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Kundenrezension

127 von 143 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Etwas wirre Kollektion von Covern, Outtakes und Neuaufnahmen bekannter Songs, aber deutlich besser als erwartet, 10. Januar 2014
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Rezension bezieht sich auf: High Hopes (Limited Edition) inkl. DVD (Audio CD)
Bewertung: 4 Sterne

Kurzversion: Meine Erwartungen bezüglich dieses Albums waren nicht besonders hoch. Diese wurden jedoch deutlich übertroffen. Eine etwas wilde, stückwerkartige Sammlung von teils leicht überproduzierten Songs ohne thematischen Zusammenhang, musikalisch äußerst abwechslungsreich, die aber bis auf den schwachen Start großen Spaß macht. Die auch bei mir vorhandene Skepsis gegenüber der Überpräsenz von Tom Morello war unbegründet, lange hat Springsteen dadurch nicht mehr so rockig geklungen. Der Sound/die Produktion klingt dank Producer Ron Aniello sehr frisch und modern, ist aber nicht unbedingt jedermanns Sache.

Lange Version: Es macht meines Erachtens wenig Sinn, dieses Album mit den 17 bisher erschienenen Bruce-Studioalben zu vergleichen. Jedes Album steht für sich und sollte als solches auch singulär bewertet werden, d.h. es macht m. E. wenig Sinn Meisterwerke wie Born to Run oder Darkness on the Edge of Town mit Übersongs wie Born to Run, Jungleland oder Racing in the Street mit Alben von heute zu vergleichen. Die Alben von Springsteen haben sich seit jeher vor allem dadurch ausgezeichnet, dass jedes Album anders war, das trifft erst Recht auch auf High Hopes zu. Letztlich ist diese Vielseitigkeit auch das, was mich als Fan an Springsteen so fasziniert: Es gibt nur sehr wenige Künstler, die sich derart konsequent weiterentwickeln wie Springsteen. Durch seine Vielseitigkeit ist er auch heute nicht nur textlich, sondern auch musikalisch weiterhin relevant, was man nicht von vielen Superstars sagen kann, die seit den 60er oder 70ern auch heute noch unterwegs sind und Stadien füllen und meist vom Ruhm alter Tage leben. Dass bei dieser Vielseitigkeit auch mal was dabei ist, was einem Teil der Fans vielleicht nicht so gefällt, ist dabei völlig normal. Auch diesmal wird es wieder einige geben, die behaupten, High Hopes käme nicht an die Meisterwerke aus den 70ern und 80ern ran und Springsteen habe seit den 80ern kein ordentliches Album mehr zustande gebracht. Auch mir gefallen die frühen Alben insgesamt sicherlich besser als die Alben seit den 90ern und doch möchte ich kein einziges Album der 90er und 00er Jahre missen, denn selbst die eher durchschnittlichen Alben wie Human Touch, Devils and Dust, Working on a Dream oder auch zum Teil The Rising enthalten allesamt reichlich gute Songs. Und das trifft auch auf die Songs von High Hopes zu, die zum größten Teil bereits vor längerer Zeit geschrieben wurden. Vielmehr rechne ich Springsteen eben genau diese Vielseitigkeit, die Unberechenbarkeit und dieses Innovative sehr hoch an und würde es geradezu absurd finden, wenn er heute nochmals versuchen würde, Alben wie Born to Run oder Darkness on the Edge of Town zu kopieren; sowohl textlich wie auch musikalisch würde ich ihm das heute nicht mehr abnehmen. Seine Glaubwürdigkeit, sein Mut, sich ständig weiterzuentwickeln und auch Dinge zu machen, die der Fan gerade nicht erwartet – gerade auch was den Sound anbelangt – macht jede Springsteenveröffentlichung so spannend.

