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Kundenrezension

748 von 979 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Au weia! Der arme Herr Beutlin.., 22. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde [Blu-ray] (Blu-ray)
Rezension enthält Spoiler, also seit gewarnt ^^

Ich habe es von Anfang an sehr skeptisch gesehen, dass aus dem vergleichsweise kurzen Buch eine ganze 9-stündige Filmtrilogie gemacht werden sollte. Mit dem zweiten Teil Smaugs Einöde kristallisiert sich noch mehr als beim ersten Film heraus, dass dies einfach nicht wirklich gut funktioniert.

Ich bin Tolkien-Fan und kenne nicht nur den Hobbit und den Herrn der Ringe, sondern habe auch das Silmarillion und die Anhänge und Register gelesen, außerdem die Kinder Hurins. Ich liebe den Stoff und Jacksons Ring-Trilogie, ich liebe Fantasy und ich habe mit wirklich großer Neugier und Vorfreude die Hobbit-Filme erwartet. Optisch und atmosphärisch sind sie der erwartete Knaller. Kitschig, detailreich und mit großem Aufwand realisiert - genau so habe ich es nach der Ring-Trilogie erwartet und wurde nicht enttäuscht. Das Problem ist der Inhalt. Nicht nur ist dieser einfach nicht auf drei Filme ausgelegt, es wurde bei vielen Dingen enorm viel geändert, hinzugedichtet oder unnötig aufgeblasen, wohingegen andere Dinge zu kurz kommen. Beorn beispielsweise wird in etwa zwei Minuten abgehandelt, dafür gibt es aber später im Erebor eine unglaublich lange und ermüdende Verfolgungsjagd zwischen Smaug und den Zwergen (+Bilbo), inklusive Schubkarren-Flüssiggoldsurfen und Drachenschnauzen-Balancieren. Diese Szenen sind, genauso wie die total mit Slapstick überfrachtete Fässerfahrt im Fluss, eine reine Anbiederung an das Popcorn-Action-Kino. Ganz offensichtlich traut man dem heutigen Filmgucker nicht zu, Gefallen an einer Fantasygeschichte wie dem Hobbit zu finden, wenn darin nicht irgendwelche völlig abgedrehten, selbst der Logik eines Fantasyuniversums spottenden Szenen vorkommen.
Kämpfe und Verfolgungsjagden werden hier kaum bedrohlich und angsteinflößend dargestellt, sondern eher klamaukhaft und comicartig. Die Orks sind keine ernstzunehmenden Gegner mehr (wie noch in der Ring-Trilogie), die man fürchten und respektieren muss, sondern Kanonenfutter für jeden nur erdenklichen Slapstick. Soll ich das als Fan der Tolkien-Welt interessant finden? Und was ist mit diesem Kratos-Ork, der soll seit Neuestem Saurons Armee anführen? Da ist ja die Niederlage vorprogrammiert..
Und warum wird aus Radagast, wenn er denn schon entgegen der Vorlage im Film dabei sein soll, eine absolute Witzfigur gemacht, die ein Vogelnest auf dem Kopf und Vogelkacka im Gesicht hat?
In der Seestadt Esgaroth werden ein Dutzend Orks in einer 10 m2-Wohnung gekillt. Dort müsste es also wimmeln vor Leichen. Aber schon fünf Sekunden später ist dort nichts mehr zu sehen von einem Kampf, wenn die Elbin Tauriel den Zwerg Kili heilt, der übrigens auch noch verliebt in sie ist...
Und dann ist da natürlich noch Smaug, der ungeschickteste Drache aller Zeiten mit dem kältesten Feueratem aller Zeiten, das nicht mal dazu in der Lage ist, einem Zwerg die Barthaare anzusengen. Sein Bauch ist hier nicht mit Gold und Edelsteinen überzogen. Nein, hier hat man ihn während der Eroberung des Erebors eine Schuppe am Bauch verlieren lassen, die nicht nachgewachsen ist und deshalb eine verwundbare Stelle hinterlässt. Na Prost! Nach all dem übertriebenen Special-Effects-Klamauk wählt man ausgerechnet hier eine so unspektakuläre - wenn auch nachvollziehbare - Lösung.
Enttäuschend ist außerdem, dass etwas anderes enorm wichtiges unter all dem begraben wird: die Charaktere. Bilbo hat nur noch wenige Szenen, und noch viel weniger wirklich gute. Thorin ist nicht annähernd so ambivalent dargestellt wie er sein müsste bzw. Tolkien ihn ausgearbeitet hat. Die meisten anderen Zwerge bleiben dem Zuschauer völlig fremd, sind halt der Vollständigkeit halber dabei. Legolas wurde im Vergleich zu Jacksons HdR-Trilogie komplett verändert. Dort war er intelligent und vorausschauend, hier ist er verbittert und fast schon bösartig.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Film durchaus Unterhaltung bietet, vor allem optischer Natur. Inhaltlich fehlt mir der Respekt zu dem Material der Vorlage, denn selbige wurde äußerst frei adaptiert, auch unter Berücksichtigung der Zusatzinhalte aus dem Silmarillion. Smaugs Einöde ist nicht spannend. Smaugs Einöde ist in sich nicht logisch. Smaugs Einöde ist kein Film für Fans anspruchsvoller Fantasy. Im Grunde genommen ist er lediglich ein Zeitvertreib für einen Nachmittag/Abend, an dem einem sonst nichts anderes einfällt, was man tun könnte. Und das ist ein trauriges Urteil. Man spürt beim Schauen nicht mehr die Magie, wie sie noch bei der Ring-Trilogie allgegenwärtig war. Hier hat man eher das schwer zu erklärende Gefühl, sich über die Dauer des Films "hindurcharbeiten" zu müssen. Irgendwie beschlich mich der Gedanke, dass die Produktion auch für Jackson und seine Crew viel mühsamer und schwerfälliger als beim Herrn der Ringe war. Optisch ist alles da, aber es fehlt die Seele.

