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Kundenrezension

21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die kompakte Spiegelreflex für Profis und Anfänger, 7. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Sony SLT-A58K SLR-Digitalkamera (20,1 Megapixel, 6,7 cm (2,7 Zoll) LCD-Display, APS HD CMOS-Sensor, HDMI, USB 2.0) inkl. SAL 18-55mm Objektiv schwarz (Elektronik)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Eigentlich war ich auf der Suche nach einer kompakten und leichten Spiegelreflexkamera, da mir meine beiden wesentlich teureren Spiegelreflexkameras von Nikon und Canon für den alltäglichen Gebrauch zu groß und zu schwer sind. Jedoch sollte es trotzdem eine Spiegelreflex sein, weil die Bildqualität und Möglichkeiten von Kompaktkameras doch eher begrenzt sind.
Umso erfreuter war ich dann auch als ich die SLT-A58K von Sony entdeckte, aufgrund des für eine Spiegelreflexkamera relativ geringen Preises hatte ich jedoch Zweifel was die Bildqualität vorallem in Punkto tatsächlicher Auflösung und Farbauthenzität angeht.
Doch schon beim Betrachten den ersten Fotos, welche ich wohlgemerkt ohne irgendwelche Einstellungen vorzunehmen im Automatikmodus gemacht habe, auf dem 42 Zoll Fernseher wurden jegliche Zweifel zerstreut. Die Bilder waren gestochen scharf und hatten natürlich kräftige Farben. Meine zweijahre alte und etwa vierfach so teure Canon kann das nicht wirklich besser.
Natürlich können bei der Sony SLT-A58K alle Einstellungen wie Brennweite, Belichtungsdauer, Blitz, etc. manuell eingestellt werden, aber gerade bei Schnappschüßen, und hierfür eignet sich die SLT-A58 besonders, da sie wahnsinnig schnell hochfährt, kann man das getrost der Kamera überlassen.
Insofern eignet sich die Sony SLT-A58K natürlich auch für Anfänger, insbesondere wenn Wert auf qualitativ hochwertige Bilder gelegt wird.

So oder so besticht die SLT-A58K durch eine Vielzahl an Funktionen, welche bis auf die Panoramafunktion auch durchaus Sinn machen oder zumindest reizvoll sind.
Besonders hervorzuheben ist der Dämmerungs- bzw. Nachtmodus, welcher gestochen scharfe Bilder in noch nie dagewesener Qualität liefert, in dem sechs Einzelaufnahmen in ultrakurzer Abfolge gemacht werden, welche von der Kamera dann zu einem Einzelbild zusammengerechnet werden. Selbst ein professioneller Fotograf mit Highendausstattung dürfte Probleme haben freihändig Bilder solcher Qualität in Dämmerlicht oder Nacht zu schießen.
Ebenso beeindruckend ist die automatische Scharfstellung des Autofokus, ermöglicht diese nicht nur gestochen scharfe Aufnahmen von sich bewegenden Objekten sondern macht das schießen von verwackeldnden Aufnahmen so gut wie unmöglich. Selbst meine dreijährige Tochter schaffte es ein scharfes Bild von ihrem Hüpfpferd zu machen.
Auch die restlichen Funktionen der Kamera wissen durchaus zu überzeugen, mit Ausnahme der Panoramafunktion bei welcher innerhalb von etwa fünf Sekunden etwa zehn Bilder geschossen werden, die dann von der Kamera zu einer Panoramaaufnahme hochgerechnet werden. Die setzt jedoch voraus, dass die Kamera in einer gewissen Geschwindigkeit gleichmässig in eine vorgegebne Richtung bewegt wird, ist die Geschwindigkeit jedoch zu schnell, zu langsam oder zu unregelmässig wird der Vorgang abgebrochen. Hält man die vorgegebene Geschwindigkeit jedoch ein entsteht nicht wirklich eine Panoramaaufnahme sondern lediglich ein etwas breiteres Bild. Da bringt die herkömmliche Methode unter Verwendung entsprechender Objektive deutlich bessere Ergebnisse.
Und damit wären wir dann auch schon beim nächstem Wermutstropfen, das in der K-Ausstattungslinie mitgelieferte Objektiv ist zwar durchaus ausreichend für den Alltag kommt aber was den Zoomfaktor angeht doch ziemlich schnell an seine Grenzen. Lösen lässt sich dieses Problem indem man ein zusätzliches Objektiv erwirbt oder gleich die Y-Variante wählt, bei welcher ein zweites Objektiv der Dimension 55 – 200 mm im Lieferumfang enthalten ist.
Zum Lieferumfang zählen übrigens neben einem Kameragurt USB2-Kabel und Akku auch eine Akkuladeschale mit einem Adapter für europäische und englische Steckdosen.
Der Akku ist in etwa zwei Stunden voll aufgeladen und reicht lt. Hersteller für 700 Bilder oder 350 Minuten Fotoschießen, bzw. für 265 Minuten kontinuierliche Filmaufnahme oder 160 Minuten Filmaufnahme mit Unterbrechung. Dies sind mehr als ordentliche Werte.
Ein weiterer Pluspunkt der SLT-A58 ist, dass sie mit Speicherkarten bis 64 GB zurechtkommt, so manch andere teurere Kamera streckt schon bei 8 oder 16 GB die Flügel. Ich verwende eine 32 GB Speicherkarte der Klasse 10 (wobei alles von Klasse 4 aufwärts möglich ist) diese reicht im Standartmodus für etwa 6300 Bilder oder drei Stunden Videoaufnahme und bei Highendbildqualität immer noch für respektable 1400 Aufnahmen.
Erwähnenswert ist auch, dass die SLT-A58 über einen Mini-HDMI-Anschluß verfügt, und somit dem Genus der Bilder auf HDMI-fähigen Geräten nichts mehr im Wege steht. Vorausgesetzt ein entsprechende Kabelund oder.Adapter stehen zur Verfügung, wobei diese für kleines Geld beim Händler erworben werden können.
Wer möchte kann sich die unter sony.net noch die Bildbearbeitungssoftware „PlayMemoriesHome“ gratis herunterladen, diese bietet jedoch nicht wirklich mehr wie die Standartbildbearbeitungsprogramme wie Picasa oder entsprechende Shareware. Angeblich soll „PlayMemories“ jedoch das hochladen von Bildern und Filmen in Youtube und sozialen Netzwerken wie Facebook erleichtern. „Angeblich“ deshalb, weil ich dazu nicht wirklich etwas sagen kann, da ich es weder mit noch ohne PlayMemories versucht habe. Jedoch wollte ich diesen Punkt der Vollständigkeit halber erwähnen.

