Kundenrezension

22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Das Standartwerk zur Digitalfotografie“ …., 10. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die große Fotoschule: Digitale Fotopraxis (Galileo Design) (Gebundene Ausgabe)
…so steht es auf dem rückwärtigen Buchdeckel. Auf der Suche nach genau so einem Buch - einem umfassenden Lehrbuch zum oben genannten Thema, welches ich auch als Nachschlagewerk zu Hilfe ziehen kann – stieß ich auf „Die große Fotoschule“.
Ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Büchern und ließ mich von der Beschreibung im Internet und den Referenzen des Autors leiten. Zudem haben seine Fachbücher gute bis sehr gute Bewertungen erhalten, so dass ich davon ausgehe: „Herr Westphalen versteht was von seinem Fach!“
Die 1. Auflage (2010) wurde überarbeitet, aktualisiert und erweitert. Das Kapitel „Video“ ist hinzugekommen.

Das Hardcover-Buch macht bereits äußerlich einen sehr guten und ansprechenden Eindruck. Gedruckt wurde es auf hochwertigem Papier, mit einer gut lesbaren Schrift und vielen farbigen Bildern und Grafiken. Auf der Bonus-Seite für Buchkäufer kann man sich registrieren und zusätzliches Material und weiterführende Informationen herunterladen, sowie Beispielbilder, Dokumente und Grafiken aus dem Buch. Ebenso erhält man dort einen Testzugang zur Online-Fassung des Buches, welche man bei Bedarf zu einem vergünstigten Preis erwerben kann.

Nicht nur dem geballten Inhalt, welcher sich mit den Themen Technik, Gestaltung, Praxis und Theorie beschäftigt, ist es zu verdanken, dass über 700 Seiten zusammengekommen sind, sondern auch der übersichtlichen Aufteilung.
Die reichlichen, z.T. ganzseitigen Bilder haben meist die Aufnahmedaten direkt anbei stehen. Sicherlich sind das meist sehr schöne Aufnahmen, jedoch nicht alle mit „Wow-Effekt“, mit denen Preise erzielt werden könnten, jedoch machen sie das Geschriebene in Verbindung mit Grafiken und Tabellen, anschaulich und gut nachvollziehbar. Es werden auch schlechtere Aufnahmen dargestellt, die als Negativ-Beispiele dienen.
Wenn man einige Begriffe, wie „Bayermuster“, „Cropfaktor“, oder „Fisheye“ schon einmal gehört hat, läßt sich das Buch sicherlich fließender lesen, jedoch sind die Texte gut verständlich, so dass sie auch unerfahrene Anfänger verstehen können. Als sehr nützlich erweist sich hierzu auch das Glossar hinten im Buch, wo die wichtigsten Begriffe erklärt werden.
Die Seiten, die zu einem Kapitel gehören, haben am oberen Seitenrand eine farbige Markierung. In der gleichen Farbe sind auch die im Seitenbereich stehenden Begriffserklärungen und Zusatzinformationen. Am Ende eines jeden Kapitels zieht der Autor ein Fazit und gibt anschließend Anregungen zum Nachmachen und Ausprobieren.
Ich habe mir vorweg auch Negativanmerkungen zur 1. Auflage angesehen. Hieran wurde offensichtlich vom Autor und seinem Team, soweit ich dies beurteilen kann, gearbeitet.
So findet man z.B. jetzt Querverweise zu einem Thema, was an anderer Stelle ausführlich erläutert wird.
Das Buch ist systematisch aufgebaut, jedoch möchte ich hier nicht auf jedes einzelne Thema eingehen. (Das komplette Inhalts- und Stichwortverzeichnis findet man auf der Galileo-Design-Seite, sowie eine Leseprobe eines kompletten Kapitels.)
Sicherlich sind einige Wiederholungen notwendig, da „die große Fotoschule“ so gegliedert ist, dass man sich ihr auch in beliebiger Reihenfolge widmen kann.

Nach der Einleitung beginnt das Buch mit der geschichtlichen Entwicklung und den Aufbau von Kameras, von analogen, bis hin zu den heutigen digitalen Modellen. Die verschiedenen Fabrikate wie Kompakt-, Bridge-, Smartphonekameras, etc., werden kurz und präzise beschrieben. Allerdings richtet sich der Inhalt vornehmlich an Besitzer einer digitalen Spiegelreflex- oder spiegellosen Systemkamera.
Auch wenn Herr Westphalen persönlich Canon zu bevorzugen scheint (zu erkennen anhand vieler Beispiele), bewertet er die Systeme der verschiedenen Hersteller neutral.

Sehr hilfreich finde ich den Abschnitt „Empfehlungen für Fotografentypen“. „Niemand braucht 60 verschiedene Objektive“. Hier gibt es Tipps zur Objektivwahl für „den Einsteiger“, „den Allrounder“ (der z.B. für die Urlaubsreise nicht so viel in die Fototasche packen möchte), „den Eiligen“ (wenn es schnell gehen muss, z.B. bei Veranstaltungen, wo man keine Zeit für einen Objektivwechsel hat), den „Available-Light-Fotografen“ und den „Naturfotografen“ (Landschaft-, Makro-, Tieraufnahmen).

