Kundenrezension

321 von 332 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht billig, aber gut, 20. Mai 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Parrot AR.Drone 2.0 Blau (Elektronik)
Der Gedanke, ein kleines Fluggerät zu haben, mit dem man Videos und Fotos in guter Qualität aufnehmen kann, ist reizvoll. Das auch noch zu einem vernünftigen Preis und mit einer einfach zu erlernenden Steuerung, schien bisher unmöglich. Durch die Quadrocopter wird die Wunschvorstellung nun aber Realität. Nach dem Lesen vieler Webseiten über Modellhubschrauber und Selbstbau-Quadrocopter entschloss ich mich, mit der AR Drone 2.0 einzusteigen. Hier also die ersten Erfahrungen eines Anfängers im Modellflug.
Lieferung durch Amazon
Ich hatte Anfang Mai vorbestellt. Die Auslieferung erfolgte wenige Tage verzögert und dann in bekannt guter Amazon-Schnelligkeit. Man erhält ein relativ großes, aber leichtes Paket (57x57x14cm), dass auf alle Seiten Informationen und Abbildungen zur Drone hat. Entsprechende Aufmerksamkeit fand das Paket beim Postmann, der lieferte. So etwas bringt er nicht alle Tage.
Ein bestellter Zweitakku war nicht lieferbar.
Verpackung
Das Gerät ist sehr solide verpackt in weicher Kartonage, die genau zur Aufnahme der einzelne Teile geformt ist. Darin kann man sicher auch zukünftig das Gerät sicher transportieren.
Man hat sechs Teile: Das fertig vormontierte Fluggerät, eine Hülle für innen, eine für außen, den Akku und ein Ladegerät (mit austauschbaren Adaptern! weltmarktfähig!) und ein kleines Buch mit einer Bedienungsanleitung in 10 (!) Sprachen.
Montage
Als erstes muss man den Lithium-Ionen Akku laden. Das dauert 1,5 Stunden.
Der Akku ist der Schwachpunkt des ganzen Systems. Er soll maximal für 12 Minuten Flug halten. Nach meinen Erfahrungen sind 9 bis 10 Minuten das Maximum Die Drone verbraucht auch im Ruhezustand schon Strom. An die Einstellungen in der Steuerungs-App kommt man nur, wenn das Steuerungsgerät (IPhone oder Android-Gerät) mit der Drone verbunden ist.
Bevor man also startet, sind schon einige Prozent des Akkus leer. Gerade am Anfang, wo man die Einstellungen erst kennenlernt, ist das sehr ungünstig.
Der fertig geladene Akku wird mit einem Klettband in der Halterung befestigt. Ein Kabel mit speziellen Steckern an der Drone und am Akku, die ein verpolen verhindern, sind zu verbinden.
Das Aufsetzen der Hülle für indoor oder outdoor Flüge ist unkompliziert und schnell gemacht.
Nun kann es losgehen. Die Drone verfügt über LED an allen vier Flügeln/Motoren, die entweder grün oder rot leuchten. Ist alles grün, kann man starten.
Die Steuerung
Gesteuert wird die Drone über ein Apple (IOS) oder Android-Gerät. Smartphones und Tablets sind möglich. Man muss über die jeweiligen Stores die passende App laden. Für IOS gibt es Apps sowohl vom Hersteller als auch von Drittanbietern. Verwiesen sei hier auf "Drone Control". Seit 11. Mai ist auch eine Beta App im Android-Market speziell für die Drone 2.0 verfügbar.
Die mit der Drone gelieferte Bedienungsanleitung ist unzureichend und entspricht nicht dem letzten Stand der App. Bezeichnungen und Begriffe in der Anleitung stimmen nicht mit den Apps überein.
Es gib aber eine sehr gute und informative deutsche Webseite für die Drone 2.0. Dort findet man auch eine Bedienungsanleitung nur in deutscher Sprache, die aktuell ist. Von dieser Anleitung braucht man vor allem die Seiten 26-31, denn dort werden alle Einstellungen gut erklärt.
Gut sind auch die verfügbaren Videoanleitungen zur Einstellung und zur Steuerung.
Weitere hilfreiche Informationen findet man in Foren, z.B ARDrone-Forum.
Natürlich zeigen die Videos auch sehr schön, was man alles machen kann, wenn man die Steuerung beherrscht. Die Apps für Android und IPhones sind gleich. Ich habe es zunächst mit einem Iphone 4 S (IOS) und dann mit einem Sony Tablet S (Android 3.2.1 (Release 2) versucht. Mit dem größeren Tablet geht es deutlich einfacher. Um die Drone zu beherrschen, war es für mich als Anfänger hilfreich, in den Einstellungen die Option "maximaler Neigungswinkel" (Iphone Tilt Max) auf 35 oder sogar höher zu setzen. Dadurch reagiert die Drone erst bei größeren Bewegungen des Iphone oder Tablet, also weniger sensibel, was für Anfänger sehr hilfreich ist. Ich konnte so erfolgreich im Wohnzimmer fliegen. Dabei "Absolute Steuerung" auf "on". Diese "absolute Steuerung" scheint mir ohnehin eines der nutzerfreundlichsten Leistungsmerkmale, insbesondere für Anfänger zu sein. Ist die "Absolute Steuerung" aktiviert, fliegt die Drohen im Bezugssystem des Piloten und nicht im eigenen. Das bedeutet, egal in welcher Richtung sich die Vorderseite der Drone befindet, sie bewegt sich in die Richtung, die aus der Sicht des Piloten vorne, links, rechts oder hinten ist.