Auch diesmal hat es Springsteen geschafft, mich positiv zu überraschen, obwohl ich bis zuletzt äußerst skeptisch war, und diese Skepsis noch größer wurde, als ich hörte, dass er einen meines Erachtens extrem schwachen Song wie High Hopes – noch dazu ein Cover – als Titeltrack verwenden und Tom Morello eine bedeutende Rolle einnehmen würde. Fakt ist für mich, Springsteen schafft es auch heute noch, Songs zu schreiben, die mich berühren und die mir schlicht und einfach meist gut bis sehr gut gefallen. Auch auf High Hopes sind wieder einige Songs enthalten, die ich von nun an nicht mehr missen möchte.

Über die Beweggründe, die Springsteen dazu verleitet haben könnten, solch ein Album aufzunehmen, kann man nur spekulieren (offenbar steckt Tom Morello dahinter, der Bruce derart inspiriert haben soll). Gemunkelt wird z. B. auch, dass es sich hier um ein Übergangsalbum handelt, um noch den auslaufenden Megadeal mit Sony zu erfüllen. Während andere Künstler zu diesem Zweck meist wenig innovative Best-Ofs raushauen, die dann verkaufsfördernd vielleicht noch den einen oder anderen neuen Song enthalten, hat Springsteen wieder mal einen ganz anderen Ansatz gewählt und eine Kollektion von Songs herausgebracht, die eher an Tracks, The Promise oder Disc 3 von Essentials erinnert als an ein echtes neues Album. Als Fan soll mir diese Herangehensweise sehr recht sein. Sein neuer Produzent seit Wrecking Ball, Ron Aniello, hat in einem Interview außerdem ausgeplaudert, dass er gerade an rund 40 gänzlich neuen Songs für ein „echtes“ neues Bruce-Album arbeiten würde, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Man darf gespannt sein, was daraus wird.

Zurück zu High Hopes: Mit High Hopes hat der mittlerweile 64-jährige Springsteen nunmehr erstmals ein Album aufgenommen – in verschiedenen Studios -, das aus einem etwas wirren Mix aus Covern, Outtakes und Neuaufnahmen bereits bekannter (Live)Songs der letzten rund 15 Jahre besteht. Dass Bruce auf ältere Songs zurückgreift, die es auf frühere Alben nicht geschafft haben, ist nicht unbedingt neu (The River ist voll davon, ebenso Devils and Dust). Daher sollte man Songs wie Harry's Place oder Down in the Hole (beide geschrieben für The Rising) auch richtigerweise nicht als Outtakes bezeichnen, genauso wenig wie die Songs auf dem Album The Promise echte Outtakes waren, die es auf die entsprechenden Alben nicht geschafft haben, nicht weil sie nicht gut genug waren, sondern weil sie thematisch einfach nicht gepasst hätten. Völlig neu ist allerdings, dass Bruce Cover auf ein Studioalbum packt (abgesehen von den Seeger Sessions) und dann gleich drei an der Zahl. Das könnte man als Einfalllosigkeit bezeichnen. Aber offensichtlich waren ihm diese Songs zu wichtig und mit Ausnahme des Titeltracks sind die Cover auch gut.

Diese „anomale Herangehensweise“ bei High Hopes, wie Springsteen das Album selbst in einem Interview bezeichnet hat, bewirkt allerdings, dass das Album diesmal keinen roten Faden hat, kein echtes Konzept verfolgt. Bisher hatten eigentlich die meisten Bruce-Alben ein bestimmtes Thema, so wie zuletzt das geniale Wrecking Ball, das die Finanzkrise thematisierte. Bei WB war die Songreihenfolge daher auch ganz entscheidend: Es begann mit wütenden, bissigen Texten, und endete mit hoffnungsvollen, optimistischen Songs. Bei HH ist die Reihenfolge dagegen eher zweitrangig, einzig Dream Baby Dream zum Schluss macht Sinn, vor allem bei einem Album, das High Hopes heißt.

