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Kundenrezension

173 von 208 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Darf man das? Und ob!, 24. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Er ist wieder da: Der Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Führer erwacht 2011 in Berlin und wird zur Youtube-Kultfigur und zum gefragten Comedian. Selbst die Grünen bieten ihm eine zeitweilige Mitgliedschaft an, so lustig und cool ist Adolf Hitler. Sie finden das geht zu weit? Finde ich nicht. Denn dieses Buch schafft einen großartigen Balanceakt zwischen intelligentem Witz und Klamauk. Und irgendwie bildet sich beim Leser ständig eine neue Gänsehaut: Ja, was wäre denn, wenn der Führer zurückkäme? Würde er aufgrund seiner Thesen – und der 2011er Hitler im Roman weicht nicht einen Fuß von seinen hinlänglich bekannten Ansichten ab – von den Medien ignoriert? Oder würde er gehypt und vom Fernsehen gierig als Coup des Jahrhunderts entdeckt? Würde man ihn, sei es auch nur in Verkennung seiner politischen Absichten, als Showtalent feiern? Fände man diesen höflichen, direkten Onkel Wolf nicht vielleicht doch ganz nett? Was wäre wenn? Spätestens im Interview mit der Grünen Renate Künast kommt es zu Wendungen, Übereinkünften und politischen Missverständnissen, die einer Real-Satire gleichen. Haben die Grünen wirklich so viel mit der Umweltpolitik Hitlers gemein? Quatsch, oder? Oder doch nicht? Ja, der 2011er Hitler ist ein Schreckgespenst, weil er es schafft, mühelos ins kuschlige, multimedial eingelullte deutsche Wohnzimmer zu kommen. Und wie er da herumspukt und sich einrichtet! Autor Timur Vermes legt mit "Er ist wieder da" einen echten Eulenspiegel-Streich vor. Wundervoll. Es scheint, als hätte der einst für seine politisch-unkorrekten Titel berühmte Eichborn Verlag unter der Obhut des Lübbe Verlags zu alter Größe zurückgefunden. Hut ab!
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-10 von 12 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.10.2012 14:50:03 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.10.2012 14:50:14 GMT+02:00
Ich meinte nicht Petra Roth sondern Renate Künast. Bitte um Entschuldigung!

Veröffentlicht am 17.11.2012 23:04:58 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.11.2012 04:31:36 GMT+01:00
Ambi Valente meint:
Ist der Roman auch dann noch lustig/schlüssig/unterhaltsam, wenn man (als Nicht-Deutscher) nicht all zu viel Einblick in die deutsche Parteienlanschaft mit ihren besonderen Charakteren hat? Wenn man also die vorkommenden Politiker oder Personen des öffentlichen Lebens in der Bundesrepublik nicht kennt ...?

Veröffentlicht am 04.12.2012 11:56:41 GMT+01:00
D. Krüger meint:
Herr Dreckmann (gibt es wirklich so einen Nachnamen???), vielen Dank für Ihren Kommentar!
Ich fand das Buch auch super!
@ Ambi Valente: Ein bisschen mehr als Nazi und Sozialamt sollte man als "Nicht-Deutscher" doch schon wissen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.12.2012 17:01:07 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.12.2012 17:15:40 GMT+01:00
Ambi Valente meint:
@ D. Krüger: Danke für Ihre Information. Aber was heißt "ein bisschen mehr"?! Ich würde sagen, ich habe mich in meiner Frage recht deutlich ausgedrückt. Man weiß zwar üblicherweise über sein Nachbarland etwas mehr, als beispielsweise "Nazi" oder "Sozialamt" (??! manchmal hat man sogar selbst ein solches), ist aber meist nicht so detailliert über dessen Innenpolitik mitsamt ihren VERTRETERN informiert. Oder kennen Sie Sebastian Kurz? Maria Vassilakou? Und ich meine damit nicht nur die Namen, sondern auch die Personen selbst mit ihren Ansichten und Aktivitäten ... Also all jene Eigenschaften, über welche man sich in einem Buch amüsieren könnte ... wenn man sie eben kennt ... Håst mi? (= Got me?)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.12.2012 01:20:25 GMT+01:00
DLL meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.01.2013 03:34:42 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 17.01.2013 03:35:24 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.01.2013 03:36:29 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 17.01.2013 03:37:14 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.01.2013 00:32:25 GMT+01:00
Ambi Valente meint:
Vielen Dank für die Info!
Ich habe mir das Buch inzwischen selbst besorgt und drei Viertel davon gelesen. Die Darstellung von Charakterzügen und Auftreten des Herrn Hitler erscheint mir als äußerst gelungen, sofern man das beurteilen kann, ohne den Betreffenden persönlich gekannt zu haben (eben aus diesem Grunde finde ich streckenweise die Ausführungen zu inneren Vorgängen des Protagonisten wirklich mutig, verbuche diese aber unter "künstlerische Freiheit"). Natürlich könnte man aus der Geschichte noch einiges mehr an "Effekten" herausholen, allerdings glaube ich, dass phantasievollere Ausflüge auf Kosten der "Glaubwürdigkeit" gegangen wären; denn im Rahmen der vorgegebenen Grundannahmen entwickelt sich der Plot fast "realistisch", und ist unter den geltenden Prämissen mit ein wenig "Augenzudrücken" tatsächlich vorstellbar, was m.E. an sich schon bemerkenswert ist.
Über die komischen Elemente habe ich mich teilweise schon königlich amüsiert (v.a. bei den von Missverständnissen geprägten Dialogen); auch erschien mir der Humor meist wirklich phantsievoll ("Für einen Moment überlegte ich, ob am Ende auch Himmler auf irgendeinem Grundstücke erwacht wäre ..."); einzelne Handlungsstränge finde ich außerdem ziemlich clever pointiert (z.B. nach dem Besuch der NPD-Zentrale: "Ein anständiger Deutscher hat hier nichts verloren."). Darüber hinaus deckt der Autor auch gewisse Gesetzmäßigkeiten sozialer Strömungen auf, indem er diese Erkenntnisse seinem Protagonisten in den Mund legt (z.B.: "... man konnte offenbar davon ausgehen, dass auch heute noch die Leserschaft nur das für anspruchsvoll erachtete, was ihr möglichst unverständlich blieb ..." – wie wahr!)
Natürlich ist es kein Sachbuch sondern reine Fiktion. Ich sehe es als so etwas wie ein Gedankenexperiment, und unter diesem Gesichtspunkt interpretiere ich auch die politischen Inhalte. Aus dieser Perspektive liest es sich für mich bis jetzt nicht nur ausgesprochen unterhaltsam, sondern regt auch zu eigenen weiterführenden Gedankenexperimenten an ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.02.2013 16:59:49 GMT+01:00
Der Roman ist nur lustig, wenn man sich mit der Geschichte des Dritten Reichs etwas auskennt. Sonst entsteht vermutlich kein "Bild" im Kopf. Ein Wissen um deutsche Gegenwartspolitiker ist nicht erforderlich. Beste Grüße c.d.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.02.2013 17:00:12 GMT+01:00
Ja, ich heiße wirklich so! Aber der Name ist vergleichsweise selten.
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