Kundenrezension

258 von 273 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein einsames, leises Buch...., 20. Mai 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Wand (Taschenbuch)
Ich kann eigentlich gar nicht so recht beschreiben, was ich momentan empfinde, nachdem ich das Buch vor ein paar Minuten beendet habe. Ich fühle mich ein Stückchen einsam, aber dennoch erfreue ich mich daran, dieses Leben ohne großartige Grenzen erleben zu dürfen.

In ihrem Buch beschreibt Marlen Haushofer die Geschichte einer Frau im mittleren Alter, die eines Tages eine Wand entdeckt, die ihr Leben komplett verändert und vor allem eines tut: Sie macht sie einsam.

Doch sie klagt nicht, sondern findet ihren eigenen Weg in dieser Einsamkeit. Vielleicht sollte man Tiere mögen, insbesondere Katzen und Hunde, wenn man dieses Buch liest. Ich selber habe eine Katze und konnte mir dieshalb viele Sequenzen dieses Buches lebhaft vorstellen und nachvollziehen.

Ein Buch, welches traurig macht. Nachdenklich. Besinnlich. Still und leise.

Die Tatsache, dass die Autorin bereits 1970 im Alter von 50 Jahren starb, macht dieses Buch für mich umso melancholischer. Es macht mich nachdenklich und läßt mih an Zeiten denken, in denen auch ich mich einsam fühlte. Wer kennt solche Zeiten nicht? Und was würden wir tun, wenn wir morgen aufwachen und um uns herum eine riesige Wand existieren würde? Würden wir weiterleben, ÜBERleben oder aber resignieren?

Ich glaube, um dieses Buch zu lesen, muss man ein wenig Einsamkeit zulassen. Wenn man das geschafft hat, kann man die Weite dieses Lebens besser schätzen. Und man muss Sehnsucht spüren können. Sehnsucht nach dem, was uns Menschen glücklich macht.

Ich habe gesehen, dass viele Rezensenten hier beschreiben, dass sie das Buch als langweilig angesehen haben. Ich denke, nur wenn man selber eine gewisse Art der Einsamkeit beim Lesen dieses Buches zuläßt, wird man es mit anderen Augen betrachten können.

Das Buch ist nicht spannend, nervenaufreibend oder gar lustig. Es führt uns lediglich dorthin, wo eigentlich niemand gerne ist..... an Grenzen....geschaffen von anderen Menschen oder aber auch von uns selber....
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.11.2009 10:18:15 GMT+01:00
Tyrania meint:
du hast völlig recht: man muss beim Lesen des Buches seine tiefsten Ängste zulassen.
Dann wird man von der Geschichte tief berührt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.04.2011 12:08:25 GMT+02:00
"Die Wand" gehört zu den wenigen Büchern, die das eigene Leben verändern können, zumindest in eine Richtung lenken.
Ich bin zutiefst dankbar für dieses wahnsinnige Buch. LESEN !

Veröffentlicht am 21.09.2011 17:12:12 GMT+02:00
Viola meint:
Ich habe vor ca.5 Jahren "Die Wand" gelesen und war einerseits fasziniert von der Geschichte - andererseits hat mich dieses Buch doch sehr verstört, weil mir tief in mir bewußt wurde, wie einsam ich selber war (und noch immer bin - deshalb traue ich mich nicht, es nochmal zu lesen ....).

