Kundenrezension

11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fehlversuch, 25. Oktober 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Afterwords (Audio CD)
Es wurde ja schon angekündigt, dass sich im Hause von Niederländer eine weitere Stiländerung breitmachen soll – dass es aber so schlimm wird, hatte ich nicht erwartet. Wer also so wie ich die leise Hoffnung hatte, man würde wieder etwas rockiger werden, braucht gar nicht weiterlesen!!

Ja, und richtig neu ist ja auch nicht alles, denn drei der Songs (muss man sich mal vorstellen – zwei davon waren dort schon „Remakes“ vom Disclosure Album) waren bereits auf der Maxi „Afterlights“. Unverschämterweise wurden NOCH zwei Songs von Disclosure adaptiert.

Der Opener erweist sich als überlanges Intro – ein wenig Geklimper hier, ein bischen Synthie dort – dann fast eine Minute ausblenden lassen, toll! Auch die letzten drei Songs bestehen vorwiegend aus „Soundcollagen“, mit dezenten Melodieeinschüben – Afterlights = zweiminütiges Geplänkel – Sleep Paralysis = dreiminütiges Geplänkel (soll wohl das „Remake“ von Paralyzed des Vorgängers sein) – Bärenfels = 8 Minuten Geräuschkulisse, und die eingestreuten Bläsereinsätze sind völlig deplatziert (was soll das sein, Club-Music???)!

Qualitätsmäßig gilt bei "Echoes Keep Growing" (war unter anderem Namen schon auf dem Vorgänger) das Gleiche, mit dem Unterschied, dass hier die Sängerin Silje mit ihrem Gejammer noch einen Negativpunkt draufsetzt (es gibt auch keinen richtigen Text, denn "nanaaanaaanaaaaaa“ und "this echoes keep growing" oder so, war's dann schon, sonst nix!!!), und im letzten Drittel wird dumpfes Gitarrengeschrote mit eingestreut, was es allerdings auch nicht besser macht.
Diese Stelle ist mit „Gemini III“, welches zumindest ein paar nette Gitarreneinsprengsel hat, die einzige auf dieser Platte, die annähernd etwas mit Rockmusik zu tun hat!

"Areas" ist ebenfalls recht übel, denn wenn einen das Gesäusel nicht nervt, dann auf alle Fälle das durchgehende "Zirpen", was auch immer das für ein Gag sein mag, schlimm, gleiches gilt für das furchtbare „Tuning In, Fading Out“, welches durch den grauenhaften „Schräggesang“ (also ehrlich, das hört sich total „falsch“ an) völlig in die Hose geht!

Kommen wir zum vermeintlich besten Song der Scheibe - Afterwords - vermeintlich deshalb, weil sich das eigentlich "original" nach "Deine Lakeien" ("Fleeting" oder auch "Slowly Comes My Night") anhört, nur dass die Stimme von Bart Smits (der bereits die Growls auf dem Erstling "Always" beisteuerte) natürlich nicht ganz an die eines Alex Vejanov heranreicht. Aber wie gesagt, eigentlich ein guter Song!

TG versuchen anscheinend etwas Ähnliches zu machen wie früher „Dead Can Dance“ – klappt aber nicht, dafür fehlt erstens die passende Stimme, und zweitens mangelt es definitiv an der nötigen Atmosphäre!

Nach zwei Wochen (habe die Promo) und etlichen Durchläufen, bleibt nur ein Stern für eine der nervigsten Platten, die ich je gehört habe – ich kann mir nicht vorstellen, dass frühere Fans der Band damit was anfangen können (egal in welcher Phase)!
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Von 3 Kunden verfolgt

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1-10 von 24 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.10.2013 15:45:27 GMT+02:00
"Ja, und richtig neu ist ja auch nicht alles, denn drei der Songs (muss man sich mal vorstellen – zwei davon waren dort schon „Remakes“ vom Disclosure Album) waren bereits auf der Maxi „Afterlights“. Unverschämterweise wurden NOCH zwei Songs von Disclosure adaptiert."