FAZIT:
Da die Sony SLT-A58K sich keinerlei Schwächen leistet, (die Panoramafunktion ist noch nicht ganz ausgereift, jedoch kenne ich ansonsten keinen Hersteller der eine solche überhaupt anbietet) und mit einer Vielzahl nützlicher Funktionen aufwartet und auch vom Preis-/Leistungsverhältnis mehr als nur ein faires Angebot ist vergebe ich volle verdiente fünf Sterne.
Ich zumindest habe meine kleine kompakte Spiegelreflexkamera gefunden und werde die Großen wohl zukünftig häufiger daheim lassen, es sei denn meine Frau macht mir die SLT-A58 streitig, was bei den Abmessungen und der einfachen Bedienung durchaus der Fall sein könnte.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 12 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.05.2013 00:14:11 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.05.2013 00:18:08 GMT+02:00
Florian meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.05.2013 08:50:35 GMT+02:00
DrOctupus meint:
-nicht ganz richtig, die Spiegel der SLT-Reihe sind zwar nicht beweglich, jedoch lichtdurchlässig und speziel angeordnet. Das Ergebnis ist ein Spiegelreflex analog dem welcher bei Kameras mit beweglichen Spiegeln entsteht. Diese Technologie der festen aber lichtdurchlässigen Spiegeln ermöglicht jedoch erhebliche Einsparungen in Gewicht und Größe. Da die SLT sich ebenso wie Kameras mit beweglichen Spiegeln, Spiegelreflexen bedient handelt es sich per Definition um eine Spiegelreflexkamera.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.05.2013 10:52:30 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.05.2013 11:51:36 GMT+02:00
wortfinder meint:
Da lässt sich endlos streiten. Tatsache ist, dass sowohl SLR als SLT einen Spiegel haben und ein Spiegel reflektiert. Allerdings sind die Funktionen der beiden Spiegel völlig unterschiedlich. Bei der Klassischen SLR sieht man im Sucher über einen Spiegel durch das Objektiv. Zur Aufnahme muss dieser Spiegel hochgeklappt werden.
Der SLT Spiegel ist teildurchlässig (transluzent) und sein einziger Zweck ist, einen Teil des durch das Objektiv kommenden Lichts (etwa 30%) zum AF-Sensor umzuleiten. Der Hauptanteil des Lichts geht durch den Spiegel durch, direkt auf den Bildsensor, daher braucht er nicht hochgeklappt zu werden.
Wesentlichster Unterschied in der Praxis ist, dass die SLR einen optischen Sucher hat, die SLT dagegen einen elektronischen (Einen kleinen Bildschirm im Suchergehäuse). Ansonsten funktionieren beide Systeme praktisch gleich, ob SLT eine Abänderung, Weiterentwicklung oder Verbesserung des SLR Konzeptes ist, darüber lässt sich wie gesagt, trefflich streiten - ich persönlich bin überzeugt davon!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.05.2013 19:20:44 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.05.2013 19:21:42 GMT+02:00
Dr. rer. imp. meint:
Danke für die ausgleichenden Worte. Die SLT/SLR-Diskussion zeigt doch, dass die Produktbeschreibung wohl etwas irreführend ist.

