Kundenrezension

5 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Echte Aufklärung über das gesellschaftliche "Phänomen ADHS", 23. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich lerne wie ein Zombie: Plädoyer für das Abschaffen von ADHS (Reihe Psychologie) (Taschenbuch)
Vergessen Sie alles, was Sie über ADHS zu wissen vermeinen. Nun gibt es endlich ein weiteres Buch, das klar belegt was offensichtlich ist: Die Diagnose ADHS ist ein synthetisches Kulturprodukt, das mehr schadet als nützt. Dabei dient das pseudowissenschaftliche Kürzel als fiktive Ursache für praktisch jede psychosoziale Auffälligkeit und wirft jahrzehntelang bewährte Differenzierungen über den Haufen. Doch was nützt eine Diagnose, die nichts unterscheidet? Richtig: Sie kurbelt den Medikamentenmissbrauch und -verkauf an. Kinder mit schwierigem Verhalten werden einfach zu Hirnkranken erklärt und damit zum Objekt einer massenhaften pharmakologischen Manipulation gemacht. Der durch nichts belegte vulgärwissenschaftliche Mythos einer genetisch und biologisch determinierten Hirnstoffwechselstörung entmündigt Kinder in schwierigen Lagen und beraubt ihr Verhalten jedes lebensgeschichtlichen Sinnes. Sehr dicht und mit reichlich aktuellem Forschungs- und Erfahrungsmaterial ausgestattet zeichnet Hans-Reinhard Schmidt in seinem Buch das erschreckend genaue Bild eines Riesenbetrugs von Pharmaindustrie, Medizin und Psychiatrie an Betroffenen und der Gesellschaft, die diesen oft noch bereitwillig unterstützen. ADHS hat sich zu einem regelrechten Kultobjekt entwickelt. Vor allem Mütter reißen sich geradezu um die Diagnose ADHS für ihre Kinder und auch für sich selbst. Das wäre bei einer echten Krankheit undenkbar. Schmidt zeigt klar, welche Gründe hinter solch irrationalem Verhalten stehen können: Das populäre Konstrukt ADHS ersetzt eine ernsthafte Auseinandersetzung mit schwierigen Beziehungen, indem es alle Beteiligten durch die Erfindung einer biologischen, erziehungsunabhängigen Krankheit aus der Verantwortung entlässt. Es fördert die kurzfristig erleichternde Verdrängung und bietet Psychopharmaka statt einem nachhaltig wirkenden psychologischen Verständnis der Kinder und ihrer Familien. Schmidt zeigt aber nicht nur die Schwachstellen der üblichen Diagnosepraxis auf, sondern verweist auch auf die neurobiologische Wirksamkeit fundierter Psychotherapie.
Das Buch ist für alle Betroffene, Mitbetroffene und Fachleute, die an echter Aufklärung über das gesellschaftliche Phänomen ADHS interessiert sind ein Muss. Hervorragend!

(siehe auch ADHS: Diagnose statt Verständnis? Wie eine Krankheit gemacht wird.)
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.11.2010 15:07:22 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.11.2010 15:09:58 GMT+01:00
Henrike meint:
Es geht mir echt auf den Nerv wenn Ich als ADHS-ler ein synthetisches Kulturprodukt sein sollen, seit Ihr Mediziner um das zu behaupten. Denn es gibt laut neuesten Forschungen (Von Wissensschaftlern die sich damit befassen) neue Studien die genau belegen das es sich um eine Gentische Disposition handelt. Daran lässt sich ja nichts rütteln, hier mal eine Verlinkung zum Nachlesen.
http://portal.gmx.net/de/themen/gesundheit/kind/11266312-Forscher-erbringen-Beweis-fuer-genetische-Ursache-von-ADHS,pd=2.html

Bei solchen Büchern geht es meiner Meinung nach nur darum Geld zu machen und nebenher das Bild von uns als ADHS-lern schlecht zu machen.
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