Kundenrezension

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rampage Extreme mit Intel® Core™2 Extreme QX6850: Passt der NH- D14 oder passt er nicht?, 25. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Noctua NH-D14 CPU Kühler für Socket Intel LGA1366, LGA1156, LGA1155, LGA1150, LGA775, AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2 (Personal Computers)
Gleich vorab:

Ich habe den Noctua NH-D14 nicht bei Amazon gekauft, sondern vor einer Woche bei meinem Händler um die Ecke, da ich ihn sofort brauchte/ wollte, und er dort zum selben Preis zu haben war. Das ändert aber nichts am Kühler an sich. Er ist seitdem 24/7 im Einsatz.

Was aber war gesucht und wofür?

Mein Hauptproblem bei der Suche nach einem passenden Kühler war, herauszufinden, ob er auch tatsächlich auf das nahezu verjährte Asus Rampage Extreme (LGA 775er Sockel) passen würde. Multifunktional und multikompatibel sollte er sein, also zusätzlich auf alle aktuellen Sockel passen, damit er auch anderweitig einsetzbar bleibt. Leise sollte er sein, bei höchstmöglicher Kühlleistung, wobei das Kriterium Hochleistungskühlung natürlich noch wichtiger war, als bloße Flüsterlautstärke. Ergo fielen wegen ihrer hohen Kühlleistungen alle Doppelradiator- Kühler- Designs mit möglichst großen, sprich: 140er Lüftern, die entsprechend langsamer und damit leiser drehen können, in die engste Wahl. Spitzenreiter war (und blieb bis zuletzt) dieser Noctua NH-D14.

Wie groß ist er tatsächlich? Passt er wirklich auf ein 775er Rampage Extreme?

Die Maße der meisten CPU- Twin- Tower- Cooler/ Doppelradiator- Kühler können schon etwas einschüchternd sein. Und wenn er nicht passt, welcher Händler nimmt ihn anstandslos gegen Geldrückgabe zurück? Conrad in Frankfurt a. M. jedenfalls nicht, die bieten stattdessen einen 5 Jahre gültigen Gutschein an. Also wollte ich ihn sicherheitshalber hier kaufen, denn nach FernAbsG lassen sich (Fehl)Käufe viel problemloser rückabwickeln, man muss sich dann nur auch die Arbeit des Zurücksendens machen wollen. Mein Händler um die Ecke dagegen hätte den NH-D14 nicht nur umgetauscht gegen den Nächstbesseren, er hätte ihn auch anstandslos gegen Kaufpreiserstattung wieder zurückgenommen (vorausgesetzt: intakte, unberührte Bodenplatte). Er versicherte mir aber, dass der Kühler sehr wohl passen würde.

Noctua stellt zudem auf seiner Webseite als einer der wenigen High- End- Hersteller, soweit ich es bei anderen in Frage kommenden Herstellern (nicht) gesehen hatte, sehr detaillierte Kompatibilitätslisten zur Verfügung. Man kann deswegen vorab unter der Rubrik Support rechtzeitig die Kompatibilitätslisten zu Rate ziehen, geordnet sowohl nach Produkt, Mainboard als auch Sockel. Kennt man bspw. den Noctua seiner Wahl, kann man einfach nachsehen, auf welche Boards er passt und sich davon das Beste aussuchen, kennt man den Sockel seiner Wahl, kann man alle dazu passenden Noctuas finden inklusive aller Hersteller und deren Boards usw. usf. Beispielloser Support von Noctua. Darüber hinaus gibt der Hersteller noch zusätzliche Tipps und Hinweise, um Fehlkäufe und damit Enttäuschungen des Kunden vermeiden zu helfen:

"Der NH-D14 ist ein großer Kühler, der auf den meisten Mainboards über die ersten RAM-Bänke ragt. Der Kühler bietet ausreichend Freiraum für Speichermodule in Standardgröße. Die Verwendung von Modulen mit einer Bauhöhe von über 44 mm ist jedoch nicht möglich. Corsair Dominator DDR3 Module können verwendet werden, wenn der obere Kühlkörper entfernt wird." (Noctua.at)

