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Rezension bezieht sich auf: Judas 2: Judassohn (Broschiert)
Die Geschichte beginnt im Jahr 2008 in Leipzig, wo es sich die Judastochter Theresia Sarkowitz zur Aufgabe gemacht hat, über ihre Nachkommen Emma und Elena zu wachen, damit diese nicht das gleiche Schicksal erleiden müssen, wie sie selbst: einst als Untote wiederauferstehen zu müssen. Doch Sias Auftrag ist nicht immer leicht zu bewältigen. Als zuerst Werwölfe in Leipzig auftauchen und anschließend eine unbekannte Viesczy bei Emmas Silvesterparty ein Massaker auslöst, droht Sias heile Welt vollkommen aus den Fugen zu geraten'Mit seiner flüssigen, modernen Sprache erreicht Markus Heitz mit seinem Vampirthriller vor allem die jüngeren Leser. Interessant und spannend schildert er die Geschehnisse rund um seine Hauptfiguren sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit. Alle Charaktere wurden detailliert und einzigartig gestaltet, sodass sie für den Leser fast greifbar erscheinen und man sich der Handlung nahe fühlen kann. Geschickt verwebt der Autor die scheinbar zusammenhangslosen Lebensgeschichten der Charaktere. Wie die Geschehnisse jedoch zusammenhängen, erfährt man als Leser erst auf den letzten fünfzig Seiten, sodass die Story des Romans niemals langweilig wird, da es stets noch Geheimnisse zu lüften gibt. Auch viele unerwartete Wendungen tragen ihren teil dazu bei. Dass Markus Heitz Historiker ist, wird vor allem an detaillreichen Schilderungen der französischen Revolution und den sozialen Gegebenheiten im 18. Jahrhundert sehr deutlich. Als Leser hat man das Gefühl, sogar selbst am 14.7.1789 im wütenden Mob vor der Bastille zu stehen. Spannend ist es zudem auch, dass der Autor in seinem Roman ein anderes Bild von Vampiren zeichnet, als es zurzeit andere Romane, wie zum Beispiel Twilight heraufbeschworen haben. Bei Heitz sind Vampire grausame Kreaturen, die ihren Blutdurst unerbittlich stillen müssen, ohne dabei auf geliebte Menschen Rücksicht zu nehmen. Im Verlauf des Romans kommt es deshalb öfters zu brutalen, grausamen Szenen, die hervorragend zur düsteren und gruseligen Stimmung der Geschichte passen. Mit Hilfe eines auktorialen Erzählers gelingt es dem Autor seinen Lesern einen guten Überblick über das gesamte Geschehen zu geben. Durch eingestreute innere Monologe werden Emotionen und Gedanken der Hauptfiguren besser zur Geltung gebracht. So kann man sich als Leser besser in die Charaktere hineinfühlen, ohne dabei den Gesamtzusammenhang aus den Augen zu verlieren. Doch auf Grund der vielen verschiedenen Vampirarten war es für mich zu Beginn des Romans doch etwas schwer, nicht den Überblick zu verlieren, da ich den ersten Band der Trilogie nicht gelesen habe. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit kann man der Geschichte aber dennoch gut folgen. Mit der Fortsetzung "Judassohn" ist Markus Heitz ein packender und spannender Vampirthriller gelungen, der bei mir jedoch auf Grund seiner Grausamkeit einen etwas schalen Nachgeschmack hinterlässt. Für Fans des Genres ist das Buch aber auf jeden Fall auf Grund der mitreißenden Schreibtechnik und der dynamischen Geschichte ein Muss. Ich bin insgesamt dennoch auf die Fortsetzung gespannt und würde diese auch gerne noch lesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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