"Afterlights" war eine Vinyl Maxi und es ist schon vor längerer Zeit angekündigt worden (Ende des letzten / Anfang diesen Jahres) dass eine CD Umsetzung mit weiteren "Disclosure" Adaptierungen geplant ist, die nun eben mit "Afterwords" vorliegt - wer damit ein Problem hat muss sich das ganze ja nicht zulegen aber man kann der Band nicht vorwerfen dass dies im Vorfeld nicht bekannt war, im Gegenteil es war eine langfristige Planung mit Ankündigung!

"ich kann mir nicht vorstellen, dass frühere Fans der Band damit was anfangen können (egal in welcher Phase)!"

Ich kenne The Gathering seit "Mandylion" und habe die musikalische Entwicklung der Band stets mit Begeisterung verfolgt. Ich habe mich auch sehr "Afterwords" gefreut da ich nunmal keinen Plattenspieler besitze und daher mit der "Afterlights" Vinyl wenig anfangen kann. Mich begeistern die "Disclosure" Adaptionen jedenfalls sehr von daher bin ich anscheinend die Ausnahme was deine Behauptung angeht.

Nur so am Rande, mir gibt The Gathering mit der nicht mehr ganz so neuen Sängerin Silje Wergeland wesentlich mehr als das was Anneke Van Giersbergen heutzutage so macht. Sie ist sicherlich nach wie vor eine großartige Sängerin aber eine gute Stimme alleine reicht mir nunmal nicht wenn die Musik an sich nicht überzeugen kann, was das angeht ist The Gathering nach wie vor The Gathering für mich, musikalisch weiß ich als langjähriger Fan nunmal was ich an der Band habe..

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.10.2013 19:28:26 GMT+02:00
Sichris meint:
@Morphie

Nun, das ist halt auch Geschmacksache. Wenn es Sie nicht stört, dass praktisch gar nix mehr vom ursprünglichen Stil übergeblieben ist ..., mir egal.
Ich kann mich gut mit Stiländerungen arrangieren, aber wenn es 100% Wendungen sind, na ja. Und ein bischen eigen sollte es dann schon sein, denn das mit "Deine Lakaien" stimmt definitiv, und die Dead Can Dance Anleihen sind auch nicht von der Hand zu weisenl Und vier Songs, die eigentlich keine sind, oh je! Aber Sie können mir sicher erklären, was denn an Bärenfels gut sein soll ;-)

Und mir ist natürlich klar, das sehr viele "Fans" sich die Platte schönreden werden. Ob das auf Sie zutrifft kann ich nicht behaupten, denn bei Within Temptation, Epica oder auch Queensryche, die ja anscheinend auch mal zu ihren Faves gehörten, sind Sie ja auch mit der schlechten Bewertung nicht so zimperlich gewesen!, wobei diese ja zumindest teilweise ihren alten Stil noch beibehalten haben (das Meine waren die letzten Scheiben von denen auch nicht, dient nur als Beispiel).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.10.2013 21:37:36 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.10.2013 00:42:00 GMT+02:00
Würde mich interessieren was sie als den ursprünglichen Stil von The Gathering bezeichnen. Beim Debut "Always" würde ich es als Doom / Death Metal bezeichnen aber davon ist bereits beim zweiten Album "Almost A Dance" nicht mehr allzu viel übrig geblieben, die Dead Can Dance Einflüsse waren bereits bei diesen Album, genauso wie bei "Mandylion" und "Nighttime Birds" herauszuhören, nicht umsonst haben The Gathering zu "Nighttime Birds" Zeiten deren Song "In Power We Entrust The Love Advocated" gecovert. The Gathering ist für mich eine Band die sich stets offen für neue Einflüsse gezeigt hat also was bezeichnen sie als deren ursprünglichen Stil?

Wie gesagt Dead Can Dance waren schon recht früh ein Einflussfaktor für The Gathering das hat die Band auch nie bestritten, den Vergleich mit Deine Lakaien kann ich allerdings nicht so recht nachvollziehen, Bart Smith ist einen Brendan Perry stimmlich wohl näher als einen Alexander Veljanov und musikalisch haben dann wohl Deine Lakaien genauso von Dead Can Dance abgekupfert ;), die diese Art von Musik schon wesentlich früher gemacht haben.