Man steuert durch einfaches Neigen des Tablets / Iphones nach links, rechts, vorne oder hinten.
Man kann diese bewegungsabhängige Steuerung auch ausschalten. Dann hat man auf dem Tablet in der App links einen Button, den man wie einen Joystick bewegen kann.
In der App rechts ist immer ein Button, mit dem man die Höhe der Drone steuert oder sie um die eigene vertikale Achse dreht. Das klappt alles sehr gut. Die Reaktionsgeschwindigkeit auf die Kommandos kann man einstellen. Am Anfang sollte man alles auf "klein" und "träge" stellen, um die Bewegungen der Drone kennen und beherrschen zu lernen. Erste Erfolge stelle sich schnell ein.
Indoor
Die HD-Kamera läuft immer mit. die Qualität ist erstaunlich gut. Mit meinem Sony Tablet war eine Aufzeichnung eines ersten Fluges durch das Wohnzimmer ohne Probleme möglich. Hoher Spaßfaktor!
USB-Anschluss
Zusätzlich zum Akku kann man einen USB-Stick anschließen und die Videoaufnahmen auf den Stick legen. Ein Versuch mit einer SDHC-Micro-Speicherkarte und einem Adapter scheiterte. Ein älterer 8 GB USB Stick mit FAT 32 Formatierung funktioniert. Aufgezeichnet wird im MP4 Format. Für 7 Minuten Aufzeichnung werden ca. 250 MB gebraucht.
Bedauerlich
Der Spaß dauert leider nicht lange, dann ist der Akku leer. Man kann zuschauen in der App, wie die Ladung sinkt. Bei 15 % bekommt man eine Warnung. Dann landet die Drone bald von selbst.
Es sollen 12 Minuten Spieldauer sein. Mir schien es kürzer. Aber vielleicht braucht der Akku auch erst noch einige Ladezyklen. In einem Kommentar zur Rezension von B. Gissa schreibt der offensichtlich sehr sachkundige Nutzer Rhododrendon über die fehlende Kompatibilität der Akkus und Ladegeräte zwischen der Drone 1.0 und 2.0. Das Geschäft mit Zubehör und Ersatzteilen scheint ein fester Bestandteil des Geschäftsmodells des Herstellers zu sein. Ein Blick in dessen Shop zeigt, dass man praktisch die ganze Drone in Einzelteilen erwerben kann. Um einen Zweit- und Drittakku kommt man nicht herum.
Der Indoor-Hülle ist recht Widerstandsfähig gegen Abstürze, die natürlich gerade am Anfang unvermeidlich sind. Sollte es zu Brüchen der Kunstoffhülle kommen, hilft ein Klebeband weiter.
Es wird sich zeigen, wie viel Flugstunden die Motoren und Propeller überstehen.
Outdoor
Erste positive oudoor Erfahrungen habe ich gemacht. Tipp: Drone indoor auf ebener Fläche kalibrieren (Flat Trimm) , dann auf outdoor umschalten und nicht mehr kalibrieren.
Die Qualität der Aufnahmen der Frontkamera ist erstaunlich gut. Die Belichtungsautomatik funktioniert gut. Problematisch ist, dass man bei Sonnenlicht auf Tablet oder Smartphone kaum noch etwas sieht. Hier muss man also die Softbutton der App nach "Gefühl" bewegen und die Drone stets im Blick behalten.
Fazit
Ein noch immer teures, aber hochinteressantes Spielzeug. Sehr bemerkenswert, was da inzwischen jedermann an Flugtechnik an die Hand gegeben wird. Die Werbevideos des Herstellers zeigen, dass hier ein Weltmarkt adressiert wird, mit Wettbewerben, Community und allem was heute in der Zeit von social networks dazugehört. Die Potenziale des "Spielzeugs" sind noch lange nicht ausgereizt, aber der Spaßfaktor schon heute sehr hoch. Auf weitere Entwicklungen, z.B. Reichweiteverlängerung, kann man gespant sein. Nur vier Sterne wegen der dürftigen Anleitung und der geringen Akkuleistung.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.07.2013 18:00:57 GMT+02:00
K. Rainer meint:
Hallo! Danke für deinen Bericht! Hab ne Frage! Gibt es das auch ohne Phonesteuerung und so... Ich meine mit einer normalen Fernbedienung?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.07.2013 18:40:37 GMT+02:00
fitzliputz meint:
Es gibt sogenannte RC-Kits, also "Remote Control" -Zubehör. Damit kann man die Drone mit Mehrkanalsteuerungen im 2.4 GHz Bereich steuern, wie sie vom Modellflug her bekannt sind. Meist besteht ein Kit aus einem Empfänger, der alternativ zum Wifi-Empfänger an der Drone zu montieren ist und eben der Mehrkanalfunksteuerung. Solche Kits kosten aber über 200¤. Geworben wird damit, dass damit die Reichweite der Steuerung von 50m auf bis zu 250m erhöht werden kann, dass diese Steuerung präziser als die per Wifi und Handy ist und auch weniger störanfällig sein soll.
Letztlich ist dass aber noch einmal so teuer, wie die Drone selbst. Mal schauen unter Droneparts und Dronetuner.
Erläuterungen dazu finden sich in den Foren.
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