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Kundenrezension

40 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wie man zwei Filmreihen auf einmal zerstört, 10. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Alien vs. Predator [2 DVDs] (DVD)
Zunächst einmal sei gesagt, dass die Century3 Edition wohl die fetteste Edition ist, die man bekommen kann - sei es von Aliens, Predator oder eben diesem Film, der beide verbindet. Wer also auf Specials und Hintergrundinfos steht und nach einer Edition von AvP sucht, sollte zugreifen.

Aber worum geht's in diesem Film eigentlich? Ganz einfach:

Die Weyland Corporation findet im Eis der Antarktis eine alte Pyramide, die sich langsam aufheizt. Zusammen mit einem unschuldigen (und völlig hilflosen) Forscherteam untersucht man das Teil und findet heraus, dass es sich um einen Tempel der außerirdischen Trophäenjägerrasse der Predators handelt, die hier ihr Männlchkeitsritual abziehen: Kämpfen gegen Aliens als Männlichkeitsbeweis. Eigens dazu ist eine Alienbrutstätte der fiesen Viecher im Bauch der Anlage integriert. Dass die Königin der Aliens aus ihrem "sicheren" Gefängnis abhauen kann, sollte man sich an zwei Fingern ablesen können, genauso wie das zeitige Ableben der Forschergruppe und der Tatsache, dass die Story hier nur Mittel zum Zweck ist.

Der Film spricht auf jeden Fall jeden an, der die Predator- und Alienfilme mochte. Allerdings sollte man sich darauf gefasst machen, eine Comciverfilmung zu konsumieren und nicht in Gigerschen Bilderwelten zu schwelgen oder beinharte Action abzufeiern. AvP ist nicht annähernd so spannend, nicht im Ansatz so atmosphärisch und bestimmt auch nicht so anspruchsvoll wie Mama und Papa (ich unterstelle Predator 1 an dieser Stelle mal irgendeinen Anspruch... vielleicht den Anspruch konsistent zu sein?).

Bevor der Film negativ kritisiert wird, hier jedoch zunächst einmal die positiven Seiten des Streifens: Zunächst einmal punktet er wegen seiner Hauptfiguren - nicht der menschlichen, versteht sich - die man endlich mal wieder auf der großen Leinwand bestaunen darf. Dann macht es einfach Spaß mitanzusehen, wie sich diese Hauptfiguren gegenseitig prügeln als wären sie Hulk Hogan und der Undertaker. Außerdem wird die Fusion von Aliens und Predatoren ganz gut plausibilisiert. Kurzum: Der Film macht irgendwie Bock.

Nun zur subjektiven Klugscheißer-Kritik eines Alien- und Predator-Fans: Abgesehen davon, dass, wie erwähnt, keine Atmosphäre aufgebaut wird, kommt der Film teilweise lächerlich rüber. Ich konnte mir im Kino ein Lachen nicht verkneifen, als die Hauptdarstellerin zusammen mit einem Predator Seite an Seite in Slowmotion durch einen Korridor rannte. Das sieht zu sehr nach amerikanischem Pathos aus. Die schlechte Story hatte ich damals schon erwartet und mich drauf gefreut. Eigentlich mag ich auch Paul W. Anderson (den Regisseur des Films), der so gnadenlose Brüller wie "Mortal Kombat", "Resident Evil: Apocalypse" oder (ganz groß) "Starforce Soldier" abgeliefert hat. An den Alienstoff hätte ihn Bern Eichinger jedoch nie ran lassen dürfen. Die Alienfilme sind anerkannte Kunstwerke und ich hänge mich mit dieser Behauptung nicht weit aus dem Fenster. Paul Anderson einen Alienfilm anzuvertrauen ist ungefähr so wie ein vierjähriges Kind die Fluchtpunktperspektive zeichnen zu lassen: Es malt trotzden alles zweidimensional. Dieser Film ist ebenfalls zweidimensional und zwar in jeglicher Hinsicht: Die Charaktere sind zweidimensional, wenn überhaupt, die Handlung ist so linear, dass ich ihr die zweite Dimension aus Mitleid schenke und die Optik ist irgendwie auch nicht wirklich tiefsinnig. Hinzu kommen Dialoge, die eigentlich gar keine sind, sondern nur leere Phrasen ohne tieferen dramaturgischen Sinn. Naja, egal, denkt sich meine Tüte Popcorn und leert sich wie von selbst weiter - die verträgt sich nämlich ganz gut mit dem Streifen. Was dem geneigten Fan der verwursteten Filmreihen jedoch böse aufstößt sind die zahlreichen Brüche mit den Originalfilmen.

