Kundenrezension

239 von 283 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissenswertes (ohne Aussagen zur Handlung) zum vorläufige Höhepunkt der Serie, 21. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Game of Thrones: Staffel 3 [5 DVDs] (DVD)
Die dritte Staffel von Games of Thrones beschert dem Zuschauer wieder 10 Folgen, die im Vergleich zu den vorangegangenen Staffeln im Durchschnittetwas länger laufen (1-2 Minuten). Die Produzenten benötigten mehr Zeit, entschieden sich aber für längere Folgendauer und gegen eine 11.Folge. Die vorliegende 3.Staffel hatte hinter der 5.Staffel der Sopranos die bislang höchsten Zuschauerzahlen in der Geschichte des Senders HBO - das ist ein Ausdruck für die steigende Qualität und Beliebtheit der Serie.

Etwas verblüfft bin ich noch immer, wie genial die beiden Produzenten Benioff und Weiss (auch angesichts ihrer geringen Erfahrungen vor Beginn dieser Serie) die Bücher umzusetzen verstehen. Die Stimmung der Bücher, punktueller Horror, eine Atmosphäre der totalen Unsicherheit, die Visualisierung der Locations ... alles unglaublich dicht an der Geschichte; die geschliffenen Dialoge zu übernehmen ist ja noch das Einfachste, aber die Charakterzeichnungen all der Protagonisten teilweise auch mit wenigen Szenen so gut hinzubekommen - von Davos bis Stannis, vom Grandmaster Pycelle bis Hot Pie etc. (zentrale Lieblingsfiguren wie Arya und Tyrion sowieso): das war auch in der dritten Staffel wieder eine sehr sorgfältige Szenenauswahl, die die komplexe Handlung nahezu perfekt in Bilder verdichtete. Und wenn mal etwas dazugedichtet wird, passt es auch - 1x pro Season sollte ein Dialog zwischen Littlefinger und Lord Varys dazugehören ;-) Insofern sind dort Produzenten am Werke, denen die Leidenschaft und die Liebe fürs Detail wirklich anzumerken sind.

Das Produktionsbudget wurde mit dem steigenden Erfolg der Serie nun weiter aufgestockt - natürlich ist auch weiterhin nicht jede Schlacht komplett umgesetzt; diesbezüglich wären die Ansprüche an eine TV-Produktion noch zu hoch. Aber es gibt wieder dramaturgisch stark inszenierte Massenszenen, und sowohl bei den Locations als auch bei den CGI-Effekten (Stichwort Drachen) ist das zusätzliche Budget klar erkennbar! Diesbezüglich hat der Zuschauer durchaus eine Steigerung zu erwarten.

Der Score und die Musik runden die hochwertige Inszenierung ab - das Intro dürfte allen Guckern bekannt sein, aber gerade für die Endtitel wurden tolle neue Songs komponiert. Höhepunkt: Eine Folge endet rockig und im Kontrast zur Handlung irgendwie augenzwinkernd-fröhlich mit einer Version von "The Bear and the Maiden Fair"; ich empfehle einfach mal bei der Soundtrack-CD reinzuhören (Song 14). Aber auch die leisen düsteren Stücke wie "Mhysa" oder "It's alwyas summer under the sea" verstärken die jeweilige Stimmung grandios und beenden einige Folgen teilweise gänsehauterzeugend.

Inhaltlich orientiert sich die Staffel an der ersten Hälfte des dritten Buches des Liedes aus Eis und Feuer - das komplette Buch in einer einzigen Staffel zu komprimieren würde spätestens jetzt auch die Handlung zu sehr straffen. Den Kennern der Bücher wird besonderes Interesse einer zentralen Szene gelten - auch den Produzenten war diese Herausforderung frühzeitig bewusst - dazu Weiss: „Ich weiß noch, wie ich diese Szene zum ersten Mal in den Büchern las und davon umgehauen wurde. Ich weiß noch, dass ich dachte: Wenn wir es je zur dritten Staffel schaffen, können wir diese Szene auf den Bildschirm bringen.“

