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Kundenrezension

61 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Neugierige Häuselbauerin sucht vergeblich Spießerglück mit Hamburger Zimmermann, 8. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Lohengrin [2 DVDs] (DVD)
Wäre die vorliegende DVD eine CD, würde ich ohne Bedenken für die Ausnahmesänger/innen Harteros und Kaufmann 5 Sterne vergeben. Auch ich habe vorab die Vorstellung im Münchner Nationaltheater gehört und leider auch unter ungünstigen Bedingungen gesehen: der Vorhang war offen.

Die Inszenierung ist nicht "zeitgemäß", sondern hat schlicht weder mit der Musik, der Handlung oder dem Text auch im Entferntesten etwas zu tun. Das beginnt mit der Gralsklangwelt des Vorspiels zu der ein(e) Archtitekt(in) Bauzeichnungen für ein Einfamilienhaus anfertigt. Die arme Frau Harteros ist bis zum III. Akt (in Latzhose) mit Mörtelrühren und Mauern beschäftigt bis ihr Spießerheim schließlich steht.

Hier haut der Regisseur radikal daneben: Die Sehnsucht der Elsa und die sie widerspiegelnde Musik ist eben nicht der Traum vom Spießerglück, sondern der zutiefst romantische von einem (weißen)Schwanenritter. Den bekommt Elsa in dieser Inszenierung leider nur in der Tracht eines Hamburger Zimmermanns mit einem fußkranken Schwan, der getragen werden muss. Weshalb der verkleidete Ritter seine hehre Gralsburg gegen ein wenig originelles Einfamilienhaus tauschen möchte, ist nur durch die bestechende hochsensible Gesangstechnik der Elsa/Harteros erklärbar.

Die Handlung ist bekannt; nach der unseligen Frage fackelt der Hamburger Lohengrin mit einem Benzinkanister das Haus inkl. Kinderwiege einfach ab. Die Gralserzählung gehört in dieser Aufnahme zu den absoluten Höhepunkten: Kaufmann singt sie mit einer selten gehörten liedhaften Innigkeit und Trauer.

Anders als so manche(r) Andere(r) hat Richard Jones eine reichhaltige Erfahrung als Opernregisseur auch von Wagner-Opern. Ein hoch romantisches Werk wie Lohengrin zu entzaubern und zu dekonstruieren, mag ein, wenn auch fragwürdiger, akzeptabler Inszenierungsansatz sein. Jones gelingt es jedoch leider nicht, etwas Überzeugendes an diese Stelle zu setzen.

So ist dieser musikalisch wunderbare Lohengrin des Dreigestirns Nagano, Harteros, Kaufmann leider nur mit einer schwarzen Augenbinde erträglich. Trotzdem eine klare Kaufempfehlung!
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.07.2010 12:42:00 GMT+02:00
Helma meint:
Ich hätte einen Punkt für diese gräßliche Inszenierung gegeben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2010 13:04:53 GMT+02:00
Ich stimme Ihnen zu, aber:
+5 Punkte für Sänger/innen und Dirigent: 2 = 3 Punkte (meine Wertung)
Die Musiker betrachte ich als Opfer, die durch die Inszenierung eh schon genug abgestraft sind.
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