Kundenrezension

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Old School Feuerwerk, 20. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Cursed to Live (Audio CD)
Morgoth haben mit Ressurection Absurd und The Eternal Fall zwei absolute "Landmarks" in Sachen Death Metal und v.a. auch in Sachen Death Metal in Deuschland abgeliefert. Klar, die Einflüsse von Death waren erkennbar (insbesondere Leprosy), aber die Sauerländer hatten stets eine eigene Handschrift, die Songs wie Pits of Utunmo und Female Infaticide zu absoluten Ikonen ihrer Zeit machten.

Cursed gilt das als Meisterwerk der Band, wenngleich es mir schon damals etwas zu verkopft und zu wenig auf den Punkt zu kommen schien. Anfang der 90er warn die beiden EPs definitiv meine Faves. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn man so will ist Cursed das The End Complete Album von Morgoth. Technisch und von der Produktion her über alle Zweifel erhaben - aber es fehlen Herzblut und Eier.

Mit Odium haben Morgoth ein damals vermeintlich experimentelles Album herausgebracht, das aber bis auf die in den 90ern wohl scheinbar verpflichtend üblichen "Industrial-Ding Dong" Effekten mehr oder weniger moderner Death Metal war. Mit Resistance haben die Jungs sogar einen neuen / späten Hit gelandet.

Dann kam eine Phase, in der ein Album namens "Feel Sorry For The Fanatic" herauskam. Ich kann nachvollziehen, dass eine kreative Band nicht immer und jeden Tag sozusagen Erbsensuppe essen kann. Aber diese Band muss verstehen, dass gerade Erbsensuppe, mal mit mehr oder weniger Speckeinlage sie groß gemacht hat. Wenn diese Band nun sagt, man wolle mal komplett auf Suppe verzichten, dann muss sie sich nicht wundern, dass die Esser ausbleiben. Und dass auch keine neuen Esser nachkommen, weil man davon ausging, dass es Erbsensuppe gibt, aber auf jeden Fall Suppe.

Wenn jetzt diese Band hergeht und die bisherigen Suppenfreunde als "Fanatiker" bezeichnet und sich gar derer schämt ("feel sorry") dann kann es sein, dass der geneigte Fan auf einmal sagt: "L E C K mich, Morgoth!"

Aus diesem Grunde ist auch die Platte ziemlich gefloppt und die Fanatiker habe sich gesagt, na gut, dann hör ick halt watt anderes. Die KlugschXXer von Morgoth mussten sich dann auflösen und haben irgendwas anderes gemacht. Who's the douche now?

Jetzt, in der Reunion-Welle ham die sich natürlich auch wiedervereinigt. Wie At The Gates und viele andere nur schwer erziehbare, sorry, vereinbare Typen.

Jo. Und Morgoth können es immer noch sehr gut. Krasser Sound, super Performance, alles Tight - was will man mehr? Nix. Ach so, die zahllosen Ansagen gehen auf Dauer etwas auf den Zeiger, da etwas quietschig.

Naja, so super knalla scheint die Chose nicht gelaufen zu sein, da sonst mehr Rezis da wären. Nur sone Idee. Eines einstigen Fanatikers. Tipp: Beleidige niemals deine Fans (Fanatiker). Nur so am Rande.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.12.2012 05:19:50 GMT+01:00
tagchen meint:
Sehr gutes Review ! Entspricht 100% genau meinen Erfahrungen damals. Genau wie bei Obituary nach Cause of Death hatte ich bei der Cursed das Gefühl das ein bisschen das Herzblut bzw. der letzte Biss an Aggression fehlte. Trotzdem ne gute Platte. Die Odium war dann bisschen enttäuschend und wurde meistens den Erwartungen nicht gerecht. Trotzdem noch okay. Sorry for the Fanatic war der totale Griff ins Klo. Nach Odium waren die Erwartungen ja niedriger - zB. nach der Cursed kaufte sich mein Bekanntenkreis die nächste Platte noch ungehört einfach. Nach der schwächeren Odium wollte man erst aber reinhören was danach so kommt - und es kam halt dieser Quark. Ich hatte damals noch ne Promo vorher erhalten und war entgeistert was zu hören war - dachte schon das ist ne andere Band mit neuem Namen. Kurz und gut: ich ärgerte mich noch auch über die Arroganz im Titel der Platte - meine Kumpels nicht, die kauften es einfach nicht weil die Musik überhaupt nicht mehr zur Band und dem Fankreis passte. Und da keine neuen Fans gewonnen werden konnten war es dann schnell vorbei.
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