Das wichtigste für mich sind natürlich die Fotos selbst. Oft höre ich Aussagen wie: „Das Bild muss Dir doch gefallen“, dass genügt mir jedoch nicht, anderen soll es das auch. Ich möchte meine „Werke“ schließlich zeigen und teilen. Im Kapitel „Bildgestaltung“ wird unter anderem erklärt, was gute Bilder ausmacht, welche Formate es gibt und was bei dem Bildaufbau zu berücksichtigen ist. In „Motive“ werden die verschiedenen Bereiche der Fotografie wie „Portrait-, Akt-, Modelfotografie etc. erläutert.

Wie oben schon erwähnt ist das Kapitel „Video“ hinzugekommen. Es begann ca. 2001, dass erste Kompaktkameras Bewegtbild-Aufzeichnungen möglich machten, dann kamen DSLRs hinzu. So gibt es auf dem Markt unter den neuen Modellen kaum noch Kameras ohne Videofunktion. Jetzt ist es bereits Amateuren mit wenigen, zusätzlichen Mitteln möglich sehr gute Filme aufzuzeichnen. Ein Stativ besitzt man vielleicht schon in seiner Grundausrüstung, zudem werden ein externes Mikrofon und eine Videoschnittsoftware empfohlen. Auch wenn man durch die Fotografie schon einige Kenntnisse mitbringt, gibt es Unterschiede, diese zeigt Herr Westphalen auf und erklärt diese.

Einen Einstieg in das komplexe Thema Bildbearbeitung findet der Leser im letzten Kapitel (einiges hierzu auch schon im Kapitel Schwarz-Weiß), mit Photoshop und Lightroom von Adobe. Dies sind die am meisten verbreitetsten Programme und an dieser Stelle kann nicht auf jedes einzelne Bildbearbeitungsprogramm eingegangen werden. Wer möchte kann anhand der Bilder, die sich auch im Downloadbereich finden, üben und die Schritt-für-Schritt-Anleitungen nachvollziehen. Die HDR-Technik wird sowohl anhand von Photoshop, als auch dem Programm Photomatix Pro beschrieben.
Schade ist allerdings, daß zwar auch an die Hardware gedacht wurde, also was ist nötig um die Aufnahmen bearbeiten, zu können, jedoch leider nur bezogen auf Computer wie PCs, Macs und Linux. In meinem Verwandten- und Bekanntenkreis nutzen fast alle nur noch Laptops oder Tabletts. Es wäre schön auch hierzu Empfehlungen zu erhalten.

Sicher wäre es für mich als Besitzerin einer Mikro-Four-Thirds-Kamera noch einfacher, ich müsste nicht so oft Daten und Werte umrechnen, da sie im Buch meist für das Vollformat (häufig auch noch im APS-C-Format) angegeben sind, jedoch kann man nicht alles haben. Und z. B. noch mehr Tabellen und Grafiken auf andere Formate bezogen mit aufzuführen, würden sicherlich den Rahmen sprengen und andere Leser verwirren. (Vielleicht wäre dies noch eine Idee für hilfreiche Links im Downloadbereich um den Anfänger die Arbeit zu erleichtern.)

Was einen Profi ausmacht, vermag ich nicht zu beurteilen. Manch einer behauptet dies ja schon von sich, nach einer „dreißigjährigen Knipserkarriere“. Für einiges sollte man jedoch bereits etwas mehr Erfahrung mitbringen, es ist aber nicht zwingend erforderlich. So erklärt Herr Westphalen z.B. ausführlich die Sensorreinigung oder wie man die Objektivgüte testet.

Fazit:
Ich würde mich als fortgeschrittenen Anfänger bezeichnen. Außer meinem Kamerahandbuch, welches ich gelesen habe und das auch die wichtigsten Themen anspricht, nur nicht in dieser Detailliertheit, habe ich Schulungen besucht und mir gelegentlich Fachzeitschriften gekauft. Viele Fragen blieben jedoch unbeantwortet. Meine Erwartungen an „die große Fotoschule“ wurden gänzlich erfüllt! Einiges habe ich zunächst überflogen und dabei schon viel gelernt.
Sicherlich ist das umfangreiche Buch etwas unhandlich und schwer, dafür hat man dann aber auch das Wichtigste zur Digitalen-Fotografie beisammen. Es gibt bereits Anfängern, die sich mehr mit diesem großen Gebiet beschäftigen und Grundlagen erlernen möchten, einen ersten Einblick. Fortgeschrittene erfahren, was sie verbessern können, um schönere Ergebnisse zu erzielen. Jemand der schon zu analogen Zeiten fotografiert hat, wird auf einen neueren Stand der Technik gebracht.
Der Autor hat einen Block für seine Leser eingerichtet, wo er sie über die Entwicklung in der Digitalfotografie auf dem Laufenden halten möchte.
Von mir: eine klare Kaufempfehlung, auch ein schönes Geschenk!
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