Kundenrezension

37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klein, schwarz und schnell, 7. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: SYNOLOGY DS713+ 2-Bay NAS-Gehaeuse 2,13 GHz DualCo (Personal Computers)
Synology NAS gefallen mir, schon allein wegen der einfachen Bedienbarkeit über eine Windows/Linux ähnliche Oberfläche.
Den Zugriff auf die NAS Bedienoberfläche erhält man per Internetbrowser (z.B. Firefox, Internet Explorer, Chrome, etc.) - vergleichbar mit dem Zugriff auf die Bedienoberfläche eines Routers, wie z.B. einer Fritz!Box.

Einfache Bedienbarkeit bedeutet aber nicht etwa, Anstöpseln und dann läuft alles von alleine.
Manche Rezensionen zu anderen Synology NAS Modellen haben mich das vor meinem Kauf glauben lassen und dann war es bei diesem, meinem ersten NAS, doch ein wenig komplizierter, aber lösbar.
Vielleicht habe ich mir aber alles auch unnötig schwer gemacht, weil ich die vorinstallierten Funktionen "EZ-Internet" und Router Konfiguration" nicht benutzt habe. Manche Aufgaben habe ich lieber in meinem Router (Fritz!Box 7390) selbst manuell erledigt, statt diese von der NAS Software ausführen zu lassen (z.B. Portfreigaben, DynDNS, etc.).
Wieviel Arbeit man in die Konfiguration des NAS stecken muss, hängt allerdings ohnehin von dessen Verwndungszweck ab.

Nach dem Auspacken des Gerätes war ich zuerst einmal von der bescheidenen Größe des Gerätes überrascht: Könnte ein kompakter Zwei-Scheiben Toaster sein.

Auf jeden Fall baut man zuerst einmal eine oder zwei Festplatten ein, bevor man daran denkt, das Gerät einzuschalten. Das kann man selbst ohne Anleitung kaum falsch machen.
Man verbindet anschließend das Netzwerkkabel z.B. mit einem GBit-LAN Port des heimischen Routers. Netzteil anschließen und Gerät einschalten.
Dann installiert man die "Synolgy Assistent" Software auf einem PC/MAC und lässt von dort aus zuerst einmal die Festplatten im NAS formatieren, usw..

Bei mir sind zwei WD RED 3TB Platten eingebaut, die im Synology eigenen Raid Verbund laufen. Beide Festplatten ergeben zusammen einen schnellen, sicheren 3 TB Raid Speicher, bei dem jede der Festplatten die gleichen Daten enthält (gespiegelt ist). Also 2 x 3 TB ergeben 3TB. Bei Ausfall einer der beiden Festplatten, kann man die defekte Platte gegen eine neue austauschen, die dann automatisch mit einer exakten Spiegelung der intakten Festplatte versehen wird.
Wer will, kann natürlich auch Raid 0 verwenden, um die volle Festplattenkapazität auszuschöpfen. 2 x 3 TB ergäben dann 6 TB.
Bei Raid 0 hat man dann aber keine permanent aktuelle Sicherheitskopie der Daten. (Alternativ/Zusätzlich kann man aber externe USB 3.0 Festplatten anstöpseln und darauf Backups anfertigen lassen.)
Natürlich kann man auch die neuesten 4 TB Platten einbauen, die mir derzeit aber für einen NAS Betrieb noch nicht ausfallsicher genug erscheinen.

Alle möglichen Funktionen des NAS zu beschreiben würde hier den Rahmen sprengen; man kann nämlich online über die NAS Bedienoberfläche massenhaft kostenlose Synology Software für jeden erdenklichen Zweck laden und installieren lassen.
Ich selbst habe mich bisher aber nur bei drei Paketen bedient: Antivirus, Medienserver und Time Backup.

Der Anwendungsbereich meiner Synology DS713+ ist sehr begrenzt.
Ich will vornehmlich nur mit meinen Dreamboxen TV-Sendungen auf das NAS aufnehmen und von dort abspielen. Gelegentlich/eher selten will ich auch die Möglichkeit haben, von unterwegs per PC auf einen Datenordner in meinem NAS zuzugreifen. (Daher das oben erwähnte "Antivirus")
Vermutlich würde auch eines der kleineren Synology Modelle diese Aufgaben befriedigend erledigen.