Nachdem nun vom Hersteller höchstselbst beim Noctua NH-D14 auch das Rampage Extreme aufgeführt war, entschied ich mich also, es zu riskieren, obwohl die ganze Vermesserei innerhalb des Thermaltake- Kandalf- Gehäuses, in welches er eingebaut werden sollte, und allem, was sich schon auf dem Mainboard befand, inklusive der passiven Heatsinks, die auf einem Rampage Extreme von Hause aus montiert sind, mich bis zuletzt daran zweifeln ließ, ob der Kühler tatsächlich noch dazwischen passen würde. Die Kühler- Maße und das Maßband sagten: Nein... oder vielleicht doch ...möglicherweise... nein. Auf die Maße bei diversen Online- Shops oder auf Seiten selbsternannter Hardware- Tester war jedenfalls kein rechter Verlass, sie wichen hier und da gern voneinander ab, also besser bei Noctua selbst nachgesehen, und dort geht das so:

Höhe (ohne Lüfter) 160 mm
Breite (ohne Lüfter) 140 mm
Tiefe (ohne Lüfter) 130 mm

Höhe (mit Lüfter) 160 mm
Breite (mit Lüfter) 140 mm
Tiefe (mit Lüfter) 158 mm

Gewicht (ohne Lüfter) 900 g

Gewicht (mit Lüfter) 1070/1240* g

* mit 2 Lüftern

Und es stimmt auffallend.

Er ist damit zahlenmäßig zwar schwerer als 'ne Tüte Zucker, er fühlt sich aber leichter an. Nachgewogen hab ich nicht. ;)

Passt er nun oder nicht?

Probieren ging auch hier wieder über studieren, und: Er passt! Knapp, aber er passt. Er passt tatsächlich auf ein Rampage Extreme in einem Thermaltake Kandalf Big- Tower. Er ragt mit seiner Höhe von 16 cm twin- tower- typisch bis dicht an die Gehäusewand, fast schon zu dicht, der Deckel geht aber dennnoch gerade eben zu. Im Grunde stört der seitliche, bei mir außer Betrieb gesetzte, 200mm- Lüfter im Kandalf- Gehäuse, aber der Deckel ging trotzdem zu. Mit etwas Druck. Auf die Board- Angaben von Noctua selbst ist jedenfalls definitiv Verlass.

Wegen ihres hohen Gewichts können diese Art Kühler nur mit einer Backplate sicher auf den Mainboards montiert werden. Also nix da mit Pushpin- Plastik- Gedöns und gut ist. Das ist mehr was für Spielzeuglüfter.

Das ausgeklügelt multikompatible, funktionale, nahezu narrensicher erklärte und kinderleicht zu verwendende Montagesystem von Noctua "schimpft" sich SecuFirm2.

Obacht vor der Mainboard- Montage:

Das Board muss bei Gehäusen, die rückwärtig keinen Zugang zu einem bereits verbauten Mainboard mehr erlauben (wie beim Kandalf), zur zwingend erforderlichen Montage der Backplate erst (oder wieder) ausgebaut werden. Bei Selbstbauern, die also gerade noch vor dem Einbau des Boards stehen:

Nicht ohne den Kühler, zumindest nicht ohne die Backplate einbauen! Sonst: siehe ... (oder wieder). Ist die Backplate aber erst einmal montiert, lässt sich der Kühler später auch von oben ohne Ausbau des Boards wieder abnehmen, aber erst dann, so dass man eine CPU später auch nachrüsten/ ersetzen kann, ohne dafür wieder den ganzen PC zerlegen zu müssen. Intelligentes Montagesystem, im Grunde kinderleicht. Also keine Sorge.

Der Kühler kommt mit zwei getrennten, bebilderten Manuals für sowohl die Intel- als auch die AMD- Fraktion.

Gleiches gilt für die Montagezubehöre, die sind ebenfalls säuberlich getrennt in Intel- und AMD- Zubehör verpackt. So kann man das, was Einen nicht zu interessieren braucht, einfach beiseite legen und geflissentlich ignorieren. Sehr komfortabel. Kein Teile- Wirrwarr, kein Rätselraten, was was sein soll und wohin gehört. Die Anleitungen sind in der Lieferversion in Englisch, aber auch bebildert. Für die, die es auf Deutsch brauchen (oder in diversen anderen Sprachen), gibt's die jeweilige Anleitung übersetzt auf der Seite des Herstellers.

Hier stünde jetzt der Link, der aber entfernt wurde.