Hier spricht der Nerd:

- In Alien 1 bis 4 ging es unter anderem darum, die Biester von der Erde fern zu halten. In AvP sind sie schon seit Jahrtausenden dort - so what?

- Lance Henriksen, der in AvP den Gründer der Weyland Corporation spielt, spielte auch schon in Aliens und Alien3 mit: Als Bishop, ein Androide der Weyland-Yutani Corporation. Eigentlich eine nette Idee, Bishops Modell als Hommage an den Gründer der Firma darzustellen - geht nur nicht auf. Weil Henriksen in Alien3 zudem den KONSTRUKTEUR des Androiden spielte. Und der lebte leider ein paar hundert Jahre NACH AvP! Argh...

- Aliens brauchten in den Original-Filmen mindestens einen Tag zum Brüten. In AvP schaffen sie das in nicht mehr als 15 (!) Minuten...

- In Alien 4 clonen Wissenschaftler Ripley mit altem Genmaterial von Fury 161 (der Planet aus Alien3). Damals schon nicht 100%ig konsistent zu den Vorgängern, jetzt noch bescheuerter: Auf der Erde befindet sich ja anscheinend pfundweise Genmaterial der Aliens. Warum macht sich die Corporation die nächsten vierhundert Jahre also all diese Mühe an die Viecher dran zu kommen? Gut, der Kritikpunkt schlägt in die Kerbe des ersten...

- Trotzdem noch so einer: Aliens überleben das Vakuum des Weltraums, haben einen verflucht dicken Panzer, sind so ziemlich der perfekteste Organismus, den sich kranke Hirne je ausgedacht haben. In AvP (alle die den Film noch nicht gesehen haben die nächsten Zeilen überspringen!!!) wird die Königin jedoch endgültig fertig gemacht, indem man sie eine Klippe runter wirft. Sie fällt ins Wasser und... erfriert? Ertrinkt? Stirbt beim Aufprall? Okay... Aber he! Is doch cool für die Corporation, sie hätte die Jahrhunderte über einfach mal tauchen müssen, um eine Alienqueen zu bekommen, die in der Zwischenzeit sicherlich einen Unterwasserhive angelegt hat, mit Pinguinen und Robben als Wirten für ihre Brut!

- Die Predatoren kommen immer nur in den GANZ HEISSEN Sommern auf die Erde. Gut, dass sie in ihren Tempel eine Zentralheizung eingebaut haben, schließlich liegt der unter hundert Meter Antarktiseis begraben.

- Predatoren sind ziemlich weit fortgeschritten. Sie reisen durch den Weltraum und ballern mit Plasmakanonen und können sich nahezu unsichtbar machen. Sie sehen die Wärme von Lebewesen, können sogar auf verschiedene Sichtarten zurückgreifen, um kalte Lebewesen zu erkennen (siehe z.B. Predator 2). Blöd, dass sie trotzdem ÜBERSEHEN, dass einer ihrer Leute von einem Alien infiziert wurde und ihn seelenruhig mit in ihr Schiff nehmen - medizinische Standartuntersuchung wo bist du?

Nun gut, genug gemeckert, weil der Film trotzdem bockt und auch trotzdem gesehen werden sollte. Allerdings sei jedem, der die Originalreihen nicht oder nur teilweise gesehen hat befohlen, vorher die Wissenslücken zu füllen und dann diesen Streifen mit dem nötigen humoristischen Abstand zu betrachten.

Freuen wir uns auf AvP Teil 2, der für Dezember 07 angekündigt ist und sich näher an den Originalen orientieren soll. Der ist dann auch R-Rated (also FSK ab 18) und nicht ab PG-13, wie Teil 1. Also wieder Stoff für große Jungs und Mädels...
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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 14.02.2008 00:06:16 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.02.2008 00:06:40 GMT+01:00
Bernd Eichinger hat natürlich nichts mit AvP zu tun. Wer hier gemeint war, war John Davis.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2008 15:07:03 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.03.2008 15:07:26 GMT+01:00
Liquidus meint:
Tolle Rezension, der Nerd-Part hat mir besonders gefallen (^^), da mir als Alien und Predator Nerd diese Punkte ebenfalls aufgefallen sind. Nur das mit der Königin lässt sich vielleicht erklären, sie war nämlich an dem Gerüst, das aussah wie ein Wassertank, durch die ganzen Ketten verwickelt, und das Gewicht des Tanks hat sie mit runtergezogen. Ertrunken ist sie nicht gerade, aber sie kann da wohl auch nicht mehr raus. *NERD-Mode aus*