Das Zusammenspiel mit der Dreambox lässt sich relativ einfach verwirklichen. Dazu gibt es ein Anleitungsvideo bei Youtube (Dream Screencast Folge 28), womit man das Vorgehen als Anfänger leicht nachvollziehen kann.

Wenn man dann schon mal die TV-Aufnahmen auf dem NAS hat, ist es natürlich schön, wenn man diese nicht nur mit der Dreambox wiedergeben kann, sondern auch mit anderen netzwerkfähigen Geräten, wie z.B. einem Smart TV oder einem Medienplayer. Auch das geht problemlos z.B. mit meinem LG Smart TV und meinem Philips Smart TV, seit ich die "Medienserver" Software auf dem NAS installiert habe.

Für den Zugriff auf Daten von unterwegs benötigen die meisten NAS-Besitzer eine DynDNS Adresse, die man sich kostenlos besorgen kann. Wer von seinem Internet Provider eine feste IP-Adresse erhält, kommt auch ohne DynDNS aus.
Für den NAS Zugriff von außerhalb des Heimnetzes (über Internet) muss man sich zusätzlich mit dem Thema "Portfreigaben" beschäftigen. Je nachdem, was man zum Zugriff freigeben möchte, muss man unterschiedliche Ports freigeben. Dabei kann man sich vom Tool "EZ-Internet" helfen lassen.
Ich selbst habe aber nur die Ports (https 5001 und sftp 22) in meinem Router manuell für das NAS frei gegeben.

Dazu der Hinweis: Wer Ports frei gibt, egal ob im Router oder im NAS, der sollte im NAS in der Systemsteuerung unbedingt die "Automatische Blockierung" einschalten, da es nur kurze Zeit dauern wird, bis die ersten unerwünschten "Gäste" versuchen werden, über die frei gegebenen Ports ins System einzudringen!

Für alle mit z.B. einer DSL 16000 Flatrate sei zudem noch gesagt, dass der Fernzugriff auf das NAS erheblich langsamer ablaufen wird als im Heimnetz. Warum?
Bei DSL 16000 hat man normal einen Upload, der DSL 1000 entspricht. Schneller als die eigene maximale Uploadgeschwindigkeit der Internetleitung ist, kann das NAS nun mal nicht liefern. Das sieht bei VDSL50 mit 6000er Upload natürlich schon besser aus.
Zudem muss man bedenken, dass man noch die 1000er/6000er Bandbreite per Zugriffsrechten im NAS herunter drosseln muss, wenn gleichzeitig zum Fernzugriff auch der heimische PC noch ins Internet gehen können soll (z.B. Vater Datenzugriff aufs NAS von unterwegs und Mutter daheim will im Internet surfen).
Das NAS als eigene "Cloud" taugt also nur dann, wenn einem die eigene DSL Bandbbreite reicht.

Obige Anmerkungen sollten verdeutlichen: NAS anstöpseln und fertig, wie manche Rezensenten vermuten lassen, ist nicht! Man muss schon etwas lesen und einige Einstellungen erlernen.
-------

Wieso schrieb ich "schnell" im Titel der Rezension?

Weil das NAS zum Einen nichts für langsame DSL Bandbreiten kann.
"Schnell" schrieb ich unter Anderem auch speziell für dieses Modell "Synology DS 713+", das unter den zwei-HDD-Schacht-Modellen, wohl derzeit das Leistungsfähigste sein dürfte.
Mal eben von einer PC Festplatte über den GBit LAN Anschluss mit durchschnittlich 80 MB/s Daten via Fritz!Box Router auf die NAS Festplatten zu schaufeln (mein beobachteter Spitzenwert bisher war 112 MB/s), ist schon wirklich Spitze, wenn man das zuvor per FTP mit 12 MB/s erledigt hat. Da ist selbst eine mehrere Gigabyte große Dreambox Full HD Aufnahme, die man am PC bearbeitet/geschnitten hat, ratzfatz zurück aufs NAS kopiert.
Die genannte Übertragungsrate wäre bei Bündelung beider vorhandener GBit LAN Anschlüsse des NAS sogar noch steigerbar. Dazu fehlt mir aber die passende Hardware - nur LAN1 ist am Router angeschlossen.