Fazit: High Hopes ist besser als erwartet, ein Album, das schlicht und einfach Spaß macht, aber das Album hätte m. E. nicht als neues Album, sondern als das bezeichnet werden sollen, was es ist: Eine Sammlung von Covern, Outtakes (oder wie auch immer man diese Songs dann auch bezeichnet) und Studioaufnahmen bekannter Live-Songs. So wurden im Vorfeld nur falsche Erwartungen geweckt. Die Songs sind in Ordnung, zum Teil aber überproduziert, wenngleich die moderne Produktion auch viele Songs noch interessanter und durchaus besser macht (American Skin z. B.). Dennoch wäre manchmal etwas weniger mehr gewesen (Down in the Hole), wie schon bei Wrecking Ball. Trotz des vielen Sound-Schnick-Schnacks ist es ein sehr rockiges, modernes Album geworden und deutlich weniger folk- und seegerlastig als Wrecking Ball, ohne dabei zu klingen wie die frühen Rockalben von Springsteen. Insgesamt eine feine, solide Ergänzung des bereits sehr umfangreichen Springsteen-Katalogs. Ein weiteres Meisterwerk wird es aber trotz einiger herausragender Songs sicherlich nicht werden.

Track-by-Track-Rezension:

High Hopes: Für mich nach wie vor einer der schwächsten Songs, die ich je von Springsteen gehört habe. Bereits 1995 auf der EP Blood Brother enthalten, habe ich nie Zugang zu diesem Song gefunden, habe ihn daher auch über all die Jahre nie vermisst. Es ist wohl Tom Morello zu „verdanken“, der den Song Bruce vorgeschlagen hat, woraufhin der Song dann in Australien live einige Male performt wurde. Die neue Version mit Tom Morello ist zwar besser als die 1995er Version, dennoch ist und bleibt es ein nur unterdurchschnittlicher Song, der darüber hinaus auch noch zu lang ist. 2/5

Harry's Place: Hat mit Mary's Place gar nichts gemeinsam, außer, dass beide Songs für The Rising vorgesehen waren. Wer sich aber Harry's Place anhört, wird schnell einsehen, dass der Song nicht auf The Rising gepasst hätte, weder textlich noch musikalisch. Die Produktion klingt sehr 80er Jahre-mäßig, vor allem das Sax von Clarence „Big Man“ Clemons, musikalisch ist HP eine Mischung aus The Fuse (The Rising-Album), Calling Elvis (Dire Straits) und You Belong to the City (Glenn Frey), textlich sehr düster. Eher untypischer, gewöhnungsbedürftiger, durchaus tanzbarer Bruce-Song, in den 80ern sicherlich mit Hitpotenzial: 2,5/5

American Skin (41 Shots): Der seit der Reunion-Tour 2000 bekannte Song, der die Erschießung durch 41 Schüsse eines farbigen unbewaffneten Jungen in NY durch die New Yorker Polizei thematisiert, erhält hier eine sensationelle Frischzellenkur, ähnlich wie Land of Hope and Dreams vom WB-Album, die ich als sehr gelungen empfinde. Einmal mehr darf hier Tom Morello „glänzen“. Würde man den Song nicht bereits so gut kennen, würde man ihn sicher auch in dieser Version noch mehr zu schätzen wissen. Gehört sicherlich zu den besten Songs, die Bruce seit 1999 geschrieben hat. Erst Recht in dieser Version: 5/5

Just Like Fire Would: Hervorragendes Cover der australischen Punk-Band The Saints, könnte aber auch aus der Feder von Springsteen stammen. Die Version entspricht ziemlich exakt der Live-Version, die Bruce vergangenes Jahr in Australien performt hat, plus dem hinzugemischten herrlich krächzenden Gesang von Little Steven. Der Song erinnert allerdings stark an John Mellencamp's Small Town, aber den mag ich ja sowieso :-). Song macht Spaß, hätte gerne noch etwas länger sein dürfen. 4/5.

