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Kundenrezension

41 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein schlechtes Tendenzbuch, 22. Januar 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Des Kaisers Falke: Wirken und Nach-Wirken von Franz Conrad von Hötzendorf (Veröffentlichungen des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung) (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch war für mich eine einzige Enttäuschung. Nicht genug, dass der Autor mehr als nur schlampig mit den Daten, militärischen Strukturen und vor allem zeitlichen Abfolgen von Entscheidungen und Ereignissen umgeht, merkt der Leser sehr schnell, wo er ideologisch hinaus will. Ein Exemplat der neuen österreichischen Geschichtsumdeutung.

Ganz unabhängig davon, dass die Person des Feldmarschalls Conrad von Hötzendorf und seines in der Zwischenkriegszeit gepflogenen "Feldharrngenies" schon in den Büchern von Lawrence Soundhaus und Günther Kronenbitter eingehend und sehr schlüssig entzaubert wurde, vermeidet absichtsvoll der nunmehrige Autor sehr wesentliche Gesichtspunkte: Dass, beispielweise, Italien schon seit Jänner 1915 sehr offensiv seinen Kriegseintritt auf der Seite der Entente zwecks Gebietsgewinn auf Kosten der Monarchie voran getrieben hatte steht kommentarlos auf Seite 162.

Besonders durchsichtig wird aber die Tendenz in dem Buch, als hartnäckigst die seit 1908 von Serbien mit aktivster russischer Unterstützung (siehe Christopher Clark, Die Schlafwandler) betriebene Provokation und Subversion mit Terror- und Mordanschlägen in Bosnien und Herzegowina völlig ausgeklammert werden. Diese werden als eine "Auflehnung der Jugendlichen in Sarajewo" ebenso klein geschrieben wie schon auf Seite 78 Österreich-Ungarn 1908(?) zur "Eroberung" der seit 1878 besetzten BiH angetreten wäre.... Peinlichst verschweigt der Autor, wer denn die auf Seite 109 angesprochenen "schwersten Kriegsverbrechen" in den von Serbien im ersten Balkankrieg 1911 eroberten ottomanischen Gebieten (heute Kosovo) begangen hatte. Nämlich, wie schon 1915 die US-amerikanische Carnegie-Stiftung feststellte, der andernorts von Dornik zum "widerspenstigen kleinen Königreich Serbien" verniedlichte Eroberer. (90 Jahre später im Jugoslawien-Zerfallskrieg wiederholten sich diese serbischen Rituale von BuH angefangen).
Schon lachhaft ist sein Versuch, den Adjutanten des BuH-Gouverneurs und Landesbefehlshabers Feldzeugmeister Oskar Potiorek, den ihm "freundschaftlich" verbundenen (Rudolf Jerabek, Poriorek) Major Marizzi (nicht Oberstleutnant) zu einem "Opfer" zu stilisieren. Die Militärgeschichtsschreibung umgeht ohnedies die genauere Art der "freundschaftlichen Beziehungen" zwischen den beiden. Und vor allem, wer denn wirklich den Thronfolger zum verhängnisvollen Krankenhausbesuch beim Potiorek-Adlatus Marizzi gedrängt hatte.

Dass Conrad von Hötzendorf ziemlich kommentarlos die Hauptschuld an der Entfeselung des Krieges zugeschrieben wird, verwundert bei der ideologischen Tendenz des Buchautors nicht mehr.

Das sind nur wenige Beispiele von Dutzenden weiteren dafür, wie schlampig und durchsichtig tendenziös der Autor das Buch zusammen geschrieben hatte. Offenkundig in der Spekulation, anläßlich des 100. Jahrestages der Morde an dem österreichischen Thronfolgerpaar, die die diplomatische und militärische Initialzündung zum Ersten Weltkrieg und der "Neuordnung" Europas gegeben hatten, doch noch irgeend wie ins das Geschäft zu kommen.

Wer sich tendenzfreier über die Zusammenhänge um den Ersten Weltkrieg informieren will, wird wohl besser 24 Euro mehr entweder zur Vorgeschichte in Christopher Clark, Die Schlafwandler oder in Manfried Rauchesteiner, Der Erste Weltkrieg und das Ende der Habsburger Monarchie, investieren.
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