Kundenrezension

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aktuelles Statement der besten Heavy Rock-Band EVER, 28. März 2014
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Rezension bezieht sich auf: Long Stick Goes Boom (Live from the House of Rust) (Audio CD)
Es wird ein recht grober Überblick über das Schaffen dieser Schweizer Rock-Ikonen geworfen. Dabei werden alle unentbehrlichen Klassiker("Headhunter" kann Marc Storace leider nicht mehr adäquat umsetzen) zum besten gegeben und zusätzlich hauptsächlich das aktuelle Studio-Album Dirty Dynamite promoted, Songs der 2.Reihe ihrer 80er-Erfolgsalben fehlen nahezu gänzlich. Ich persönlich bin froh dass wenigstens das erste musikalische Ausrufezeichen in neuer alter Besetzung, nämlich die Glam-Rock-Party-Single "Live for the Action" mit drauf ist. Vom erfolgreichen Comeback-Album Hoodoo hat man leider nur den Quasi-Titelsong "Hoodoo Woman" mit dazu genommen. Darüber hinaus ist noch "Hellraiser" in einer umarrangierten abgehackteren Version zu hören, die allerdings nicht besser kommt als die Originalversion. Ansonsten sind gerade die Songs anfangs des Albums etwas ungenau gespielt, so dass die echte Heavy Rock-Power etwas verpufft, trotz dreier Gitarristen. Das Medley mit dem genialen Rock City und den beiden neuen angespielten Songs schafft auch nur einen kleinen Einblick in diese gelungenen Songs, bei "Easy Rocker" hat man den 2.Vers total unter den Tisch fallen lassen. Gerade bei den anfangs gespielten neuen Songs "Hallelujah RocknRoll" und "Go Baby Go" fällt auf, dass Sie eben doch qualitativ nicht an die Klassiker heranreichen können, obwohl sie in der Live-Version eine bessere knalligere Figur als auf der Studio-CD abgeben. An der erdigen Produktion von Basser Chris von Rohr gibt es nichts zu bemängeln, obwohl Sie hie und da etwas dumpf wirkt. Die raue dreckige Stimme des niemals alternden Marc Storace ist nach wie vor das Hauptaushängeschild der Altrocker.

Besser, energiegeladener und auch von der Setlist vollständiger finde ich die letzte Doppel-Live-CD von 2004 Fire and Gasoline, bei der nur wenige Wünsche offenbleiben. Wer sich aber nur mal einen groben Überblick und ein aktuelles Statement dieser Band zulegen möchte ist mit diesem Live-Album hier gut bedient.

Nachtrag:
Möchte noch ein Statement zur neuen Besetzung abgeben. So ein Filigrantechniker wie Mandy Meyer passt nicht zu Krokus. Bei Krokus sind satte tight gespielte Riffs gefragt, und keine Frickelshow. Live auf der Bühne wirkt Mandy Meyer wie ein Hofnarr, seine häufigen technischen Einlagen gehen desöfteren schief und fallen eigentlich meist negativ auf. Dass man die Solos auch innerhalb eines Songs zwischen Fernando von Arb und Mandy Meyer aufteilt, ist auch nicht gerade die Königslösung, weil immer beim Übergang ein Loch entsteht und beide einfach einen zu unterschiedlichen Spielstil haben, aber Fernando von Arb ist eben das unumstrittene Original von Beiden. Mark Kohler mimt dagegen einen klasse coolen Rythmus-Gitarristen mit straightem fetten Sound. Neu-Drummer Flavio Mezzodi hat auch noch nicht den richtigen Drive und die richtigen Fills an den richtigen Stellen vorzuweisen, er muss erst noch zu einem richtigen Heavy Rock-Drummer geformt werden. Ich bin eh der Meinung dass bei diesem verschwitzten straighten Heavy Rock-Sound 3 Gitarren einfach zu viel sind und man sich eher gegenseitig auf den Füssen herumsteht. Mandy Meyer soll zu 100% sich Unisonic widmen und bei Krokus wieder den Abgang machen, man kann ihn ja freundschaftlich in der Hinterhand halten, falls jemand krankheitsbedingt ausfällt.
Was mir bei Live-Konzerten der Band noch negativ auffällt, das ist dieser übertriebene Einsatz von Coverversionen, als wenn die Band nach fast 40 Jahren nicht genügend eigene Songs auf Lager hätte, muss man, komischerweise wie fast alle Schweizer Rockbands, wirklich das 1000 mal von X Bands gecoverte "Mighty Quinn" auch bringen - schliesslich gehe ich ja zu Krokus um Krokus-Songs zu hören. Man sollte lieber wieder ein paar eigene Songs der 2.Reihe mit ins Live-Programm aufnehmen:"To the Top","Im on the Run","Bad Boys Rag Dolls","Stand and be counted","Celebration","Night Wolf","Winning Man" oder "Ready to Rock".
Und es ist da noch neuerdings die Unart bei vielen Songs("Headhunter","Easy Rocker") die 2.Strophe einfach unter den Tisch fallen zu lassen.
Warum man so einen klasse Vorzeige-Song wie "Long Stick goes Boom" im Mittelteil umarrangiert hat und es nicht bei der jedermann bekannten Original-Version belässt, bleibt für mich auch ein nicht nachvollziehbarer Wermutstropfen.
Man muss andererseits aber auch nicht Alles verstehen.
Ein Live-Album sollte ja für die Fans auch immer eine Erinnerung an die letzte Tour sein. Warum man aber bei Krokus bei Konzerten nach der Veröffentlichung des Live-Albums exakt denselben Set erneut spielt(zumindest bis Song 10)erschliesst sich mir nicht so ganz.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 06.05.2014 14:56:35 GMT+02:00
Sehr gute und vor allem sachkundige Rezension. Kein Phrasen wie sonst üblich, sondern Inhalt!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.05.2014 01:20:52 GMT+02:00
Thore meint:
Da stimme ich zu, außer das was Mandy Meyer btrifft. Ich hätte im übrigen diese Woche beim Konzert, welches im übrigen sehr gut war, auch anstatt "Mighty Quinn" lieber éinen song vom Schlage "Winning Man" gehört.