Was an "Bärenfels" gut sein soll? Da könnte man genauso gut darüber diskutieren was beim 30 minütigen Titelsong zu "How To Measure A Planet" oder beim 17 minütigen "Black Light District" gut ist. Und was ist mit "Forgotten Reprise" von "Home"? Ist jedenfalls nicht das erste Song dieser Art von The Gathering, entweder man mag es oder eben nicht, ist nunmal wie sie selber sagen alles Geschmackssache. Leicht zugänglich ist es zugegebenermaßen nicht aber das war die Musik von The Gathering seit "How To Measure A Planet" sowieso nur noch bedingt, ist halt irgendwie seltsam dass gerade seit diesem Album die Kritik immer lauter wurde, aber gut jedem das seine...

Da ich quasi wusste was mich bei "Afterwords" erwartet, nämlich Adaptionen von "Disclosure" Songs, brauche ich mir denke ich nichts schön reden, mir hat schon "Disclosure" sehr gefallen von daher war ich auf die neu adaptierten Versionen gespannt.

Was die von ihnen erwähnten Bands Within Temptation, Epica und Queensryche betrifft zu denen ich Reviews geschrieben habe:
Epica haben ihren Stil zugegebenermaßen nicht großartig verändert, "Design Your Universe" war halt für mich einfach runder und zugänglicher als das Nachfolgealbum "Requiem For The Indifferent", hab ja auch geschrieben dass es teilweise daran liegt dass auf "Design Your Universe" die Black Metal Parts etwas zurückgeschraubt wurden was mir als Nicht-Black-Metal-Fan irgendwie entgegengekommen ist. Ach ja "Design You Universe" ist übrigens das einzige Epica Album das mir wirklich gut gefällt, so ein großer Epica Fan bin ich also auch nicht.

Was Within Temptation und Queensryche angeht, bei diesen Bands sehe ich es nicht so dass diese ihren alten Stil beibehalten haben. Gut bei Within Tempation kann man wiederum diskutieren was man von der Band erwartet "Mother Earth" hatte ja mit den Debut "Enter" auch nicht mehr allzuviel zu tun und dennoch mag ich "Mother Earth" sehr. Bei den letzten WT Alben hatte ich nunmal den Eindruck dass sie sich bewusst den amerikanischen Markt angepasst haben. Es sei ihnen vergönnt, bei musikalischer Weiterentwicklung ist es mir allerdings wichtig dass die Band auch selber dazu steht, bei einer Band wie Within Temptation wo mittlerweile eine große Plattenfirma dahintersteht die die Band promotet habe ich diesen Eindruck jedenfalls nur noch bedingt.

Und Queensryche ist eine Sache für sich, die haben sich mit "Hear In The Now Frontier" nunmal der Grunge Welle angepasst und Sänger Geoff Tate hat sich teilweise sogar selber von den alten Alben und generell von der Metal Szene distanziert, da frage ich mich schon wie man dann einen solchen Stilbruch aufnehmen soll. Zu Zeiten von "Warning" bis "Promised Land" fand ich Queensryche einfach genial, danach kamen Alben die mich mit einen Fragezeichen zurückgelassen haben, die entsprechenden Aussagen von Geoff Tate haben ebenfalls dazu beigetragen dass ich mit den neueren Album nicht wirklich was anzufangen weiß.

Wie gesagt bei musikalischer Weiterentwicklung geht es mir auch um die Ehrlichkeit der Musiker die ich bei Within Temptation und Queensryche kaum noch spüre (zumindest nicht bei Geoff Tate, die Queensryche Version ohne ihn besinnt sich mit den selbsbetitelten Album teilweise alter Stärken was ich denen zugute halte), eine Band wie The Gathering wiederum macht mittlerweile alles selber indem sie ihre eigene Plattenfirma gegründet haben da haben ich sehr wohl das Gefühl dass deren Entwicklung ehrlich rüberkommt (nur so am Rande, kommerzialisierung kann man The Gathering wohl kaum vorwerfen da sie zu Zeiten von "Mandylion" und "Nighttime Birds" wesentlich erfolgreicher waren als heutzutage, alleine deswegen finde ich es mutig wie sich The Gathering im Laufe der Zeit entwickelt haben) - außerdem ist ein Album wie "Disclosure" oder eben jetzt die Adaptionen auf "Afterlights" nicht so weit von dem entfernt was man zu Zeiten von "How To Measure A Planet", "Souvenirs" oder auch "Home" gemacht hat. Ganz ehrlich wer von The Gathering weitere Alben im Stile von "Mandylion" und "Nighttime Birds" erwartet hat die letzten gut 15 Jahre der Bandgeschichte wohl verschlafen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.10.2013 09:46:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.10.2013 09:46:36 GMT+02:00
Sichris meint:
Natürlich liegt der Ursprung im Doom-Death, und Zweitling "Almost A Dance" ist mit "Afterwords" die schlechteste Platte.
"In Power ..." hatte eben die von mir schon angesprochene Atmosphäre. Aber Sie müssen sich mir gegenüber nicht rechtfertigen, und auch keinen Roman schreiben, um ihre Einstellung darzulegen, es soll Leute geben, die auch einem Presslufthammergeräusch Positives abgewinnen können.