Update (16.01.14):
Aufgrund der vielen bösartigen Kommentare möchte ich doch um eines bitten: Nicht jedes Wort aus dieser Rezension drei Mal umdrehen, analysieren und zu viel hinein- oder falsch interpretieren.
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Kommentare

Von 7 Kunden verfolgt

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1-10 von 174 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.12.2013 13:12:47 GMT+01:00
HAUSMASDA meint:
Danke für diese Rezension. Zum Glück gibt es noch Menschen, die noch alle Tassen im Schrank haben. Die Mehrzahl der Leute buckeln vor dem Streifen, als würden Sie Geld dafür bekommen...

Veröffentlicht am 23.12.2013 14:57:46 GMT+01:00
Matthias P. meint:
Vollkommen auf den Punkt gebracht! Vorallem von jemanden der sich mit der Materie versteht. Ich fand den Film nicht schlecht, aber eben diese Anmerkungen sind mir auch aufgefallen und machen aus einem tollem Buch eine Triologie zum Geldmachen.

Veröffentlicht am 23.12.2013 16:05:03 GMT+01:00
majok meint:
Sagt mal, ist das nicht verdammt eintönig, immer wieder das Buch und Geldmacherei anzusprechen.

Veröffentlicht am 23.12.2013 22:57:56 GMT+01:00
Superbär meint:
Kein Respekt zur Vorlage? Sind das Aufgreifen jedes Geschehnisses in der exakten Reihenfolge und sogar übernommene Buchzitate nicht genug? Und hast Du mal drüber nachgedacht, dass diese Filme einen anderen Grundton haben, weil auch das Buch einen anderen, fröhlicheren Grundton hatte?

Veröffentlicht am 24.12.2013 10:21:08 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.12.2013 10:21:43 GMT+01:00
T. Pfahl meint:
Ich kann die Kritik gut nachvollziehen, auch wenn mein Fazit anders ist. Ich kenne das Buch nicht und man muss den Film nicht unbedingt danach bewerten, ob das Buch korrekt adaptiert wurde. Das sehe ich wie einige der Kommentatoren hier.

