Kundenrezension

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unausgegoren, voller handwerklicher Fehler, aber Story ok, 16. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Hypnotiseur: Kriminalroman. Joona Linna, Bd. 1 (Gebundene Ausgabe)
Ein Beispiel für die handwerklichen Fehler: Simone und Kennet, ihr Vater, suchen den Mörder im Keller des Hauses, in dem drei Menschen abgeschlachtet wurden, darunter ein kleines Mädchen, das in zwei Teile geteilt wurde.
Kennet vermutet dort ein geheimes Versteck. Er, ein ehemals hoher Polizeibeamter, ruft aber nicht etwa Unterstützung herbei. Nein! Er steigt, mit einer Pistole und in Begleitung seiner unbewaffneten Tochter, hurtig hinunter in den Keller, wirft einen Blick auf das Gerümpel, sieht keinen geheimen Eingang, wendet sich wieder ab.
Simone bemerkt einen Plastikvorhang, hinter den Kennet erst gar nicht geschaut hat. Sie hat den Eindruck, dass dahinter jemand steht, denn der Vorhang bewegt sich leicht wie im Sog eines Atemzugs.
Was tut nun Simone? Genau, sie tut gar nichts! Ihr Vater hat dem Vorhang den Rücken gekehrt und die Pistole bereits wieder weggesteckt, und Simone ignoriert ganz einfach, was sie gesehen hat!

Zweites Beispiel für das enorme Ärgernis, das dieses Buch darstellt:
Offenbar wissen die beiden Autoren manchmal nicht, wer von ihnen was schreibt (und lesen es auch nicht durch.)
Auf Seite 234 checken Simone und Kennet Benjamins Computer, kommen aber nicht rein, weil sie das Passwort nicht kennen und etliche Versuche fehlschlagen.
Neun Seiten später ruft Simones Mann Erik sie an, fragt, ob sie schon Benjamins Computer gecheckt habe. Simone antwortet: Nein. Erik sagt, das Passwort sei Dumpledore. Simone antwortet: Ich weiß (!!)

Ich könnte so endlos fortfahren.
Ein Kennzeichen von unerfahrenen Erstautoren ist, dass sie sich ihre Geschichte zurechtbeugen, unter Missachtung jeglicher Logik, jeglicher Menschenkenntnis. Man verzeiht in einem spannenden Krimi ja einige Unwahrscheinlichkeiten und Konstruktionen, aber auch da gibt es Grenzen. Und diese Grenzen wurden hier weit überschritten!
Leider hat auch fast jeder Protagonist hier einen Hauch weg - bis hin zum an sich sympathischen Kommissar Joona Linna.

Für die erste Hälfte des Romans würde ich höchstens einen Punkt geben.
Der zweite Teil des Buches scheint dann besser durchdacht, die Story an sich ist fesselnd, aber dilettantisch umgesetzt. Das Autorengespann hat sicherlich Potenzial, es fehlt nur noch an der Übung. Ich hoffe nur, dass der bereits angekündigte neue Roman bedachter, nicht so im Hauruck-Verfahren geschrieben worden ist wie dieser.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.01.2012 14:54:44 GMT+01:00
colonia meint:
"Neun Seiten später ruft Simones Mann Erik sie an, fragt, ob sie schon Benjamins Computer gecheckt habe. Simone antwortet: Nein. Erik sagt, das Passwort sei Dumpledore. Simone antwortet: Ich weiß (!!) "

Ja, und zwar, weil sie nicht zugeben will, dass SIE im Gegensatz zu ihrem Mann ihren Sohn nicht so gut kennt. Sie geht schließlich danach hin und nutzt das Passwort, das er ihr gesagt hat. Ist doch logisch...

"Was tut nun Simone? Genau, sie tut gar nichts! Ihr Vater hat dem Vorhang den Rücken gekehrt und die Pistole bereits wieder weggesteckt, und Simone ignoriert ganz einfach, was sie gesehen hat! "

In dem Moment stürmt die Polizei das Haus, also was soll Simone denn in dem Augenblick noch tun? Die Situation löst sich ganz anders auf.

Nur weil einige Dinge nicht verstanden werden oder einfach nicht darüber nachgedacht wird, sind das keine "Ärgernisse" oder "handwerkliche Fehler".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.11.2012 12:49:23 GMT+01:00
Ganz meine Meinung. Ich finde, man sollte ein wenig vorsichtiger sein, als Laie den Vorwurf handwerklicher Fehler zu erheben. Vielmehr sollte man sich vielleicht ein wenig im Lesen üben!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.05.2014 08:04:29 GMT+02:00
C. Bernhart meint:
Kann den Kommentaren nur zustimmen. Wer nicht kapiert, was Simone mit "Ich weiß" ausdrückt, sollte zumindest keine zwei Ausrufezeichen hinter diese Aussage schrauben.
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