Ich bleibe dabei - vier Stücke der Platte SIND keine richtigen Songs, und aus!

Dass ich hier jetzt tonnenweise "nich hilfreich" Klicks bekomme, ist klar - denn manche machen das ja schon, wenn sie nur die Punktvergabe sehen - "Verdammt, da hat einer meine LIEBLINGSBAND nur einen Stern gegeben, das kann ich nicht zulassen!" Hahahaha, ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.10.2013 14:00:19 GMT+02:00
Hmm jeden seine Meinung, ist halt die Frage mit welcher Erwartungshaltung man heutzutage an ein neues The Gathering Album herangeht. Habs ja zuvor schon geschrieben wenn man allen ernstes Alben im Stile von "Mandylion", "Nighttime Birds" geschweige denn im Stil von "Always" erwartet dann kann ich solchen Leuten leider auch nicht helfen... "Afterwords" und auch "Disclosure" setzt die Entwicklung von "How To Measure A Planet", "Black Light District", "Souvenirs" und "Home" konsequent fort, abgesehen davon dass Anneke nicht mehr in der Band ist höre ich ehrlich gesagt keine großartigen musikalischen Unterschiede zwischen "Afterwords" und "Disclosure" auf der einen Seite und den Veröffentlichungen seit "How To Measure A Planet" auf der anderen Seite...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.10.2013 19:23:55 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.10.2013 21:34:03 GMT+02:00
Phoenix meint:
Ich denke der Fehler liegt doch schon in der Denkweise, es würde sich bei Afterwords um ein richtiges Album handeln. Alleine durch den Titel Afterwords und das an Disclosure angelehnte Coverartwork wird doch schon klar, dass es sich hierbei um ein Remix/Remake-Album handelt, das mit ein paar Soundcollagen (ist schon richtig, diese sind keine Songs) angereichert wurde. Auf sowas steht nicht jeder, das ist klar, dann kann man's eben auch einfach links liegen lassen, zumal die Afterlights EP genau diese Richtung vorgegeben hatte. Die Jungs und Mädels wollten hier mal was probieren bzw. experimentieren, in einem Rahmen, wie das auf einem üblichen Album von The Gathering nicht möglich gewesen wäre. Ganz sicher ist das NICHT die neue Stilrichtung, die nächsten Alben werden sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit komplett anders anhören.

Meine Meinung als Fan: Ich finde Afterwords ganz nett und werds mir hin und wieder mal anhören, wenn ich mal Lust auf was Entspannteres hab. Nicht mehr und nicht weniger und vor allem ohne Schönrederei. Ich kann verstehen, wenn man als ausschließlicher Rock- und Metal-Hörer nur mit einem Kopfschütteln vor den Boxen sitzt. Ich höre auch fast nur Rock und Metal, aber auch hin und wieder auch so Sachen wie Portishead, Massive Attack oder Burial und bin daher auch ein wenig offener für solche Klänge. Aber jedem das Seine. Aber dann bitte auch nicht anderen unterstellen, dass diese nur Gefallen an solcher Musik finden, weil sie sich auch auf Platte gebannte Furzgeräusche (als Ergänzung zum Beispiel mit dem Presslufthammergeräusch) anhören würden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.10.2013 07:30:15 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.10.2013 08:49:10 GMT+01:00
Mischa meint:
"auf Platte gebannte Furzgeräusche"