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.03.2008 21:39:40 GMT+02:00
Kasabian meint:
Es gibt Fehler in dem Nerdpart.
1. Der Konstrukteur in Alien3 war ein Roboter darum ist Replay ausgeflippt und hat das vertrauen an die Leute verloren da sie wusste, dass die Leute nur an die Aliens scharf sind.
2. Die Aliens sterben im Weltraum. Man hat es nur nie in den Filmen gezeigt wie sie verrecken.
3. Woher willst du das wissen das die Predatoren nur an heissen Zeiten einen Besuch abstatten? Da gibts gar keine Anzeichen im Film. Nur das jetzt in einem Film eine hitze Periode war heißt es nun lang nicht das die an heissen Tagen kommen. Im ersten Teil war es im Jungle da ist es immer heiss

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.05.2008 21:44:48 GMT+02:00
Quiesling meint:
Falsch Idiot! Der Konstrukteur hat geblutet als er niedergeschlagen wurde, deswegen war er 100% ein Mensch!!!
Und zu allen anderen: AVP ist kein Prequel der Alien-Filme oder ein Film der irgendwie im Alien-Universum spielt, sondern nur absolut schlechter und belangloser Kommerzmüll!
Deswegen bitte keine Vergleiche mit dern Alien-Filmen, das ist denen nicht würdig!!!!

Veröffentlicht am 20.05.2008 17:13:30 GMT+02:00
Stephan Klose meint:
Warum meint er, daß es auf der Erde nun Genmaterial der Aliens gibt? Es wird ja mehr oder weniger alles mit der Bombe des Predators zerstört.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.05.2008 07:12:57 GMT+02:00
Zu 1.: Wann wird das in Alien3 aufgedeckt? Ripley vermutet so etwas, die Bilder des Films widerlegen dies allerdings, wenn 85 ihm mit dem Schraubstock eins überzieht und der vermeintliche Androide rot blutet. Hätte David Fincher gewollt, dass wir von einem tatsächlichen Androiden erfahren, wäre sein Blut weiß gewesen.
2.: Man hat es nicht nur nicht in den Filmen gesehen, in der Buchreihe sowie in Comics wird zudem geschildert, dass sie zumindest solange im Weltraum überleben, bis ihnen Menschen da den Gar aus machen (siehe u.a. Steve Perry: "Aliens - Das Vermächtnis")
3. Im ersten Film sagt Anna (sinngemäß): "Sie kommen immer in den ganz heißen Sommern." Da im zweiten Teil ein Rekordsommer herrscht, liegt die Annahme auf der Hand...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.05.2008 07:13:56 GMT+02:00
Und was ist mit der zwei Tonnen schweren Alien-Königin, die auf dem Grund des Meeres versauert?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.04.2011 00:57:34 GMT+02:00
Monty Burns meint:
Hi Jens-Christian!
Auch wenn es nicht wirklich wichtig ist, aber zu Punkt 1: dass es sich bei diesem Bishop-Lookalike in Alien3 um einen Androiden handelt erkennt man an dem auffällig abgefetzten Ohr, was man mit einem Schraubenschlüssel oder einer Zange oder was das war so nicht hinkriegen würde. Der gute Mister Weyland müsste sich auch unter Schmerzen winden wenn ihm so fies das Ohr abgerissen würde. Warum (und ob überhaupt) er rot blutet weiß ich auch nicht. Vielleicht täuscht auch nur die rötliche Beleuchtung. Ich muss das gelegentlich mal nachprüfen.

Ansonsten: unterhaltsame Rezi. Besser als der Film, der in punkto Fantasie- und Belanglosigkeit kaum noch zu toppen ist. Zumindest war das meine Meinung bevor ich die Fortsetzung sah. Ich weiß auch nicht warum ich mir das immer antue.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.07.2012 11:28:34 GMT+02:00
Hey, grad den Einwand gesehen. Ich hatte neulich mal eine sehr nerdige Diskussion über genau diesen Punkt, die darin gipfelte, dass wir das Screenplay organisiert und nachgelesen haben. Das Blut ist tatsächlich rot und darauf wird explizit im Script hingewiesen. Allerdings macht der nachfolgende Dialog diesbezüglich keinen Sinn, da Bishop sagt, er sei der Prototyp des Androiden UND sein Designer. Es bleibt mysteriös... ;)
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