Was zur Montage benötigt wird, wird von Noctua auch komplett mitgeliefert, neben der premierten Noctua- Wärmeleitpaste und vielem mehr, kommt das Paket auch inklusive eines genügend langen Kreuzschlitz- Schraubendrehers. Wozu dient der? Das sei noch erwähnt:

Ist die Backplate erst einmal montiert (funktioniert ganz ohne Werkzeug mit Rändelmuttern), könnte das Board sogleich in's Gehäuse. Empfehlenswerter ist jedoch, ob der größeren Bewegunsgfreiheit außerhalb eines Gehäuses, den Kühler erst komplett fertig zu montieren.

Zur Endmontage muss aber nun der mittlere Kühler entfernt werden, da man nur so die darunterliegenden, mit Federn gegen Überdrehen gesicherten Kreuzschlitzschrauben mit diesem eigens mitgelieferten Schraubendreher erreichen kann. Extra Werkzeug muss der Selbstbauer bis hierhin deshalb theoretisch nicht vorrätig haben, obgleich ein gescheiter Schraubendreher mit Rundgriff und entsprechender Länge deutlich bessere Dienste leistet. Sei's drum. Es muss leider gehöriger Druck ausgeübt werden, um den Federwiderstand der Schrauben zu überwinden, bis die Gewinde endlich packen. Hierbei besser nicht auf den oberen Lamellen der Radiatoren herumdrücken oder sich daran festhalten. Diese könnten dabei leicht verbogen oder anderweitig beschädigt werden. Besser nur Druck an den oben aus den Lamellen herausragenden Köpfen der Heatpipes ausüben, falls nötig.

Vor dem Entfernen des mittleren Lüfters, der mit zwei Klammern am Radiator fixiert ist, die sich leicht lösen lassen, empfiehlt es sich, um den Lüfter später problemlos wieder exakt mittig zwischen die beiden Radiatoren platziert zu bekommen, mit einem Edding jene Lamellen sichtbar zu markieren, an denen zuvor die Klammer saß. Anderenfalls viel Spaß beim Herumfummeln, bis er wieder exakt mittig sitzt (hier hätte Noctua durchaus selbst mit Markierungen vorarbeiten können).

Einbaurichtung ist beim Rampage Extreme in einem Kandalf- Gehäuse mit oben liegendem Netzteil typisch waagerecht/ horizontal auf dem Board, also mit dem vorderen 120er Lüfter hin zu den RAM- Bänken und Abluft nach hinten raus. Nicht senkrecht nach oben oder unten! Letzteres mag bei Gehäusen mit senkrechtem Airflow und deshalb Abluft nach oben nötig oder die beste Lösung sein. Bei Netzteilen, die heute im optimalen Falle besser am Gehäuseboden installiert sind und von dort die kalte Luft von unten(!) nach oben in's Gehäuse saugen, empfiehlt sich zur Unterstützung des Netzteils die senkrechte Montage mit Abluft durch den Gehäusedeckel, dort unterstützt durch Lüfter im Dach. Dann gehörten aber natürlich keine Lüfter mehr in die Front- sowie auch nicht mehr in die Rückwand! Solche waagerecht arbeitenden Lüfter würden einen senkrechten Airflow verwirbeln und wieder zunichte machen.

Im vorliegenden Fall ist der Airflow also waagerecht (von vorn nach hinten), in einem typischen Unterdruckgehäuse mit demnach mehr Ausgangs- als Eingangslüftern. Das Netzteil befindet sich in einem Thermaltake- Kandalf- Tower unterm Gehäusedach mit Abluft nach hinten. In der Gehäusefront sitzt ein Ansauglüfter. Entsprechend also die Montage des Kühlers unter dem Netzteil und waagerecht hinter den RAM- Bänken mit Abluft nach hinten!

Der hintere Radiator des Kühlers grenzt dabei in dem Kandalf- Gehäuse unmittelbar an den bereits in der Rückwand laufenden 120er Lüfter. Dieser bildet damit sehr praktisch den perfekten Abschluss in der gesamten Lüfter- Sequenz, denn es laufen jetzt in fast perfekter Reihe der 120er Lüfter des Noctuas vorn, direkt hinter den RAM- Bänken, gefolgt von seinem mittleren, großen 140er Lüfter und zum Abschluss wieder ein 120er Lüfter, der des Gehäuses in der Rückwand, und saugen so vereint und dennoch leise die warme Luft von den RAM- Bänken ab durch den vorderen Radiator, ziehen dann die eigentliche Hitze der CPU über die 6 Heatpipes erst aus dem vorderen, anschließend direkt durch den hinteren Radiator hindurch und befördern schließlich alles zusammen höchst effizient nach hinten raus aus dem Gehäuse.