HURZ!!! Ne, mal im Ernst, wenn man "Soundcollagen" und auf Platte gebannte Geräuschabfolgen (außer vieleicht Fürzen) hören möchte, kann man sich das doch ganz einfach für lau am PC selber zusammensetzen. Ob das nun Musik ist? Kunst isses wohl irgendwie schon. Naja, Kunst ist ja schließlich alles, was ein Künstler als Solches bezeichnet. Auch in die Ecke gekleisterte Butter, irgendwie unbeholfen schräg über, neben und untereinander zusammengenagelte Kanthölzer, krumm und völlig sinnfrei zusammengeschweißte Metallteile oder auch total verdreckte Badewannen und Katzeklo (jau Helge, auch du machst Kunst ...und deine Katze froh). Zum Entspannen höre ich dann doch lieber Pink Floyd, alte Santana, Dire Straits, How To Measure A Planet, Anathema... oder einfach den Vögeln vor meinem Fenster beim Zwitschern und dem Bach beim Rauschen zu. Gut, wer in der Stadt lebt, braucht vieleicht auch Soundcollagen und auf Platte gebannte meditative Geräuschabfolgen dafür. Ob die nun von The Gathering, Dead Can Dance oder irgendeiner Yoga-Entspannungs-CD mit Naturgeräuschen kommen, dürfte dabei kaum einen Unterschied machen. Ich finds einfach schade, dass das, was von The Gathering übrig ist, mittlerweile mehr Spass am Basteln von Soundcollagen als am Schreiben von Songs hat. Nebenbei bemerkt besteht die Band als solche seit dem Austritt von Anneke für mich ohnehin nicht mehr. Habe das was dann kam einfach nur aus Neugier weiter verfolgt. Sie war DAS besondere Element in der Band. Nicht mehr und nicht weniger. Solch eine sympathische Frau mit einer solch großartigen und völlig eigenständigen Stimme gibt es eben kein zweites Mal. Ich finde auch ihre Soloalben durchaus hörenswert. Wenn auch eher im Pop oder Singer/Songwriter Bereich angesiedelt...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.10.2013 13:10:11 GMT+01:00
Sichris meint:
@Mischa
"Ich finds einfach schade, dass das, was von The Gathering übrig ist, mittlerweile mehr Spass am Basteln von Soundcollagen als am Schreiben von Songs hat.)

Na, wenigstens mal jemand, der es auch gemerkt hat, vielen Dank!
Und zur neuen Soloscheibe von Anneke - die hat trotz der eindeutigen Mainstream-Schlagseite noch genug rockige Elemente, und mit "My Mother Said" und "Treat Me Like A Lady" sogar zwei richtig starke Songs, die man auf "Afterwords" vergeblich sucht!!
Aber es ist das typische Fangehabe, "Alles was meine Lieblingsband macht ist gut, egal was es ist".

Bei @Morphie kann man das sehr gut erkennen. Er muss hier unbedingt versuchen, sich eine Platte, die wirklich keine musikalischen Höhepunkte hat schönzureden, weil er es nicht akzeptieren kann, dass jemand SEINE Top-Band kritisiert!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.10.2013 23:31:52 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.10.2013 23:37:39 GMT+01:00
'Aber es ist das typische Fangehabe, "Alles was meine Lieblingsband macht ist gut, egal was es ist".'

Es wird sie überraschen aber ich finde auch nicht alles von The Gathering gut, ich kann beispielsweise nicht wirklich nachvollziehen dass gerade das Debutalbum "Always" von vielen alten Fans als Klassiker abgefeiert wird, ich finde ehrlich gesagt dass andere Bands diesen Doom / Death Metal Stil weitaus besser rübergebracht haben. "Always A Dance" finde ich wiederum gar nicht mal so schlecht wie es von vielen gemacht wird, mit "Nobody Dares" und "Like Fountains" besitzt das Album für mich zumindest 2 Höhepunkte.
So wirklicher Fan bin ich seit Annekes Einstieg, da hat mich die Ankündigung von ihren Ausstieg ziemlich geschockt und ich war sehr skeptisch was "The West Pole" - das erste Album mit Silje - Angeht. Letztendlich finde ich es ganz gut, hundertprozentig hat es mich zwar nicht überzeugt aber mit "All You Are", "No Bird Call" und "Pale Traces" hat das Album durchaus seine Highlights - "Disclosure" und jetzt auch "Afterwords" begeistert mich weitaus mehr weil es meiner Meinung nach wieder mehr die experimentielle Seite von The Gathering zeigt, die auch Alben wie "Home", "Souvenirs" und auch "How To Measure A Planet" ausgemacht hat (ist nunmal meine Meinung, wenn jemand dies anders sieht ist dies natürlich sein gutes Recht). Ach ja nur so am Rande: "If Then Else" ist das einzige Album mit Anneke wo mich nur 2 Songs wirklich überzeugen ("Amity" und "Saturnine") ansonsten finde ich es eher schwach.
Lange Rede kurzer Sinn - ich lasse mir nicht nachsagen dass ich alles von The Gathering schön rede, egal was es ist, es gibt genauso Sachen von ihnen die ich kritisch sehe.