Veröffentlicht am 17.07.2014 15:20:18 GMT+02:00
Daufratshofer meint:
Erstmal ein Lob für die schöne ausführliche Rezession. Stimme Dir in vielen Punkten überein - vor allem Songauswahl - mehr eigene Stücke wie zum Beispiel eben das phantastische Night Wolf oder vielleicht mal gar etwas vom völlig unterbewerteten Album Stempede (ich weiß - schwierig weil Peter Tanner da gesungen hat - aber nicht unmöglich) oder etwas von der "To Rock Or Not To Be" Scheibe. Also Songs hätten die Jungs genügend. Ein Doppelalbum hätte ich auch besser gefunden. Deine Kritik an Mandy Meyer kann ich nicht teilen. Der Typ spielt erstmal ne super Gitarre; hat klar einen anderen Stil wie von Arb, aber auch das paßt gut rein. Es bringt eben Abwechslung. Ich finde Meyer belebt sogar mit seinen filigranen Schnörkeln den geradliningen Sound. Ist doch langweilig, wenn beide Gitarristen den gleichen Stil spielen. Auf den Album Hellraiser hat ja Mandy Meyer alle Solos eingespielt und gezeigt, wie hervorragend er zur Band paßt. In den 80iger Jahren war er ja auch schon mal kurz dabei. Also ein Mann der aus dem Krokusumfeld nicht wegzudenken ist. Aber man kann natürlich mit 2 so starken Leadgitarristen noch mehr herausholen als nur abwechselnd Solo spielen. Siehe die ganzen Twinleadgitarrenarbeit bespielsweise bei Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet. Aber vielelicht müssen sich da Krokus auch erst neu finden - wenn man über viele Jahre mit einer Leadgitarre und einer Rythmusgitarre gearbeitet hat. Wo ich Dir auch recht gebe, ist die Tatsache das die Songs vom neuesten Studioalbum nicht ganz so den großen Biß haben. Aber jede Band bringt auch mal ein mittelmäßiges Album heraus.
Zu UNISONIC sei gesagt - (hab sie auf dem Bang Your Head Festival gesehen) - eher langweiliger Hardrock, wenige Stücke die richtig zünden; was zündet sind alte Helloween Stücke aus der Vergangenheit der UNISONIC Members Kiske und Hansen. Meyer wirkt hier verloren. Aber wenn man heute als Musiker von der Musik leben möchte, dann benötigt man oft mehrere Projekte.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.07.2014 17:28:57 GMT+02:00
Rhinoman meint:
Danke für Ihren Beitrag.
Wenn die Besetzung, auch mit 3 Gitarren, so auf Dauer zusammen bleiben würde, wäre das gut für die Fans, wie auch für die Band. Hoffe auch dass man sich bald wieder an ein neues Album wagt. Bin halt der Meinung dass Mandy Meyer in seine Soli etwas selbst verliebt ist und nicht unbedingt zu 100% banddienlich agiert.
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