Wie effizient?

Höchst. Für detailverliebte Techniker versuche ich für die genauere Vergleichbarkeit soviel Daten wie auf Anhieb verfügbar anzugeben, andere lesen lieber drüber hinweg:

Was kühlt der NH-DH14 im vorliegenden Fall und wie gut oder wie schlecht?

Auf dem Board sitzt ein zu kühlender Intel® Core™2 Extreme QX6850, Quadcore, 64bit, 3,0 GHz, stable overclocked bis ca. 3,7 GHz, mit freiem Multiplikator, FSB 333 MHz (x4)sowie 0,8 bis 1,5 V Betriebsspannung. Der QX6850 wird im III. Quartal dieses Jahres bei Intel 7 Jahre alt. Meinen habe ich dagegen "erst" seit um die 5 Jahre in Gebrauch. Ohne irgendwelche Zwischenfälle. Der QX6850 kann/ darf bekanntermaßen seeehr "warm" werden, deshalb, und wegen seines freien Multiplikators und anderer Spielereien, eignet er sich auch sehr gut zum Übertakten. Der hält Einiges aus. Das Hauptanliegen eines Asus Rampage Extreme ROG ist: Overclocking für höchste Auslastung. Das alles möglichst einfach zu überwachen und leicht zugänglich, ohne BIOS, direkt am Board, mit LED- Poster zum Anzeigen aller relevanten OC- Werte, vorinstallierte Wasserkühlungsanschlüsse an den passiven Heatsinks auf dem Board und mehr, denn es geht natürlich auch gegen hohe Temperaturen bei maximaler Leistung aller Komponenten. NB und SB kommen bereits mit eigenen, massiven Kühlkörpern auf dem Board in's Haus. Man hat die Wahl zwischen aktiver Luftkühlung oder vorbereiteter Wasserkühlung auf dem Board, und zwischen all dem Kram sieht es nicht mehr nach viel Platz aus für einen NH-D14. Aber dennoch. Es geht.

Der Intel® Core™2 Extreme QX6850 verfügt über eine Thermal Design Power (TDP) von 130 Watt(!). Die TDP steht für die maximale Leistung, die eine CPU über einen thermisch signifikanten Zeitraum liefern kann, während handelsübliche Software ausgeführt wird. Die Vollasttemperatur dieses Prozessors also nicht mit etwa nur 80- Watt- CPUs oder Ähnlichem vergleichen, die verfügen nicht annähernd über die gleiche TDP und sind für hohe Dauertemperaturen nicht designed. Der QX6850 ist heutzutage nur noch ein reiner Liebhaber- Prozessor, da immer noch teurer, als aktuellste CPUs. Er ist dabei kein Gaming- Prozessor, sondern wurde/ wird in Laboren für wissenschaftliche Berechnungen, die Tage oder Wochen dauern, verwendet. Für reine Gamer und deren bloßen Spielspaß ist das Preis-/ Leistungsverhältnis jenseits von Gut und Böse. Das nur am Rande. Wer ihn aber hat, behält ihn auch, denn aktuelle Titel schafft er trotz seiner Jahre immer noch, ein optimales System vorausgesetzt.

Hier geht es nur um die Kühlleistung eines Noctua NH-D14 unter "heißesten" Bedingungen, also darum, ob er es schafft, eine "energiefressende" 130- Watt- CPU auf einen Temperaturbereich zu kühlen, der für andere, kühlere Prozessoren auch normal ist, wenn diese unter Vollast laufen. Keine Frage, dass, wenn er den Thermal Load eines QX6850 unter Vollast schafft, schafft er spielend auch jeden anderen kühleren Prozessor. Die Frage wäre lediglich, ob er für bereits kühle CPUs nicht ein wenig too-much sein könnte, wenn jemand nämlich keine 74,- € ausgeben will. Dann tut's bestimmt auch ein günstigeres Modell. Ansonsten heißt die Devise aber: Je kühler, desto schneller, desto langlebiger und umso besser.