Ich kann nur zustimmen, dass mehr Ernsthaftigkeit, Spannungsaufbau und weniger Klamauk dem Film gutgetan hätten. Für mich im Fazit schönes Popcorn-Kino, bei dem man nicht zu viel über die Ungereimtheiten nachdenken sollte. Ich würde für drei Sterne plädieren.

Veröffentlicht am 24.12.2013 17:33:25 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.12.2013 17:36:49 GMT+01:00
Diese Rezension schlägt wirklich das Faß aus dem Boden ! So anmaßend zu sein, und PJ mangelnden Respekt vor Tolkiens Vorlage vorzuwerfen, ist schon allerhand. Ich glaub kein anderer, kennt sich mehr mit dieser Materie aus, als Jackson, und da wollen sie einen auf Tolkien Experte machen, wie lächerlich. Das sie dazu vom Filme machen ebenfalls keine Ahnung haben, und sich darüber dennoch seltsamste Anmaßungen erlauben, ist dann wohl der absolute Gipfel. Ich glaub mit mehr Liebe zum Detail und Respekt vor Tolkien, wie Jackson, hätte kein anderer dies verfilmen können
Inhaltlich spielt der Film zudem alle Stadionen des Hobbits ab, und auch alle Figuren aus Tolkiens Roman finden ihren Platz in Smaugs Einöde. Abänderungen gibt's nicht mehr oder weniger, wie im HDR, Tolkien Puristen, als was sie sich ja scheinbar ansehen, müßten das eigentlich wissen und auch sehen. Und zu ihrer Info sind auch viele Szenen 1 zu 1 übernommen aus der Vorlage, z.B. als Bilbo als erster den Berg betritt, und Balin ihm dann folgt, und ihn über diesen aufklärt.
Jackson hat eigentlich auch nur abgeändert, um Brücken zu schlagen zur Ringe-Trilogie oder um einfach die Dynamik, die ein Film haben muß, damit er nicht langweilig wird, zu erhalten. Er hat ja überhaupt nichts im Sinne der Geschichte abgeändert, das sie schlußendlich zu einem ganz anderen Ergebnis kommt wie im Buch. Nur die Szene in Dol Guldur, zu nennen, steht da exemplarisch, für sinnvolles Abändern, zu eher langweiligen Passage im Buch, und ist zudem ein gelungener Brückenschlag zum HDR. Ich weiß ehrlcih gesagt auch gar nicht, wieso sich über Abänderungen, wenn sie der Geschichte nicht schaden, und aus der Feder eines absoluten Tolkien-Kenners stammt, sich so echauffiert wird. Vermutlich hätte Tolkien sogar einiges gut davon gefunden, und Sagen und Legenden werden ja auch nicht immer gleich erzählt.
Scheinbar hat man sich auch dermaßen aufs GSI eingeschossen, und das anno 2013/14, und obwohl dies schon deutlich abgemildert wurde, zum 1.Teil. Und was ist denn bitte schön daran störend, wenn der dicke Bombur auch mal eine Szene bekommt, die auch eher auflockernd, unterhaltsam und kurzweilig wirkt, ob deren Rasanz, als irgendwie störend. Das nennt man Dynamik, und ist allemal besser als nur 3 Stunden Marsch und Dialogszenen, wobei die Gewichtung zwischen eben dieser Action und den Dialogszenen sich durchaus die Waage hält. So überladen, wie es hier wieder dargestellt wird, ist es gar nicht. Ganz im Gegenteil gibt's auch großartige, ruhige Momente, in denen, diese Mittelerde-Welt aus dem HDR, wieder allgegenwärtig wird. Als Bard z.B. diesen Wandteppich findet, und Thorin als Durins Erbe ausmacht, das ist Gänsehaut pur. Das sind die großen Momente dieses Films, aber die vielen, vielen Details die scheinen viele in ihrem Wahn gegen den Film, gar nicht mehr zu sehn. Auch als Legolas das erste Mal auf Gloin, Gimlis Vater, trifft, oder die Unterhaltung zwischen Thranduil und Thorin, das sind die Dinge, die diesen Film groß und sehensert machen.
Auf die ganze gequirlte Scheiße kann ich leider jetzt nicht mehr eingehen, weils sonst zu lang wird, aber der Film hat auf jeden Fall viel, viel mehr zu bieten, als das was sie sehn wollen. Deshab vielleicht ein bischen die Anmaßung zurückschrauben, und zu ihrer info wird Beorn im 3. Teil als Anführer des Menschenheers, deutlich mehr Screen-Time bekommen, und vermutlich sogar in der Extendend von Smaugs Einöde, obwohl es dessen eigentlich gar nicht bedarf, weil er für diesen Teil der Geschichte einfach noch unwichtig war.