Down In The Hole: Ein weiterer Outtake aus den Rising-Sessions. Toller, atmosphärisch-dichter Song, allerdings etwas überproduziert, erinnert stark an I'm on Fire, aber auch an Magic (den Song). Außerdem erinnern einige Stellen an einzelne Songs von The Rising. Wunderbare Backgroundvocals von Patti Scialfa (und allen drei Kindern von Springsteen/Scialfa), begleitet von einem zart gezupften Banjo. Definitiv eine Bereicherung des Springsteen-Song-Repertoires. Großartig: 4,5/5

Heaven's Wall: Bruce sprach ja mal davon, ein Gospelalbum aufnehmen zu wollen. Dieser Song könnte für ein derartiges Album gedacht gewesen sein. Erinnert mich etwas an What Love Can Do vom WOAD-Album. Geht ordentlich zur Sache, toller Groove, könnte ich mir gut als Show-Opener vorstellen. „Raise your Hand“ und auch ansonsten sehr biblischer Text, auch wenn man den angesichts des Genuschels kaum versteht. Sicherlich nicht jedermanns Sache, mir gefällt's: 4/5

Frankie Fell In Love: Magic-Outtake, eines meiner Highlights des Albums, obwohl recht simpler 08-15-Pop-Rock-Song, hätte auch wunderbar auf The River gepasst, auch textlich. Erinnert musikalisch etwas an Crush on You oder You Can Look, aber auch an My Lucky Day. Der Song macht einfach nur gute Laune und hat was Nostalgisches. Gefällt mir ausgesprochen gut: 4/5

This Is Your Sword: Mit unter drei Minuten recht kurzer, irisch-folkiger Song mit Ohrwurmgarantie, unterlegt von einem Dudelsack. Nett, solide, aber irgendwie auch etwas belanglos. 3/5

Hunter of Invisible Game: Beginnt wie Filmmusik, sehr schöner, langsamer walzerartiger Song im Stile von Terry's Song, aber weniger akustisch, sondern mit orchestraler Begleitung. Produktion erinnert an das WOAD-Album. Nicht so eingängig wie die beiden Songs zuvor, aber für mich einer der besten Songs auf HH. 4,5/5

The Ghost Of Tom Joad: Die mit über 7 Minuten etwas zu lange Rockversion vom gleichnamigen 1995er Meisterwerk, hier ziemlich exakt so performt wie bei den Liveauftritten seit 2008. Somit auch mit Tom Morello, der mit seiner Gitarre und noch mehr mit seinem gewöhnungsbedürftigen Gesang den Song nicht für jedermann wirklich verbessern mag. Die Live-Version hat mir seinerzeit wegen TM gar nicht gefallen, aber an diese Studio-Rockversion habe ich mich – trotz Morello - mittlerweile gewöhnt und muss eingestehen, dass der Song dermaßen rockt und mir auch in dieser Version immer besser gefällt: 4,5/5.

The Wall: Nach American Skin bester Song auf dem Album, der das Zeug zum Klassiker hat, zumal mit berührendem Text über einen Vietnam-Kriegsveteranen aus New Jersey. Klingt teils leicht nach Fields of Gold von Sting. Laut Ron Aniello neben Just Like Fire Would der einzige Song, bei dem die E Street Band in Gänze bei der Aufnahme auch anwesend im Studio war. Sehr angenehme, sparsame Instrumentierung, zum Ende die wunderbare Trompete von Curt Ramm, melancholisch, großartig: 5/5

Dream Baby Dream: Den Song, ein Cover der New Yorker Wave-Punk-Band Suicide, hat Bruce als letzten Song zum Ende der Devils and Dust-Tour 2005 allabendlich gespielt. Der sich immer wiederholende, sehr einfache Text geht gemeinsam mit der sich steigernden Instrumentierung richtig unter die Haut, vor allem, wenn man das dazugehörige Video (auf YouTube!!!), das Bruce als Dankeschön für die Fans der Wrecking Ball-Tour gemacht hat, vor Augen hat. Isoliert als Single sicherlich ungeeignet, aber als Abschluss eines Albums durchaus passend und dann auch 3,5/5.