"Schnell" schrieb ich auch, weil es keine Engpässe beim Streamen über das Heimnetzwerk gibt. Da ruckelt nichts bei der Wiedergabe technisch anspruchsvoller Videos.

Für das Synology713+ habe ich mich neben dem Aspekt der Schnelligkeit noch aus einem weiteren Grund entschieden. Ich wollte ein schnelles NAS, wusste aber nicht, wie hoch mein Speicherbedarf sein würde. Für dieses NAS gibt es ein Erweiterungsdock, das man mit 5 weiteren Festplatten bestücken kann. Das sollte reichen ;-)
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.07.2014 23:06:45 GMT+02:00
Marcel S. meint:
danke für den ausführlichen Bericht
PS: Hattest Du den Stromverbauch schon ein mal gemessen?
Dann wäre dein Bericht nahezu perfekt :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.07.2014 14:27:17 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.07.2014 14:28:58 GMT+02:00
ararat meint:
Hallo, Marcel.
Den Stromverbrauch habe ich nicht gemessen.
Es gibt bei CHIP einen Test, wo der Strombedarf ermittelt wurde.
(http://www.testberichte.de/d/read-swf/381164.html)

Die kleinere Synology DS213+, die damals bei mir mit zur Auswahl stand, wäre deutlich sparsamer, aber eben auch weniger leistungsfähig.
Die DS 213+ hat noch einen sparsameren ARM Prozessor, was sich in geringerem Stromverbrauch deutlich zeigt, hat aber auch ein paar Einschränkungen gegenüber der 713+.

Zwei Beispiele:
Eine Festplatten Erweiterungsstation, wie z.B.
DX213 (http://www.amazon.de/gp/product/B009ABM5YY?*Version*=1&*entries*=0)
oder
DX513 (http://www.amazon.de/gp/product/B009ABM3TQ?*Version*=1&*entries*=0)
kann man bei der Synology DS213+ nicht im sicheren Raid Verbund betreiben (was mir wichtig wäre), sondern nur als externe Festplatte benutzen.
(http://www.golem.de/news/dx213-kleine-festplattenerweiterung-fuer-synologys-diskstations-1210-95003.html)

B.)
Link Aggregation (wers braucht) geht bei der 213+ auch nicht, da ja nur 1x Gigabit LAN vorhanden.
Beide Gigabit LAN Anschlüsse benutze ich derzeit auch noch nicht, wie ich schon schrieb, aber es ginge inzwischen relativ erschwinglich mit der DS713+ zu verwirklichen.
Beispiel anhand von DS 1511+: http://musicdiver.com/wordpress/2012/02/synology-nas-link-aggregation/

Dazu kommen noch Leistungsunterschiede der NAS Modelle bei erhöhtem gleichzeitigen Zugriff, wobei ich inzwischen allerdings davon ausgehe, dass die kleineren NAS Modelle in den meisten Haushalten ausreichen würden.

Die 213+ ist inzwischen ein Auslaufmodell und die neuen DS214 er Modelle (214 / 214+ / 214 play) sind im Stromverbrauch inzwischen mit der DS713+ beinahe vergleichbar.
-------

Manche Käufer sind sicher auch mit der kleineren, neuen DS 214play gut bedient, wenn sie ihr Hauptaugenmerk auf Multimedia/Streaming legen. In der DS 214play ist inzwischen Hardwaredecoding eingebaut.
Synology DS214play DiskStation NAS Server (2-bay)

Oft reicht vermutlich auch einfach die DS 214, bzw. die DS 214+ (mit Verschlüsselung).

Soll heißen:
Meine Rezension zur DS 713+ berücksichtigte die neuen DS 214er Modelle nicht, die es beim Verfassen meiner Rezension ja noch nicht gab.
Ich habe jetzt deren Fähigkeiten aus Interesse nur mal kurz überflogen, aber nicht alles detailliert angeschaut. Es lohnt sich also, auch dort einen Blick zu riskieren.
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Der Stromhunger eines NAS ist selbstverständlich ein wichtiges Kriterium.
Ich selbst habe bzgl. Stromverbrauch auch etwas unternommen und meine DS713+ per Timer über Nacht 9 Stunden lang deaktiviert.
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