Veröffentlicht am 25.12.2013 09:17:36 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.12.2013 09:18:38 GMT+01:00
Azazel meint:
Ist eben alles subjektiv. Habe auch das Buch und den Film angeschaut. Also meines erachtens, war das einer der besten Teile aus dem Herrn der Ringe Universums. Finsterer als der erste Teil. Und genauso düster wie "Die Gefährten". Selbst nach 3 Wochen sind die Kinos immer noch voll. Und Ich persönlich fands spannend und logisch. Naja außer ein paar Szenen, zugegeben. :) Der Bilbo ist nicht mehr die gleiche Witzfigur aus dem ersten Teil. Er hat sich verändert. Und mehr als 3 Stunden reichen für Sie als Inhalt nicht mehr aus? Klar ein paar Logikfehler gabs auch mal, wie Sie eben richtig erwähnt haben, insbesondere die Kampfszene in der Flussstadt zum Schluss. Dass da wirklich überall Wachen gegen Schmugler postiert worden sind, welche aber gleichzeitig scheinbar Orcs gerne vorbei lassen (weil irgendwie sind die ohne Alarm auszulösen reingekommen) hat mir ehrlich gesagt auch ein wenig den Apetit verdorben. Ganz zu Schweigen von den Kampfszenen. Dass hier keiner, also wirklich absolut keiner von den örtlichen Wachen oder Bewohner trotz des Kraches, zur Hilfe eilt, oder zumindest sich einmischt, ist für mich rätselhaft und ärgerlich.

Abgesehen davon war das wie gesagt einer der besten Teile, meines Erachtens überhaupt. Was wiederum auch mal subjektiv ist :)

Veröffentlicht am 26.12.2013 21:28:47 GMT+01:00
Patrick.Star meint:
Sie sprechen mir aus der Seele. :)
Auch ich habe das Buch gelesen und wie ich dann den 2. Teil der Trilogie sah, war ich mehr als enttäuscht. Teilweise war es einfach nur langweilig und nervig wie Peter Jackson versucht, den Film so lange wie möglich durch irgendwelchen dazu erfundenen Kram (Zwerg verliebt sich in erfundene Elbenkriegerin) zu verlängern. Bin ja schon auf den 3. Teil gespannt. Allerdings passiert im Buch nicht mehr allzu viel um einen 3 Stunden Film daraus zu machen. Auch hier wird dann vermutlich extrem viel dazu erfunden und verändert.