Die Frage wäre nun, ob man eine Kamera OHNE zweiten kleinen Sucher ebenfalls als Spiegelreflexkamera bezeichnen würde - ich glaube kaum.

Mir persönlich würde ein rein optischer Sucher besser gefallen, weil ich das Bild gerne ohne elektronische Aufbereitung sehe und auch keine Probleme bei hellem oder dunklem Licht auftreten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.06.2013 21:05:31 GMT+02:00
wortfinder meint:
"Mir persönlich würde ein rein optischer Sucher besser gefallen, ..."

Wen man den will bleibt nur der Weg zur klassischen SLR. Bei einer SLT ist ein optischer SLR-Sucher konstruktionsbedingt nicht möglich!
Und die Kameras ohne zweiten kleinen Sucher nennt man "spiegellose Systemkameras", schon von daher wäre die Bezeichnung "Spiegelreflexkamera" also absurd. Allerdings gibt es auch bei diesen Modelle mit elektronischem Sucher.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.06.2013 23:05:02 GMT+02:00
Dr. rer. imp. meint:
Ich hab mir mal beim Jupiter Modelle von Canon und Nikon in der 500-Euro-Klasse angesehen und hier besonders auf den Sucher geachtet. Besonders klein oder fuzzelig kamen mir die nicht vor. Bei der 58, die ebenfalls im Laden war, irritierte mich zudem, dass der Sucher erst nach einer Weile angeht, wenn sich mit dem Auge schon genähert hat.
Dass der Sucher digital nachzieht konnte ich jedoch nicht bemerken. Mir gibt auch zu denken, dass Sony ja auch bei der 99 keinen optischen Sucher mehr hat. Ob der verbaute Sucher das gleiche Modell ist?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.06.2013 11:30:38 GMT+02:00
DrOctupus meint:
Ob der bei der 99 verbaute Sucher der selbe ist wie bei der 58 kann ich nicht sagen. Die von Ihnen bemerkte Verzögerung beim "Angehen" des Suchers kann ich bei meiner SLT 58 nicht feststellen.
Fakt ist jedoch dass es sich bei einer Kamera welche sich der Spiegelreflextechnologie bedient, per Definition um eine Spiegelreflexkamera handelt. Ob sie nun über einen oder zwei Sucher verfügt, ist hierbei völlig irrelevant. Schließlich würde ja auch niemand ernstlich in Abrede stellen, dass es sich bei einem Pkw mit Achtgangdoppelkupplungsautomatikgetriebe, nicht um einen Pkw handelt nur weil dieser nicht über die klassische 5- oder 6-Ganghandschaltung verfügt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.06.2013 20:35:39 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.06.2013 22:52:39 GMT+02:00
wortfinder meint:
"Unsinn"! Mit "dem zweiten, kleinen Sucher" ist ja wohl der "normale" Sucher gemeint, wo man mit einem Auge durchschaut, im Gegensatz zum großen Display. Und wenn eine Kamera keinen solchen Sucher hat, dann IST sie KEINE Spiegelreflexkamera, weil das eben die Spiegelreflextechnik ist (das Licht wird vom Objektiv über einen Spiegel in den Sucher reflektiert)!

Der Sucher der A99 ist größer und höher auflösend als bei der A58, im Grunde gleich wie bei A77 und A65.
Aber Herr Dr. rer. imp, es nützt nichts, wenn sie wegen dem optischen Sucher dahinjammern, bei SLT gibt es keinen! Das ist, um beim Auto-Vergleich zu bleiben, wie wenn sie fragen, warum denn ihr neur Dieselmotor keine Zündkerzen hat, weil die viel einfacher zu wechseln wären! Sie haben einfach nicht die Wahl (auch Sony nicht) zwischen OVF oder EVF. Wenn man einen optischen Sucher will braucht man eine SLR, wenn man sich für SLT entscheidet gibts nur EVF (außer eventuell einer Krücke, dass man einen wie bei einer Sucherkamera, außerhalb der Objektivachse einbaut) !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.06.2013 23:46:00 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.06.2013 23:46:47 GMT+02:00
Dr. rer. imp. meint:
Ja ja klar, wer Suppe bestellt soll sich nicht beklagen, dass keine Knödel auf den Tisch kommen. Ich sehe halt nur folgendes: Die Technik mit dem Pentaprisma und dem Klappspiegel waren lange Zeit DIE Erkennungsmerkmale einer professionellen Kamera. Und damit die Rechtfertigung für ein deutlich höheres Gewicht, Bauvolumen etc. etc.

