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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen King Crimson - In The Wake Of Poseidon (1970), 4. Juni 2007
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Rezension bezieht sich auf: In the Wake of Poseidon (Audio CD)
Was könnte wohl schwieriger sein, als für das einflussreichste Progressive Rock Album der letzten 30 Jahre (In The Court Of The Crimson King) einen Nachfolger zu schreiben? Nicht viel, dennoch stand die Truppe, die ihr Line-Up gewaltig geändert hatte (Mike Giles und Ian McDonald gingen weg, Keith Tippet und Gordon Haskell kamen dazu), um Gitarristen und Songwriter Robert Fripp genau vor diesem Problem. Nebenbei, es wurde nicht weniger dämonisch, phantastisch und progressiv als auf In The Court Of The Crimson King gelöst.

Nach einem kurzen Intro "Peace - A Beginning" mit wunderschönen Vocals von Greg Lake, beginnt schon das erste vieler zentraler Lieder des Albums: "Pictures Of A City". Wie auch schon bei "21st Century Schizoid Man" jaulen erst einmal die Jazz - Bläser mit einem genialem Haupt-Thema auf. Danach kommt ihr Sänger, Greg Lake, mit einer dämonisch klingenden Stimme hinein: Eine Stadtszene wird beschrieben. Selbstverständlich dürfen auch die langen Instrumentalen Läufe und ewige Free Jazz auswüchse nicht fehlen. Insgesamt einer der stärksten Titel des Albums, wahrscheinlich ihres ganzen Back Kataloges. Als nächstes kommt "Cadence And Cascade". Ein recht nette, aber belanglose Akustische Ballade. Diesmal allerdings mit Gordon Haskell and den Vocals. Der nächste Song "In The Wake Of Poseidon" ist da schon intresannter. Den Einstieg bestreitet das Crimson'sche Mellotron. Dann kommt Greg Lake mit wunderbaren apokalyptischen Vocals dazu. Das Lied ist sehr mit z.B.: Epitaph oder Moonchild vom Debut vergleichbar. Nur das es genau die richtige Länge hat um den Zuhörer zu verzaubern. "Peace - A Theme" ist ein kurzes Akustisches Solo von Robert Fripp in welchem er beweist, dass er auch ab Morgen als Jazz Gitarist auftreten könnte - Solo oder mit Band. Das nächste Lied "Cat Food" nimmt Emerson, Lake & Palmer vorweg. Greg Lake ging nämlich kurz nach der Fertigstellung von "In The Wake Of Poseidon" zu Keith Emerson Um ELP zu gründen. "Cat Food" ist sehr stark Synthesizer betont und wurde als Single mit der B-Seite "Groon" aus dem Album ausgekoppelt. Als nächstes beginnt die zentrale Suite des Albums "The Devil's Triangle" mit ihren drei Parts "Merday Morn", "Hand Of Sceiron" und "Garden of Worm". Eines vorweg: Es wurde im Bereich der Modernen Klassik vielleicht nie etwas gruseligeres aufgenommen. Insgesamt mutet das Stück wie ein bisschen wie ein Synthesizer-Marsch an. Für alle die genau zuhören: Ein kurzer Backing-Chor in einer der Freejazz Phasen ist aus dem Lied "In The Court Of The Crimson King" vom gleichnamigen Alben genommen. Anbei muss Ich sagen das dies ein netter nicht zu auffälliger Kommentar ist. Mit dem kurzen "Peace - An End" endet das Album auch schon wider und die phantastische Traumreise ins Universum ist beendet.

King Crimson haben es geschafft fast "In The Court Of The Crimson King" zu übertreffen. Auf jeden Fall klingt das Album soundtechnisch und kompositorisch sehr danach und nicht umsonst hat ein Kritiker damals gesagt: Wenn Wagner einer Rockband beigetreten wäre, dann wäre es wohl King Crimson gewesen. Phasenweise wirkt das Album noch radikaler als alles was sie davor oder danach gemacht haben.

Anspieltipps: Pictures Of A City, Cat Food

Zum Weiterhören: In The Court Of The Crimson King

Artverwandtes: Deloused In The Comatorium (The Mars Volta)
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.02.2009 01:35:58 GMT+01:00
G. Claußen meint:
Hey, der größte Teil von "The Devil's Triangle" ist immer noch Gustav Holsts "Mars" entlehnt, was so schon mal gar nicht in den Bereich moderner Klassik fiele. Dennoch machen Crimso den Song mit einer viel düstereren Instrumentierung, den gemeinen Pausen mit dem Ticken der Uhr und dem schrägen Ende zu einer echten Grusel-Nummer.

Der Rest des Albums ist dagegen ziemlich gewöhnlich und kopiert unbedarft das Debütalbum, aber eine Rezension will ich jetzt nicht dazu schreiben.
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