Mit einem standardisierten, mitgelieferten boxed Intel- "Kühler" in "Downblower"- Ausführung, der sich zudem bei Volllast anhört wie ein Staubsauger, läuft ein QX6850 unter Last leicht mit 74° und mehr, je nach OC- Status, bis auch er irgendwann mal den Dienst quittiert. Im Idle sind es, wenn man ihn nicht stresst und Glück hat, je nach Umgebungsstemperatur, 58° bis 64° oder auch gerne 68° bei höherem Takt. Das hängt alles gut von FSB- und CPU- Frequenzen ab. Hohe Temperaturen gehen dabei immer auch zu Lasten der Leistung, da die Leistung der CPU immer weiter drosselt wird, je mehr sie sich einem gefährlichen Temperaturbereich nähert, um keinen Hitzetod sterben zu müssen. Ab wann gedrosselt werden muss, hängt vom Thermal Design des Prozessors ab.

Mit dem NH-D14 Kühler (inklusive mitgelieferter frischer Wärmeleitpaste nach Jahren) steigt die Temperatur unter Vollast nun nicht mehr über 52° (gemessen bei bspw. Assassin's Creed IV Black Flag auf höchsten Einstellungen, im Pausenmodus des Spiels liegt er bei ca. 48°). Aktuell liegt die Temperatur jetzt, wo ich das hier schreibe, bei 46° (zwei Browser, im einem 14 Tabs, und ein weiteres Programm geöffnet). Die unterhalb des Kühlers laufende GPU hat meist 45°. Die Gehäusetemperatur liegt momentan bei konstanten 35°, unter Last bei zur Zeit AC IV Black Flag bei max. 40°.

Die max. Drehzahl der Noctua- Lüfter liegt ohne U.L.N.A. bei gerade 1.339 bis 1.360 RPM (allerdings sind beide Lüfter, der kleinere 120er und der große 140er, über ein Y- split- Kabel mit einem einzigen Fan- Header auf dem Board verbunden. Daher traue ich Asus' AI- Angaben nicht wirklich). Die CPU- Spannung variiert momentan von 1,111 bis 1,124 V.

Deutlich unter 47° geht's bei einem QX6850 auf diesem Board und in diesem Gehäuse also mit dem NH-D14 auch nicht. Der Unterschied beträgt dennoch stolze und permanente 20° bis 25° im Vergleich zu einem boxed Intel- Downblower. Das entspricht einer Senkung der CPU- Temperatur um etwa 30%, Basis Vollast 74° = 100, im Vergleich zu Vollast 52°. Nähme man 52° Vollast als Basis 100, dann war der Prozessor zuvor mit bis zu 74° = ca. 42% heißer.

Welcher Wert einem auch immer besser gefällt, die Kühlleistung des NH-D14 ist jedenfalls signifikant, spürbar, nicht nur messbar, nachgerade phenomenal, da der Kühler nicht einmal herauszuhören ist. Das Betriebsgeräusch des NH-D14 ist Lichtjahre entfernt von dem Geräusch eines startenden Jets, den ein boxed Intel- Kühler unter Vollast verursacht. Da mehrere Lüfter im Gehäuse laufen (8 an der Zahl), ist nicht genau auszumachen, welches Geräusch nun aktuell vom Noctua stammt. Laut Noctua sind es jedenfalls max. 20 dB.

Alles zusammen höre ich nur ein monotones, leises Rauschen. Es wird weder lauter noch leiser, egal, welcher Thermal Load gerade auftritt. So wollte ich es haben. Ruhe beim Zocken und Video- Post- Processing und trotzdem maximale Leistung der CPU.

Will man es noch leiser (nur noch max. 900 rpm), als es bei max. 1.300 RPM (+/- 10%) ohnehin schon ist, liefert Noctua hierzu zwei mit Widerständen versehene Adapterkabel mit, sogenannte Low-Noise bzw. Ultra-Low-Noise Adaptors (U.L.N.A.). Diese können je nach CPU- und Gehäusetemperatur hinter (nicht vor!) das Y- Split- Kabel gesetzt werden. Ein Adapter liegt bei für den 140er und ein entsprechender für den 120er Lüfter. Nie einen der Adapter für beide benutzen, indem man ihn einfach vor das Y- Kabel an den Fan- Header des Boards klatscht! Zur Info: Der schwarze Adapter ist für den NF-P14 140mm- Lüfter und der blaue Adapter für den NF-P12 120mm- Lüfter.