Veröffentlicht am 25.11.2011 15:36:08 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.11.2011 15:40:49 GMT+01:00
babha meint:
"Die Wand" der Kärntner Autorin habe ich schon vor etwa zwei Jahren gelesen, liegt also schon etwas zurück.
Da dieses Buch und die Schriftstellerin nicht besonders bekannt sind .. wenigstens in MEINEM Bekanntenkreis, hat es mich einfach interessiert, ob das Werk auch als ebook erhältlich ist.
JA .. ich bin erfreut überrascht .. und außerdem fast 200 Rezensionen!
Ich erinnere mich, daß mich diese Geschichte SEHR beklommen gemacht hat, auch noch Tage und Wochen, nachdem ich sie zuende gelesen hatte. Sie hat mich tief drinnen berührt und lebt immer noch in mir, selbst nach so langer Zeit. Das kann ich nicht über viele Bücher sagen.
Ja, stimmt, es handelt sehr stark und emotional von Einsamkeit, ein URGEFÜHL des indiviuellen Menschen in der heutigen Zeit, der sich in den letzten Generationen in eine Freiheit katapultiert hat, in der er nur schwer zurecht kommt.
Einsamkeit ist wohl auch ein Grundmotiv in meinem eigenen Leben, auch wenn ich immer wieder glücklich mit anderen Menschen zusammen lebe. Vielleicht hat mich die "Geschichte" der mittelalten Frau nach ihrer Entdeckung der unsichtbaren Wand deswegen so heftig berührt.
Das Empfinden von "Langeweile" beim Lesen dieses Buches kann ich selbst zwar überhaupt nicht empfinden, verstehe es aber recht gut. Vor allem, weil wir es ja gewöhnt sind, daß immer unheimlich viel passiert (und wenn auch nicht uns selbst, so werden wir doch von den Geschichten und "Abenteuern" anderer - auch wenn sie nur Hirngespinste sind - regelrecht überflutet ..), soviel, daß wir kaum noch eine Auswahl treffen können. Diese Schnelligkeit hat natürlich einen Riesen"vorteil": man kommt kaum in die Verlegenheit, tiefe Gefühle überhaupt zu spüren ..
Dieses Buch wirft uns dorthin, wo wir "eigentlich" sind: auf uns selbst!

Veröffentlicht am 20.12.2012 11:35:36 GMT+01:00
Ines Scheuer meint:
Mir erging es ähnlich,nur konnte ich es nicht so gut beschreiben wie Sie,sich zur Einsamkeit zu bekennen ist nicht leicht,ich fühle mich dieser Frau sehr nahe, die enge Beziehung zu ihren Tieren ist für mich sehr intensiv nachzuvollziehen, um so erstaunlicher die Reaktion von vielen Menschen, die das noch nicht mal beim lesen merken!!!
Ich habe das Buch auch weitergegeben,weil es mich so berührte....und bekam es immer mit dem Kommentar zurück: verstehe ich nicht , ist zu langweilig....
Jetzt wundert mich auch nicht mehr warum ich zu diesen Menschen keine tiefere Beziehung aufbauen kann...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.01.2013 00:10:24 GMT+01:00
Ja @Ines Scheuer...das kann ich gut verstehen - ich hatte oft Tränen in den Augen beim Lesen - obwohl es ja "nicht mal" tatsächlich geschehen ist sondern nur eine Fiktion; fast körperlich kann man den Schmerz über den Verlust der Tiere spüren (obwohl die Protagonistin ja eigentlich rasch zu den gewohnten Arbeiten übergeht)...aber unterschwellig spürt man es...besonders schrecklich fand ich es eigentlich, dass man schon ziemlich am Anfang erfuhr, dass Luchs stirbt (sie erwähnt es ja noch oft bis zum "Show-Down") - obwohl ich es, als es "soweit" war, eigentlich dann gut fand DASS ich es schon wusste; es hätte mich sonst noch ärger mitgenommen als so schon...

Veröffentlicht am 20.04.2013 18:05:30 GMT+02:00
Renate Saller meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2013 18:11:11 GMT+02:00
Renate Saller meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 08.09.2013 19:28:59 GMT+02:00
Anita231070 meint:
Hallo, Andrea Koßmann,
ich habe das Buch eben zu Ende gelesen, und danke Ihnen für Ihre Worte. Genaus das empfinde ich, nachdem ich das Buch "zugeklappt" habe. Ich hätte es nicht besser beschreiben können. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie ich in einer entsprechenden Situation reagiert hätte.
Ich spiele mit dem Geanken, mir den Film anzusehen. Aber vielleicht nicht mehr heute.
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