Ja, das haben sie geschafft. Alleine dafür gebührt der 3.Staffel die volle Punktzahl, die sie auch für die emotionale Achterbahnfahrt, das epische Setting und großartige Dialoge verdient hat.
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Kommentare

Von 4 Kunden verfolgt

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1-10 von 25 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.10.2013 14:03:47 GMT+02:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 15.11.2013 11:58:26 GMT+01:00
Lysander meint:
David Benioff hat das Drehbuch zu "Troja" geschrieben, und ich denke, schon dort konnte man sein Talent für die Umsetzung von epischen, historischen Stoffen sehr gut erkennen. Troja fand ich fantastisch, und diese Handschrift erkenne ich in GoT wieder. Zwar ist GoT kein historischer Stoff, doch es ist so gut historisierend angelegt, dass es einen Autor braucht, der auch die Mentalität einer mittelalterlich-archaischen Welt transportieren kann. Das gelingt ihm IMO bewundernswert.

Veröffentlicht am 18.11.2013 16:26:11 GMT+01:00
M.t.B. meint:
Ich weiß beim besten Willen nicht, welche "Das Lied von Eis und Feuer"-Bücher Sie gelesen haben, aber die komplette Bücherreihe die ich gelesen habe (mittlerweile sogar zusätzlich noch im amerikanischen Original) haben mittlerweile fast nichts mehr mit der Fernsehserie zu tun. Ich habe ebenfalls bereits die komplette 3. Staffel gesehen. Während man sich bei der Verfilmung des 1. Buches (=erste Staffel der Fernsehserie) noch darauf geachtet hat, den Inhalt des Buches möglichst akkurat wiederzugeben (und dabei schon teilweise gescheitert ist), geriet dies bereits in der 2. Staffel komplett in den Hintergrund. Die aktuelle 3. Staffel spottet daher auch jeder "Orientierung" an die Buchreihe. Die Serie gefällt mir persönlich sehr gut, aber ich würde nicht behaupten, dass diese Serie sich an die Bücher orientiert oder gar den akkuraten Inhalt wiedergibt. Wem die Serie gefällt den kann man nur sagen, dass die Bücher um Welten besser sind (sogar die CGI-Effekte sind besser, da sie hier auf der eigenen Vorstellungskraft beruhen) und der eigentliche Sinn der Geschichte leider ausschließlich in den Büchern zu finden ist.

Wer die Serie noch nicht kennt, sondern nur die Bücher braucht die Serie eigentlich nicht anschauen, viel mehr als die Namen und ganz grobe Handlungsstränge sind nicht in dieser Serie enthalten. Das ist schade, gerade weil sich HBO an die Umsetzung gewagt hat. Besser als die Herr der Ringe Buchreihe ist diese Reihe auch nicht umgesetzt - leider.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.11.2013 17:38:08 GMT+01:00
Sammael meint:
Oje, ein weiterer Buch-Purist. Ich liebe die Bücher und die Serie ist grossartig. Beide Medien können sehr gut nebeneinander existieren. Die minimalen Abweichungen in der TV-Serie (die übrigens mit G.R.R. Martin) abgesprochen sind, schaden der Serie in keiner Weise. Aber Sie haben mit ihrem Kommentar gezeigt, dass sie die unterschiedlichen Medien nicht begriffen haben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.11.2013 19:32:26 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.11.2013 08:11:54 GMT+01:00
Teubchen meint:
@M.t.B.,
ich habe sämtliche Bücher im Laufe der vergangenen Jahre 3x gelesen, zuletzt auch im amerikanischen Original. Dass die Serie inhaltlich an manchen Stellen graduell abweicht ist unbestritten; dass sie in den kommenden Staffeln sehr stark abweichen muss, erst recht: Schon der aktuelle Cast ist für einen Zeitraum von weiteren x Jahren kaum komplett zu halten; ihn mit der Zunahme an Schauplätzen geradewegs zu verdoppeln würde imho kaum zu stemmen sein, und es wäre auch das Ende des Erfolges, denn schon jetzt sind viele nicht die Bücher lesende Zuschauer hart damit beschäftigt, alle Charaktere immer richtig einzuordnen.
Hinzu kommt das Zeitproblem: Die Serie kann die Bücher nicht überholen - das wollen Sie wohl ebenso wenig wie ich: das Ende durch die Serie kennen, bevor das letzte Buch erschienen ist. Ich denke eher, dass sie letztlich auf ein deutlich abweichendes Finale hinauslaufen wird; die Produzenten sprachen übrigens selbst davon, auf 7 Staffeln zu hoffen - Zeichen genug dafür, dass es weit gravierende Abweichungen als bislang geben wird. Insofern wäre es sogar schlecht für die Verfilmung, hätte sie sich sklavisch an den Inhalt der Bücher gehalten.
Ihre Kritik in Gänze kann ich ohnehin nicht nachvollziehen - ich empfinde den größten Teil der handelnden Charaktere großartig wiedergegeben (und das gilt auch für Nebencharaktere. Auf jede Jeyne kommen sozusagen zwei Figuren wie Shae.), und darauf - wie auf die filmische Umsetzung der Amtosphäre dieser Bücher - kommt es mir viel eher an als auf akkurante Einhaltung aller Nebenhandlungen.
Zu schreiben, die Serie hätte kaum noch etwas mit den Büchern zu tun, ist eine stark überzogene Behauptung; das wissen Sie aber selbst.

