Kundenrezension

23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwei disjunkte Bücher in einem: ein sehr gutes und ein überflüssiges, 22. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Wie man ein großartiger Fotograf wird. Wegweiser in eine Fotopraxis mit Zukunft (Gebundene Ausgabe)
Das Buch lohnt sich zu lesen (ob es sich zu kaufen lohnt ist eine andere Geschichte). In vielen Punkten muss man der Autorin geradezu dankbar für die Begriffsbestimmung sein:

- das Grafische vs das Fotografische
- Bildkontrolle vs Bildgestaltung
- Fotografie des 20. Jahrhunderts vs Fotografie des 21. Jahrhunderts

etc, etc.

Das ist alles klar herausgearbeitet und zeigt Martina Mettners eigentliche Stärke: die Beschreibung und Analyse des fotografischen Zustands. Da hat man nun endlich die schlauen Sachen, die man aus ihrem Blog kennt in gebundener Form. Und hier kommen wir auch zu der Schwäche des Buches: während ein Blog ohne Lektorat auskommt, benötigt ein Buch dringend ein solches. Jeder Lektor hätte nämlich die Frage gestellt: an wen soll sich denn das Buch richten? Dass muss geklärt werden, ansonsten entsteht etwas, was alle bedienen will, aber letztendlich keinem gefällt.

Empfehlungen zur Portraitfotografie wie (sinngemäß): 'Fragen Sie doch mal die Mütter der Freunde Ihrer Kinder' oder auch Satzfragmente wie (ebenfalls sinngemäß) 'Kündigen Sie mal in Ihrem Fotoclub an ...' verraten uns, an wen sich das Buch richtet und erklärt gleichzeitig warum technische Empfehlungen wie: falls die Bilder zu hell sind, ändern sie die Gradationskurve enthalten sind. Mal ganz ehrlich: jemandem, der nicht weiß, wie er an Modelle kommt, sich nicht einfachste Themen überlegen kann oder nicht weiß, wie man technische Schwächen in Bildern behebt, dem wird auch der Unterschied zwischen dem Grafischen und Fotografischen egal sein. Hier wird also mit dem Hintern eingerissen, was die Hände mühselig aufgebaut haben.

Das Buch ist empfehlenswert, aber viel zu lang. Auf den Teil für Laien hätte verzichtet werden können. Die Devise "erst denken, dann auslösen" wird in nahezu jeder Fotoschule (Canon, Nikon, wasweißich) ausgegeben - das muss man nicht ständig wiederholen. Mich hätten mehr von den Dingen interessiert, die mir nur Martina Mettner erklären kann (diese Polarisierung erklärt im übrigen auch die extrem auseinanderdriftenden Meinungen zu diesem Buch). Und vielleicht ein paar abwechslungsreichere Bilder (Dokumentationsfotografie ist meistens so spannend wie der Parkplatz beim Discounter - aber das ist Geschmacksache). Also ergänze ich die mir fehlenden Teile des Buches mit den Artikeln des hervorragenden Fotofeinkostblogs.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.03.2011 09:13:50 GMT+01:00
Sowohl die Vorzüge des Buches als auch die Nachteile, die Sie aufzählen, sind eigentlich nur Randthemen. Auf den eigentlichen wichtigen Punkt gehen Sie gar nicht ein: die Rolle des freien Projektes, das gleichermaßen für Anfänger und Profis den Königsweg darstellt (zumindest, wenn man die Sicht von Frau Mettner teilt).
Dieser Gedanke ist tatsächlich nichts, was ich sonst schon regelmäßig in Fotobüchern gelesen hätte und er scheint mir auch weder bei Anfängern noch bei gestandenen Fotografen sehr verbreitet zu sein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.08.2011 14:36:36 GMT+02:00
S. Weber meint:
Mmmh - bleibt also zu diskutieren, was ein 'gestandener Fotograf 'ist. Ich kenn' jedenfalls keinen mit derartigen konzeptionellen Schwächen.
Dass man projekt- bzw. themenbezogen arbeiten sollte ist ja nun nichts neues. Für diese Erkenntnis braucht es keine Kunsthochschule, kein Proseminar und noch nicht mal ein Fotobuch. Der Besuch eines Museums (oder auch im Zweifelsfall des Eingangsbereichs einer Grundschule) reicht völlig aus.
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S. Weber
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