Geräuschentwicklung: 19,6 / 19,8 dB(A)
Geräuschentwicklung mit U.L.N.A.: 13,2 / 12,6 dB(A)

Wer den vorderen 120mm NF-P12 nicht verwenden möchte oder aus Platzgründen nicht verwenden kann, kann ihn wahlweise auch mittels der mitgelieferten Schrauben und sogar entkoppelt mittels der ebenso beiliegenden Vibrations- Kompensatoren an anderer, passenderer Stelle in seinem Gehäuse verwenden.

Der NH-D14 ist ausgelegt für mehr als 150.000 Betriebsstunden. Wer, sagen wir, den Kühler pro Tag 8 Stunden lang in Betrieb hat und das 365 Tage im Jahr, kann ihn theoretisch 51 Jahre lang benutzen. Kudos für den, der das schafft. :)

Fazit:

Bei meinem Händler hieß es, der NH- D14 schlage sogar manche Wasserkühlung. Das werde ich aber nicht versuchen zu verifizieren, da ich die Idee von Wasser in meinen Gehäusen noch nie sonderlich anziehend fand. :) Ich glaube es aber gerne. Mit unter 50° bei einer bis zu 130- Watt- leistungshungrigen und hitzigen CPU wie der QX6850 und dabei keinerlei in den Vordergrund tretender Geräusche, wurden meine Erwartungen längst übertroffen.

Ich bereue keinen Euro, den mich der NH-D14 mehr gekostet hat, als andere Doppelradiatoren gekostet hätten, da man dafür immerhin einen derart multikompatiblen Kühler bekommt, den man auch künftig auf unzähligen, modernen Boards verschiedenster Sockel, sowohl Intel als auch AMD, weiterverwenden kann und der zudem, im Unterschied zu anderen Doppelradiator- Kühlern, nicht nur mit 6 Heatpipes, sondern auch mit 2 Lüftern daherkommt, von denen der 120mmm- Lüfter wahlweise (sogar schon entkoppelt) als zusätzlicher Gehäuselüfter eingesetzt werden kann. Und allein ein zusätzlicher 120mm-(Gehäuse)Lüfter kostete bereits mehr Geld. Das geht völlig in Ordnung. Zusatzbehör ist ebenfalls dabei, wohlgeordnet und in einem Umfang, der keine Wünsche offen lässt.

Wer weniger bezahlen will, bekommt dann auch weniger und wird künftig vermutlich öfter mal noch weitere Kühler nachkaufen müssen. Wenn also weniger schon mehr ist, wieviel mehr ist dann erst mehr? ;)

Wer mit dem NH-D14 allerdings auf Intels LGA2011 aus ist, und nur darauf, der sollte bei Noctua besser nachfragen ("auf Anfrage", laut Webseite). Offiziell gibt es für den Sockel LGA2011 nämlich den NH-D14 SE2011. Der passt dann aber auch nur da.

Das 'Erlebnis' NH-D14 beschreibe ich am Besten mit Noctuas eigenen Worten:

"Der NH-D14 ist eine Premium-Lösung für höchste Ansprüche in Sachen leiser Hochleistungskühlung."

In der Tat. Dem ist in meinem Fall nichts hinzuzufügen. Volle Punktzahl.

Für alle Anderen, die vielleicht mehr über die Kompatibilität mit anderen Sockeln, dem Betrieb mit einem i7 oder was immer, wissen wollen, empfiehlt sich "wärmstens", vorher entsprechend andere Tests zu lesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
 

Kommentare


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.02.2014 01:22:19 GMT+01:00
mario meint:
Hallo ! Danke !! für diesen ausführlichen und informativen bericht ! wühle mich jezt auch schon länger durch div. foren und tests auf der suche nach einem "guten" cpu-kühler ! nicht zuletzt wegen dieser rezension werde ich mir den Noctua NH-D14 auch zulegen ! freundlicher gruss mario !
‹ Zurück 1 Weiter ›

Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent


Top-Rezensenten Rang: 2.175.673