Veröffentlicht am 27.12.2013 06:43:04 GMT+01:00
Ist es wirklich so schwer, sich mal frei zu machen von der Frage, ob 3 Teile für den Hobbit wirklich sinnvoll sind, oder muß man tatsächlich immer wieder darauf hinweisen. Es nervt, genauso wie immer wieder dieses leidige Thema Buchvorlage herauszukramen. Klar wurde abgeändert und hinzugefügt, was aber auch schon im HDR der Fall war, aber wieso soll das schlecht sein und sich negativ auf den Film auswirken. Kapier ich nicht ganz, zumal es doch wohl besser und sinnvoller ist, eine vom Umfang relativ dünne Vorlage, wie den Hobbit, so gekonnt auzuschmücken wie Jackson, als erneut jedes Detail der Buchvorlage in massiver Breite zu schildern. Das wäre langweilig, und effekthascherisch sind die Szenen, die von der Buchvorlage abweichen auch nicht, stehen wohl eher im Dienst der Dramaturgie. Der Großteil, der hinzugefügt wurde, ist durchausstimmig in die Handlung eingefügt, und selbst die hier immer so viel kritisierte Tauriel , mit ihrer großen Aura, hätte von Tolkien stammen können. Also wieso nichts hinzufügen, wenns der Geschichte gut tut, und das tuts in den meisten Fällen, weil mit Legolas, Sauron erc. einfach wieder mehr HDR-Feeling aufkommt.
Beorn ist für diesen 2.Teil unwichtig, und findet deshalb weniger Beachtung, wird aber im 3.Teil als Anführer des Menschenheers in der Schlacht der 5 Heere deutlich mehr Screentime bekommen, vielleicht auch schon in der Extendend. Aber ich wüßte auch ehrlich gesagt nicht, was noch so interessant an dem Aufenthalt gewesen wäre, das man ihn immens in die Länge hätte ziehen müssen. Er wird kurz vorgestellt, samt seiner beeindruckenden Hütte, und das reicht für diesen Moment aus, und wenn ich mich an den HDR zurückerinner wurde z.B. ein Tom Bombadil komplett rausgelassen. Dann ehrlich gesagt, lieber kurz und bündig, als gar nicht.
Wo ich ihnen recht gebe, ist die vielelicht etwas zu lang geratene Smaug-Szene, da wäre weniger, wohl mehr gewesen, was man aber, schon allein wegen der großartigen Darstellung von Smaug und diesem intensiven Gespräch mit Bilbo, mit Wohlwollen unter den Tisch kehren kann, weil auch alles andere bei diesem Szenario einfach paßt. man muß ja nicht immer nach Fehlern suchen, wenn etwas eigentlich großartig ist, und das ist die Smaug-Szene, insgesamt gesehen.
Auch von Klamauk hab ich ehrlich gesagt hier nichts mehr gesehen, mit diesem Begriff hätten sie wahrscheinlich eher einiges vom 1.Teil gut beschrieben. Hier ist es doch eher gut dosierte Situationskomik, und die Gags eher zynischer Natur. Für mich sieht auch fantasievoll choreorgraphierte Action genau so aus, wie Jackson sie dargestellt hat. Das hat absolut was von Fantasy, und ist zudem äußerst kurzweilig, und Abwechslung zu eher langatmigen Marsch- und Dialogszenen, die deswegen aber auch nicht zu kurz kommen.
Talent scheinen sie ja zu haben, für eine Rezension in Polemik zu verfallen, und aus Dingen, die genauer betrachtet sinnvoll erscheinen, immer das Negativste daraus zu machen. das ist auch ne Kunst, nur leider haben sie die großen Momente, die der Film auch besitzt, schön unter den Tisch gekehrt, um ja niemanden an ihrer Rezension zweifeln zu lassen.
Vielleicht mag Smaugs Einöde in ihren Augen ja keine anspruchsvolle Fantasy sein, aber ich denke es langt auch, wenn er das Beste darstellt, was dieses Genre die letzten Jahre zu bieten hatte.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.12.2013 18:28:17 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.12.2013 18:28:51 GMT+01:00
Weisi meint:
Steffen Deubels Selbstvertrauen bzw. -bewusstsein scheint doch arg davon abzuhängen, andere darauf hinzuweisen, wie falsch doch ihre (kritischen) Meinungen sind. Schaut euch mal die Kommentare zu den negativen Rezensionen an. Fast bei jeder findet sich ein ellennlanger Roman Deubels, wo er jedes Mal erklärt, warum der Hobbit doch so ein toller Film sei und dass man sich seine Meinung getrost sonst wohin stecken kann.

Einfach erbärmlich so was. Lass den Leuten doch einfach ihre Meinung oder ist dein eigenes Befinden wirklich davon abhängig, ob andere diesen Film ebenfalls gut finden? Wenn ja, würde ich mir ernsthaft Sorgen machen.
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