschmoranze handelt, ziehe ich nur einen Stern für die Falschheit des Liebesgebrabbels und die leider allzu verschenkte und noch bedauerlicherweise ausgetauschte Victoria ab.

Wer im Übrigen einmal ein echtes Liebespaar sehen will, der sollte sich die wenigen Szenen von Jasper & Alice anschauen, deren wenige Liebesbekundungen mit mehr Finesse und echter Emotion ausgefüllt waren, als diese jenen Kitsch-Hülsen.
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1-10 von 20 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.01.2011 00:10:17 GMT+01:00
kamelin meint:
He, du Breitmaulfrosch, jetzt mal Butter bei die Fische: Gehörst du zur Edward- oder Jacob-Fraktion. Überleg dir deine Antwort gut, denn davon hängt mein hilfreich-Klick ab *mitDemFingerÜberDerEntertasteSchweb*

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.01.2011 13:09:00 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.01.2011 13:22:40 GMT+01:00
Chilischote meint:
Werd mich hüten, da allgemein bekannt ist, dass Frau Kamelin gnadenlos mit der Breitaxt halb Köln zerlegt, wenn ein Twilighter sich als Eddiist outet ;o)

Na keine Sorge, ich gehöre zu keiner Fraktion. Empfinde beide als versoftete rückgratlose Waschlappen. Der Eine kastriert, der andere bockig wie ein Kleinkind. (Ui, diese Einschötzung fehlt ja noch in meiner Rez. Danke für den Anstoß.) Not my Chauvi-Style.

Quak.

Dem Non-Hilfreich-Klick mit mildem Blicke entgegenseh
TwilighterMacSchote

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.01.2011 03:50:46 GMT+01:00
Icelily meint:
Unter dem Aspekt "Faszination des Grauens" kann man dem Film wohl tatsächlich 4 Sterne geben - vielleicht muss ich meine Bewertung noch einmal überdenken. Allerdings bin ich beim Handwerkszeug anderer Meinung. Die Maske ist eine Katastrophe (Puderränder, hervorblitzende Bodysuits, verrutschte Kontaktlinsen, Bellas sich magisch verändernder Perückenansatz) und die deutsche Übersetzung (jaja, curiosity killed the cat) potentiell gesundheitsgefährdend.

Nä, selbst unter den Kriterien einer Teenieschmonzette kann ich mich nicht dazu durchringen, mehr als zwei Sterne für die wenigen Juwelen unter den Schauspielern zu geben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.01.2011 11:25:29 GMT+01:00
kamelin meint:
@Chili
Das mit dem Eddiist hast du schön gesagt .o)

@Eislilie
Die Maske fand ich auch eine Katastrophe. Man konnte ohne zu blinzeln Bellas Haarteile erkennen. Das mit den Puderrändern war im 1. Teil sogar noch schlimmer.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.01.2011 12:47:08 GMT+01:00
Chilischote meint:
@K.

Beim Jacob waren mir bzgl. der Bezeichnung die franz. Guillotinisten lange voraus. ;o)

@ E.

Potzdonner, da sieht man mal wieder, wie die Preferenzen das eigene Bild variieren. Mir als Kerl sind die von Dir kritisierten Schlampereien nicht die Spur aufgefallen. Was die Übersetzung angeht, nerven mich eher die selten monotonen dt. Sprecher, weswegen ich den O-Ton bevorzuge, auch wenn die Stimmen da auch nicht viel besser klingen.

Doch doch, 4 Sterne passen schon. Bei 'ner oberflächlichen Teenieschmonzette kann man schlecht anspruchsvolles Schauspiel der Hauptdarsteller erwarten. Ist per Definition oberflächlich u banal. Und der Regisseur hat's weiß Gott probiert, Tiefe reinzubekommen. War aber aufgrund der Vorlage zum Scheitern verdammt.

Veröffentlicht am 06.01.2011 16:01:55 GMT+01:00
Waldelfe meint:
Also ich muss schon sagen; diese Rezension ist endlich mal was anderes, als dieses banale runtergejammer der meisten Rezensenten. Oder diese ,,Vier-Sätze" Rezensionen.
Ich selbst würde dem Film zwar weniger Sterne geben; aber diese Rezension ist spitze. Ich musste wirklich grinsen.
Mehr davon!!!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.01.2011 20:12:03 GMT+01:00
Chilischote meint:
"Vier-Sätze" Rezensionen? Sooo lang? Die hast Du aber nicht auf Amazon gesehen!

Und Danke! Komplimente sind der einfachste Weg ins chillige Herz; ich geb's zu, ich bin da einfach zu haben. ;-)

Da ich davon ausgehe, dass der letzte Twilight-Teil konsumentenfreundlich in 4 Teile gesplittet wird und auch Frau Meyer bienenfleißig weitere Abkömmlinge à la "Sicht von Jasper auf Twilight", "Sicht vom Papa auf's Twilight", "Sicht des Hausmeisters" auf Bella & Edward, etc. etc. produzieren wird, gibt's noch viele nette Schmalspurpolemiken von mir.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.01.2011 07:51:47 GMT+01:00
S. K. meint:
Hallo Chilli !

Ich persönlich habe ja nichts gegen die Twilight-Reihe. Ist nichts besonderes, aber auch nicht SO unterirdisch dass man es sich nicht wenigstens einmal (!) ansehen kann. Das Splitten des Finales, das du gerade passend eingeworfen hast, ist aber wirklich das Letzte. Harry Potter, Twilight... Narnia wäre wohl irgendwann der nächste Kandidat für "Eine Verfilmung, die man auf keinen Fall im Ganzen sehen darf".

Wird es irgendwann wieder eine Zeit geben, wo man komplette Filme zu einzelnen Buch-Adaptionen bekommt ? Furchtbar, was wir der bösen "Matrix" zu verdanken haben. Dass Cliffhanger der übelsten Sorte mal in Mode kommen, hätte ich mir nie zu (alb)träumen gewagt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.01.2011 09:29:53 GMT+01:00
kamelin meint:
HAHAHA - Chilli, was sagst du nun? Ich bin also nicht die Einzige, die mit dir chillen will *abroll*

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.01.2011 13:59:41 GMT+01:00
Chilischote meint:
@K1
Na, ich habe doch auch nichts gegen Twilight und früher oder später werde ich mir diesen Unfug nochmal reinziehen. Mir Bier, Flips und Kumpels.

Das Splitten selbst seh ich nicht so eng, wenn es nur vom einem kompetenten Regisseur/Drehbuchautor für nötig befunden worden wäre und nicht reiner Profitauswalzung entspringt.

@ K2
Oh la la, Frau Kamelin will mit mir abchillen... Wann und wo, Gnädigste? ;-p
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