Länge des Albums: 56:31 Minuten

Wie bei Springsteen üblich, gibt es wieder ein feines Booklet mit allen Texten, einigen Bildern und Infos zu den einzelnen Aufnahmen sowie lesenswerten Liner Notes. Die CD steckt leider wieder in einer nicht reißfesten Papphülle. Die Bonus-DVD ist lediglich beigelegt, ist zwar eine etwas billige Variante für eine Limited Edition, die aber den Vorteil hat, dass sie leicht herausnehmbar ist.

Bonus-DVD: Als Bonus gibt es bei der Limited Edition den rund einstündigen Teil des Konzerts der Wrecking Ball-Tour vom 30.6.2013 aus dem Londoner Olympic Park, wo das komplette Born in the USA-Album (alle 12 Songs von insgesamt 29 Songs, die an dem Abend gespielt wurden) aufgeführt wurde. Zu diesem Preis sollte man nicht allzu kritisch sein und als Fan nimmt man natürlich mit, was man kriegen kann, ABER: Es ist die nunmehr dritte Bruce-Live-DVD vom Hardrock-Calling-Festival (HRC) in London (nach der DVD London Calling vom HRC 2009 und den 6 Tracks auf der DVD Springsteen & I vom HRC 2012). Dagegen wäre nichts auszusetzen, wenn HRC jeweils außergewöhnliche Konzerte gewesen wären. War es aber auch diesmal nicht! Es gibt kaum ein lahmeres Publikum als das bei diesem Festival und die Performance war für Springsteen-Verhältnisse an diesem Abend auch nicht die beste, was u.a. daran gelegen haben könnte, dass am Abend vorher in Paris ebenfalls das Born in the USA-Album in Gänze aufgeführt wurde, was für Springsteen eher unüblich ist und durch diese Album-Shows viel an Spontanität, die Bruce-Konzerte immer so einzigartig machen, verloren geht. Wenn schon eine Album-Show, dann hätte ich mir die aus Mailand gewünscht (mit dem weltweit fanatischstem Publikum) oder gerne auch die in München, wo jeweils auch das BIUSA-Album aufgeführt wurde. Das wäre aber sehr viel aufwändiger (= teurer) gewesen für das Unternehmen „Bruce Springsteen“. Immerhin war diese Show in London, bei der Bruce' 87-jährige Mama und seine Schwester Pamela auf die Bühne durften.;-)

Das Born in the USA-Album wird zudem in diesem Jahr 30 Jahre alt und wir Fans hoffen auf ein ordentliches BITUSA-Jubiläums-Boxset, wie es sie zu den Alben Born to Run und Darkness on the Edge of Town gegeben hat, und ich wäre doch einigermaßen enttäuscht, wenn diese halbgare Bonus-DVD als Ersatz für eine derartige Box herhalten müsste. Als Bonus-DVD, wie gesagt, völlig i.O.! Klang und Bild sind gut.
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11-20 von 45 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 10.01.2014 22:50:36 GMT+01:00
Milano 2003 meint:
Hi Tramp69,
Wollte gerade eine Rezession schreiben und lese deine Komentare zu den einzelnen Songs. Respekt, mehr geht nicht. Einzig würde ich GOTJ 6 von 5 Sternen geben - wenn ich denn dürfte - bei der Gitarrenarbeit hatte ich Pipi in den Augen obwohl ich die live-Version schon kenne. Vielleicht noch ein Hinweis für die Vinyl Freunde: schweres Vinyl, gute Verarbeitung, keine Nebengeräusche, sehr gute Klang, kein Referenzwerk aber auch deutlich über dem Durchschnitt aktueller Veröffentlichungen. Kein Klappcover, was aber nicht stört, weil die beiden Hüllen alle Infos enthalten und in fester, guter Qualität sind. Den beiden Scheiben habe ich neue Antistatikhüllen gegönnt, was zu keinen Platzproblemen führt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.01.2014 23:17:41 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 11.01.2014 23:04:20 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 11.01.2014 06:33:19 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.01.2014 06:35:32 GMT+01:00
Mark M. meint:
Danke,
und noch mal danke für den Tip " Dream Baby dream" auf Youtube ! Das ist mir total entgangen. Hab es mir gerade sofort angeschaut. Und nu hab ich feuchte Augen !
Wenn mich Rezensionen auf das eigentliche Produkt bezogen, nicht interessieren, dann zum Thema RocknRoll ! Denn ich weiß, was ich hören will und was nicht. Mit anderen Worten, über Springsteen oder die Stones, Mellencamp, Joe Cocker, U2 , Paul McCartney und wie Sie alle heißen, können hier alle schreiben, was Sie wollen. Juckt mich nicht ! Aber Deine Rezension ist schon ein Kracher, muß ich sagen. Nu denn, im Laufe des Tages wird der Bote wohl klingeln und mir das gerade bestellte Teil überreichen. Könnte ein schöner Tag werden.... Alles Gute !

