Kundenrezension

27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Harry Potter in einem Band, 26. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Graveyard Book (international edition), The (Taschenbuch)
Gaiman sagt, dass ihn Kiplings "Dschungelbuch" zu dem Kinderroman inspiriert hat und tatsächlich gibt es auch einige Parallelen zwischen den Werken, z.B. dass ein Kind seine Familie verliert, ein Beschützer (bei Kipling der Panther Baghira, bei Gaiman der Vampir Silas) ihn zu Pflegeeltern bring (bei Kipling ein Wolfsrudel, bei Gaiman die Geister eines kleinen Friedhofs) und sich im Laufe des Erwachsenwerdens dann selbst dem Bösen (Tiger/eine Bande von Berufskillern) stellen muss.

Zugleich aber fielen mir auch einige Ähnlichkeiten mit Harry Potter auf: gleich zu Anfang greift eine düstere Gestalt (The Man Jack) eine Familie an und ermordet alle, bis auf den kleinen Sohn. In der Folge brütet der Bösewicht jahrelang, wie er den Jungen endlich töten kann, denn auf ihn hatte er es eigentlich nur abgesehen, weil eine Prophezeiung... kommt einem das nicht doch bekannt vor? ^^
Auf dem Friedhof lernt der Jungen dann auch ein bisschen Magie: wie man sich unsichtbar macht, wie man bei anderen Angst und gewisse Träume erzeugt usw.
Am Ende muss er zwar allein den Hauptfeind beseitigen (wobei mir die Lösung, wie man einen übermächtigen Feind besiegen kann, in "The Graveyard Book" befriedigender erschien als im letzten Harry Potter - nämlich durch eine List), aber Verbündete unterstützen ihn und dabei bleiben nicht alle am Leben. (Damit ist nicht zuviel verraten, denke ich)

Typisch für Gaiman ist dabei der morbide Charme der Geschichte, der sehr an Tim Burtons Filme erinnert (und es würde mich nicht wundern, wenn Burton bald "The Graveyard Book" verfilmt ^^, auch wenn "Die Leichenbraut" ein sehr ähnliches Thema hatte).
Der Junge ohne Namen, der von seinen Geist-Pflegeeltern Nobody Owens, kurz Bod, genannt wird und eigentlich mit Nachnamen Dorian heißt, lebt in einer Parallelwelt ähnlich der Zaubererwelt voller magischer Wesen und geheimnisvoller Geschehenisse: man achte gut auf die Tore zur Welt der Ghule (und es gibt auf jedem Friedhof mindestens eins), Vampire und Werwölfe gehören zur "Ehrengarde", die nur auf größeren Friedhöfen dafür sorgt, dass alles seine Ordnung hat und die Welt der Lebenden nicht gestört wird, alle paar Jahre treffen sich Tote und Lebende für eine Nacht zu einem "Danse Macabre", doch die Erinnerung daran verlässt die Toten und Lebenden bald usw.

Bod fühlt sich in dieser Welt als kleiner Junge sehr wohl und behütet, wobei Silas sein Mentor und bester Freund ist, doch als er heranwächst, kommt eine Sehnsucht nach dem wirklichen Leben auf und er will zur Schule gehen... damit nimmt die Gefahr ihren Lauf, denn mit dem Eintritt in die Welt der Lebenden wird das Böse auf ihn aufmerksam... und nun muss Bod nicht nur sich selbst, sondern auch seine Freundin Scarlett schützen...
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Kommentare


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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.01.2009 13:48:16 GMT+01:00
Laertes meint:
"weil eine Prophezeiung... kommt einem das nicht doch bekannt vor? ^^ "

wobei ja Gaiman einer der ganz wenigen ist, den man in diesem Fall keinen Plagiarismus vorwerfen kann, wenn man da an "Timothy Hunter" denkt. ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2009 15:47:01 GMT+01:00
sisafri meint:
Eine Prophezeiung ist ohnehin ein altbekanntes Schema (und war auch in HP nicht sonderlich originell), aber man kann nicht leugnen, dass die Harry Potter Bücher enorm populär waren (und sind) und so die darin vorkommenden Handlungselemente recht allgemein bekannt sind. Anders als "Timothy Hunter" wurde "The Graveyard Book" NACH Erscheinen der Potter-Reihe verfasst und so fällt auf, dass Gaiman hier genau das gleiche Schema durchspielt. (Es ist kaum vorstellbar, dass Gaiman die Potter-Reihe gar nicht kennt, er hat ja nicht die letzten 10 Jahre in einer Höhle im Wald gelebt... und seine Kinder werden die Bücher sicher auch gelesen haben...)
Aber wie man sieht, störte mich diese Parallelität nicht, trotzdem 5 Sterne. ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.02.2011 11:30:19 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.02.2011 11:30:51 GMT+01:00
Snorkel meint:
Egal, wie man "Das Graveyard Buch" findet, dass Prophezeiungen in Fantasy-Stories (egal ob Buch, Film oder TV-Serie) definitv ausgereizt werden, kann man wirklich schlecht leugnen. ;-)

Veröffentlicht am 17.12.2012 12:00:00 GMT+01:00
Bande von Berufskillern, eine Prophezeiung, Gefährten die sterben...warum schreibst du nicht gleich das Ende hin, jetzt wo man sich die hälfte eh schon denken kann ohne das Buch gelesen zu haben?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.12.2012 17:55:20 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.12.2012 21:44:18 GMT+01:00
sisafri meint:
Wenn das wirklich ein wichtiges Problem für dich ist - herzlichen Glückwunsch. Dein Leben muss beneidenswert sorglos sein.

PS: Vier Jahre lang und 25 hilfreich Stimmen... no further comments...
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