Veröffentlicht am 19.11.2013 12:37:15 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.11.2013 12:39:02 GMT+01:00
Lysander meint:
Ich muss auch sagen, dass ich immer dankbar bin, wenn eine Verfilmung etwas vom Buch abweicht, denn so wird die Story wieder spannend, auch wenn man das Buch schon kennt. Dass man Martins ausufernde Epos mit den (Geld)Mitteln einer Fernsehserie nicht 1:1 umsetzen kann, sollte jeder mitdenkende Mensch relativ leicht verstehen. Ohnehin weicht Martins Konzept, das Bild einer vielschichtigen Welt mit Hunderten Figuren aus allen möglichen Perspektive zu zeigen, himmelweit von der Erzählform moderner Fernsehserien ab, dass es überhaupt schon ein Wunder ist, dass sich eine Produktion da herangewagt hat. Und dafür setzen sie es großartig um.

Veröffentlicht am 06.12.2013 12:32:17 GMT+01:00
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 13.12.2013 13:22:22 GMT+01:00
Hypervisor meint:
Schön, dass sie die Handlung nicht vorwegnehmen. Ich warte solange, bis die BR-Fassung in D. erscheint. Ich mage keine Rezensionen, die sich mit einer Inhaltsangabe profilieren möchten.

Gelungene Rezension.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.12.2013 13:58:59 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.12.2013 14:03:23 GMT+01:00
Kirk meint:
Welche Bücher haben Sie bitte gelesen??? Ihren Kommentar kann ich absolut nicht nachvollziehen. Bis auf einige wenige freie Interpretationen und alternative Szenen (die ich zudem sogar einleuchtender fand, als die Beschreibung im Buch z. B. die Schlacht der Krähen an der Faust der ersten Menschen im Wildlingsland und wie / wo Sam den Drachenglasdolch verwendet) habe ich keine "schlimmen" Abweichungen meiner visuellen Vorstellung beim Lesen des Buches festgestellt. Ist natürlich meine subektive Wahrnehmung aber im Großen und Ganzen erkenne ich die Handlung der Bücher zu mindestens 80% voll wieder. Eine krasse Änderung - das gebe ich gern zu - ist die Geschichte um Rob Starks Ehefrau, wobei ich die in der Serie gewählte Version deutlich besser finde, als jene im Buch. Zumal der Charakter im Buch sowie in der Serienlösung auch im späteren Verlauf keine Rolle mehr spielen wird. Es sei denn ... ach man ich will nicht spoilern, aber Sie wissen ja besser was im Zuge der Änderung der Ehefrau noch mit geändert wurde. Aber auch das finde ich passender als im Buch.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.02.2014 14:40:48 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.02.2014 14:41:29 GMT+01:00
Pfefferminze meint:
Die 3.Staffel zu bewerten obwohl diese noch nicht auf Disc erschienen ist, ist leicht. Die kam Anfang Mai 2013 bei Sky in HD :)

Und war echt klasse.
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