"Er muss hier unbedingt versuchen, sich eine Platte, die wirklich keine musikalischen Höhepunkte hat schönzureden, weil er es nicht akzeptieren kann, dass jemand SEINE Top-Band kritisiert!"

Ob ein Album musikalische Höhepunkte besitzt oder nicht liegt immer noch im Auge des Betrachters und ist Geschmackssache. Und ich kann Kritik durchaus akzeptieren wenn diese halbwegs konstruktiv ist, wenn die Songs bzw. "Nicht-Songs" ;) von "Afterwords" nicht ihren Geschmack treffen kann ich dies noch akzeptieren, ich finde es allerdings schon etwas fragwürdig wenn sie die Tracklist generell kritisieren weil diese mit 3 Songs von der "Afterlights" Vinyl und 2 weiteren "Disclosure" Adaptierungen für sie nicht genügend neues bietet obwohl dies im Vorfeld schon länger bekannt war. Wie zuvor schonmal erwähnt wenn jemand ein Problem damit hat dass "Afterwords" für ihm nicht großartig was neues bietet muss er es sich ja nicht zulegen, dies der Band aber vorzuwerfen finde ich ehrlich gesagt unfair, es war ja nicht so dass The Gathering dies vorher nicht bekannt gegeben hätten...
Ach ja, ich habe übrigens ein Problem mit haltlosen Behauptungen von wegen dass jemand es sich nicht vorstellen kann dass frühere Fans von The Gathering etwas mit "Afterwords" anfangen können, das soll bitte schön noch jeder für sich entscheiden, ich denke dass ich ja doch nicht der einzige bin der "Afterwords" durchaus zu schätzen weiß.

Soviel von mir, ich denke viel mehr gibt es von meiner Seite zu den ganzen nicht mehr zu sagen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.10.2013 03:08:46 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.10.2013 03:10:23 GMT+01:00
Phoenix meint:
"Ich finds einfach schade, dass das, was von The Gathering übrig ist, mittlerweile mehr Spass am Basteln von Soundcollagen als am Schreiben von Songs hat."
Nochmal: Afterwords ist kein neues Album und die nächsten Alben werden wieder richtige Songs enthalten. Ich könnte die Aufregung verstehen, wenn es sich hierbei um das langerwartete neue Studioalbum handeln würde. Ich stimme auch zu, dass die meisten Tracks des Albums keine Songs sind. Echoes keep growing ist z.B. auch kein wirklicher Song, sondern ein Instrumental mit Gesangsschnipseln. Das kann man auch gerne scheiße finden. Kein Ding. Ich versteh allerdings nicht, wie man davon ausgehen kann, dass das jetzt der neue Stil von The Gathering ist und das nächste Studioalbum in dem Stil daherkommen wird...

Ich find's halt auch schade, dass die Kritiker von Afterwords nicht einfach nur ihre Kritik äußern (wogegen ich selbstverständlich nichts habe), sondern denen, die dem ganzen positiv gegenüberstehen, sarkastische Kommentare an den Kopp knallen.

Und zu "typisches Fangehabe" und "Alles was meine Lieblingsband macht ist gut, egal was es ist": Mein Gott, vielleicht gefällt ihm (Morphie) die Platte auch einfach? Und wenn ich was schlecht bewerte, dann ist das folgerichtig "Hatergehabe" und ich bin ein "Schlechtreder" oder wie?
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