Kundenrezension

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen halben Herzens, 14. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Yoga - Die Kunst des Lebens (DVD)
Zwei Filme wohnen, ach, auf dieser Disc. Zum einen sind es die Ausschnitte mit R.Sriram und dessen Umfeld, die authentisch und inspirierend wirken und über die ich sehr glücklich bin, da sie mir R.Sriram zum ersten Mal vorgestellt haben. Zum anderen sind es die im Wechsel eingestreuten Ausschnitte über die Pilgerreise, die auf mich wie eine Weichspülung für den bequemen Westler wirken. Auf diese Weise geben die 52 Minuten Hauptfilm ein recht gestückeltes Bild, für das der Titel "Die Kunst des Lebens" etwas hoch gegriffen scheint. In den Extras befinden sich eine Reihe Interviews (bzw. Monologe), die ebenso in den Film hätten eingestreut werden können. In den Äußerungen der Reiseteilnehmer finden sich interessante Erkenntnisse, dennoch sind viele Wortbeiträge, insbesondere die der stets in rötlichem Orange gekleideten Reiseleiter, einfach so aufgebauscht, dass man sich nach Film und Extras ordentlich eingelullt fühlt, was mir im Zusammenhang mit Yoga bisher fremd war. Letztlich wird offenbar, dass sich beide Welten des Films (Pilgerreise/R.Sriram) in der Tat widersprechen. Während R.Sriram eine Gefahr darin sieht, sich durch Yoga zu sehr von der Welt (seinem Umfeld, den Mitmenschen) abzukapseln, scheint auf der Pilgerreise genau diese Abkapselung durch die Flucht in die Gruppe stattzufinden.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.04.2013 13:31:50 GMT+02:00
Dieser Kontrast bzw. Widerspruch in Bezug auf Welt-Abgewandtheit ist mir nicht aufgefallen,
aber das Statement von Sriram meinte sicher etwas anderes als die Yatra (Pilgerreise) in die Stadt
Rishikesh, wo angeblich ausschließlich für die Weisheit geworben wird... Dass es dort auch zu
Auftragsmorden kam und Kinderarbeit zum Alltag gehört, unterschlägt der Film leider...
Meines Erachtens gab es da zudem einen Ausgleich dadurch, dass Srirams Frau Anjali ebenfalls
betont, dass sie sich nicht mit Müll und Mücken befassen mag, sondern mit den schönen Dingen.
Die Haltung kann ich per sé verstehen, aber dadurch entsteht solch ein Eindruck von "Strandidylle"
und Oberflächlichkeit; Sehnsucht nach einer heilen Welt... Im Yoga-Sutra geht es eher darum,
sich von diesen Prägungen frei zu machen und die Realität in all ihren Facetten zur Kenntnis zu nehmen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.04.2013 14:27:25 GMT+02:00
Doragunse meint:
Kann deine Aussage unterstreichen.
Natürlich meinte Sriram nicht die Pilgerreise. Er wendete sich gewissermaßen an jeden, der Yoga übt. Ich halte diese Aussage übrigens für sehr wichtig, da Yoga letztlich unsere Beziehung zu unserer Umwelt neu gestalten kann, indem wir Probleme und Blockaden leichter ausfindig machen, sie aber nicht gleich verteufeln und verbannen, sondern uns mit ihnen auseinandersetzen und sie nach Möglichkeit transformieren, dass wir mit unserer Welt so leben können wie sie ist (d.h. uns nicht von ihr abwenden).
Der Aufruf, in die Gruppe zu kommen, klang mir bei den Pilgerleuten nach dem Schauen der Extras etwas zu laut in den Ohren. Ich hatte das Gefühl, dass sie alle etwas sagten wie: "... nur bei uns in der Gruppe macht der Yoga wirklich Sinn." Selbstverständlich ist Yoga in der Gruppe etwas Schönes und Wichtiges, sollte meines Erachtens allerdings nicht die einzige Form des Praktizierens sein. Bei einem Lehrer, der etwas sagt wie: "Das sieht toll aus wie Ihr das alle macht." (sinngemäß), möchte ich auch nicht so gern üben, da das Streicheln des Ego für mich nicht zum Yoga gehört.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.04.2013 20:09:30 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.04.2013 20:11:08 GMT+02:00
Auf der Presse-DVD waren leider keine Extras, so dass ich "nur" den Dok-Film selbst beurteilen kann.

Bei den Statements von den TeilnehmerInnen der Yatra fiel mir die Bauchpinselei auf, als ginge es um eine
Marketingkampagne...
Natürlich kann man mit Yoga positive Erfahrungen machen und sich besser fühlen, das ziehe ich nicht in Zweifel, auch nicht das positive Gruppengefühl.
Aber - es fehlt einfach der nüchterne Blick der Filmemacherin für das Umfeld und die Strukturen dahinter.

Es gibt im Film keine Ecken, keine Kanten, keine Zweifel, keine Widersprüche. Nicht einmal eine kurze
Anmerkung zur patriarchalen Machokultur in Indien, über die in den letzten Wochen immer wieder berichtet werden musste, weil es zu grausamen Gruppenvergewaltigungen in der Öffentlichkeit kam und zu Protesten.

Warum wird all dies ausgeblendet?
Wäre es so schlimm, wenn der Hochglanzfarblack der heilen Yogawelt mal einen Kratzer bekommt?
Das reale Leben besteht doch nicht nur aus Glücksmomenten...
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