Veröffentlicht am 11.01.2014 11:17:56 GMT+01:00
F. Scheerer meint:
Servus Tramp,
ich verstehe Ihre Bewertung nicht ganz. Wenn ich mir Ihre Rezession durchlese, käme ich nie auf 4 Sterne!? Ich habe einen Stern für dieses Album gegeben, gerade weil ich ein Boss-Fan bin, und nur weil die Live-DVD dabei ist. Wie auch immer, anstatt diesem überflüssigen Album, hätte ich mir eine elektrische Version von Nebraska gewünscht. Das wäre ein Wunsch von mir an den Boss; eines seiner genialsten Alben mit Band vertont - WOW! High Hopes ist für mich ein komplettes Outtake ( The Wall mal ausgenommen ), was nicht veröffentlicht gehört!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014 11:55:39 GMT+01:00
Tramp69 meint:
@F. Scheerer: Ich dagegen kann nicht ganz verstehen, weshalb Sie dem Album nur einen Stern geben. Bei aller durchaus aus Ihrer Sicht sicherlich berechtigten Kritik, hat das Album mehr als die schlechtest mögliche Bewertung verdient, also mindestens 2 Sterne. Oder wollen Sie sich implizit auf eine Stufe mit dem durchgeknallten eidgenössischen Professor stellen? :-) Würden Sie American Skin und GOTJ nicht bereits kennen, würden Sie doch bestimmt anders urteilen, oder? Es sind und bleiben großartige Songs, und wann gab es zuletzt ein Album mit gleich zwei so großartigen Songs plus The Wall, das Ihnen ja auch gefällt? Ich bin auch nicht ganz bei Ihnen, was die Vergleichbarkeit der Live- und Studio-Version von GOTJ angeht: Natürlich ähneln sie sich, aber die Live-Version konnte ich kaum hören, ob des Beitrags von TM. Aber diese Studio-Version ist nicht annähernd so nervtötend und selbst TMs Gesang ist jetzt zu ertragen. Finde ich mittlerweile richtig stark!

Allerdings hatte ich dem Album zuerst tatsächlich nur 3,5 Sterne gegeben. Ich habe insgesamt eine Woche an der Rezi geschrieben (besitze das Album als Download bereits seit vorletzten Freitag) und fast täglich etwas abgeändert. Habe dabei das Album bestimmt bis zu 30 mal gehört und mit jedem Hören wurde es besser. Deshalb mein "Upgrade". Und so alleine bin ich mit meiner Beurteilung ja dann auch nicht. Mit Ausnahme dieses ZEIT-Idioten ist die deutsche und internationale Presse überwiegend begeistert. Vielleicht müssen Sie das Album einfach noch ein paar mal hören ;-). Wo ich Ihnen aber zustimme ist die Bewertung des Titeltracks. Ist zwar mit jedem Hören etwas besser geworden, aber nach wie vor nicht mein Fall. Und auch Harry´s Place ist gewöhnungsbedürftig. Aber ab AS wird es m. E. richtig gut, daher 4 Sterne. Wenn ich die Live-DVD in die Bewertung mit einbezogen hätte, wäre ich eher auf 3,5 Sterne zurück, denn die finde ich nicht so dolle. Da gibt es Fan-Projekte der WB-Tour, die tausendmal besser und spannender sind.