Nun kommt Sony und findet, dass sich der Spiegel und die große Bauform zwar rechtfertigt, allerdings nur wegen des Phasen-Autofokus.

Die Testberichte der a99, gerade gegenüber der Canon 5d Mark III zeigen, dass zumindest in den großen Modellen diese Idee, den Klappspiegel starr zu lassen und das Sucherbild quasi nur als Dreingabe in einem elektronischen Sucher darzustellen, durchaus sinnvoll ist und die Kamera so ingesamt einen pfiffigeren Eindruck macht.

Im Preissegment der a58, womöglich mit einem kleineren, weniger hoch auflösenden "optischen" Sucher (halt die kleine Öffnung über dem Display), drängt sich halt zunächst der Eindruck auf, man habe es eher mit einer auf SLR getrimmten "Bridge-Kamera" zu tun, die so aussieht wie eine SLR, in Wirklichkeit statt des Prima jedoch nur das Blitzgerät unterbringt. Immerhin ist es ja auch konstruktiv (und finanziell) sehr aufwändig, einen leichten, aber dennoch stabilen Klappspiegel zu fertigen, der zuverlässig nach oben klappt, ohne die Kamera zu sehr zu erschüttern - und das mehrere zigtausend Mal ohne Defekt.

Dreh- und Angelpunkt bei der Diskussion muss ja sein, ob das Opfern des optischen Suchers zugunsten einer (so behaupteten) besseren Autofokus-Möglichkeit gerechtfertigt ist.

Im Vergleich zu sog. Kompaktknipsen (von der Nikon J1 mal abgesehen) fällt mir bei der a58, aber auch bei den Canon 550/600/650-Modellen auf, dass die Auslösung inkl. Autofokus quasi "sofort" erfolgt, während die Kompaktknipsen gerade bei Sportaufnahmen deutlich verzögert auslösen.

Vergleichswerte zu analogen SLRs kenne ich leider nicht. Auch hier gibt es ja eine Reaktionszeit der Fotografen und eine Trägheit der Kamera.

Auf jeden Fall halte ich die Zahlen, die man in den div. Testmagazinen liest (0,5 s etc.) für viel zu hoch, um damit anständig Action zu fotografieren.

Wenn durch das SLT-Prinzip der Großteil dieser Zeit hinfällig wird - na dann wunderbar. Wenn es jedoch nur dazu dienen sollte, dem Kunden eine SLR-artige Kamera vorzugaukeln - dann fände ich dies wenig erfreulich.

P.S. Danke für den Sucher-Hinweis für die a99.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.06.2013 00:39:34 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.06.2013 00:40:40 GMT+02:00
wortfinder meint:
"Dreh- und Angelpunkt bei der Diskussion muss ja sein, ob das Opfern des optischen Suchers zugunsten einer (so behaupteten) besseren Autofokus-Möglichkeit gerechtfertigt ist."

Die Frage stellt sich, denke ich, nicht in dieser Form.
Eigentliche Grund für die SLT Technik war ja wohl das Aufkommen der Videomöglichkeit bei den DSLR's. Canon hat damit angefangen, ich glaube, mit der 500D, und Nikon mit der D90 nachgezogen. Dadurch wurde aus einer "nice to have" Funktion, vor allem aus Marketinggründen, schnell ein "must have"! Spiegelreflexkameras ohne Filmfunktion waren kaum mehr zu verkaufen. Problem bei den SLR ist aber, dass der Spiegel zum Filmen weggeklappt sein muss, weil ja sonst kein Licht auf den Sensor kommt. Demzufolge bleibt auch der Sucher während des Filmens dunkel und man braucht LIve View auf dem Display. Und da hakte Sony mit dem teildurchlässigen Spiegel ein, mit dem man immer Licht auf dem Sensor hat, wie auch bei den Spiegellosen Systemkameras, aber im Unterschied zu diesen auch die Sensoren für den Phasen AF mit Licht versorgen kann. Und der elektronische Sucher ist, ebenso wie die m.E. besseren Autofokusmöglichkeiten, eben nur die logische Konsequenz aus dieser Technik.
Im Übrigen können Sie den Herstellern ja nicht vorschreiben, dass sie eine Kamera nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen bauen, sondern nur aus dem vorhandenen das Ihnen am besten scheinende wählen. Wenn sie keinen EVF wollen, dann eine DSLR, wenn sie die Vorteile von SLT mehr schätzen, dann diese. Beides zusammen gibt es (noch) nicht.
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