Beste Grüße

Veröffentlicht am 11.01.2014 20:41:24 GMT+01:00
M. Wiegel meint:
Sehr gut geschriebene Rezension! Soweit ich weiß, ist laut Springsteen's Manager keine Super Deluxe Edition zum 30-Jährigen Jubiläum von Born in the U.S.A. geplant. Hoffe aber dennoch auf eine Veröffentlichung. Respekt für die Rezension!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.01.2014 23:27:34 GMT+01:00
Armin Opitz meint:
Die Rezension ist wirklich klasse. Man wird umfassend von einem Springsteen-Kenner informiert und ich kann die Bewertung nachvollziehen. Aber wenn man ehrlich ist, hat Springsteen lange kein klassisches Album mehr veröffentlicht. Ich besuche jede Tour und finde es schade, dass von Magic, Devils and Dust oder Working on a dream so gut wie gar nichts mehr gespielt wird. ich denke Bruce ist von seinen letzten Alben retrospektiv nicht mehr überzeugt. bei der nächsten Tour werden die sehr guten Songs von Wrecking Ball bestimmt auch nicht mehr gespielt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.01.2014 07:53:57 GMT+01:00
Tramp69 meint:
@Armin Opitz: Sie haben vollkommen Recht. Es ist sehr bedauerlich, dass die Songs der neueren Alben stark vernachlässigt wurden auf den letzten Touren, insbesondere hätten sich m. E. Songs von Magic hervorragend in die Setlists der WB-Tour integrieren lassen. Dass Songs von D&D nicht gespielt wurden, ist dagegen aus musikalischer Sicht sicherlich nachvollziehbarer, obwohl Long Time Coming auch gepasst hätte und den Titeltrack gab's ja immerhin 2 mal in großartigen Full-Band-Versionen. Und dass Songs von WOAD selten bis gar nicht gespielt wurden, könnte daran liegen, dass das Album ja nicht so gut aufgenommen wurde. Zusätzlich hat Springsteen das "Problem" mit durchschnittlich 28 Songs pro Setliste ganz verschiedene Gruppen von Fans befriedigen zu müssen und der Großteil der Besucher will dann doch eher die bekannteren Stücke hören, während Fans wie wir es sind eher was von seltener gespielten Songs was hören wollen. Insgesamt bekommt Springsteen diese Balance aber dennoch ganz gut hin, aber ich freue mich auch jedes Mal über eine Rarität, wenn sie denn gespielt wird.;-) Aber, dass Springsteen selbst nicht von seinen Songs überzeugt ist, kann ich mir schlecht vorstellen. Welcher Künstler ist schon so selbstkritisch? :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.01.2014 07:59:42 GMT+01:00
Tramp69 meint:
@M. Wiegel: Ja, das Interview habe ich auch gelesen. Darin wurde aber auch gesagt, dass es eine Box zu The River geben soll, womit ich schon gar nicht mehr gerechnet habe. Und früher oder später wird es bestimmt auch was zu BIUSA geben, hoffe nur, wir müssen nicht bis zum 40. oder gar 50. Jubiläum warten. :-)

Veröffentlicht am 12.01.2014 13:51:01 GMT+01:00
T. Walter meint:
Hi, Tramp69 dank Ihnen ist "HEUTE" Bruce Springsteen Tag...gerade ist The Rising im CD-Player. Wollte mir erst High Hopes nicht kaufen habe die schlechte kritik in der Zeit gelesen (im nachhinein die besch... kritik seit langen) Auch für mich ist High Hopes ein weiterer Höhepunkt seiner Kar. trotz z.T.schon bekannter Songs...und dann noch mit Tom Morello,ohne Worte...also Dank für Diene Rezi...ebenfalls "SPITZE". Ps. wie findest Du(Sie) Dave Matthews Band ebenfalls wie B.S. meine U.S. Lieblinge. Habe von beiden Künstlern alle Studio-Alben...sowie dieverse Live-Alben. Beste Grüße Walter